Interpellation der sozialdemokratischen Fraktion
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91.3410
Interpellation Ziegler Jean Banque de commerce et de placement, Genf. Waschen krimineller Gelder Banque de commerce et de placement à Genève. Fonds d'origine criminelle
Wortlaut der Interpellation vom 11. Dezember 1991 Die amerikanische Justiz hat zweifelsfrei nachgewiesen, dass die «Banque de commerce et de placement» in Genf, die Schweizer Zweigniederlassung der «Bank of Credit and Com- merce International (BCCI)», während Jahren Drehscheibe für das Waschen von Geldern war, die aus dem organisierten Ver- brechen stammten.
69 Regierungen in der ganzen Welt haben die Zweigniederlas- sungen der BCCI geschlossen. Die Schweiz hat nichts unter- nommen.
Warum hat der Bundesrat, bzw. die Eidgenössische Banken- kommission, gegen die Genfer Bank, die inzwischen an die türkische Gruppe Cukurova verkauft worden ist, keine Sank- tionen getroffen?
Warum haben die Schweizer Behörden gegen die Verantwort- lichen der Bank, insbesondere gegen den ehemaligen Präsi- denten Alfred Hartmann, kein Ermittlungsverfahren eingelei- tet?
Texte de l'interpellation du 11 décembre 1991
La justice des Etats-Unis prouve au-delà du doute que la «Ban- que de commerce et de placement» de Genève, la succursale suisse de la «Bank of Credit and Commerce International (BCCI)» a été durant des années une plaque tournante pour le blanchiment d'argent appartenant au crime organisé.
69 gouvernements de la planète ont fermé les succursales de la BCCI. La Suisse n'a rien fait.
Pourquoi le Conseil fédéral, respectivement la Commission fé- dérale des banques, n'ont-ils pas sanctionné la banque gene- voise (entre-temps vendue au groupe turc Cukurova)? Pour- quoi les autorités suisses n'ont-elles pas ouvert des poursui- tes contre les dirigeants coupables de la banque, notemment l'ancien président Alfred Hartmann?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 26. Februar 1992 Rapport écrit du Conseil fédéral du 26 février 1992
La CFB s'est jointe aux actions concertées de différentes auto- rités de surveillance et le 5 juillet 1991, elle a chargé un obser- vateur de s'occuper de la Banque de commerce et de place- ment SA (BCP). Par la suite, la CFB a pu renoncer à retirer l'au- torisation à la BCP car il s'est rapidement trouvé une ache- teuse, faisant partie du groupe turc Cukurova, prête à investir de nouveaux capitaux sur le champ. En ce qui concerne la sauvegarde des intérêts des créanciers, cette solution était plus favorable qu'une fermeture définitive de la banque. La CFB collabore cependant avec des autorités de surveillance étrangères pour savoir si les organes de la banque suisse por- tent une part de responsabilité dans certaines manoeuvres fal- lacieuses exécutées à l'instigation de la direction étrangère de la BCCI. Il n'a pas encore été possible de mettre un terme à la procédure, mais s'il s'avère que les responsables de la BCP ont pris part à des opérations frauduleuses de la BCCI la CFB prendra les mesures qui s'imposent.
Präsident: Der Interpellant befindet sich nicht im Saal. Damit ist das Geschäft erledigt.
91.3417
Interpellation der sozialdemokratischen Fraktion Konkurs von Werner K. Rey und der Spar- und Leihkasse Thun. Verbesserung der Bankenaufsicht
Interpellation du groupe socialiste Faillite Werner K. Rey et Caisse d'épargne de Thoune. Amélioration de la surveillance bancaire
Wortlaut der Interpellation vom 12. Dezember 1991 Durch die grossen Verluste, die zahlreiche Banken, nament- lich Kantonalbanken, aufgrund des Zusammenbruchs des Fi- nanzimperiums von Werner K Rey und der Liquidation der Spar- und Leihkasse Thun erlitten haben, sind Lücken im Auf- sichtssystem der schweizerischen Banken aufgedeckt wor- den. Es ist offensichtlich, dass die Eidgenössische Banken- kommission nicht rechtzeitig eingreifen konnte.
Das gegenwärtige Aufsichtssystem stützt sich auf die Revision durch anerkannte Revisionsstellen, die vertraglich mit den Banken verbunden sind, die von ihnen überprüft werden. Die- ses System scheint an dieser Lage nicht unschuldig zu sein. Ist der Bundesrat bereit, Gesetzesänderungen vorzuschla- gen, um die Aufsicht über die Bankinstitute zu verbessern? Zu- mindest sollte die Unabhängigkeit der Revisionsstellen sicher- gestellt oder der Eidgenössischen Bankenkommission die Befugnis erteilt werden, die erforderlichen Revisionen selber vorzunehmen.
Texte de l'interpellation du 12 décembre 1991
Les pertes importantes subies par de nombreuses banques, cantonales notamment, suite à l'écroulement de l'empire fi- nancier de Werner K Rey et la liquidation de la Caisse d'épar- gne de Thoune, ont montré des lacunes dans le système de surveillance des banques suisses. Il apparaît en effet que la Commission fédérale des banques n'a pu intervenir à temps. Le système de surveillance actuel, exercé par l'intermédiaire de sociétés de révision agrées, liées contractuellement aux banques qu'elles contrôlent, n'est, semble-t-il, pas étranger à cette situation.
Au vu de ce qui précède, le Conseil fédéral est-il prêt à propo- ser des modifications législatives afin d'améliorer la surveil- lance des établissements bancaires, en assurant, à tout le moins, l'indépendance effective des sociétés de révision ban- caire ou en donnant à la Commission fédérale des banques la compétence de procéder elle-même, directement, aux révi- sions nécessaires?
Sprecher - Porte-parole: Borel François
Schriftliche Begründung Die Urheber verzichten auf eine Begründung und wünschen eine schriftliche Antwort
Développement par écrit Les auteurs renoncent au développement et demandent une réponse écrite.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 8. April 1992
Das schweizerische Bankaufsichtssystem beruht auf zwei sich ergänzenden Säulen: der unmittelbaren Prüfung in den Ban- ken durch rund zwanzig private, von der Eidgenössischen Bankenkommission anerkannte Revisionsgesellschaften ei- nerseits und der Oberaufsicht durch die Eidgenössische Ban- kenkommission als unabhängige Verwaltungsbehörde des Bundes mit umfassenden Eingriffskompetenzen andererseits.
Interpellation du groupe socialiste
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N
2 juin 1992
Die bankengesetzliche Revisionsstelle steht zwar in einem pri- vatrechtlichen Auftragsverhältnis zur geprüften Bank und wird von dieser ausgewählt sowie nach einem von der Eidgenössi- schen Bankenkommission genehmigten Tarif honoriert. Sie erfüllt jedoch eine öffentliche Aufgabe. Ihre Prüfungspflichten sind durch das Bankengesetz, die Bankenverordnung und die detaillierten Weisungen der Eidgenössischen Bankenkom- mission eingehend umschrieben. Der alljährliche Revisions- bericht als wichtigstes Informationsmittel der Aufsicht geht an die Eidgenössiche Bankenkommission sowie den Verwal- tungsrat der Bank. Darin hat die Revisionsstelle eindeutig zur Einhaltung der Bewilligungsvoraussetzungen, der gesetzli- chen und bankinternen Regelungen sowie zur allgemeinen Vermögenslage der Bank Stellung zu nehmen und ihre Bean- standungen und Vorbehalte anzubringen. Stellt die Revisions- stelle Gesetzesverletzungen oder sonstige Missstände fest, hat sie der Bank Frist zur Wiederherstellung des ordnungsge- mässen Zustandes anzusetzen und in gravierenderen Fällen die Eidgenössische Bankenkommission sofort zu benachrich- tigen.
Sowohl die erstmalige Ernennung als auch der Wechsel der Revisionsstelle durch eine Bank bedürfen der Zustimmung der Eidgenössischen Bankenkommission. Die Zustimmung wird nur erteilt, wenn die betreffende Revisionsstelle von der zu prüfenden Bank personell und finanziell unabhängig ist so- wie Gewähr für eine ordnungsgemässe Revision bietet. Nimmt eine Revisionsstelle die Revision einer Bank nicht ordnungs- gemäss vor, kann die Eidgenössische Bankenkommission von sich aus die Bank zum Wechsel anhalten. Ebenso kann die Eidgenössische Bankenkommission eine ausserordentli- che Revision durch eine andere von ihr anerkannte Revisions- stelle anordnen. Da die Eidgenössische Bankenkommission ihre Kontrolle der Banken im wesentlichen über die bankenge- setzlichen Revisionsstellen als verlängerten Arm der staatli- chen Bankenaufsicht ausübt und somit auf deren korrekte Pflichterfüllung angewiesen ist, unterstehen die Revisionsstel- len ihrerseits der Aufsicht der Eidgenössischen Bankenkom- mission. Der Eidgenössischen Bankenkommission stehen zu diesem Zweck ähnliche Eingriffsbefugnisse wie gegenüber den Banken zu: Weisungen zu organisatorischen Veränderun- gen, Abbau von Revisionsmandaten, Entfernung fachlich oder charakterlich ungenügender Revisionsleiter und -leiterinnen, Strafanzeige wegen grober Verletzung von Revisionspflichten und als weitreichendste Massnahme der Entzug der Anerken- nung als bankengesetzliche Revisionsstelle.
Dieses zweistufige schweizerische Aufsichtssystem hat sich insgesamt gut bewährt. Auch die in der Interpellation erwähn- ten Ereignisse und die verspätete Aufdeckung von Gesetzes- verletzungen und Missständen durch die betreffenden ban- kengesetzlichen Revisionsstellen legen keine grundlegende Aenderung des Aufsichtssystems nahe. Die 1934 beim Erlass des Bankengesetzes zugunsten der Uebertragung der unmit- telbaren Prüfungstätigkeit an private Revisionsgesellschaften und Revisionsverbände ausschlaggebenden Gründe treffen nach wie vor zu. Zum einen wird dadurch die staatliche Verwal- tung von einer Aufgabe entlastet, welche die Privatwirtschaft fachlich kompetent sowie flexibel erfüllen kann und für deren Kosten die Banken vollumfänglich aufzukommen haben. Zum andern wird die finanzielle Haftung des Staates aus mangel- hafter Prüfungstätigkeit wesentlich eingeschränkt. Die in den letzten zwei Jahrzehnten eingetretene Internationalisierung der Banktätigkeit hat einen weiteren Vorteil der Prüfung durch private Revisionsgesellschaften hervorgebracht: Diese kön- nen auch ausserhalb des Herkunftslandes die grenzüber- schreitenden Zweigniederlassungen und Tochtergesellschaf ten eines internationalen Bankkonzerns an Ort und Stelle selbst überprüfen oder eine ihnen nahestehende Partnerfirma mit der Revision betrauen, während Amtshandlungen staatli- cher Kontrollbehörden in einem anderen Staat sowie dem in- ternationalen Informationsaustausch unter Aufsichtsbehör- den enge Grenzen gesetzt sind. Vermehrt gehen auch diejeni- gen ausländischen Aufsichtsbehörden, welche grundsätzlich die Bankprüfungen durch eigene Beamte und Beamtinnen durchführen, dazu über, die Arbeit externer Wirtschaftsprüfer und -prüferinnen in ihr Aufsichtssystem einzubeziehen.
Schliesslich muss auch bezweifelt werden, dass im Falle einer direkten Prüfung durch Bundesbeamte und -beamtinnen der hierfür erforderliche massive Ausbau des Personalbestandes des Sekretariates der Eidgenössischen Bankenkommission mit der Expansion der Bankdienstleistungen und den Risiken neuer Finanzinstrumente angesichts der Stellenplafonierung Schritt gehalten hätte. Wie ausländische Beispiele überdies zeigen, können auch direkte staatliche Prüfungen keine abso- lute Gewähr für die rechtzeitige Aufdeckung und Beseitigung gravierender Gesetzesverletzungen oder Missstände bieten, weil jede Kontrolle naturgemäss im nachhinein erfolgt.
Anzustreben sind jedoch einzelne Verbesserungen des gel- tenden schweizerischen Aufsichtssystems. Nicht mehr zeitge- mäss erscheint insbesondere die im Bankengesetz verankerte Befreiung der Kantonalbanken von der Pflicht zur Prüfung durch eine externe bankengesetzliche Revisionsstelle, sofern sie über ein eigenes sachkundiges und von der Geschäftsfüh- rung unabhängiges Inspektorat (interne Revision) verfügen. Die gestiegenen Anforderungen im Revisionsbereich können nicht mehr allein durch ein Inspektorat wahrgenommen wer- den, zumal auch dieses einer wirksamen Ueberwachung be- darf. Bis heute haben deshalb bereits mehr als die Hälfte der Kantonalbanken das Revisionsmandat einer externen Revi- sionsstelle übertragen, weitere liessen Absichten in dieser Richtung verlauten, und die Eidgenössische Bankenkommis- sion ihrerseits wirkt verstärkt auf einen Wechsel bei den ver- bleibenden Instituten. Da auf die Kantonalbanken aufgrund des Verfassungsvorbehaltes in Artikel 31quater Absatz 2 BV überdies die bundesrechtlichen Bewilligungsvoraussetzun gen bezüglich innerer Organisation und Gewähr für eine ein- wandfreie Geschäftstätigkeit nicht direkt anwendbar sind, muss die Eidgenössische Bankenkommission vermehrt dar- auf dringen, dass die Kantone selber diese von der Verfü- gungsbefugnis der Bundesbehörde ausgenommenen Berei- che angemessen überwachen sowie hierfür unabhängige und fachkundige Aufsichtsorgane mit den erforderlichen gesetzli- chen Eingriffskompetenzen einsetzen.
Zu überprüfen ist sodann, wie die Unabhängigkeit der privaten bankengesetzlichen Revisionsstellen gegenüber den zu revi- dierenden Banken weiter verstärkt werden kann. Die gelten- den strengen Anforderungen an die personelle und finanzielle Unabhängigkeit, die Begrenzung der Einnahmen aus einem einzelnen Revisionsmandat, die Genehmigungspflicht für den Revisionsstellenwechsel sowie die Sanktionsmöglichkeiten der Eidgenössischen Bankenkommission bei Verletzung der Revisionspflichten vermögen den Interessenkonflikt zwischen privatrechtlichem Revisionsmandat und öffentlicher Aufgabe nicht vollständig zu beseitigen. Angesichts des intensiven Wettbewerbs um die Revisionsmandate und der Kündbarkeit des Mandatsverhältnisses sind die bankengesetzlichen Revi- sionsstellen der Gefahr ausgesetzt, sich aus falsch verstande- ner Rücksichtnahme auf die Interessen ihrer Auftraggeber und Auftraggeberinnen eine zu grosse Zurückhaltung bei der Be- urteilung und Berichterstattung aufzuerlegen. Als Alternativen denkbar wären die Zuteilung der Revisionsmandate durch die Eidgenössische Bankenkommission, ein periodisch vorge- schriebener Revisionsstellenwechsel oder die regelmässige Qualitätskontrolle der Revisionsarbeit durch eine andere ban- kengesetzliche Revisionsstelle. Im Lichte der neuesten Erfah- rungen prüft die Eidgenössische Bankenkommission, welche dieser Massnahmen allenfalls zu verwirklichen sind. Aus den vorher erwähnten Gründen wäre hingegen eine direkte Revi- sion einzelner Banken durch das Sekretariat der Eidgenössi- schen Bankenkommission unzweckmässig.
Rapport écrit du Conseil fédéral du 8 avril 1992
Le système suisse de surveillance des banques repose sur deux piliers complémentaires: d'une part, le contrôle direct des banques par environ vingt sociétés de révision privées agréées par la Commission des banques et, d'autre part, la haute surveillance par la Commission des banques en tant qu'autorité administrative de la Confédération, indépendante et dotée de compétences d'intervention étendues. La société de révision prévue par la loi est liée par un contrat de droit privé
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Interpellation der sozialdemokratischen Fraktion
à la banque qu'elle contrôle. Elle est choisie par cette dernière qui la rémunère d'après des tarifs approuvés par la Commis- sion des banques. Elle assume toutefois une mission publi- que. Ses tâches de contrôle sont fixées de manière plus pré- cise par la loi sur les banques, l'ordonnance sur les banques et les instructions détaillées de la Commission des banques. Le rapport de révision annuel constitue le principal moyen d'information de l'organe de surveillance et il est remis à la Commission des banques ainsi qu'au conseil d'administra- tion de la banque. Dans ce rapport, l'organe de révision doit se prononcer clairement sur le respect des conditions d'autorisa- tion, des réglementations légales et propres à la banque et sur la situation financière générale de celle-ci ainsi que signaler les irrégularités constatées et exprimer ses réserves éventuel- les. Lorsque l'organe de révision décèle des infractions aux prescriptions légales ou d'autres irrégularités, il doit fixer un délai à la banque pour qu'elle régularise sa situation. Dans les cas graves, il est tenu d'informer aussitôt la Commission des banques.
L'agrément de la Commission des banques est indispensable lorsqu'une banque désigne pour la première fois un organe de révision ou en choisit un autre. L'agrément n'est accordé que si l'organe de révision est indépendant, sur le plan per- sonnel et financier, de la banque devant être contrôlée et que s'il présente toute garantie d'une révision dans les règles. Si cette dernière condition n'est pas remplie, la Commission des banques peut obliger l'établissement contrôlé à changer d'or- gane de révision. La Commission des banques peut aussi or- donner une révision extraordinaire par un autre organe de révi- sion agréé par elle. Comme la Commission des banques contrôle les établissements bancaires essentiellement par le biais des organes de révision prévus par la loi - qui constituent un instrument de la surveillance des banques par l'Etat - et qu'il est donc indispensable que ceux-ci s'acquittent correcte- ment de leurs devoirs, ils sont pour leur part soumis à la sur- veillance de la Commission des banques. A cet effet, la Com- mission des banques est habilitée à intervenir de la même ma- nière que vis-à-vis des banques: émettre des instructions concernant des modifications sur le plan de l'organisation, re- tirer des mandats de révision, évincer les réviseurs responsa- bles ne donnant pas satisfaction sur le plan professionnel ou du caractère, porter plainte pénale en cas de graves infrac- tions aux devoirs de révision et retirer aux sociétés de révision le droit de procéder à des révisions bancaires, cette mesure étant la plus lourde de conséquences.
Le système suisse de surveillance à deux niveaux a donné de bons résultats dans l'ensemble. Les événements mentionnés dans l'interpellation ainsi que la découverte tardive d'infrac- tions aux prescriptions légales ou d'irrégularités par les orga- nes de révision concernés prévus par la loi ne suggèrent pas de modification fondamentale du système de surveillance. Les raisons déterminantes ayant conduit à confier l'activité directe de surveillance à des organes de révision et à des syndicats de révision privés lors de l'élaboration de la loi sur les banques de 1934 sont toujours valables. D'une part, l'administration publi- que est ainsi déchargée d'une tâche que l'économie privée peut assumer avec compétence et flexibilité et dont les coûts doivent totalement être pris en charge par les banques. D'au- tre part, la responsabilité de l'Etat due à une activité de surveil- lance insuffisante est notablement limitée. L'internationalisa- tion de l'activité bancaire intervenue au cours des deux derniè- res décennies a mis en évidence un avantage supplémentaire de la surveillance par des sociétés de révision privées: cel- les-ci peuvent contrôler sur place les succursales et filiales de groupes bancaires internationaux situées en dehors du pays d'origine ou charger de la révision une société partenaire. D'étroites limites sont par contre imposées aux actes adminis- tratifs des autorités publiques de surveillance dans un autre Etat ainsi qu'à l'échange international d'informations entre au- torités de surveillance. Les autorités de surveillance étrangè- res qui contrôlent en principe les banques par l'intermédiaire de leurs propres fonctionnaires intègrent également de plus en plus des vérificateurs des comptes externes à leur système de surveillance. Dans le cas d'un contrôle direct par des fonc- tionnaires fédéraux, il serait nécessaire d'accroître massive-
ment l'effectif du personnel du secrétariat de la Commission des banques. Or, il n'est pas certain que cet accroissement aurait pu tenir compte de l'extension des prestations de servi- ces bancaires et des risques inhérents aux nouveaux instru- ments financiers en raison du plafonnement des effectifs. Des exemples étrangers montrent en outre que les contrôles di- rects par l'Etat ne garantissent pas non plus de manière abso- lue que les graves infractions aux prescriptions légales et irré- gularités soient découvertes et éliminées à temps puisque tout contrôle ne peut être effectué qu'après coup.
Certaines améliorations du système de suveillance en vigueur dans notre pays sont souhaitables. Il ne paraît en particulier plus opportun de dispenser, conformément à la loi sur les ban- ques, les banques cantonales de l'obligation de se soumettre au contrôle d'un organe de révision externe si elles possèdent un organe d'inspection qualifié et indépendant de la direction (révision interne). Un tel organe n'est plus en mesure de faire face seul aux exigences accrues en matière de révision, d'au- tant plus que celui-ci doit aussi être contrôlé efficacement. Jusqu'ici, plus de la moitié des banques cantonales ont par conséquent déjà confié le mandat de révision à un organe de révision externe, d'autres ont manifesté leur intention de faire de même et la Commission des banques quant à elle incite de plus en plus les autres établissements à procéder à un chan- gement. En outre, vu que les conditions d'autorisation ayant trait à l'organisation interne et à la garantie d'une activité irré- prochable, telles qu'elles sont prévues par la législation fédé- rale, ne sont pas directement applicables dans le cas des ban- ques cantonales en raison de la restriction inscrite à l'alinéa 2 de l'article 31quater de la constitution, la Commission des banques doit amener davantage les cantons à exercer eux- mêmes une surveillance adéquate dans ces domaines échap- pant au pouvoir de disposition de l'autorité fédérale et à faire appel à cet effet à des organes de surveillance indépendants, compétents et dotés des attributions d'intervention légales né- cessaires.
Il y a en outre lieu d'examiner les moyens d'accroître l'inde- pendance, vis-à-vis des banques à réviser, des organes de ré- vision privés prévus par la loi. Les sévères exigences en vi- gueur concernant l'indépendance sur le plan personnel et fi- nancier, la limitation des honoraires touchés en vertu d'un mandat de révision particulier, la nécessité d'obtenir une auto- risation pour changer d'organe de révision ainsi que les possi- bilités de sanction de la Commission des banques en cas d'in- fraction aux devoirs de révision ne suffisent pas pour éliminer complètement le conflit d'intérêts entre le mandat de révision de droit privé et la tâche publique. Étant donné que les man- dats de révision sont très recherchés et qu'ils peuvent être reti- rés, les organes de révision prévus par la loi risquent de faire preuve d'une trop grande retenue lors des contrôles et de l'éla- boration des rapports, cela afin de respecter l'intérêt mal com- pris du donneur d'ordres. D'autres solutions sont envisagea- bles telles que l'attribution des mandats de révision par la Commission des banques, l'obligation de procéder périodi- quement à un changement d'organe de révision ou le contrôle régulier de la qualité du travail de révision par un autre organe de révision prévu par la loi. La Commission des banques examinera, à la lumière des événements récents, lesquelles de ces mesures devront au besoin être réalisées. Une révision directe de certaines banques par le secrétariat de la Commis- sion des banques ne serait par contre pas judicieuse pour les raisons mentionnées plus haut.
M. Borel François: Nous ne sommes que partiellement satis- faits par la réponse donnée. Nous souhaiterions exprimer no- tre point de vue brièvement, maximum en trois minutes. C'est la raison pour laquelle nous demandons l'ouverture d'une dis- cussion pour expliquer la raison de notre satisfaction que par- tielle.
Abstimmung - Vote Für den Antrag auf Diskussion Dagegen
offensichtliche Mehrheit Minderheit
N 2 juin 1992
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Motion du groupe libéral
M. Borel François: Merci de m'accorder ces quelques minu- tes. Dans sa réponse, le Conseil fédéral répond un tout petit peu à côté, en ce sens que nous l'interpellons en demandant s'il serait possible de prévoir que la Commission fédérale des banques ait la compétence de procéder elle-même directe- ment à certaines révisions bancaires. Il s'agit donc simple- ment d'accorder des compétences à cette commission fédé- rale, mais non d'en faire une règle générale. Il ne s'agit pas, dans notre interpellation, de demander à la Commission fédé- ral des banques de réviser l'ensemble des banques, de créer un immense appareil étatique pour ce faire. Or, la réponse qui, pour l'essentiel, semble partir de ce point de vue-là, est évi- demment négative. Nous voyons cependant que dans un cer- tain nombre de points le Conseil fédéral admet que l'indépen- dance des organes de révision, par rapport aux banques el- les-mêmes, n'est pas entièrement garantie. Nous remercions le Conseil fédéral de bien vouloir examiner la situation et de trouver des voies et moyens pour augmenter - je dirais même plus - garantir cette indépendance.
Par contre, nous regrettons que le Conseil fédéral refuse d'en- visager de donner la compétence à la Commission fédérale des banques pour faire ponctuellement des révisions. Nous croyons pouvoir lire entre les lignes les motifs qui amènent le Conseil fédéral à donner cette réponse. Il est clair que donner cette compétence accroît aussi la responsabilité de la Com- mission fédérale des banques. A la lecture de la réponse, nous sentons très nettement que la commission a peur de cette res- ponsabilité supplémentaire et nous regrettons qu'elle ait ex- primé cette crainte-là.
Interpellation 91.3410
Präsident: Herr Ziegler, der vorhin nicht im Saal war, bean- tragt, auf seine Interpellation zurückzukommen.
Abstimmung - Vote Für den Ordnungsantrag Ziegler Jean Dagegen
54 Stimmen 31 Stimmen
M. Ziegler Jean: Mon interpellation concerne la Banque de commerce et de placements à Genève, filiale de la BCCI, la plus grande banque criminelle du monde. Elle a été interdite dans 69 pays. Sa seule succursale qui fonctionne sans accroc dans le monde est celle de Genève. Ni la Commission fédérale des banques, ni le procureur de Genève, ni le Conseil fédéral, malgré les documents américains accablants, n'ont entrepris la moindre démarche pour fermer cette banque, pour ouvrir une enquête et déposer plainte. C'est un scandale qui est à peine compréhensible.
Le Conseil fédéral répond qu'il n'y a aucun problème avec la BCCI, qu'on ne dispose d'aucune preuve qu'Abou Nidal ou le cartel de Medelin aient lavé leur argent sale à Genève par l'intermédiaire de la BCCI. Cette banque criminelle peut donc continuer son «travail» tranquillement. Une telle indifférence au crime organisé, une telle indifférence aux atteintes répétées portées à la place financière suisse, une telle indifférence au banditisme bancaire pratiqué par certains établissements - bien sûr pas tous - par certaines sociétés financières dans no- tre pays est proprement inacceptable. Il faut que le Parlement impose les mesures nécessaires à la Commission fédérale des banques et au Conseil fédéral, c'est-à-dire la fermeture de la Banque de commerce et de placements à Genève, l'ouver- ture d'une enquête contre M. Hartmann, son principal direc- teur, qui est un ancien de l'UBS, et les principaux membres du Conseil d'administration.
Comme c'est malheureusement une interpellation, nous ne pouvons pas prendre la décision de fermeture par voie parle- mentaire. Je m'attendais à une réponse tout à fait différente du Conseil fédéral. Par conséquent, la seule chose que nous puissions entreprendre aujourd'hui est d'ouvrir un débat sur les agissement de la BCCI, sur l'indifférence à peine compré- hensible de la Commision fédérale des banques et sur la politi-
que que le gouvernement entend appliquer face à des socié- tés financières et à des banques qui visiblement - selon de multiples jugements de Londres, de Luxembourg, de New York et de Paris où les responsables ont déjà été condamnés - abritent les capitaux du crime et utilisent les ins- titutions suisses pour les légaliser. Le recours contre l'entraide judiciaire italienne demandé par les banquiers tessinois est à classer dans le même chapitre.
En conclusion, je me déclare totalement insatisfait par la ré- ponse du Conseil fédéral, car elle est tout à fait incompréhensi- ble. Je demande la discussion des problèmes soulevés dans mon interpellation.
Abstimmung - Vote Für den Antrag auf Diskussion Dagegen
44 Stimmen 48 Stimmen
92.3025
Motion der liberalen Fraktion Kredite zur Ankurbelung der Konjunktur Motion du groupe liberal Crédits conjoncturels
Wortlaut der Motion vom 31. Januar 1992 Der Bundesrat wird beauftragt:
zur Ankurbelung der Konjunktur unverzüglich 100 Millionen Franken aus dem Fonds «Spezialfinanzierung Strassenver- kehr» für den Nationalstrassenbau bereitzustellen;
bei der Zuteilung der Arbeiten darauf zu achten, dass die zu- sätzlichen Kredite in erster Linie den Kantonen gewährt wer- den, die von der Krise im Baugewerbe am meisten betroffen sind;
den Räten die Bewilligung von Nachtragskrediten zum Vor- anschlag 1992 zu beantragen.
Texte de la motion du 31 janvier 1992
Le Conseil fédéral débloquera sans tarder des crédits conjoncturels pour la construction des routes nationales en prélevant à cet effet un montant de 100 millions de francs dans le fonds routier.
Dans la répartition des travaux, il prendra soin que les cré- dits supplémentaires soient accordés en priorité aux cantons les plus touchés par la crise du bâtiment et du génie civil.
Il soumettra aux Chambres une demande de crédits com- plémentaires sur le budget 1992 de la Confédération.
Sprecher - Porte-parole: Narbel
Schriftliche Begründung
Bei der Beratung des Voranschlags 1992 bewilligten die Räte für den Nationalstrassenbau 1,279 Milliarden Franken. Der Bundesrat hatte dafür 1,395 Milliarden Franken eingesetzt. Am 4. September 1990 hat der Ständerat die Motion von Stän- derat Jean Cavadini «Nationalstrassennetz. Fertigstellung im Jahr 2000» angenommen. Am 3. Dezember des gleichen Jah- res hiess der Nationalrat die das gleiche Anliegen vertretende Motion unseres ehemaligen Kollegen Kohler gut. Die Einhal- tung dieser Beschlüsse hätte die Bewilligung eines Kredits von mindestens 1,650 Milliarden Franken für dieses Jahr be- dingt.
In der Zwischenzeit hat sich die Konjunktur, namentlich im Bauwesen, in den Westschweizer Kantonen sehr stark ver- schlechtert. Da das Nationalstrassennetz gerade in den von der Krise am stärksten betroffenen Kantonen noch nicht fertig- gestellt ist, scheint es sinnvoll, das Instrument des National- strassenbaus zu benützen, um die Konjunktur und die Wirt- schaftstätigkeit in diesen Regionen wieder anzukurbeln. Die fi- nanziellen Mittel, die dafür erforderlich sind, stehen im Stras-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation der sozialdemokratischen Fraktion Konkurs von Werner K. Rey und der Spar- und Leihkasse Thun. Verbesserung der Bankenaufsicht Interpellation du groupe socialiste Faillite Werner K. Rey et Caisse d'épargne de Thoune. Amélioration de la surveillance bancaire
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Nationalrat
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Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
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02
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Datum 02.06.1992 - 08:00
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