Aide humanitaire internationale. Continuation
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N 9 décembre 1991
Wir bitten Sie deshalb, auch im Sinne der sogenannten Opfer- symmetrie - selbst wenn ein gewisses Unbehagen bleibt, das möchte ich Ihnen durchaus attestieren -, dieser Motion zuzu- stimmen, um dem Bundesrat die Möglichkeit zu geben, Wege zu suchen, die zur mittel- und längerfristigen Eindämmung der Ausgaben in diesem Bereich führen können.
M. Darbellay, rapporteur: La remarque préliminaire de M. Schmid Peter est juste. On pourrait, dans beaucoup de do- maines, demander au Conseil fédéral de nous présenter un moyen de réduire les frais. Pourquoi la commission a-t-elle tout de même accepté cette motion? Parce qu'ici, les frais ont augmenté d'une année à l'autre, de 1990 à 1991, d'une ma- nière considérable, de 1991 à 1992 encore plus, et il a été fait dans la commissions plusieurs propositions tendant à réduire ces dépenses. Or, ces propositions ont été refusées, sauf celle acceptée par le Conseil fédéral, dont nous avons déjà eu l'oc- casion de nous entretenir et qui prévoit une diminution de dé- penses de 35 millions de francs.
Nous étions, à la fin de l'exercice, en présence d'une proposi- tion visant à revenir sur cette décision; elle a été refusée par la commission. Par contre, à une grande majorité, la commmis- sion a accepté de transmettre au Conseil fédéral une proposi- tion demandant de réduire considérablement les frais en ma- tière d'asile et de nous présenter un projet dans ce sens. Dans les circonstances actuelles, c'est-à-dire en tenant compte, d'une part, des lois et des conventions existantes, et d'autre part, des nombreux nouveaux postes, nous avons consenti pour faire en sorte que les demandes puissent être traitées beaucoup plus rapidement.
Au nom de la majorité de la commission, je vous prie d'accep- ter cette motion.
Bundesrat Stich: Es ist so, wie die beiden Kommissionsspre- cher gesagt haben: Am Schluss der Budgetdebatte entstand in der Kommission der Eindruck, man müsse auch im Bereich des Asylwesens noch etwas mehr einsparen. Die Frage stand zur Diskussion, ob man diesen Teil nicht noch einmal behan- deln müsse. Ich habe darauf hingewiesen, dass kurzfristig nichts geändert werden könne - genausowenig wie Verwer- tungsverluste beispielsweise durch eine Kürzung von Budget- positionen reduziert werden können. Im Hinblick auf das Spar- programm sei es aber sicher nützlich, noch einmal gründlich zu untersuchen, ob es nicht doch noch gewisse Weisungen gebe, die etwas zweckmässiger ausgestaltet werden könnten. Ich habe deswegen der Kommission empfohlen, sie solle nicht eine Rückweisung beschliessen, sondern lieber ein Postulat überweisen.
Ich würde Ihnen empfehlen, das, was als Motion eingereicht worden ist, als Postulat an den Bundesrat zu überweisen. Ma- teriell ist es nämlich ein Postulat.
Abstimmung - Vote
Eventuell - A titre préliminaire Für Ueberweisung als Motion Für Ueberweisung als Postulat
63 Stimmen 50 Stimmen
Definitiv - Définitivement
Für Ueberweisung der Motion
71 Stimmen
Dagegen (Antrag Schmid Peter)
51 Stimmen
Bundesbeschluss II über den Voranschlag 1992 des Bun- desamtes für Rüstungsbetriebe Arrêté fédéral Il concernant le budget 1992 de l'Office fé- déral de la production d'armements
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress, Art. 1-3 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Titre et préambule, art. 1-3 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes Dagegen
103 Stimmen 1 Stimme
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
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Internationale humanitäre Hilfe. Weiterführung Aide humanitaire internationale. Continuation
Botschaft und Beschlussentwurf vom 3. Juni 1991 (BBI III 337) Message et projet d'arrêté du 3 juin 1991 (FF III 357)
Beschluss des Ständerates vom 1. Oktober 1991 Décision du Conseil des Etats du 1er octobre 1991 Kategorie III, Art. 68 GRN - Catégorie III, art. 68 RCN
Antrag der Kommission Eintreten Proposition de la commission Entrer en matière
Bundi, Berichterstatter: Es ist nicht gerade sehr komfortabel, eine so schwergewichtige Vorlage eine halbe Stunde vor Sit- zungsschluss in Angriff zu nehmen. Ich hoffe aber minde- stens, dass die beiden hier traktandierten Geschäfte noch in dieser Session zu Ende beraten werden.
Mit der Vorlage über die Weiterführung der internationalen hu- manitären Hilfe der Eidgenossenschaft beantragt der Bundes- rat einen Rahmenkredit von 1050 Millionen Franken für min- destens vier Jahre. Nachdem der letzte Rahmenkredit für die- sen Zweck von 530 Millionen Franken für drei Jahre voraus- sichtlich im nächsten Februar vollständig aufgebracht sein wird, wird der neue Kredit frühestens ab März 1992 benötigt. Die Ausrichtung des Rahmenkredits erfolgt in Anpassung an die vierjährige Legislaturdauer und trägt auch zu mehr Trans- parenz bei.
Wie steht es mit der Begründung und mit der Zielsetzung die- ses Rahmenkredits? Als Begründung für die wesentlich erhöh- ten jährlichen Anteile in den nächsten vier Jahren führte der Bundesrat vor allem zwei Punkte an:
Die Befürchtung, dass in Zukunft in der Welt die Katastro- phen noch stark zunehmen könnten: Naturkatastrophen wie Erdbeben, Ueberschwemmungen; Zivilisationsunfälle wie Dammbrüche, Chemieunfälle; regionale und lokale Kriege in- klusive Bürgerkriege; Katastrophen aufgrund struktureller Mängel. Bei der Zunahme solcher Katastrophen spielen zu- nehmend die von Menschen beeinflussten negativen Umwelt- bedingungen eine Rolle.
Der Bundesrat beabsichtigt, unsere gesamten Mittel der Entwicklungszusammenarbeit und humanitären Hilfe auf das mittlere Niveau der OECD-Länder von 0,36 Prozent des Brut- tosozialproduktes zu erhöhen.
Die Aussenpolitische Kommission teilte diese Begründung und konnte denn auch grundsätzlich dem beantragten Rah- menkredit zustimmen. Sie liess sich auch überzeugen, dass die Mittel dort, wo die grösste Not herrscht, und gemäss den echten vorliegenden Bedürfnissen eingesetzt werden. Diese Mittel dienen dazu, Hunger und wachsendes Elend zu mil-
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Internationale humanitäre Hilfe. Weiterführung
dern, das Ueberleben bei andauernden Konflikten nach Na- tur- und Umweltkatastrophen sowie im Umfeld von Flüchtlin- gen und Vertriebenen zu ermöglichen.
Die Kommission teilt auch die Ansicht, dass unseren Abteilun- gen des Katastrophenhilfekorps und der humanitären Hilfe die Kredite zur Verfügung stehen müssen und nicht erst im einzel- nen Notfall von Bundesrat und Parlament beschlossen wer- den können, sonst käme unsere Hilfe zweifellos zu spät. Darum also der Rahmenkredit. Mit ihm ist kein Abflussmittel- zwang gegeben, im Gegenteil: Mit der Festschreibung von mindestens vier Jahren ist es denkbar, dass er auch für vierein- halb oder fünf Jahre ausreichen kann.
Als Bevölkerungsgruppe, die bei Katastrophen häufig am mei- sten leidet und der auch spezielle Aufmerksamkeit zuteil wer- den soll, gelten Kinder, Frauen und alte Leute. In der Kommis- - sion wurde die Frage diskutiert, ob der Bundesbeschluss durch eine spezielle Bestimmung über die Frauenförderung ergänzt werden sollte. Neuerdings ist dazu noch ein Einzelan- trag eingereicht worden. Die Kommission sah jedoch von ei- nem solchen Antrag ab, aus der Erkenntnis, dass das Gesetz über die Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe die Frauen selbstverständlich einschliesst und dass diese auch im aktuellen System der humanitären Hilfe einbezogen sind.
Hingegen unterstützt die Kommission mit Nachdruck die For- derung, wonach im Rahmen der schweizerischen Hilfe Be- schäftigungsprogramme für Frauen besondere Aufmerksam- keit erhalten sollen. Denn nicht selten sind sie es, die die sozia- len Kosten von Strukturanpassungsprogrammen zu tragen haben.
Die Kommission beharrte auch mit Nachdruck auf der Forde- rung, dass ein bedeutender Teil der humanitären Hilfe in den Herkunftsregionen von Flüchtlingen und Vertriebenen gelei- stet wird. Die meisten Flüchtlinge halten sich in den jeweiligen Nachbarländern auf, die ihrerseits häufig auch arm und hilfs- bedürftig sind. Mit unserer Hilfe können wir einen Beitrag an diese Asylländer leisten, die zum Teil Millionen von Flüchtlin- gen beherbergen. Solche Massnahmen sollten auch errei- chen, dass der Flüchtlingsstrom nach anderen Kontinenten aufhört. Neben der direkten Hilfe unseres Katastrophenhilfe- korps und unserer Hilfswerke ist auch die Unterstützung von internationalen Organisationen nötig, die die freiwillige Rück- kehr und Wiedereingliederung von Flüchtlingen in ihre Heimat ermöglichen.
Wir haben uns auch über das Verhältnis dieser Hilfe zur Osteu- ropahilfe ausgesprochen. Der Auftrag der humanitären Hilfe ist weltweit. Sie kann also grundsätzlich überall erfolgen. Ge- mäss den Prioritäten des Bundesamts muss sie dort stattfin- den, wo die Not am grössten ist und es um das Ueberleben von Menschen geht. Zum allergrössten Teil ist sie für die Ent- wicklungsländer bestimmt. Aber wo es um das Ueberleben besonders schwacher sozialer Gruppen geht, kann sie punk- tuell und gezielt auch in Osteuropa eingesetzt werden. Sie kommt aber grundsätzlich nicht in Frage, wo die Schwierigkei- ten eine reine Folge von Strukturanpassungsmängeln sind. Da die humanitäre Hilfe spontan und rasch erfolgen muss, wird sie ohne Bedingungen gewährt. Die Frage der Konditio- nen stellt sich aber im Zusammenhang mit der klassischen Osteuropahilfe und auch im Zusammenhang mit der traditio- nellen Entwicklungszusammenarbeit.
Ein paar Worte zur Nahrungsmittelhilfe: Einen bedeutenden Posten innerhalb der humanitären Hilfe bildet die soge- nannte Nahrungsmittelhilfe. Sie finden die Aufstellung auf Seite 73 der Botschaft. Dieser Posten hat in der Kommission einiges zu reden gegeben. In gewissen schweizerischen Kreisen herrscht die Auffassung, es sollten mehr Milch- und Getreideprodukte im Rahmen der humanitären Hilfe abge- setzt werden können. Die Philosophie des Bundesamts und der Hilfswerke ist jedoch, dass erstens der Gesichtspunkt der Bedürftigen und nicht jener der Produzierenden in den Ge- berländern zu betrachten sei und dass zweitens diese Liefe- rungen nicht abgekoppelt vom Zusammenhang mit den Grundsätzen der Entwicklungszusammenarbeit erfolgen dürften. Schon wegen der hohen Transportkosten sind grundsätzlich die Nahrungsmittel möglichst in der Nähe der
Katastrophenstandorte zu erwerben. Dieses Vorgehen ist aber auch richtig im Hinblick auf Ueberschüsse, die in Nachbarlän- dern vorhanden sind.
Um aber den Anliegen schweizerischer Produzenten einiger- massen entgegenzukommen, haben Bundesrat und Verwal- tung eine Art Kompromiss gefunden, der unseres Erachtens nicht zielwidrig ist. Gemäss Fassung des Ständerates, wel- cher unsere Kommission zustimmt, soll sichergestellt werden, dass die Lieferung von schweizerischen Milchprodukten nicht vermindert wird. Sie soll zusammen mit den Getreideproduk- telieferungen einen Viertel des Rahmenkredites betragen.
Wie steht es mit der Ursachenbekämpfung und der Koppe- lung mit der Entwicklungszusammenarbeit? Mit dem Instru- ment der humanitären Hilfe lässt sich nicht Ursachenbekämp- fung machen. Die humanitäre Hilfe soll aber auch nicht zur permanenten Symptombekämpfung führen. Für die Ursa- chenbekämpfung braucht es das Zusammenspiel der Ent- wicklungszusammenarbeit und der verschiedenen Instru- mente der Aussenpolitik in den Bereichen Handel, Kapital- flucht, Schuldenkrise, Menschenrechte und Bevölkerungspo- litik. Dem Uebergang von der humanitären Hilfe zur Entwick- lungszusammenarbeit wird wohl Aufmerksamkeit geschenkt. Die Ankoppelung lässt sich aber nicht schematisch machen, sondern ist von Fall zu Fall auf Flexibilität angewiesen. - Las- sen Sie mich noch einige Worte zu den Finanzen sagen. In der Botschaft zum Budget 1992 des Bundes wird festgestellt, dass der Bereich «Beziehungen zum Ausland» den grössten Aus- gabenzuwachs aufweise. Beim Eintreten in der Budgetde- batte ist das auch so ausgeführt worden. Dieser Anteil an den Gesamtausgaben - wird gesagt - steige von 5 Prozent auf 5,8 Prozent. Hier gilt es aber zu bedenken, dass für 1992 Zah- lungen für ausserordentliche Beschlüsse des Parlaments oder für ins Auge gefasste Vorhaben fällig werden: Zieht man nämlich die rein wirtschaftlich geprägten Aufwendungen für 1992 an die Institutionen von Bretton Woods, an die Entschul- dungsmassnahmen und an die Osteueropahilfe vom ge- samten Posten der Aussenbeziehungen ab, so ergibt sich ein Anteil von 5 Prozent an den Gesamtausgaben des Bundes, d. h .: Wachstum Null gegenüber dem Vorjahr. Auch nach dem bereinigten Budget, wo ja einige dieser rein wirtschaftlichen Aufwendungen ausgesetzt oder gekürzt worden sind, nähert sich nun diese Prozentzahl sehr deutlich der Zahl 5.
Weiter ist festzustellen, dass die Budgetrealität 1992 heute nicht mehr dem entspricht, was ursprünglich als Ziel ins Auge gefasst wurde. Die DEH musste über die Bücher gehen und sich im Rahmen zweier Sparrunden erhebliche Abstriche ge- fallen lassen. So weisen heute die Entwicklungszusammenar- beit im Zuständigkeitsbereich dieser Direktion und die huma- nitäre Hilfe zusammen für das Jahr 1992 ein Wachstum von nur 3,6 Prozent auf. Das liegt unter der Teuerung. Auch die humanitäre Hilfe musste zurückgestutzt werden. Es ist nicht möglich, bei den laufenden Aktionen den Wert zu erhalten. Dazu wäre ein Wachstum von 5 Prozent geplant und nötig gewesen. Damit gibt es in der Praxis für das Jahresbudget 1992 der humanitären Hilfe trotz stark erhöhtem Rahmenkre- dit kein reales Wachstum.
Schliesslich ist festzuhalten, dass die Budgetposition «Huma- nitäre Hilfe» für 1992 beträchtlich unter einem Viertel des nun zur Diskussion stehenden Rahmenkredites eingesetzt ist. Da- bei ist zu berücksichtigen, dass nicht alle Ausgaben unter die- ser Position zu Lasten des Rahmenkredits erfolgen. So beruht der ordentliche Beitrag an das Internationale Komitee vom Roten Kreuz - es handelt sich um einen Beitrag von 55 Millio- nen Franken für 1992 - auf einem Bundesbeschluss vom 25. September 1989 und der Beitrag an die Verwaltungsko- sten der Internationalen Organisation für Migrationen (IOM) auf einem Bundesbeschluss vom 17. März 1954.
Ferner ist fälschlicherweise unter der Gesamtposition «Huma- nitäre Hilfe» auch die Position «Umweltprogramme» mit rund 20 Millionen Franken aufgeführt, die auf einem Bundesbe- schluss vom 13. März 1991 beruht. Dieser Beschluss trägt den Titel «Finanzierung von Umweltprogrammen und Projekten von globaler Bedeutung in Entwicklungsländern». Es ist ein offensichtlicher Irrtum, dass diese Position hier unter der Ru- brik «Humanitäre Hilfe» hineingekommen ist. Man hat uns ver-
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sichert, dass sie im Rahmen des bereinigten Budgets auch korrigiert wird.
Die Kommission hat sich ausführlich mit diesen finanziellen Zusammenhängen und Budgetfolgerungen befasst und ist zum Schluss gekommen, den vom Bundesrat beantragten Rahmenkredit ohne Abstriche gutzuheissen.
Falls die Budgetmittel für die humanitäre Hilfe in den kommen- den Jahren nicht jenes Wachstum aufweisen sollten, von dem der Bundesrat bei der Erarbeitung der Botschaft ausgegan- gen ist, würde die Laufzeit des für eine Mindestdauer von vier Jahren vorgesehenen Rahmenkredits entsprechend verlän- gert. Massgebend für die Höhe der jährlichen Ausgaben sind die Budgetbeschlüsse des Parlaments.
Die Kommission beantragt demnach einstimmig, auf den Bun- desbeschluss einzutreten und ihm in der Fassung des Bun- desrats mit der geringfügigen Aenderung des Ständerats zu- zustimmen.
M. Rohrbasser, rapporteur: Le Conseil fédéral vous propose d'accepter un crédit de 1050 millions à titre d'aide humani- taire. La pauvreté qui sévit dans le tiers monde est certaine- ment le problème social le plus important et le plus difficile à résoudre à notre époque. Depuis trente ans, les pays bénéfi- ciant d'un statut économique favorable ont pris conscience qu'il fallait aider les pays pauvres. Au plan intérieur - vous le savez - nous vivons une époque conjoncturelle difficile et le Conseil fédéral est obligé - on l'a vu tout à l'heure, les Cham- bres y compris - de réajuster certains budgets par le biais du frein aux dépenses.
C'est dire que, dans une assemblée comme la nôtre, chacun éprouve une sensibilité différente face à cette aide humani- taire, telle qu'elle doit être dispensée. Pour d'aucuns, le plus ne sera jamais assez et pour d'autres, le moins c'est déjà trop. Alors, face à ces appréciations, la Commission des affaires étrangères trouve que le message qui vous est proposé est très bien charpenté, et que les propositions ainsi que le déve- · loppement de celles-ci sont équilibrés. Le mérite vous en re- vient, Monsieur le Conseiller fédéral, à vous et à vos services. Nous connaissons votre fibre généreuse, mais chacun s'ac- cordera à reconnaître la qualité d'un juste milieu, consistant à aider les peuples démunis dans l'échelle financière dont peut disposer un pays comme le nôtre.
Le grand principe de l'aide humanitaire, telle qu'elle est définie dans le message, consiste en son universalité. Même si l'on ai- merait faire plus, il faut reconnaître à l'aide humanitaire suisse un label de qualité, mais aussi des limites. Parmi les priorités fi- gurent l'aide en cas de catastrophes et l'aide sociale contre la pauvreté et la misère chronique. Dans ce deuxième axe, un travail de longue haleine est nécessaire et le constat tendant à établir que la misère est chronique dans différents pays est juste.
Mais par ailleurs, il ne faut pas commettre l'erreur de suresti- mer nos capacités d'aide humanitaire. A court terme, ce serait le moyen de rendre l'engagement de cette aide peu sûr puis- que, là encore, un consensus dégagé par le Conseil fédéral, par les Chambres et ensuite approuvé est nécessaire à l'ou- verture de ce crédit. Les besoins d'aide humanitaire dans le monde sont énormes. La Confédération fixe des priorités clai- res et doit focaliser ses actions là où la détresse est la plus large. Malheureusement, au hit-parade de la misère, il existe un classement, et vous vous rendez bien compte que les questions de survie de populations évaluées à plusieurs mil- lions de personnes doivent revêtir une priorité essentielle. Il n'y a pas, en ce domaine, de solutions simples pouvant déve- lopper des effets immédiats. La réussite de l'aide au tiers monde passe par une politique concertée de tous les pays qui sont censés apporter leur aide. Ces pays doivent dégager une politique commune à l'égard des pays aidés, sans, bien en- tendu, aller s'ingérer dans la marche politique de ceux-ci. Mais nous devons les aider à réduire les causes du sous-dévelop- pement qui se résume en questions d'endettement, de droit de l'homme, de démographie galopante, d'ouverture au sys- tème démocratique, etc. Il y a là tout un travail consistant à mettre en place des conditions politiques, économiques et so- ciales, dans les pays concernés.
Certes, dans le ciel noir, quelques points bleus font renaître l'espoir de temps meilleurs. L'éclatement du bloc de l'Est sup- prime un antagoniste qui ne cessait de s'interposer. Ce que pratiquaient les Etats-Unis ou l'URSS avant leur rapproche- ment n'était rien d'autre que de la colonisation politique, abou- tissant ainsi à entretenir des régimes et des conflits qui ont pro- duit des millions de réfugiés qu'il faut aider, sans quoi ils mour- ront de famine.
Voilà l'exemple de l'aide directe qui est ultra-nécessaire et ur- gente. Dans les pays stables, le message vous propose des programmes de développement qui sont imaginés afin de créer des conditions de vie meilleures pour la population indi- gène.
Deux mots encore sur la rubrique - et la Commission des affai- res étrangères s'y est penchée - concernant l'aide humani- taire en produits laitiers et en céréales indigènes. Ce débat n'est pas nouveau et les avis sont toujours partagés, tant du point de vue de ceux qui sont chauds partisans d'une aide ali- mentaire partant en ligne directe de notre pays, que de ceux qui pensent que cette aide n'est pas toujours adaptée ou bien- venue. Encore une fois, c'est une question de juste milieu. Cer- tains membres de la commission demandent que les crédits envisagés à cet effet soient entièrement utilisés.
L'aide en lait en poudre, contrairement à ce qu'en pensent cer- tains, contribue et est même indispensable à la survie d'in- nombrables vies humaines. La demande est toujours très forte et il ne faut pas oublier qu'un régime à base unique de céréa- les, consommées sans adjonction de lait, est très problémati- que, tout comme un régime qui aurait pour nourriture essen- tielle le lait uniquement. La réduction de l'aide en lait en pou- dre dans les années passées a été critiquée par des organisa- tions touchées, et nous pensons que la somme de 140 mil- lions, soit 35 millions par an, n'est pas exagérée. Par les temps qui courent, il serait bienvenu d'utiliser pleinement ce crédit.
L'une ou l'autre considération vous seront faites, bien en- tendu, par les porte-parole de groupe. Je ne m'y attarderai pas, mais d'ores et déjà et je le répète, la commission vous re- commande d'accepter ce message et de n'y rien changer. Nous sommes conscients que les montants additionnés de l'aide humanitaire sont importants; l'angle d'attaque de ces problèmes doit se situer au niveau de l'intelligence du coeur. Il faut essayer de comparer ce monde à un jardin et en même temps de le cultiver et de l'embellir, mais de conserver la mo- destie du vieux jardinier qui sait que nombre de ses essais échoueront. Ce n'est pas une raison de ne plus croire en l'hu- main. Il faut donc espérer que les valeurs fondamentales de notre pays: l'entraide, la tolérance, la responsabilité, restent reconnues en tant que telles à l'avenir. Il faut que nous fas- sions de notre mieux en ce sens. Il y a toujours la pensée et la main; la pensée aimerait bien suivre la main, il faut que la main s'ouvre et que la pensée la suive.
Hier wird die Beratung dieses Geschäftes unterbrochen Le débat sur cet objet est interrompu
Schluss der Sitzung um 20.00 Uhr La séance est levée à 20 h 00
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Datum 09.12.1991 - 14:30
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