Motion Müller-Bachs
1471
86.506
Motion Fehr Umweltschutzgesetz. Ausbildung Exécution de la loi sur la protection de l'environnement. Formation des responsables
Wortlaut der Motion vom 18. Juni 1986
Der Vollzug des Umweltschutzgesetzes sowie der zugehöri- gen Verordnungen stellt hohe Anforderungen sowohl an die Kantone wie auch in der Folge an die Städte und Ge- meinden.
In Anbetracht der knappen personellen Kapazitäten sowie der hohen fachlichen Anforderungen drängt sich eine aus- reichende Information sowie eine gründliche Schulung aller mit dem Vollzug beauftragten Personen auf.
Der Bundesrat wird beauftragt, gestützt auf Artikel 49 des Umweltschutzgesetzes, zusammen mit den Kantonen und den Kommunalverbänden ein entsprechendes Ausbildungs- programm zu erarbeiten und zu verwirklichen.
Texte de la motion du 18 juin 1986
L'application de la loi sur la protection de l'environnement ainsi que des ordonnances y relatives est très astreignante pour les cantons et, partant, pour les municipalités et les communes.
Vu l'effectif restreint du personnel et les strictes exigences techniques, une information suffisante ainsi qu'une forma- tion sérieuse de toutes les personnes chargées d'exécuter cette loi s'imposent.
Le Conseil fédéral est chargé, conformément à l'article 49 de la loi sur la protection de l'environnement, d'élaborer et de mettre en pratique un programme de formation adéquat, en collaboration avec les cantons et les associations com- munales.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die sachgerechte Verwirklichung des Umweltschutzgeset- zes erstreckt sich auf ein breites Spektrum und eine Vielzahl von Verordnungen:
Luftreinhalteverordnung, Verordnung über umweltgefähr- dende Stoffe, Verordnung über Schadstoffe im Boden, Ver- ordnung über den Verkehr mit Sonderabfällen, Lärmschutz- verordnung, Verordnung über die Umweltverträglichkeits- prüfung.
Die Realisierung all dieser Massnahmen stellt hohe Anforde- rungen an die direkt betroffenen verantwortlichen Stellen sowie an eine Vielzahl von weiteren, auch für andere Fach- bereiche zuständigen Behörden.
Durch das Gesetz und die entsprechenden Verordnungen werden sowohl der öffentlichen Hand wie auch der Wirt- schaft bedeutende Ausgaben entstehen, es werden aber ebenso bedeutende Investitionen ausgelöst.
Der Wissensstand der mit Vollzugsaufgaben betrauten Per- sonen ist trotz beträchtlicher Bemühungen von Seite des Bundes noch nicht durchwegs genügend. Diesem Mangel kann mit einem Ausbildungsprogramm unter Einschluss der interessierten öffentlichen Stellen und Verbände begegnet werden.
Die gesetzlichen Grundlagen für eine derartige Ausbildung sind gegeben, überbindet doch Artikel 49 des Umwelt- schutzgesetzes dem Bund die Pflicht, die Aus- und Weiter- bildung der mit den Aufgaben dieses Gesetzes betrauten Personen zu fördern.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 3. September 1986
Rapport écrit du Conseil fédéral du 3 septembre 1986
Der Bundesrat geht mit dem Motionär einig, dass der Voll- zug des Umweltschutzgesetzes und der dazugehörigen Voll- zugsverordnungen an die Kantone, aber auch an die Städte und Gemeinden, das heisst an die Vollzugsbehörden, hohe Anforderungen stellt. Es gilt nicht nur, neue Strukturen zu schaffen und für vielfältige, oftmals neue Aufgaben qualifi- zierte Mitarbeiter zu finden; viele dieser neuen Mitarbeiter werden für ihre Tätigkeit erst noch aus- oder weitergebildet werden müssen.
Der Bundesrat wird deshalb dafür sorgen, dass aus dem teilweise bereits vorhandenen Informationsdefizit kein Handlungs- und Vollzugsdefizit wird. Er ist insbesondere gewillt, Artikel 49 des Umweltschutzgesetzes (USG) auszu- schöpfen, der in Absatz 1 festhält, dass der Bund die Aus- und Weiterbildung der mit Aufgaben nach dem USG betrau- ten Personen fördert.
Die Arbeiten zu einem Schulungskonzept u.a. für die Voll- zugsbehörden auf Stufe Kantone und Gemeinden sind ver- waltungsintern bereits seit einiger Zeit im Gange. In der zweiten Hälfte 1986 wird dieses Konzept mit den Kantonen und den Kommunalverbänden diskutiert werden.
Der Vorstoss betrifft ein Anliegen, das in den delegierten Rechtsetzungsbereich fällt. Auch wenn der Bundesrat mit dem Anliegen einverstanden ist, kann er die Motion nur in Form eines Postulates entgegennehmen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln.
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
86.520
Motion Müller-Bachs Phosphatgehalt im Dünger Réduction des phosphates dans les engrais commerciaux
Wortlaut der Motion vom 19. Juni 1986
Der Bundesrat wird beauftragt, mit Lenkungsabgaben Pho- sphate in Handelsdüngern so zu verteuern, dass eine Ueber- düngung verhindert und die umweltgerechte Verwertung von Mist, Jauche und Klärschlamm gefördert werden können.
Texte de la motion du 19 juin 1986
Le Conseil fédéral est chargé de majorer, par le biais de taxes d'orientation, le prix des phosphates que contiennent les engrais commercialisés, de telle façon que soit empê- chée toute fumure excédentaire et qu'on puisse développer l'utilisation (propice à l'environnement) de fumier, de purin et de boues de décantation.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann-St. Gallen, Biel, Borel, Brélaz, Clivaz, Deneys, Dünki, Fierz, Gloor, Günter, Jaggi, Longet, Maeder-Appenzell, Mauch, Oester, Pini, Pitte- loud, Rebeaud, Ruffy, Stamm Walter, Weder-Basel, Zwygart (22)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Bundesrat hat vor kurzem und gestützt auf das Umwelt- schutzgesetz beschlossen, Beschränkungen für die land- wirtschaftliche Düngung einzuführen. So sind in erster Linie Mist, Jauche und Klärschlamm zu verwerten. Handelsdün-
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Motion Fehr Umweltschutzgesetz. Ausbildung Motion Fehr Exécution de la loi sur la protection de l'environnement. Formation des responsables
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
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Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1986
Année
Anno
Band
III
Volume
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Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
86.506
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 09.10.1986 - 08:00
Date
Data
Seite
1471-1471
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20 014 669
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