1961
Motion Stocker
fres régionales optimales pour le rail et le bus, sans charge supplémentaire pour les cantons et les communes en cas de passage d'un moyen de transport à un autre» et «une concep- tion de la réduction du service des gares et ses conséquen- ces». Lors du développement du postulat, le président de la commission a relevé que ces conceptions devaient également englober les questions sociales et de politique régionale, no- tamment le maintien des emplois dans les régions périphéri- ques et de montagne. Ces conceptions des CFF ne sont pas encore disponibles. En revanche, comme nous l'avons men- tionné, le DFTCE a édicté des directives sur l'aménagement du transport régional des voyageurs CFF. Comme le postulat l'exige, le rapport sur le futur trafic régional devrait présenter également les répercussions en matière de politique sociale, d'aménagement du territoire et de protection de l'environne- ment. La suppression ou la forte réduction de l'offre des moyens de transports publics frappe les membres les plus fai- bles de la collectivité, étant donné que ceux-ci, pour des rai- sons financières, peuvent moins utiliser leurs propres automo- biles. Une mauvaise desserte des régions périphériques par les moyens de transports publics peut -si l'on n'y remédie pas - avoir pour effet que les habitants utilisent leurs automobiles pour aller non seulement jusqu'à la prochaine localité desser- vie par le chemin de fer mais jusqu'au centre, ce qui n'est pas souhaitable pour des raisons inhérentes à la protection de l'environnement et à l'aménagement du territoire. Les réper- cussions en matière de politique régionale doivent de toute manière être élucidées, vu les directives du Conseil fédéral du 26 novembre 1986 sur la coordination de l'activité fédérale dans le domaine de la politique régionale.
Le financement actuel du transport public régional des voya- geurs conduit parfois à des solutions irrationnelles. Cela se produit parce que des trafics parallèles et des offres non conformes au marché sont maintenus et parce que les can- tons et les communes ne sont pas intéressés aux mesures de rationalisation. Aussi longtemps que la Confédération couvre le déficit entièrement ou pour une large part, les cantons et les communes sont davantage intéressés à maintenir artificielle- ment des emplois, parce que cela leur procure des recettes fis- cales. C'est pour ces raisons qu'il importe d'examiner des ré- glementations différenciées sur les subventions pour les in- vestissements et l'exploitation. Les différents systèmes de ré- munération en vigueur aux CFF, dans les entreprises de bus et chez les chemins de fer privés, de même que les différentes al- locations, entravent la réalisation de solutions appropriées.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 28. August 1991 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Déclaration écrite du Conseil fédéral du 28 août 1991 Le Conseil fédéral est disposé à accepter le postulat.
Ueberwiesen - Transmis
91.3243
Motion Stocker Ratifizierung des Uno-Uebereinkommens zur Beseitigung jeder Form der Diskriminierung der Frau Elimination de toutes les formes de discrimination à l'égard des femmes. Ratification de la Convention de l'ONU
Wortlaut der Motion vom 21. Juni 1991 Der Bundesrat wird beauftragt, dem Parlament das Uno- Uebereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskrimi- nierung der Frau zur Ratifizierung vorzulegen.
Texte de la motion du 21 juin 1991
Le Conseil fédéral est chargé de soumettre pour ratification au Parlement la Convention de l'ONU visant à éliminer toutes les formes de discrimination à l'égard des femmes.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Antille, Aubry, Bär, Bäumlin, Daepp, Danuser, Déglise, Diener, Dormann, Eppenberger Susi, Fankhauser, Gardiol, Grendelmeier, Grossenbacher, Haering Binder, Hafner Ursula, Haller, Heberlein, Jeanprêtre, Leemann, Leutenegger Oberholzer, Mauch Ursula, Nabholz, Paccolat, Pitteloud, Segmüller, Spoerry, Stamm, Uchtenha- gen, Ulrich, Zölch (31)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Am 7. Februar 1971 wurde den Schweizerinnen das Stimm- und Wahlrecht gewährt, und am 14. Juni 1981 wurde die Gleichberechtigung von Frau und Mann in der Bundesverfas- sung verankert.
Aus Anlass dieser beiden Jubiläen und des 700jährigen Beste- hens der Eidgenossenschaft wurde am 7./8. Februar 1991 die erste Frauensession im Parlamentsgebäude durchgeführt. 200 Frauen aus allen Landesteilen, verschiedener Parteien, Generationen und Verbänden diskutierten u.a die noch aus- stehende Ratifizierung des Uno-Uebereinkommens zur Besei- tugung jeder Form der Diskriminierung der Frau.
In allen Arbeitsgruppen wurde die Ratifizierung verlangt und die Präsidentin der vorberatenden Kommission mit dem Ein- reichen einer entsprechenden Motion beauftragt.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 28. August 1991 Rapport écrit du Conseil fédéral du 28 août 1991
Das Uebereinkommen zur Beseitigung jeder Form von Diskri- minierung der Frau, am 18. Dezember 1979 von der UN-Gene- ralversammlung verabschiedet und am 3. September 1981 in Kraft getreten, ist bis heute von über 100 Staaten ratifiziert wor- den. Das Uebereinkommen konkretisiert auf universeller Ebene das Verbot der Diskriminierung aufgrund des Ge- schlechts und verpflichtet die Vertragsstaaten zu spezifischen Massnahmen im juristischen, politischen, wirtschaftlichen, so- zialen und kulturellen Bereich. Der grösste Teil der materiellen Bestimmungen (Art. 1-16) der Konvention sind programmati- schen Charakters und verlangen eine kontinuierliche Umset- zung durch die Vertragsstaaten. Ein kleiner Teil der Bestim- mungen enthält Verpflichtungen, welche der Vertragsstaat be- reits beim Inkrafttreten des Uebereinkommens erfüllen muss; einzelne Bestimmungen sind wohl direkt anwendbar. Das Uebereinkommen hat im weiteren einen internationalen Aus- schuss eingesetzt, welcher die Berichte der Vertragsstaaten über deren Massnahmen im Hinblick auf die praktische Um- setzung der internationalen Bestimmungen überprüft.
Auf schweizerischer Ebene ist die Gleichberechtigung von Frau und Mann seit 1981 ausdrücklich in Artikel 4 Absatz 2 BV verankert. Nachdem das neue Eherecht, das Mann und Frau
Motion Brügger
1962
N
4 octobre 1991
in der Ehe weitgehend gleichstellt, verabschiedet worden war, unterzeichnete der Bundesrat am 23. Januar 1987 das Ueber einkommen, um seinen Willen zur Verwirklichung der Gleich- stellung im schweizerischen Recht zum Ausdruck zu bringen. Den Zeitpunkt der Ratifikation machte er davon abhängig, wie die im Rechtsetzungsprogramm «Gleiche Rechte für Mann und Frau» vorgesehenen Gesetzesrevisionen zur Behebung der Ungleichheiten im eidgenössischen und kantonalen Recht fortschreiten.
Eine provisorische Bilanz über die praktische Umsetzung des Rechtsetzungsprogramms seit 1987 zeigt, dass seither wichti- ge Rechtsbereiche mit Artikel 4 Absatz 2 BV in Uebereinstim- mung gebracht wurden, so vor allem das Stimm- und Wahl- recht, das Bürgerrecht, das Ausländerrecht und das Beamten- recht. Für die nächste Legislaturperiode sind unter anderem der Erlass eines Bundesgesetzes zur Gleichstellung von Frau und Mann im Erwerbsleben, die Revision des Eheschlies- sungs- und Ehescheidungsrechts sowie die Weiterführung der Revisionsarbeiten auf dem Gebiete der Sozialversiche rung, namentlich auch die Einführung einer Mutterschaftsver- sicherung und gleicher Krankenkassenprämien für Frauen und Männer, vorgesehen. Der Bundesrat ist deshalb der An- sicht, dass die aktuelle Situation in der Schweiz, auch wenn sie den Anforderungen des Uebereinkommens noch nicht in al- len Teilen entspricht, mit der programmatischen Idee des Uebereinkommens durchaus vereinbar ist. Er hat deshalb vor, das Uebereinkommen in der kommenden Legislatur zur Ratifi- kation - allenfalls mit Vorbehalten - vorzuschlagen.
Gemäss den Prioritäten der Legislaturplanung 1987-1991 hat der Bundesrat den eidgenössischen Räten am 31. Januar 1991 eine Botschaft betreffend den Beitritt zu den beiden Men- schenrechtspakten, welche grundlegende Bestimmungen zum Schutz der Menschenrechte enthalten, vorgelegt; eine Botschaft zum Beitritt des Rassendiskriminierungsüberein- kommens wird voraussichtlich noch dieses Jahr folgen. Der Bundesrat hat vor, die Botschaften zur Ratifikation des Ueber- einkommens über die Rechte des Kindes sowie des vorliegen- den Uebereinkommens gegen die Diskriminierung der Frau nach Abschluss dieser Arbeiten vorzulegen. Damit wird der Realisierung vorgesehener Gesetzesrevisionen im Bereich der Gleichstellung zwischen Frau und Mann bis zu diesem Zeitpunkt noch Rechnung getragen werden können. Aus diesen Gründen beantragt der Bundesrat, die Motion in ein Postulat umzuwandeln.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan- deln.
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
91.3159
Motion Brügger Förderung von Familien mit Kindern Politique d'aide aux familles avec enfants
Wortlaut der Motion vom 6. Juni 1991
In den letzten Jahren hat sich die Lage für viele Familien mit Kindern zusehends verschlechtert, und es entstand eine neue Armut, von der vor allem Frauen betroffen sind (Familienbe- richt «Familienpolitik in der Schweiz» und weitere Publikatio- nen). In diesem Zusammenhang hat sich auch die Einsicht durchgesetzt, dass familienfördernde Massnahmen vor allem Familien mit Kindern zugute kommen und zivilstandsunab- hängig erfolgen müssen, wenn die eingangs erwähnten Pro- bleme wirksam gelöst werden sollen.
Der Bundesrat wird deshalb beauftragt, raschmöglichst Mass- nahmen zu ergreifen und ein Bundesgesetz zur Förderung von Familien mit Kindern zu schaffen.
Insbesondere folgende Massnahmen sind vordringlich:
die Ausrichtung von Leistungen an Familien mit Kleinkin- dern, um zu garantieren, dass sich Eltern in ausreichendem Mass um die persönliche Betreuung der Kinder kümmern kön- nen. Diese Leistungen können zeitlich befristet sein und nach dem Prinzip der Ergänzungsleistungen ausgerichtet werden; 2. eine Familienzulagenregelung, die für jedes Kind eine Zu- lage garantiert, deren Höhe den heutigen Lebenskosten ange- passt ist und die verhindert, dass die Geburt eines oder meh- rerer Kinder eine Familie an die Armutsgrenze drängt;
die Förderung der Wohnungsqualität als entscheidendes und nachhaltiges Mittel zur Förderung von Familien mit Kin- dern. Diese Massnahme soll die verstärkte Förderung des Bauens und des Erwerbs preisgünstiger Wohnungen und für Härtefälle Mietzinszuschüsse beinhalten;
die Entlastung von Familien mit Kindern in der Krankenver- sicherung dadurch, dass Kinder prämienbefreit und die Prä- mien nach der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit abgestuft werden, da im heutigen System einkommensschwächere Fa- milien die Individualprämien kaum mehr aufbringen können; 5. eine Stipendienregelung, die jedem Kind ermöglicht, ent- sprechend seiner Veranlagung die öffentlichen Bildungsstät- ten bis hin zur Hochschule zu besuchen. Dies ist heute nicht mehr gewährleistet, weil die hohen Lebenskosten insbeson- dere ein Studium an unseren Bundeshochschulen in Zürich und Lausanne für viele Kinder aus den Kantonen mit ungenü- genden Stipendienregelungen verunmöglichen.
Texte de la motion du 6 juin 1991
Au cours des dernières années, la situation de nombreuses fa- milles avec enfants s'est nettement détériorée et on voit appa- raître de «nouveaux pauvres», surtout parmi les familles mono- parentales (Rapport «Politique familiale en Suisse» et d'autres publications). A cet égard, on est de plus en plus convaincu que des mesures d'encouragement de la famille doivent sur- tout viser les familles avec enfants et être indépendantes de l'état civil si l'on veut résoudre efficacement les problèmes mentionnés ci-dessus.
C'est pourquoi le Conseil fédéral est chargé de prendre le plus rapidement possible des mesures et d'élaborer un projet de loi fédérale visant à encourager les familles avec enfants. Les mesures suivantes sont particulièrement urgentes:
Le versement de prestations aux familles ayant de jeunes enfants afin de garantir que les parents puissent s'occuper personnellement et dans une mesure suffisante de leurs en- fants. De telles prestations pourraient être allouées pour une durée limitée et versées selon le principe applicable au régime des prestations complémentaires.
Un régime d'allocations familiales qui garantisse pour cha- que enfant des allocations adaptées au coût de la vie et dont le montant empêcherait une famille d'atteindre le seuil de pau- vreté après la naissance d'un ou de plusieurs enfants.
La promotion de la qualité de l'habitat, qui est un moyen dé- cisif et durable de soutenir les familles avec enfants. Cette me- sure doit comprendre un encouragement accru de la cons- truction et de l'acquisition de logements bon marché ainsi que des subsides pour le loyer dans les cas d'une rigueur exces- sive.
L'allégement du coût de l'assurance-maladie pour les famil- les avec enfants, grâce à la suppression des primes pour les enfants et à un échelonnement des primes en fonction de la si- tuation financière des assurés; les primes individuelles selon le régime actuel sont en effet trop élevées pour les familles à revenu modeste.
Un régime des bourses d'études qui permette à tout enfant, s'il en a les aptitudes, de suivre l'enseignement des établisse- ments publics jusqu'aux hautes écoles. Cela n'est plus garanti aujourd'hui, car le coût élevé de la vie ne permet plus à de nombreux jeunes qui viennent de cantons où le régime des bourses est insuffisant de poursuivre des études universitai- res, en particulier à nos Ecoles polytechniques fédérales de Zurich et Lausanne. .
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Stocker Ratifizierung des Uno-Uebereinkommens zur Beseitigung jeder Form der Diskriminierung der Frau
Motion Stocker Elimination de toutes les formes de discrimination à l'égard des femmes. Ratification de la Convention de l'ONU
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Rat
Nationalrat
Conseil
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Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 91.3243
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Numero dell'oggetto
Datum
04.10.1991 - 08:00
Date
Data
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