15
Postulat Gadient
quelles il peut s'exercer, avec notamment une observation mé- dicale et une observation sociale du cas des travailleurs noc- turnes, d'après les côtés positifs de la Convention No 89, mais avec un éclairage plus moderne qui permette de ne plus tom- ber sous le coup des caractéristiques dépassées, là où elles existent, de ladite convention.
Par conséquent, le Parlement sera de toute façon, quelle que soit la décision que le Conseil fédéral prenne à fin février, conduit à légiférer sur cette question. Si le Conseil fédéral dé- cide de ne rien abroger, n'écrit rien à l'OIT avant la fin du mois de février, cela signifie que nous maintenons la Convention No 89. Mais je l'ai dit, et je l'annonce en toute clarté, ce sera pour vous proposer, dans le courant de l'année, la ratification du protocole additionnel qui permet un certain assouplisse- ment intelligent, une modernisation de la convention, ce qui incombe au Parlement. Au contraire, si le Conseil fédéral abroge, il s'ensuivra de toute façon, à votre intention, une pro- position de modification de la législation sur le travail et, là en- core, le Parlement aura le dernier mot quant à savoir comment il adapte les protections légitimes et nécessaires de la désor- mais défunte, au sens de la Suisse, Convention No 89. Le pro- blème c'est que le Conseil fédéral, s'il est maître de la décision d'abandon de la Convention No 89 pour le mois de février, n'est pas maître des décisions que, dans les cas a) ou b), le Parlement aura à prendre dans le courant de l'année, éven- tuellement encore au début de l'année 1993. Telle est la don- née et telle est, par conséquent, l'appréciation encore plus affi- née que le Conseil fédéral veut entreprendre dans ce domaine jusqu'au délai ultime de fin février, pour aviser l'Organisation internationale du travail.
Voilà ce que je pouvais vous dire de l'actualisation de ce dos- sier, des éléments nouveaux qui sont venus le constituer de l'intérieur et de l'extérieur par rapport à ce que nous avions dit en commission au mois de novembre dernier. Voilà des appré- ciations plus fines mais encore ni complètes ni définitives sur lesquelles le Conseil fédéral va trancher et voilà surtout, de manière claire et nette, les conséquences qui résulteront pour la Suisse, mais particulièrement pour les Chambres fédérales, d'une solution d'abandon ou d'une solution de maintien de la Suisse dans la Convention No 89.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress, Art. 1, 2 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Nationalrates
Titre et préambule, art. 1, 2 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil national
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes
34 Stimmen (Einstimmigkeit)
An den Bundesrat - Au Conseil fédéral
91.3321
Postulat Gadient Verlegung von Arbeitsplätzen ins Ausland. Sicherung der Arbeitsplätze
Transfert d'emplois à l'étranger, maintien d'emplois en Suisse
Wortlaut des Postulates vom 26. September 1991
Bereits drei aufeinanderfolgende Quartale weisen in der Schweiz ein negatives wirtschaftliches Wachstum auf. In der Sprache der Wirtschaftswissenschaft bedeutet das Rezes- sion.
Ursachen dafür sind insbesondere die hohen Inflationsraten infolge seinerzeit verfehlter Geldpolitik, administrierte Preise und strukturelle, durch zu starke Kartellierung der Wirtschaft bewirkte Verhärtungen.
Täglich gehen Arbeitsplätze verloren. Die Schweiz läuft zudem Gefahr, wirtschaftlich ins Abseits zu geraten und ihre bisher bedeutende Stellung auf den internationalen Märkten einzu- büssen. Der Produktionsstandort Schweiz scheint weiterhin an Attraktivität zu verlieren, denn die Verlegung von Produk- tionsstätten und Arbeitsplätzen ins Ausland dauert an und hat inzwischen ein alarmierendes Ausmass erreicht
Der Bundesrat wird deshalb ersucht, einen Bericht vorzule- gen, der über Umfang, Art und Ursachen der in den letzten fünf Jahren ins Ausland verlegten Arbeitsplätze und Produktions- stätten Aufschluss gibt, und gleichzeitig Massnahmen zu er- greifen und vorzuschlagen, welche die bestmögliche Siche- rung und die Erhaltung der Arbeitsplätze in der Schweiz ge- währleisten.
Texte du postulat du 26 septembre 1991
Depuis trois trimestres successifs, la croissance économique en Suisse est négative. Dans le langage des sciences écono- miques, c'est ce qu'on appelle une récession.
Les causes en sont notamment le taux d'inflation élevé, dû à des mesures malencontreuses de politique monétaire, les prix fixés par l'Etat et une certaine sclérose des structures provo- quée par une cartellisation excessive de l'économie.
Chaque jour, des emplois sont supprimés. La Suisse court en outre le danger de se trouver hors-jeu dans le domaine écono- mique et de perdre son importance sur les marchés internatio- naux. Les producteurs semblent de moins en moins attirés par la Suisse pour implanter leur production, puisqu'on ne cesse de transférer les centres de production et les emplois à l'étran- ger, phénomène qui a atteint une ampleur alarmante.
Le Conseil fédéral est donc invité à présenter un rapport sur l'ampleur, la forme et les causes du transfert de la production (usines et emplois) à l'étranger pendant les cinq dernières années, à prendre et à proposer des mesures propres à garan- tir et à maintenir les emplois en Suisse dans la mesure du pos- sible.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Seiler Bernhard, Uhlmann, Zimmerli (3)
Gadient: In meinem bereits in der Herbstsession eingereich- ten Postulat habe ich auf die Gefahr hingewiesen, dass unser Land wirtschaftlich ins Abseits geraten und die bisher bedeu- tende Stellung auf den internationalen Märkten verlieren könnte. Die Kurzarbeit nimmt rapid zu. Täglich gehen Arbeits- plätze verloren, und die Verlegung von Produktionsstätten und Arbeitsplätzen ins Ausland dauert an; sie hat inzwischen alarmierende Ausmasse erreicht.
Im November waren 34 109 Personen von Kurzarbeit betrof- fen, 6062 oder 21,6 Prozent mehr als im Vormonat. Die Zahl der Ausfallstunden erhöhte sich um 278 992 auf 1 528 814, jene der kurzarbeitenden Betriebe um 25,2 Prozent auf 1154.
Postulat Gadient
16
E
28 janvier 1992
Eine Trendwende ist nicht in Sicht. Die Kurzarbeit weitete sich in fast allen Kantonen und Wirtschaftszweigen aus, die Zahl der Arbeitslosen war seit der Wirtschaftskrise der dreissiger Jahre nie mehr so hoch; im Dezember betrug sie 58 580. Die rezessive Phase hält entgegen den Prognosen an. Verschie- dene Indikatoren deuten darauf hin, dass die Talsohle noch nicht erreicht ist.
Wirtschaftsprognostiker Dr. Rogge stellte zur Konsumenten- stimmung fest: «Die Schweiz durchläuft ein Tief. Nach der letz- ten Umfrage des Bundesamtes für Konjunkturfragen hat in den letzten 30 Monaten ein Stimmungsumschwung stattge- funden, wie er in diesem Ausmasse bisher einzigartig ist. Mit minus 46 Punkten hat der Index der Konsumentenstimmung alles unterboten, was seit Beginn der Erhebungen 1972 beob- achtet worden ist. >> Hohe Inflationsraten - wir rangieren heute im letzten Drittel der OECD-Staaten -, hohe Zinsen und Null- wachstum prägen unseren Wirtschaftsalltag. 1991 sind so- dann 3545 Konkurse eröffnet und im «Schweizerischen Han- delsamtsblatt» publiziert worden. Das sind 34,7 Prozent mehr als 1990, und es bedeutet absoluten Rekord.
Der konjunkturelle Einbruch und der schleichende Verlust von Standortvorteilen stellen die Schweizer Wirtschaft vor eine doppelte Herausforderung. Während multinational ausgerich- tete Unternehmen über Tochtergesellschaften im EG-Raum Fuss fassen können, sind insbesondere die kleinen und mittle- ren Unternehmen dazu nicht in der Lage. Wir müssen dieser gefährlichen Entwicklung alle Beachtung schenken. Es ist ent- scheidend, dass die Innovationskraft dieser Unternehmen ge- stärkt wird und erhalten bleibt. Dabei wird vor allem die For- schung angesprochen. Es geht nicht um staatliche Protektion und Subventionen - im Gegenteil: Auch unser Inlandmarkt verlangt vermehrte Liberalisierung.
Es fehlt jedoch bei uns an den Rahmenbedingungen, welche Risiko- und Investitionsbereitschaft fördern. Unsere Filigran- gesetzgebung mit einem Labyrinth von Vorschriften und Be- willigungserfordernissen, mit monströs ausgestalteten Verfah- ren, mit zeitraubender Mitwirkung von Vernehmlassungsin- stanzen und Behörden aller Stufen und ein oftmals jahrelange Verzögerungen bewirkendes Rechtsmittelsystem führen zur Lähmung jeder noch so wertvollen Initiative.
Diese ist ohne Zweifel zu fordern und wesentlich, aber im Lichte der heute grassierenden staatlichen Verhinderungspra- xis in diesen Bereichen wird eine solche Forderung äusserst fragwürdig. Wer will solche Kosten und Risiken auf sich neh- men, wenn er im Ausland das Vorhaben mit einem Bruchteil des Aufwands, der in der Schweiz erforderlich ist, verwirkli- chen kann?
Ich kann Ihnen Beispiele aus den siebziger und den frühen achtziger Jahren nennen, als es möglich war, neue Industrie- betriebe innerhalb einer Frist von zweieinhalb Jahren vom er- sten Kontaktgespräch bis zur Aufnahme der Produktion in den neu gebauten Produktionsstätten anzusiedeln. Die damals anwendbaren Gesetze ermöglichten ein zügiges Vorankom- men, und in der Retrospektive erfüllt jedes dieser Vorhaben auch die heute anwendbaren Vorschriften materiell in jeder Hinsicht. Aber ich kann Sie versichern, dass die damals ver- fügbaren Fristen und Vorgaben für diese Projekte durch die Auftraggeber aufgrund des heutigen Abklärungsbedarfs, aller Verfahrensvorschriften und der behördlichen Mitwirkungser- fordernisse niemals hätten eingehalten werden können; d. h. Hunderte von Arbeitsplätzen wären ganz einfach nicht ent- standen.
Allein in den Bereichen der Bauvorschriften, der Umwelt- schutzgesetzgebung, zahlreicher anderer Bewilligungen des öffentlichen Rechts, der Finanz- und Steuerpolitik, der For- schungs- und Arbeitsmarktpolitik liegen bedeutende Ansatz- punkte zur Ueberprüfung im Sinne des Postulats.
Die sogenannte Time-based-competition bedeutet, dass der Unternehmer, der mit der Konkurrenz mithalten will, eine neue Produktion oder die Anpassung entwickelter Produkte innert der vom Markt diktierten Zeit verfügbar haben muss, sonst ist er chancenlos. Dafür ein Beispiel: Die Schindler-Gruppe hat - auch einem solchen Bedürfnis entsprechend - 1989 disponie- ren müssen und den Grundstein für eine Rolltreppenfabrik in Clinton, North Carolina, USA, mit sehr bedeutender Kapazität
gelegt: 350 Rolltreppen im Jahr. Am 18. September 1990 konnte die Produktion aufgenommen werden. Die Innova- tionsanforderungen sind in der Praxis gewaltig gestiegen. Es gibt Unternehmen, deren auf den Markt gelangende Produkte fast durchwegs in den letzten zwei bis drei Jahren entwickelt worden sind. Das sagt alles.
Vergleichen Sie nun etwa die Zeitspanne, die ich Ihnen vorhin genannt habe, die Fristenverwirklichung eines derartigen Vor- habens mit einem Bewilligungsverfahren - nur mit einem Be- willigungsverfahren! - in unserem Land, wo neue Vorhaben praktisch nur noch auf langfristiger Achse zu verwirklichen sind. Unsere Industrie bekennt sich zwar nach wie vor zum Werkplatz Schweiz Aber die schrittweise Verlagerung von Produktion und Arbeitsplätzen ins Ausland ist unübersehbar. Die bei uns ohnehin teuren klassischen Produktionsfaktoren werden durch die erheblichen Inflationsraten noch weiter ver- teuert, so dass die Wettbewerbsfähigkeit auf den internationa- len Märkten nachhaltig tangiert und in Frage gestellt wird. Der schleichende Abbau und die Verlagerung von Arbeitsplät- zen nehmen ihren Fortgang. Ich will Ihnen einige Beispiele geben:
Die Schweizerische Bankgesellschaft hat wesentliche Aktivitä- ten nach England verlegt, wo heute bereits 2600 Mitarbeiterin- nen und Mitarbeiter beschäftigt sein sollen, darunter viele hochkarätige Informatiker. «Die uns dort gebotenen Rahmen- bedingungen waren erheblich günstiger als in der Schweiz», stellte der Verwaltungsratspräsident fest.
Professor Silvio Borner hat in einem Artikel in der «Basler Zei- tung» die Gründe dargelegt, weshalb immer mehr Firmen, auch aus der Region Basel, ihr Heil jenseits der Grenzen suchen, eine Entwicklung, die er als alarmierend bezeichnet. «Hohe Landpreise und Baukosten, langwierige und unge- wisse Baubewilligungsverfahren, Widerstände Betroffener al- ler Art usw. vergällen vielen Betrieben den Standort Schweiz » Weiter wörtlich: «Wenn jedoch die neuen Produktegeneratio- nen anderswo entwickelt werden müssen, erfolgt ein dramati- scher Verlust an Standortgunst zu Lasten Basels, und zwar wie nach einem Dammbruch auf breiter Front. Und besonders gravierend: Hinter diesen klar fassbaren, ökonomischen Gründen braut sich jedoch ein schwer fassbares Unbehagen gegen das politische Klima Helvetiens zusammen.»
Borner erwähnt die Regelungsdichte durch Gesetze und Ver- ordnungen und das Verhalten der Behörden, die Frustratio- nen bewirken. Vielleicht besinnen sich die Bundesratsparteien einmal auf diese Zusammenhänge, die eigentlich Grund ge- nug zur Konsensfindung sein müssten.
Ciba-Geigy hat die Wahl getroffen. Das Biotechnikum wird nicht in Basel, sondern im Elsass gebaut Ciba-Geigy habe sich - so der Verwaltungsratspräsident -- während zwei Jahren intensiv der Kritik gestellt und dem Grundsatz der Dialogbe- reitschaft nachgelebt; aber der harte Kern der Kritiker sei sach- lichen Argumenten kaum zugänglich gewesen. Im Dezember letzthin war zu vernehmen, dass Mikron in Biel Stellen abbaut und diese zum Teil ins Ausland verlagert. Am 6. November 1991 wurde bekannt, dass die Belland AG der Schweiz teil- weise den Rücken kehrt. Ein neues Werk soll im Ausland ent- stehen.
Beim Verpackungsdruckkonzern RIG Rentsch mit Sitz in Trim- bach entfielen bei hohen Wachstumsraten 1990 auf die Schweiz nur noch 29 Prozent der Produktion und rund 16 Pro- zent des Umsatzes. Die Gründe für diese Entwicklung seien hohe Standortkosten, ein begrenzter Markt, die Abwanderung grosser Kunden und die Produktionsverlagerung innerhalb multinationaler Unternehmen.
Die 15 grössten international tätigen Industrieunternehmen unseres Landes beschäftigten Ende 1990 total 684 691 Perso- nen im Ausland und nur 147 623 in der Schweiz. 82,3 Prozent des Personals arbeiten ausserhalb der Schweiz. 1985 waren es erst 76,88 Prozent. Nun vergleichen Sie diese Prozentzah- len mit den absoluten Zahlen, und dann sehen Sie, welcher Einbruch auch hier manifest ist.
Die Maschinenfabrik Schulthess AG in Zürich kündigte an, dass sie die Einzelanfertigung von Waschautomaten und wei- teren Geräten ins Ausland verlege und in der Schweiz die Seri- enproduktion beibehalte.
17
Interpellation Delalay
Die Konzernleitung der Leica hat am 29. Januar 1992 den Ab- bau von 400 der insgesamt 520 Arbeitsplätze in der Leica Aarau AG sowie eine Produktionsverlagerung nach Heer- brugg und Singapur angekündigt
ABB Power Systems (Schweiz) teilte mit, dass sie ab 1992 ihre Aktivitäten nach Schweden und in die USA verlegen wird. Aus- genommen von den Kündigungen ist die Bearbeitung des Schweizer Marktes.
Die Schaffner Elektronik AG in Luterbach (SO) teilte am 14. November 1991 mit, dass sie die Produktion nach Thai- land verlegt. Folge: Abbau von 110 Arbeitsplätzen in der Schweiz.
Nach einer Mitteilung der Schweizerischen Depeschenagen- tur vom 8. November 1991 lassen die Migros-Genossenschaf- ten Zürich und Bern die Fotolaboraufträge ihrer Kunden künf- tig in Deutschland ausführen. Die betroffene Schweizer Firma ist zum Stellenabbau gezwungen.
Die Swissair verlegt die Verkehrsabrechnung nach Bombay. Folge ist der Abbau von 150 Stellen in der Schweiz. Dabei för- dern wir die Swissair staatlich ganz massiv: Der Erlass der Zölle auf Treibstoffen und Mineralölprodukten beläuft sich auf etwa 400 Millionen Franken pro Jahr, und etwa 11 000 Flüge pro Jahr machen die Angehörigen der Bundesverwaltung und der Regiebetriebe, wobei ein Rabatt von lediglich 20 Prozent gewährt wird. Es sollen 25 sogenannte Move-Projekte bei der Swissair in Bearbeitung sein, darunter auch die erwähnte Ver- legung der Verkehrsabrechnung von Zürich nach Bombay. In Schottland werden Forschung und Entwicklung durch die Zusammenarbeit mit den Hochschulen unterstützt So ist in Edinburg inzwischen ein Zentrum für künstliche Intelligenz entstanden. Grund genug für die Schindler-Gruppe, den Standort einer neuen Abteilung dieses neuen Forschungs- und Entwicklungszentrums dorthin zu verlegen.
Diesen Beispielen lassen sich weitere anfügen. Sie müssen uns dazu führen, die Ursachen dieser für unser Land und seine Volkswirtschaft höchst problematischen Entwicklung umfassend und gründlich zu klären und Massnahmen in die Wege zu leiten, die die bestmögliche Sicherung und die Erhal- tung der Arbeitsplätze.in der Schweiz gewährleisten. Das ist der Zweck meines Postulats.
Der volkswirtschaftliche Substanzverlust der Schweiz nimmt seinen Fortgang. Es ist für mich klar, dass die Antwort in meh- reren Bereichen in der Teilnahme am Euro-Binnenmarkt liegt, ohne die uns ohnehin der Abstieg in die B-Liga der Industrie- nationen droht. Indessen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, un- sere Rahmenbedingungen zur Erhaltung der Konkurrenzfä- higkeit auf der Grundlage eines klaren ordnungspolitischen Konzepts zu verbessern, die wir beitrittsunabhängig durchset- zen können und müssen.
Wir waren uns auch in der Aussenpolitischen Kommission, die sich neuerdings auch mit Aussenwirtschaftsfragen zu befas- sen hat, einig, dass diese Rahmenbedingungen vermehrt Ge- genstand unserer Anliegen bilden müssen. Es kommt darauf an, vorweg ein günstiges Investitionsklima zu schaffen, was Reformen in allen relevanten Politikbereichen voraussetzt. Es ist vordringlich geworden, den Standort aufgrund einer ge- samtheitlichen Analyse zu bestimmen und in der Folge eine kohärente, auf die erwähnte Zielsetzung ausgerichtete Politik zu entwickeln. Der nachgesuchte Bericht soll dafür die Grund- lage liefern.
Ich bitte Sie, das Postulat zu überweisen.
M. Delamuraz, conseiller fédéral: Je déclare que le Conseil fé- déral accepte le postulat de M. Gadient. Il l'accepte parce que la question qu'il pose et les propositions qu'il formule sont d'un intérêt primordial pour notre économie nationale. En ef- fet, des entreprises multinationales ou pas peuvent fort bien prendre la décision de garder leur siège en Suisse, mais de transférer à l'extérieur, par exemple dans des pays européens, leurs activités de production ou leurs activités de distribution, avec le nombre d'emplois qui y sont liés. Pour ces entreprises, sans doute, l'opération de transfert à l'étranger se soldera- t-elle sans résultats négatifs, probablement même plus posi- tifs.
En revanche, pour l'économie nationale, au bout du compte, si l'exercice se répète trop fréquemment, et pour de trop nom- breuses entreprises, le résultat sera catastrophique. Car pour l'économie nationale, ce qui compte, c'est naturellement non seulement le siège d'entreprise en Suisse, mais c'est aussi le centre d'activité de ces entreprises en Suisse. Les emplois pour l'économie nationale, c'est ici qu'ils doivent être, et les activités de production, c'est ici qu'elles doivent être pour l'économie nationale, et pas de l'autre côté de la frontière!
Alors le choix pour les entreprises de maintenir des activités économiques ici, voire d'en installer de nouvelles après appré- ciation de la situation par rapport aux autres, ce choix est dicté par toutes sortes de facteurs: des facteurs purement privés qui tiennent à la volonté, qui tiennent à la tradition des entreprises d'être ici, je dirais presque à tout prix, ou bien pas; des déci- sions quant à la qualité de nos accords internationaux qui don- neront tout de même un certain cadre à ces activités, si le gou- vernement et le Parlement suisses font ces choix internatio- naux correctement; mais surtout, ces choix seront dictés par les conditions générales, les conditions-cadres, ces fameuses «Rahmenbedingungen» nécessaires à constituer un encadre- ment compétitif pour les entreprises. Sur ce point, nous avons beaucoup de choses à faire ou à refaire par rapport à des concurrences qui montent et à des conditions-cadres qui s'améliorent autour de nous parfois, alors que sur tel ou tel point, elles se dégradent chez nous.
Je n'en dis pas plus, parce que toute la question posée par le postulat de M. Gadient, la Commission de politique extérieure du Conseil des Etats en a débattu vendredi dernier, et elle a bien voulu féliciter le Conseil fédéral de son rapport annuel sur les activités économiques extérieures. Lorsque la Commis- sion de politique extérieure de votre conseil a examiné ce rap- port annuel du Conseil fédéral, elle a en particulier consacré son temps à la première partie de ce rapport. Et que dit le Conseil fédéral dans la première partie de ce rapport? Qu'il y a à aller dans le sens d'une plus grande libéralisation, d'un moindre interventionnisme notamment dans le domaine éco- nomique, d'une restauration de conditions de concurrence et de conditions d'ouverture indispensables à la vie d'une éco- nomie libre. Je crois que nous reprendrons cela dans le cadre de votre conseil lors de la prochaine session, sauf erreur de ma part.
Le postulat de M. Gadient est une contribution utile à ce débat.
Ueberwiesen - Transmis
91.3378
Interpellation Delalay Liberalisierung der Agrarimporte. Internationale Verhandlungen Négociations internationales et libéralisation des importations agricoles
Wortlaut der Interpellation vom 4. Oktober 1991 Die Spezialkulturen und der Rebbau sind von den Forderun- gen, welche die Verhandlungspartner der Schweiz auf euro- päischer und globaler Ebene stellen, in erster Linie betroffen. Die Kreise, die den Verteilerstellen unseres Landes naheste- hen, verlangen auch eine allgemeine Einschränkung der ein- heimischen Produktion durch wirtschaftspolitische Massnah- men und die sofortige und vollständige Liberalisierung der Einfuhren. Entscheide werden der Tendenz nach so getroffen, als könnten die Spezialkulturen und insbesondere der Reb- bau eine völlige Oeffnung des Marktes durchaus vertragen. Die ab 1992 vorgesehenen Importerleichterungen für Rot- weine sind ein sprechendes Beispiel dafür.
3-S
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Gadient Verlegung von Arbeitsplätzen ins Ausland. Sicherung der Arbeitsplätze Postulat Gadient Transfert d'emplois à l'étranger, maintien d'emplois en Suisse
In
Dans
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
Année
1992
Anno
Band
I
Volume
Volume
Session
Session
Januarsession Session de janvier
Sessione
Sessione di gennaio
Rat
Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
01
Séance Seduta
Geschäftsnummer 91.3321
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
28.01.1992 - 17:00
Date
Data
Seite
15-17
Page
Pagina
Ref. No
20 020 924
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.