Interpellation Vollmer
2524
N
13 décembre 1991
rantire la presentazione più aperta possibile delle schede, le . ha liberalizzate nella maggior parte dei punti e ha reso possi- bile una prassi che supera i limiti imposti dal tenore dell'Ordi- nanza del Consiglio federale concernente il trattamento dei documenti della Confederazione in materia di sicurezza dello Stato. Hanno diritto a ricevere la copia della loro scheda non soltanto le persone giuridiche bensì anche le associazioni e organizzazioni che hanno abbandonato l'attività già da lungo tempo., In tale contesto occorre evitare che abbiano ad otte- nere la consultazione persone non autorizzate, oppure che av- vengano sostituzioni nel rilevamento dell'identità di un'orga- nizzazione.
Le condizioni di legittimazione definite dal promemoria a cui si accenna sono state fissate a protezione delle persone interes- sate. Le ha approvate anche il mediatore con il quale l'incari- cato speciale ha discusso il promemoria.
La definizione delle esigenze di legittimazione non ha del resto potuto rilevare tutti i casi possibili. In numerosi casi l'incaricato speciale dovrà quindi procedere in modo pragmatico e rite- nere adempiute le condizioni quando è data l'identità dell'or- ganizzazione ed è esclusa la possibilità di qualsivoglia scam- bio d'identità. In caso di risposta negativa, c'è la possibilità di ricorrere al mediatore. Un'eventuale seconda decisione del- l'incaricato speciale può dall'interessato con ricorso essere deferita al Consiglio federale.
L'incaricato speciale è del resto stato costituito come funzione vincolata a direttive; già per questo motivo occorre prescin- dere da un intervento.
Präsident: Der Interpellant beantragt Diskussion.
Abstimmung - Vote Für den Antrag auf Diskussion Dagegen
49 Stimmen 78 Stimmen
91.3302
Interpellation Vollmer Verzögerungen beim Schutz der Velofahrer vor Lastwagen Protection des cyclistes contre les camions
Wortlaut der Interpellation vom 19. September 1991 Der Bundesrat wird beauftragt, zu folgenden Fragen Stellung zu nehmen:
Wie viele Fussgänger und Velofahrer (insbesondere auch Kinder) will der Bundesrat auf unseren Strassen weiterhin töd- lich verunfallen lassen, bis er endlich entsprechend strenge Vorschriften über den seitlichen Unterfahrschutz bei Lastwa- gen in Kraft setzt?
Wie rechtfertigt der Bundesrat die Tatsache, dass er in sei- nen früheren Stellungnahmen immer auf die noch fehlenden europäischen Richtlinien verwiesen hat, bei deren späteren Erlass wegen noch eigenen Untersuchungen (Auftrag an die Astag!) nicht handelte und heute wiederum sich allenfalls än- dernde EG-Vorgaben als Grund für die Untätigkeit vorgibt?
Texte de l'interpellation du 19 septembre 1991
Je prie le Conseil fédéral de donner son avis sur les questions suivantes:
Combien de piétons et de cyclistes (notamment d'enfants!) a-t-il encore l'intention de laisser périr sur nos routes avant de prendre enfin les prescriptions strictes qui s'imposent pour as- surer l'installation sur les camions de dispositifs anti-encastre- ment latéral?
Comment explique-t-il qu'il ait toujours invoqué, dans ses avis précédents, l'absence de dispositions européennes, que, lorsque ces dispositions ont été enfin prises, il n'ait rien fait en
se prévalant de ses propres recherches (mandat à l'Associa- tion suisse des transports routiers ou ASTAG), et qu'il justifie de nouveau son inaction par la possibilité d'une modification des mesures de la CE?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Ammann, Bodenmann, Bundi, Danuser, Eggenberger Georges, Haering Binder, Hubacher, Lanz, Leuenberger Ernst, Longet, Rechsteiner, Rei- mann Fritz, Stappung, Uchtenhagen, Züger (15)
Schriftliche Begründung - Développernent par écrit Innert kurzer Zeit sind in der Schweiz wiederum mehrere velo- fahrende Kinder unter die Hinterräder grosser Lastwagen ge- raten und dabei tödlich verletzt worden.
Es ist bekannt und unbestritten, dass ein Grossteil dieser tödli- chen Unfälle mittels eines für Lastwagen vorgeschriebenen sogenannten seitlichen Unterfahrschutzes verhindert werden könnten.
Bereits im Jahre 1986 hat der Bundesrat als Antwort auf eine Anfrage Fankhauser festgehalten, dass er die Uebernahme ei- ner entsprechenden - sich in Vorbereitung befindlichen - eu- ropäischen Regelung prüfen werde.
Am 13. April 1989 hat die EG in einer Richtlinie grünes Licht für die Anordnung von seitlichen Schutzvorkehren bei Lastwa- gen gegeben.
Als Antwort auf eine Anfrage Ducret aus dem Jahre 1989 hat der Bundesrat bekanntgegeben, dass vor der Uebernahme der EG-Richtlinien in der Schweiz noch ergänzende Untersu- chungen bis Ende 1990 durchgeführt würden. Nach deren Ab- schluss gedenke der Bundesrat die entsprechende Verord- nung unverzüglich anzupassen.
In einer Fragestunde im Herbst 1990 antwortete der Bundes- rat auf eine Frage Vollmer, dass «der Bundesrat nach Ab- schluss des noch laufenden Versuches über die Frage seitli- cher Schutzvorkehren entscheiden werde; dies dürfte im · nächsten Jahr der Fall sein». Heute stellen wir fest:
Es liegen immer noch keine Resultate der zusätzlichen schweizerischen Untersuchungen (welche dem Vernehmen nach durch die direkt interessierte Astag durchgeführt wer- den) vor.
Innerhalb der EG macht die Vereinigung Deutscher Automo- bilhersteller politisch Druck, um die 1989 in Kraft gesetzten Vorschriften erneut zu ändern.
In der Schweiz will man mit dem Erlass entsprechender Vor- schriften einmal mehr zuwarten, bis die heutigen EG-Vorschrif- ten allenfalls wieder neu gefasst werden.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 2. Dezember 1991 Rapport écrit du Conseil fédéral du 2 décembre 1991
Der Bundesrat will keine Fussgänger und Velofahrer «auf un- seren Strassen weiterhin tödlich verunfallen lassen», wie ihm dies der Interpellant unterstellt. Unfälle haben in aller Regel komplexe Ursachen. In der überwiegenden Zahl der Fälle er- eignen sie sich aufgrund von Fehlverhalten der Verkehrsteil- nehmer. Es ist deshalb zu einfach, die Verantwortung für Un- fälle mit Fahrrädern pauschal auf die Ausrüstung der Lastwa- gen und deren Anhänger oder gar auf den Bundesrat abzu- schieben.
Seitliche Schutzvorrichtungen an Lastwagen und deren An- hängern können die Folgen von Unfällen mit Fahrrädern min- dern. Derartige Vorrichtungen müssen jedoch gewissen tech- nischen Anforderungen entsprechen. Die von der EG am 13. April 1989 erlassene und am 1. Mai 1991 in Kraft getretene Richtlinie über seitliche Schutzvorrichtungen an Nutzfahrzeu- gen zum Gütertransport hat in der Praxis zu Schwierigkeiten geführt und soll deshalb noch in diesem Jahr geändert wer- den, Das EJPD wird aufgrund dieser Sachlage eine entspre- chende Aenderung der Verordnung über Bau und Ausrüstung der Strassenfahrzeuge (SR 741.41) den Kantonen und interes- sierten Kreisen zur Vernehmlassung unterbreiten.
Präsident: Der Interpellant beantragt Diskussion.
2525
Interpellation Bäumlin
Abstimmung - Vote Für den Antrag auf Diskussion Dagegen
Verschoben - Renvoyé
91.3281
Interpellation Bäumlin ERG-Gewährung für Kraftwerkprojekt im Iran Octroi de la GRE pour la centrale iranienne de Karoun III
Wortlaut der Interpellation vom 17. September 1991 Der Presse war Ende August zu entnehmen, dass sich das ERG-Gesuch für das iranische Kraftwerk Karun Ill beim Bawi in «umfassender Vorabklärung über das Länder- und Projektri- siko» befinde, dass der Entscheid darüber im September fal- len könnte und dass dieser «angesichts der finanziellen Be- deutung des Projektes» durch den Bundesrat getroffen wer- den müsse. Anlass für diese Informationen war, dass die EvB (Erklärung von Bern) ihre grundsätzliche Opposition gegen dieses Mammutprojekt in einem Entwicklungsland des mittle- ren Ostens angemeldet hatte.
In diesem Zusammenhang frage ich den Bundesrat an:
Ist es richtig, dass das Projekt als nicht selbsttragend einge- schätzt wird? Wie beurteilt der Bundesrat die Kreditwürdigkeit der iranischen Regierung? Ist es richtig, dass Japan und Grossbritannien dieser keine kurz- und mittelfristigen staatli- chen Exportkredite gewähren?
Wie beurteilt der Bundesrat die Menschenrechtssituation im Iran? Spielt diese eine Rolle beim Entscheid über die bean- tragte Garantie?
Wird der Bundesrat einen Entscheid über diesen Antrag fäl- len, bevor eine umfassende Umweltverträglichkeitsprüfung - die den Namen verdient - vorliegt?
Texte de l'interpellation du 17 septembre 1991
A la fin août, on a pu apprendre par la presse que la demande de GRE pour la centrale iranienne de Karoun III se trouvait à l'OFAEE où elle faisait l'objet d'une estimation globale des ris- ques du projet et du pays, que la décision serait sans doute prise en septembre et que l'aval du Conseil fédéral était néces- saire en raison de l'importance financière du projet. Ces infor- mations ont été publiées après que la Déclaration de Berne eut annoncé qu'elle était fondamentalement opposée à la réa- lisation de ce gigantesque projet dans un pays en développe- ment du Moyen-Orient.
Au vu de ce qui précède, je pose au Conseil fédéral les ques- tions suivantes.
Est-il exact qu'il estime que le projet ne peut se passer d'un soutien financier? Que pense-t-il de la solvabilité du gouverne- ment iranien? Est-il vrai que le Japon et la Grande-Bretagne n'accordent pas à l'Iran de crédit à l'exportation à court et moyen termes?
Quel est l'avis du Conseil fédéral sur le respect des droits de l'homme en Iran? Cet élément joue-t-il un rôle lors de la déci- sion sur la garantie demandée?
Le Conseil fédéral prendra-t-il une décision à ce sujet avant qu'une étude de l'impact sur l'environnement complète et di- gne de ce nom n'ait été effectuée?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Ammann, Bär, Bo- denmann, Bundi, Danuser, David, Eggenberg-Thun, Eggen- berger Georges, Euler, Fankhauser, Grendelmeier, Haering Binder, Hafner Ursula, Haller, Herczog, Jaeger, Jeanprêtre, Kühne, Lanz, Leemann, Leuenberger Ernst, Leuenberger Mo-
61 Stimmen 35 Stimmen
ritz, Maeder, Matthey, Meyer Theo, Neukomm, Pini, Pitteloud, Reimann Fritz, Ruffy, Salvioni, Seiler Rolf, Stamm, Stappung, Uchtenhagen, Ulrich, Vollmer, Weder Hansjürg, Züger (40)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 2. Dezember 1991 Rapport écrit du Conseil fédéral du 2 décembre 1991
Der Bundesrat hat den Firmen Sulzer-Escher Wyss AG in Zü- rich und Asea Brown Boveri AG in Baden für ihre Lieferungen im Wert von 480 Millionen Franken (plus Zinsen von etwa 100 Mio. Fr.) im Zusammenhang mit dem Wasserkraftwerk Ka- run III eine grundsätzliche ERG-Zusage erteilt.
Zu den Fragen der Interpellation nimmt der Bundesrat wie folgt Stellung:
Iran weist eine im internationalen Vergleich relativ niedrige ab- solute Aussenschuld auf. Auch vergleicht sich der Anteil der für die Bedienung der Aussenschuld aufgewendeten Export- erlöse vorteilhaft mit den meisten anderen Entwicklungslän- dern. Aus heutiger Sicht betrachtet der Bundesrat Iran für die aus dem Projekt Karun III erwachsenden Verpflichtungen als kreditwürdig.
Japan verfolgt im Bereich der staatlichen Exportkredite und staatlichen Exportrisikogarantien für alle Laufzeiten grund- sätzlich die gleiche Politik wie die Schweiz im Falle der ERG. Entscheide von Tragweite werden fallweise unter Würdigung der jeweils massgebenden Situation gefällt Grossbritannien übte demgegenüber in Anbetracht der belasteten politischen Beziehungen zu Iran und nicht aus Risikoüberlegungen für längerfristige Geschäfte bisher eine zurückhaltende Garantie- politik aus, ist aber daran, diese Haltung zu überprüfen.
Der Bundesrat hat sich im Juni 1991 in Beantwortung der Einfachen Anfrage Longet vom 23. Januar 1991 ausführlich zur Menschenrechtssituation im Iran geäussert. Gestützt auf übereinstimmende Infomationen aus unterschiedlichen Quel- len liess sich damals feststellen, dass die Situation weiterhin zu Besorgnis Anlass gab, auch wenn sie sich seit der Macht- übernahme von Präsident Rafsanjani stabilisiert zu haben scheint. Diese allgemeine Beurteilung der Situation bleibt nach fünf Monaten unverändert Die politische Lage und die Menschenrechtssituation in einem Land fliessen bei der Vor- bereitung von ERG-Entscheiden in die Beurteilung der Län- derrisiken ein.
Die Umweltaspekte des vom Iran vorgegebenen Projekt- konzepts und Projektstandorts sind in der dem Entscheid des Bundesrates vorangehenden Abklärungsphase angemessen geprüft worden. Die Untersuchungen der Experten haben ge- zeigt, dass einerseits vom Projekt keine unangemessenen Umweltbelastungen ausgehen und andererseits keine unan- gemessenen Projektrisiken durch externe Umwelteinflüsse entstehen. Die Abklärungen vor Ort wurden nach dem Grund- satz der Verhältnismässigkeit ausgeführt, d. h. Untersuchun- gen wurden soweit vorgenommen, als es aus der Sicht der je- weiligen Problematik und der entsprechenden lokalen Ver- hältnisse angezeigt und möglich war. Zu berücksichtigen sind aus ökologischer Sicht ausserdem auch die mit dem Projekt verbundenen positiven Auswirkungen (Einsparung fossiler Brennstoffe, Förderung erneuerbarer Energie, Bewässerung).
Präsident: Die Interpellantin beantragt Diskussion.
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1991
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Anno
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V
Volume
Volume
Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance Seduta
Geschäftsnummer 91.3302
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 13.12.1991 - 08:00
Date
Data
Seite
2524-2525
Page
Pagina
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20 020 770
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