Postulat der Verkehrskommission
1959
Mme Jeanprêtre présente au nom de la commission le rap- port écrit suivant:
Dans sa requête du 20 mars 1991, le Groupe pour une Suisse sans armée a déposé une pétition. Ses auteurs deman- dent que le Rapport sur la sécurité soit soumis à la procédure de consultation et qu'à l'avenir, les questions concernant la paix et la sécurité soient obligatoirement soumises à la consul- tation. La requête est fondée sur le fait que la paix concerne toute l'humanité et qu'à ce sujet, chacune et chacun a le droit de se prononcer.
La Commission des pétitions et de l'examen des constitu- tions cantonales a examiné cette requête lors de sa séance du 28 août 1991. Elle retient ce qui suit:
Conformément aux directives du Conseil fédéral du 6 mai 1970 sur la procédure législative préliminaire, les rapports du Conseil fédéral au Parlement ne sont pas soumis à la consulta- tion. Le rapport relatif à la politique suisse de la sécurité a été adopté le 1er octobre 1990. La demande des pétitionnaires est ainsi devenue sans objet.
De plus, la pétition exige qu'à l'avenir, les questions relati- ves à la paix et à la sécurité soient systématiquement soumi- ses à la consultation. Les directives mentionnées sont actuel- lement en révision. On examine entre autre s'il faut prévoir à l'avenir une procédure de consultation facultative, aussi pour les rapports du Conseil fédéral.
Antrag der Kommission
Von der Petition Kenntnis nehmen, ihr aber keine Folge ge- ben.
Proposition de la commission Prendre acte de la pétition, mais ne pas y donner suite.
Angenommen - Adopté
Ad 90.261
Postulat der Verkehrskommission Beteiligung der Kantone am Regionalverkehr 2000 Postulat de la Commission des transports et du trafic Trafic régional. Participation des cantons
Wortlaut des Postulates vom 21. Juni 1991
Der Bundesrat wird eingeladen, einen Bericht über den aktuel- len Stand und die Entwicklungsperspektiven im Regionalver- kehr ausarbeiten zu lassen und nötigenfalls die erforderlichen Gesetzesänderungen zu beantragen. Dabei ist insbesondere auf folgende Fragen einzugehen:
Beiträge des Bundes und der Kantone nach heutigem Recht an den bisherigen Regionalverkehr, an neue Linien und an Bus-Ersatzbetriebe;
Einbezug einer ganzheitlichen Betrachtungsweise, die nicht nur finanzielle, sondern auch soziale, raumplanerische, regional- und umweltpolitische Faktoren berücksichtigt;
allfällige Aenderungen der Finanzflüsse von Bund und Kan- tonen an die Unternehmungen, um möglichst kundenge- rechte und rationelle Lösungen sowie ein optimales Zusam- menwirken der verschiedenen Verkehrsträger und Unterneh- mungen zu erleichtern. Dabei sind - hinsichtlich Investitionen und Betrieb - auch differenzierte Beitragsregelungen zu prü- fen;
Sicherstellung der Koordination in der Bundesverwaltung für den Regionalverkehr, besonders im Hinblick auf die Bera- tung der Kantone und die landesweite Gleichbehandlung aller Regionen.
Texte du postulat du 21 juin 1991
Le Conseil fédéral est invité à faire élaborer un rapport relatif à la situation actuelle et aux perspectives de développement du trafic régional et à proposer les modifications législatives éven- tuellement nécessaires. Il y aura lieu de prendre particulière- ment en considération les points suivants:
subventions de la Confédération et des cantons au trafic ré- gional actuel conformément au droit en vigueur, pour les nou- velles lignes et pour les lignes de remplacement (bus);
inclusion d'une réflexion globale tenant compte non seule- ment des facteurs d'ordre financier mais aussi de l'aspect so- cial, de l'aménagement du territoire, de la politique régionale et de l'environnement;
modifications éventuelles du financement des entreprises par la Confédération et par les cantons, dans le but d'obtenir les solutions les plus rationnelles et les plus intéressantes pos- sible pour la clientèle et de faciliter de manière optimale la col- laboration entre les entreprises et les modes de transport. Concernant les investissements et le fonctionnement, il faudra examiner aussi les différenciations possibles dans le règle- ment des subventions;
coordination dans le cadre de l'administration fédérale pour le trafic régional dans le but de conseiller les cantons, tout en assurant à l'échelon national une égalité de traitement pour toutes les régions.
Schriftliche Begründung
Am 4. Oktober 1990 hat Nationalrat Walter Ammann eine par- lamentarische Initiative in Form einer allgemeinen Anregung eingereicht, die zusammengefasst folgende Forderungen ent- hält:
Als Alternative zu stets exzessiveren Leistungsabbau- und Sparszenarien - vorab beim SBB-Regionalverkehr - sind die Kantone angemessen an Ausbau, Durchführung und Kosten des Regionalverkehrs zu beteiligen ....
Die generelle Mitwirkung der Kantone wird der finanziellen Beteiligung entsprechend zur Mitsprache und Mitbestim- mung ausgebaut. Bei sogenannten Betriebsumstellungen und Stationsumwandlungen erhalten sie ein Vetorecht.
Zur besseren Koordination beim Aufbau des Regionalver- kehrs 2000 sowie zur Beurteilung von diesbezüglichen Ange- bots-, Rationalisierungs- und Sparkonzepten der SBB, der PTT sowie der KTU bezeichnet der Bundesrat einen oder mehrere Delegierte für den Regionalverkehr
Die Initiative wurde der Verkehrskommission zur Vorprüfung zugewiesen. Die Kommission hörte am 16. April 1991 den In- itianten an, am 13. Mai liess sie sich von einem Vertreter der konzessionierten Transportunternehmungen zusätzliche In- formationen geben und beriet das weitere Vorgehen in bezug auf die Initiative. Die Kommission kam in Uebereinstimmung mit dem Initianten zum Schluss, dass die parlamentarische In- itiative nicht das richtige Mittel sei, um das angestrebte Ziel zu erreichen, sondern dass ein Postulat einzureichen sei. Der Text des Postulates wurde am 10. Juni 1991 verabschiedet. Der Initiant erklärte sich bereit, die Initiative zurückzuziehen. Zu den einzelnen Forderungen des Postulates:
Die unterschiedlichen Finanzierungsarten führen oft zu unra- tionellen Lösungen. Auch wenn jetzt eine zweckmässige Richtlinie des EVED vorliegt, ziehen die Gemeinden es oft vor, eine SBB-Linie weit weg vom Dorf zu haben, die entsprechend schlecht benützt wird, an die aber sicher nichts bezahlt wer-
Postulat de la Commission des transports et du trafic
1960
N
4 octobre 1991
den muss, als einen guten Busbetrieb, an den sie etwas beitra- gen müssen, wenn das Fahrplanangebot besser ist als dasje- nige der Bahn. Aehnlich verhält es sich bei Parallellinien. Zahl- reiche PTT-Linien führen parallel zu einer Bahnlinie. Für den Benutzer ist dies oft bequemer und infolge des Tarifsystems billiger, als wenn er auf die Bahn umsteigen muss. Für die öf- fentliche Hand ist dies aber teuer. Weil das Postautodefizit von den PTT übernommen wird, werden gar nie zweckmässigere und rationellere Lösungen geprüft: zum Beispiel häufigere Buskurse bis zur nächsten geeigneten Bahnstation und Opti- mierung der Umsteigeverhältnisse oder sogar die Möglichkeit von bimodalen Fahrzeugen für Schiene und Strasse.
Mit dem ersten Punkt des Postulates wird eine Auslegeord- nung verlangt, damit Transparenz besteht, insbesondere bei der heute nicht öffentlich publizierten Beitragsregelung für die nach 1972 eingeführten Postautolinien.
Der Ständerat hat am 1. Dezember 1987 ein Postulat über- wiesen, das von den SBB unter anderem «regional optimierte Angebotskonzepte für Bahn und Bus ohne Mehrbelastung für Kantone und Gemeinden im Fall von Umstellungen» und «ein Konzept zur Reduktion der Stationsbedienungen und deren Auswirkungen» verlangte. Der Kommissionspräsident wies bei der Begründung des Postulates darauf hin, dass bei diesen Konzepten auch soziale und regionalpolitische Fragen zu be- achten seien, insbesondere die Erhaltung von Arbeitsplätzen in Rand-und Berggebieten. Diese Konzepte der SBB liegen noch nicht vor. Hingegen hat das EVED am 1. Oktober 1990 wie er- wähnt Richtlinien über die Gestaltung des regionalen Perso- nenverkehrs der SBB erlassen. Im Bericht über den zukünftigen Regionalverkehr, wie er mit dem Postulat verlangt wird, sollten auch die Auswirkungen in den Bereichen Sozialpolitik, Raum- planung und Umweltschutz dargelegt werden. Ein Wegfallen oder eine starke Einschränkung des Angebotes des öffentli- chen Verkehrsmittels trifft die sozial Schwächsten am stärksten, weil diese aus finanziellen Gründen weniger das eigene Auto benützen können. Eine schlechte Erschliessung abgelegener Gebiete mit öffentlichen Verkehrsmitteln kann - sofern nichts dagegen unternommen wird -dazu führen, dass deren Bewoh- ner mit dem Auto nicht nur bis zur nächsten von der Bahn be- dienten grösseren Ortschaft fahren, sondern bis in die Zentren, was aus Gründen der Raumplanung und des Umweltschutzes nicht erwünscht ist. Die Auswirkungen im Bereiche der Regio- nalpolitik müssen aufgrund der Weisungen des Bundesrates vom 26. November 1986 über die regionalpolitische Koordina- tion der Bundestätigkeit ohnehin abgeklärt werden.
Mit ihrem Postulat vom 13. Mai 1991 betreffend Zusammen- arbeit SBB, PTT, konzessionierte Transportunternehmungen hat die Verkehrskommission des Nationalrates verlangt, dass die «Uebertragung der Betriebsführung flächendeckender Ver- bindungen im Regionalverkehr an bestehende und geeignete konzessionierte Transportunternehmungen» geprüft werde. Zurzeit befindet sich ein Vorentwurf für eine Aenderung des Ei- senbahngesetzes in der Vernehmlassung. Darin sind zum Teil auch Aenderungen in der Finanzierung des Regionalverkehrs vorgesehen.
Die heutige Finanzierung des öffentlichen regionalen Perso- nenverkehrs führt zum Teil zu unrationellen Lösungen. Nicht nur weil Parallelverkehre und nicht-marktgerechte Angebote aufrechterhalten werden, sondern auch weil die Kantone und Gemeinden kein Interesse an Rationalisierungsmassnahmen haben. Solange der Bund das Defizit ganz oder zu einem gros- sen Teil bezahlt, ist es für die betroffenen Kantone und Ge- meinden interessanter, Arbeitsplätze künstlich zu erhalten, weil dies Steuereinnahmen bringt. Aus diesen Gründen sollen auch differenzierte Beitragsregelungen für Investitionen und Betrieb geprüft werden. Auch die unterschiedlichen Besoldun- gen bei SBB, Busbetrieben und Privatbahnen sowie das Zula- gensystem erschweren zweckmässige Lösungen.
Organisationseinheit geschaffen werden. Es kann auch zum Beispiel eine Sektion des Bundesamtes für Verkehr diese Auf- gabe übernehmen.
Développement par écrit
Le 4 octobre 1990, M. Walter Ammann, conseiller national, a présenté une initiative parlementaire sous forme de sugges- tion générale. Celle-ci comporte, pour l'essentiel, les exigen- ces suivantes:
Afin de compenser les plans, toujours plus drastiques, d'économie et de diminution des prestations des CFF, qui tou- chent surtout le trafic general, les cantons seront charges .... 2. Les pouvoirs des cantons seront renforcés d'une manière correspondant à leur participation financière. Ils auront notam- ment un droit de participation aux consultations et aux déci- sions. Ils pourront opposer leur veto aux projets de réorganisa- tion du mode d'exploitation ou de reconversion de gares.
Afin de mieux coordonner le développement du trafic régio- nal en rapport avec le projet RAIL 2000, ainsi que pour mieux évaluer les projets d'offre, de rationalisation et d'économie des CFF, des PTT et des entreprises de transports conces- sionnaires, le Conseil fédéral désignera un ou plusieurs délé- gués au trafic régional ...
L'initiative a été attribuée pour examen préalable à la Commis- sion des transports et du trafic. Celle-ci a entendu l'auteur de l'initiative le 16 avril 1991. Le 13 mai, elle s'est fait donner des renseignements supplémentaires par un représentant des entreprises de transports concessionnaires et a discuté de la marche à suivre concernant l'initiative. En accord avec l'auteur de celle-ci, la commission est arrivée à la conclusion que l'ini- tiative parlementaire n'était pas un moyen approprié pour at- teindre le but visé et qu'il fallait déposer un postulat. Le texte de celui-ci a été adopté le 10 juin 1990. L'auteur de l'initiative s'est déclaré disposé à retirer celle-ci.
Remarques concernant les diverses exigences du postulat: 1. Il existe aujourd'hui des réglementations très variables pour le financement du trafic régional:
Sur les lignes CFF, celui-ci est financé en règle générale par la Confédération, abstraction faite de quelques cas. Pour les li- gnes d'automobiles postales, on fait une distinction en fonc- tion de l'année d'ouverture de la ligne: celles qui ont été inau- gurées avant 1972 sont mises entièrement à la charge du compte des PTT et, partant, de la Confédération. Pour les li- gnes créées après 1972, les cantons sont appelés à fournir une participation financière. La Confédération et les cantons fi- nancent conjointement le trafic régional des entreprises d'au- tobus et de chemins de fer concessionnaires, abstraction faite du trafic local qui n'est pas subventionné par la Confédération. De plus, celle-ci alloue au titre du rapprochement tarifaire d'im- portantes contributions pour les entreprises de transports concessionnaires implantées dans les régions de montagne. Les divers modes de financement conduisent souvent à des solutions irrationnelles. Même s'il existe aujourd'hui une direc- tive du DFTCE, les communes préfèrent souvent avoir une li- gne CFF loin du village et mal utilisée parce qu'elle ne leur coûte rien. Elles la préfèrent à un bon service de bus pour lequel elles devraient fournir des contributions si l'horaire est meilleur que celui du chemin de fer. Il en va de même pour les lignes parallèles. De nombreuses lignes parallèles longent une ligne de chemin de fer. Pour l'usager, il est souvent plus confortable et, en raison du système tarifaire, meilleur marché d'emprunter le bus que de passer au chemin de fer. Pour les pouvoirs publics, cette solution revient cher. Étant donné que le déficit des lignes automobiles postales est pris en charge par les PTT, on n'examine jamais des solutions plus appro- priées et rationnelles: par exemple augmenter le nombre des courses d'autobus jusqu'à la prochaine gare ferroviaire appro- priée et optimaliser les conditions de transbordement ou envi- sager d'utiliser des véhicules bimodaux rail/route.
Le premier point du postulat vise à faire élaborer un document clarifiant la réglementation du subventionnement des lignes postales introduites après 1972, ce règlement n'ayant pas été publié.
Le 1er décembre 1991, le Conseil des Etats a adopté un postulat exigeant notamment des CFF «des conceptions d'of-
Oktober 1991 N
1961
Motion Stocker
fres régionales optimales pour le rail et le bus, sans charge supplémentaire pour les cantons et les communes en cas de passage d'un moyen de transport à un autre» et «une concep- tion de la réduction du service des gares et ses conséquen- ces». Lors du développement du postulat, le président de la commission a relevé que ces conceptions devaient également englober les questions sociales et de politique régionale, no- tamment le maintien des emplois dans les régions périphéri- ques et de montagne. Ces conceptions des CFF ne sont pas encore disponibles. En revanche, comme nous l'avons men- tionné, le DFTCE a édicté des directives sur l'aménagement du transport régional des voyageurs CFF. Comme le postulat l'exige, le rapport sur le futur trafic régional devrait présenter également les répercussions en matière de politique sociale, d'aménagement du territoire et de protection de l'environne- ment. La suppression ou la forte réduction de l'offre des moyens de transports publics frappe les membres les plus fai- bles de la collectivité, étant donné que ceux-ci, pour des rai- sons financières, peuvent moins utiliser leurs propres automo- biles. Une mauvaise desserte des régions périphériques par les moyens de transports publics peut -si l'on n'y remédie pas - avoir pour effet que les habitants utilisent leurs automobiles pour aller non seulement jusqu'à la prochaine localité desser- vie par le chemin de fer mais jusqu'au centre, ce qui n'est pas souhaitable pour des raisons inhérentes à la protection de l'environnement et à l'aménagement du territoire. Les réper- cussions en matière de politique régionale doivent de toute manière être élucidées, vu les directives du Conseil fédéral du 26 novembre 1986 sur la coordination de l'activité fédérale dans le domaine de la politique régionale.
Le financement actuel du transport public régional des voya- geurs conduit parfois à des solutions irrationnelles. Cela se produit parce que des trafics parallèles et des offres non conformes au marché sont maintenus et parce que les can- tons et les communes ne sont pas intéressés aux mesures de rationalisation. Aussi longtemps que la Confédération couvre le déficit entièrement ou pour une large part, les cantons et les communes sont davantage intéressés à maintenir artificielle- ment des emplois, parce que cela leur procure des recettes fis- cales. C'est pour ces raisons qu'il importe d'examiner des ré- glementations différenciées sur les subventions pour les in- vestissements et l'exploitation. Les différents systèmes de ré- munération en vigueur aux CFF, dans les entreprises de bus et chez les chemins de fer privés, de même que les différentes al- locations, entravent la réalisation de solutions appropriées.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 28. August 1991 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Déclaration écrite du Conseil fédéral du 28 août 1991 Le Conseil fédéral est disposé à accepter le postulat.
Ueberwiesen - Transmis
91.3243
Motion Stocker Ratifizierung des Uno-Uebereinkommens zur Beseitigung jeder Form der Diskriminierung der Frau Elimination de toutes les formes de discrimination à l'égard des femmes. Ratification de la Convention de l'ONU
Wortlaut der Motion vom 21. Juni 1991 Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament das Uno- Uebereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskrimi- nierung der Frau zur Ratifizierung vorzulegen.
Texte de la motion du 21 juin 1991
Le Conseil fédéral est chargé de soumettre pour ratification au Parlement la Convention de l'ONU visant à éliminer toutes les formes de discrimination à l'égard des femmes.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Antille, Aubry, Bär, Bäumlin, Daepp, Danuser, Déglise, Diener, Dormann, Eppenberger Susi, Fankhauser, Gardiol, Grendelmeier, Grossenbacher, Haering Binder, Hafner Ursula, Haller, Heberlein, Jeanprêtre, Leemann, Leutenegger Oberholzer, Mauch Ursula, Nabholz, Paccolat, Pitteloud, Segmüller, Spoerry, Stamm, Uchtenha- gen, Ulrich, Zölch (31)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Am 7. Februar 1971 wurde den Schweizerinnen das Stimm- und Wahlrecht gewährt, und am 14. Juni 1981 wurde die Gleichberechtigung von Frau und Mann in der Bundesverfas- sung verankert.
Aus Anlass dieser beiden Jubiläen und des 700jährigen Beste- hens der Eidgenossenschaft wurde am 7./8. Februar 1991 die erste Frauensession im Parlamentsgebäude durchgeführt. 200 Frauen aus allen Landesteilen, verschiedener Parteien, Generationen und Verbänden diskutierten u.a die noch aus- stehende Ratifizierung des Uno-Uebereinkommens zur Besei- tugung jeder Form der Diskriminierung der Frau.
In allen Arbeitsgruppen wurde die Ratifizierung verlangt und die Präsidentin der vorberatenden Kommission mit dem Ein- reichen einer entsprechenden Motion beauftragt.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 28. August 1991 Rapport écrit du Conseil fédéral du 28 août 1991
Das Uebereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskri- minierung der Frau, am 18. Dezember 1979 von der UN-Gene- ralversammlung verabschiedet und am 3. September 1981 in Kraft getreten, ist bis heute von über 100 Staaten ratifiziert wor- den. Das Uebereinkommen konkretisiert auf universeller Ebene das Verbot der Diskriminierung aufgrund des Ge- schlechts und verpflichtet die Vertragsstaaten zu spezifischen Massnahmen im juristischen, politischen, wirtschaftlichen, so- zialen und kulturellen Bereich. Der grösste Teil der materiellen Bestimmungen (Art. 1-16) der Konvention sind programmati- schen Charakters und verlangen eine kontinuierliche Umset- zung durch die Vertragsstaaten. Ein kleiner Teil der Bestim- mungen enthält Verpflichtungen, welche der Vertragsstaat be- reits beim Inkrafttreten des Uebereinkommens erfüllen muss; einzelne Bestimmungen sind wohl direkt anwendbar. Das Uebereinkommen hat im weiteren einen internationalen Aus- schuss eingesetzt, welcher die Berichte der Vertragsstaaten über deren Massnahmen im Hinblick auf die praktische Um- setzung der internationalen Bestimmungen überprüft.
Auf schweizerischer Ebene ist die Gleichberechtigung von Frau und Mann seit 1981 ausdrücklich in Artikel 4 Absatz 2 BV verankert. Nachdem das neue Eherecht, das Mann und Frau
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1991
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Anno
Band
IV
Volume
Volume
Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
16
Séance
Seduta
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Ad 90.261
Numéro d'objet
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Datum 04.10.1991 - 08:00
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