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Motion Bührer
Kürzungen in anderen Bereichen, in andern Departementen geführt.
Deshalb möchte ich Sie bitten, die Motion als Postulat zu über- weisen und ziehe folgendes Fazit: Der Bundesrat will und kann die Motion nicht erfüllen; es ist möglich, ein langfristiges Bauprogramm bald nach Ihrer Budgetberatung zu beschlies- sen. An einer zügigen Fertigstellung der Bauprojekte sind auch wir - im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten - inter- essiert; es braucht aber auch etwas Spielraum von Ihnen. Ich bitte Sie, diesen Handlungsspielraum nicht einzuschränken. Sie müssen zur Kenntnis nehmen, dass unabhängig davon diese Vollendung des Netzes im Jahre 2000 aus technischen Ueberlegungen nicht rechtzeitig kommen kann.
Ich bitte Sie deshalb - ich hoffe, ich habe eine Chance -, diese Motion in ein Postulat umzuwandeln.
Präsident: Der Motionär hält an der Motion fest.
M. Delalay: Je voudrais simplement appuyer, en quelques mots, cette motion de M. Cavadini.
En tant que représentant d'une région qui a attendu long- temps pour être desservie, je souscris pleinement à l'exigence posée par cette motion, d'ailleurs en parfait accord, comme l'a dit son auteur, avec la votation fédérale du 1er avril de cette année. La volonté du Conseil fédéral de freiner la construction des routes nationales s'est déjà manifestée par la réduction de 30 pour cent du crédit réclamé par les cantons au budget 1990. Après coup, le Conseil fédéral a débloqué 150 millions, ce qui permettra cette année aux cantons de ne pas trop retar- der leurs programmes de constructions.
Pour ce qui a trait au budget 1991, nous ne connaissons pas encore les chiffres attribués mais on sait déjà que les deman- des des cantons sont de l'ordre de 2 milliards au total, que l'Of- fice fédéral des routes veut disposer, pour y répondre au moins partiellement, d'un crédit de 1,3 milliard et que ce crédit aurait été encore compressé par le Conseil fédéral lors de la discussion du budget. La réduction serait donc pour 1991 de 40 pour cent des besoins dûment consignés par les cantons. Si tel était le cas, un retard général de 5 à 10 ans est inévitable dans la réalisation du réseau des routes nationales dans les cantons où les constructions sont en cours actuellement. Ces circonstances font d'ailleurs qu'aujourd'hui, dans la pratique, l'Office fédéral des routes n'approuve pas des adjudications importantes car il prétend ne pas disposer des crédits suffi- sants. C'est la première fois que les cantons ont à déplorer une telle pratique qui dépeint bien l'état d'insécurité dans lequel se trouve l'administration à la suite des compressions budgétai- res répétées qui sont son lot.
Je soutiens donc la motion de M. Cavadini et je vous invite à en faire de même. Cela est d'autant plus justifié qu'un pro- gramme à long terme est actuellement à l'étude et que les fonds ne manquent pas, contrairement à ce qu'on affirme ici. Nous avons ici l'occasion de manifester clairement notre in- tention, de défendre une politique en matière de communica- tions acceptée par le peuple et visant à une réalisation rapide et complète du réseau des routes nationales.
Abstimmung - Vote
Für Ueberweisung der Motion Dagegen
21 Stimmen 4 Stimmen
90.596
Motion Bührer Weiterführung der Preisreduktion für Halb-Preis-Abonnemente Maintien de la réduction de prix sur les abonnements à demi-prix
Wortlaut der Motion vom 20. Juni 1990
Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament eine Kreditvor- lage zu unterbreiten, die es erlaubt, die 1986 beschlossene und bis 1992 befristete Preisreduktion für Halb-Preis-Abonne- mente grundsätzlich weiterzuführen. Ein einheitlicher Preis für alle Alterskategorien ist beizubehalten.
Texte de la motion du 20 juin 1990
Le Conseil fédéral est chargé de proposer au Parlement un crédit permettant de maintenir le principe, décidé en 1986, de la réduction accordée jusqu'à la fin de 1992 sur les abonne- ments à demi-prix. Toutes les catégories d'âge devront bénéfi- cier d'un prix uniforme.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Béguin, Jaggi, Jelmini, On- ken, Piller, Weber (6)
Frau Bührer: Nachdem soviel vom Strassenbau gesprochen worden ist, bin ich dankbar, mit meiner Motion einen anderen Akzent in die Richtung «öffentlicher Verkehr» setzen zu dürfen. Im Frühjahr dieses Jahres hat mich eine Schlagzeile aufge- schreckt und zu diesem Vorstoss veranlasst. Sie hiess: «Die Zukunft des Halbtaxabos ist nicht gesichert.»
Es ist unbestritten, dass die Einführung des «Borromini» ein durchschlagender Erfolg war. Das Halbtaxabo brachte volks- wirtschaftliche, sozialpolitische und Umweltvorteile. Der Um- steigeeffekt ist nachgewiesenermassen beträchtlich. Erfreu- lich ist auch, dass Leute mit bescheidenen Einkommen von der Verbilligung profitieren können. Also herrscht rundum Zu- friedenheit - und trotzdem sind die aufziehenden Wolken un- übersehbar. Die Bahntarife sollen, müssen der Teuerung an- gepasst werden, und die SBB-Tarifmassnahmen - dazu ge- hörte seinerzeit die Einführung des Halbtaxabos - sind bis 1992 befristet. Höchste Zeit also, die Frage nach der Weiterfüh- rung zu stellen, auch wenn für den Augenblick das Halbtaxabo bleibt, ist das längerfristige Schicksal dieser Verbilligung un- gewiss.
Es fahren heute 1,8 Millionen Leute zur halben Taxe. Es ist schlicht undenkbar, dass diese Einrichtung eines Tages fallengelassen würde.
Meine Motion möchte das Halbtaxabo auf solide Füsse stellen und über das Jahr 1992 hinaus sichern. Wir sind auf dem Weg zur «Bahn 2000». Wir glauben an die Zukunft der Bahn, und das Halbtaxabo liegt im Trend. Es hat sich als starker Anreiz er- wiesen, und Anreize sind heute nötig, wo fast jeder - bald muss man sagen: zumindest - ein Auto hat. Die Abschaffung wäre ein Rückenschuss für die Bahn, und eine Protestwelle würde durchs Schweizervolk rauschen. Ich möche keinem De- partementsvorsteher zumuten, diese Hiobsbotschaft zu über- bringen. Er müsste als Ueberbringer dieser schlechten Nach- richt, im übertragenen Sinn natürlich, um seinen Kopf fürch- ten.
Ich bitte Sie, sehr geehrter Herr Bundesrat, das Anliegen der Motion mit dem Ziel an die Hand zu nehmen, das Halbtaxabo zur festen Institution zu machen.
Bundesrat Ogi: Der erwähnte Bundesbeschluss läuft Ende 1992 aus. Das Bundesamt für Verkehr ist beauftragt zu prüfen, ob die Weiterführung dieser Tariferleichterung auch in Zukunft sinnvoll ist.
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Motion Bührer
E 20 septembre 1990
In seine Untersuchungen wird das BAV auch Beiträge aus der Wissenschaft einbeziehen müssen. Heute lässt sich also noch nicht abschliessend beurteilen, ob die SBB-Tarifmassnahmen in der bestehenden Form beizubehalten oder durch ein verän- dertes Angebot seitens der Transportunternehmungen ab- zulösen sind. Der Verkauf des Halbtaxabonnementes hat den Charakter einer kommerziellen Massnahme der Transportun- ternehmungen angenommen. Sie haben das sehr gut begrün- det. Ich möchte darauf nicht näher eintreten.
Es stellt sich daher die Frage, ob dafür den Transportunterneh- mungen die volle finanzielle Verantwortung übertragen wer- den könnte. Um keine unerwünschten Marktreaktionen - her- aufzubeschwören, dürften die Transportunternehmungen das Abonnement weiterhin zu einem Einheitstarif verkaufen, mög- licherweise auf einem leicht höheren Tarifniveau.
Preiserhöhungen zwecks Anpassung an die Teuerung sind in jedem Fall nicht auszuschliessen. Ich habe aus Ihrem Votum heraushören können, dass Sie das verstehen.
Der Bundesrat wird also zu gegebener Zeit, wenn diese Ab- klärungen abgeschlossen sind, seine Absichten bekanntge- ben.
Ich möchte als Conclusion folgendes sagen: Dieses populäre Abonnement wird sicher, so beurteile ich es heute, auch nach 1992 angeboten werden, möglicherweise etwas teurer. Sie sa- gen ja auch, Frau Bührer, der Verkehr sei zu billig, die Mobilität sei zu billig. Das höre ich auch von Ihnen. Dem Parlament wird zu gegebener Zeit über das weitere Vorgehen Bericht erstattet. Deshalb beantragt Ihnen der Bundesrat, die Motion in ein Po- stulat umzuwandeln.
Präsident: Die Motionärin ist mit der Umwandlung ihrer Mo- tion in ein Postulat einverstanden.
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
Schluss der Sitzung um 12.30 Uhr La séance est levée à 12 h 30
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Jahr
1990
Année
Anno
Band
IV
Volume
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Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
04
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.596
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 20.09.1990 - 08:00
Date
Data
Seite
649-650
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Pagina
Ref. No
20 019 201
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