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Postulat Bäumlin
stet Ausserordentliches zur Verbesserung der Anwendung des humanitären Völkerrechts auf diesem Planeten. Warum beschränken wir uns nicht darauf, das IKRK in seinen Bemü- hungen vermehrt zu unterstützen, statt zusätzliche Mittel in an- dere nichtstaatliche Menschenrechtsorganisationen fliessen zu lassen?
Aus diesen Gründen empfehle ich Ihnen, die Motion Bäumlin auch in der Form eines Postulates abzulehnen.
M. Felber, président de la Confédération: En acceptant de transformer en postulat la motion de Mme Bäumlin, je crois que le Conseil fédéral s'est très clairement exprimé puisque M. Steffen, conseiller national, a pu le citer sans erreur. Cela si- gnifie donc que nous sommes prêts à examiner cette possibi- lité, mais seulement après avoir analysé les résultats des ac- tions qui sont actuellement engagées.
Au cours des dernières années, nous avons augmenté régu- lièrement le poste budgétaire du Département des affaires étrangères consacré au soutien du respect des droits de l'homme, ceci année après année, de sorte qu'au budget 1992 les Chambres ont approuvé un crédit de 1 million de francs, qui succède à une série de crédits de 400 000, 600 000 et 800 000 francs, soit une augmentation d'environ 200 000 francs chaque année. Avec ces moyens, nous som- mes à même d'appuyer les efforts des organisations non gou- vernementales, notamment celles établies à Genève, en fa- veur du respect des droits de l'homme.
Nous ne pourrions donc pas accepter la motion, d'où notre proposition de la transformer en postulat pour nous permettre cette analyse.
Abstimmung - Vote Für Ueberweisung des Postulates Dagegen
69 Stimmen 37 Stimmen
90.614
Postulat Bäumlin Rückführung getrennter palästinensischer Familien Rapatriement des familles palestiniennes déportées
Wortlaut des Postulates vom 21. Juni 1990
Der Bundesrat wird eingeladen, die vom obersten Gerichtshof in Jerusalem bewilligte Rückkehr der seit Sommer 1989 nach Jordanien deportierten Frauen und Kinder aus den besetzten Gebieten (insbesondere der Westbank) finanziell und perso- nell zu unterstützen und sich bei der israelischen Regierung dafür einzusetzen, dass durch eine menschenrechtskonfor- mere Aufenthalts-Bewilligungspraxis solche Deportationen in Zukunft nicht mehr passieren können, sowie dem Parlament nach Abschluss dieser Aktion darüber Bericht zu erstatten.
Texte du postulat du 21 juin 1990
Le Conseil fédéral est invité à apporter son soutien, par des moyens financiers et du personnel, au rapatriement des fem- mes et des enfants déportés en été 1989 des Territoires occu-
pés (notamment de la bande ouest) vers la Jordanie et dont le retour vient d'être autorisé par la cour suprême à Jérusalem. Il est également invité à intervenir auprès du gouvernement israélien, dans le but d'empêcher à l'avenir de telles déporta- tions, en l'incitant à adopter une pratique en matière d'autori- sation de séjour plus respectueuse des droits de l'homme. A l'issue de cette opération, le Conseil fédéral présentera un rap- port au Parlement.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aguet, Ammann, Baerlo- cher, Bär, Bircher Silvio, Bodenmann, Braunschweig, Brügger Cyrill, Bundi, Carobbio, Danuser, Dormann, Eggenberger Georges, Fankhauser, Grendelmeier, Haering Binder, Hafner Ursula, Haller, Herczog, Jeanprêtre, Lanz, Leuenberger Ernst, Leuenberger Moritz, Leutenegger Oberholzer, Longet, Mauch Ursula, Meizoz, Neukomm, Ott, Pitteloud, Rechsteiner, Rei- mann Fritz, Stamm Judith, Stappung, Ulrich, Vollmer, Zbinden Hans (37)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 5. September 1990 Rapport écrit du Conseil fédéral
du 5 septembre 1990
Das Problem der Deportation von Zivilpersonen aus den von Israel besetzten Gebieten ist seit langem bekannt. Auf diese Praxis wurde wiederholt im Rahmen der Vereinten Nationen, sowohl in der Generalversammlung wie auch in untergeord- neten Gremien, hingewiesen. Der Bundesrat hat der israeli- schen Regierung bei verschiedenen Gelegenheiten seine Missbilligung über deren Politik in den besetzten Gebieten ausgedrückt. Diese ist eine Verletzung der vierten Genfer Kon- vention, die den Schutz von Zivilpersonen in Kriegszeiten be- trifft. Der Bundesrat hat namentlich gegen die Deportation von Palästinensern, welche eine schwerwiegende Verletzung des humanitären Völkerrechts darstellt, wiederholt protestiert, und er verfolgt das spezifische Problem der Trennung von Familien mit Aufmerksamkeit.
Dabei ist zu unterscheiden zwischen Deportationen von Be- wohnern der besetzten Gebiete in benachbarte Länder, wel- che gemäss Artikel 49 der vierten Genfer Konvention unter- sagt sind, und den Ausweisungen, die Frau Bäumlin an- spricht. Im ersten Fall handelt es sich hauptsächlich um Akti- visten, die durch die israelischen Behörden festgenommen wurden.
Der zweite Fall betrifft Jordanierinnen, die sich erst nach der Besetzung mit Bewohnern der Westbank vermählten. Ihr Auf- enthalt in dieser Region unterliegt der Erteilung oder Erneue- rung einer Aufenthaltsbewilligung durch die israelischen Be- hörden. Im Verlauf des vergangenen Jahres wurden einige von diesen gezwungen, nach Jordanien zurückzukehren, nachdem ihnen die Erneuerung der Aufenthaltsbewilligung verweigert worden war. Eine ähnliche Massnahme wurde ge- genüber Personen getroffen, die sich ohne Bewilligung in der Westbank aufhielten. Davon betroffen waren oft verheiratete Personen mit Kindern, die seit vielen Jahren in dieser Region niedergelassen waren. Die Praxis führte in der Oeffentlichkeit zu einer internationalen Protestwelle, worauf die israelischen Behörden ihre Haltung milderten. Inzwischen haben die Aus- weisungen, ebenso wie die Deportationen, aufgehört, und einigen Personen wurde die Rückkehr in die Westbank ge- stattet.
Der Bundesrat unterhält regelmässige Beziehungen mit den verschiedenen in der Region involvierten Parteien. Der Beitrag der Schweiz an die UNRWA, welche den Palästinensern in- und ausserhalb der besetzten Gebiete beisteht, beläuft sich dieses Jahr auf 9,8 Millionen Franken. Andererseits unterstützt die Schweiz das IKRK finanziell und politisch bei dessen Schutz- und Hilfsmassnahmen gegenüber der Zivilbevölke rung der besetzten Gebiete. Diese kommt also auch in den Genuss einer materiellen Hilfe der Eidgenossenschaft.
Nominations episcopales. Interventions personnelles
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N 3 mars 1992
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, das Postulat abzuschreiben.
Frau Bäumlin: Herr Bundespräsident, ich möchte mich bei Ih- nen für Ihre Antwort zu diesem Postulat bedanken. Ich finde die Sprache dieser Antwort ausserordentlich klar und habe mich über die deutliche Sprache in dieser schwierigen und heiklen Angelegenheit sehr gefreut. Ich bedaure nur ein biss- chen, dass das eigentliche konkrete Verlangen, das ich an Sie richtete, nicht erfüllt wurde. Ich stellte mir vor, was passiert, wenn die Familien, denen die Rückkehr nach Palästina gestat- tet wurde, an die Grenze zu ihrem Land gelangen und dort von den Behörden aufgehalten werden. Es gibt schriftstellerische Aeusserungen, wie das vor sich geht, wenn Palästinenser in ihr Land zurückkehren wollen. Ich kann Ihnen sagen, sie sind alles andere als erbaulich. Mit den Palästinensern, die in die besetzten Gebiete zurückkehren wollen und können und dür- fen, wird fast Apartheid-artig umgegangen. Deswegen fragte ich ganz konkret, ob es nicht möglich wäre, dass diese ganz bestimmten getrennten palästinensischen Familien mit Hilfe von Schweizer Leuten vom IKRK oder von der UNWRA in Bus- sen zurückgeführt werden könnten, damit sie die entwürdi- gende Prozedur an der Grenze nicht über sich ergehen lassen müssen. Darauf sind Sie leider nicht eingegangen; das habe ich ein wenig bedauert. Ich nehme von meinem Kompliment für die klare Sprache in Ihrer Antwort jedoch nichts zurück.
M. Felber, président de la Confédération: Je me bornerai à si- gnaler très brièvement aux honorables conseillers nationaux que, dans cette région du monde, les problèmes évoluent sans cesse sans jamais trouver de solution définitive, et la Suisse ne peut pas, hélas, apporter à elle seule une solution fondamentalement juste. Je remercie Mme Bäumlin de son appréciation de notre réponse.
Je voudrais relever quelques éléments nouveaux. Après la Conférence sur le Moyen-Orient qui s'est ouverte à Madrid l'an dernier, il y a eu une prise de conscience beaucoup plus nette au niveau des Nations Unies. Les déportations de Palestiniens par Israël ont été condamnées de façon très claire par le Conseil de Sécurité sous la forme d'une résolution qui a été votée avec l'appui des Etats-Unis, ce qui est un fait assez nou- veau. Enfin, chose qui pourrait se révéler intéressante par la suite, la cour suprême d'Israël a levé très récemment un cas d'expulsion.
Ce sont ces efforts-là qu'il faut suivre et soutenir au fur et à me- sure des développements que nous vivons.
Abgeschrieben - Classé
90.525
Interpellation Seiler Rolf Bischofswahlen. Beeinträchtigung des religiösen Friedens Nominations episcopales. Sauvegarde de la paix religieuse
Diskussion - Discussion
Siehe Jahrgang 1990, Seite 1928 - Voir année 1990, page 1928
90.650
Interpellation Jaeger Fall Haas. Verantwortlichkeit der Eidgenossenschaft Affaire Haas. Responsabilité de la Confédération
Diskussion - Discussion Siehe Jahrgang 1990, Seite 1929 - Voir année 1990, page 1929
91.3210
Postulat Pini Diplomatische Beziehungen mit dem Vatikan Postulato Pini Normalizzare i rapporti diplomatici con lo Stato Pontificio Postulat Pini Relations diplomatiques avec le Saint-Siège
Wortlaut des Postulates vom 19. Juni 1991
Der Grundsatz der Universalität, von dem sich die Schweiz in ihren Beziehungen zu andern Staaten leiten lässt, gebietet es unserem Land, auch beim Vatikan eine diplomatische Vertre- tung zu unterhalten. Ich ersuche darum den Bundesrat, die Möglichkeiten zu einer Normalisierung unserer diplomati- schen Beziehungen mit dem Kirchenstaat zu prüfen und die damit zusammenhängenden politischen und rechtlichen Aspekte abzuklären. Mit einer Normalisierung der Beziehun- gen könnte insbesondere die Anomalie beseitigt werden, wel- che die Einseitigkeit der Beziehungen heute darstellt.
Testo del postulato del 19 giugno 1991 In considerazione del principio dell'universalità che regge le nostre relazioni con gli Stati, il postulante chiede al Consiglio federale di studiare le possibilità e gli aspetti politici e giuridici relativi alla normalizzazione dei rapporti diplomatici con lo Stato Pontificio, annullando, in particolare, l'attuale anomalia che ne caratterizza l'unilateralità.
Texte du postulat du 19 juin 1991
Conformément au principe d'universalité qui régit nos rela- tions avec les autres Etats, je prie le Conseil fédéral d'étudier la possibilité et les modalités politiques et juridiques d'une nor- malisation de nos rapports diplomatiques avec l'Etat pontifi- cal, de manière en particulier à supprimer l'anomalie repré- sentée par le caractère unilatéral de nos relations actuelles.
Mitunterzeichner - Cofirmatari - Cosignataires: Keine - Nes- suno - Aucun
Schriftliche Begründung - Motivazione scritta - Développement par écrit
Rispondendo all'interpellanza deposta il 18 settembre 1978 (in merito al problema sollevato del mio postulato), del com- pianto collega ginevrino Gilbert Duboule, il Consiglio federale affermava, fra altro: « .... che la questione dell'apertura di una rappresentanza diplomatica presso la Santa Sede non pone che un problema di opportunità e non di principio, conside-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Bäumlin Rückführung getrennter palästinensischer Familien Postulat Bäumlin Rapatriement des familles palestiniennes déportées
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Jahr
1992
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Anno
Band
II
Volume
Volume
Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
02
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 90.614
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 03.03.1992 - 08:00
Date
Data
Seite
265-266
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Pagina
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20 020 960
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