Droit d'auteur. Loi
1180
N
19 juin 1992
92.036
GPK N/S. Bericht über Inspektionen und Aufsichtseingaben 1991 CDG N/E. Rapport sur les inspections et les requêtes 1991
Bericht der Geschäftsprüfungskommissionen vom 10. April 1992 (BBI III 468) Rapport des Commissions de gestion du 10 avril 1992 (FF III 462) Beschluss des Ständerates vom 12. Juni 1992 Décision du Conseil des Etats du 12 juin 1992
Antrag der Kommission Kenntnisnahme vom Bericht Proposition de la commission Prendre acte du rapport
Angenommen - Adopté
84.064
Urheberrechtsgesetz Droit d'auteur. Loi
Differenzen - Divergences
Siehe Seite 2 hiervor - Voir page 2 ci-devant Beschluss des Ständerates vom 4. Juni 1992 Décision du Conseil des Etats du 4 juin 1992
M. Couchepin, rapporteur: Il restait six divergences avec le Conseil des Etats. Nous vous proposons d'en maintenir qua- tre, qui ne devraient pas provoquer de grandes discussions. Les décisions de la commission ont toutes été prises à l'unani- mité. Nous vous recommandons donc une certaine austérité dans la prise de parole.
A l'article 17, nous proposons la suppression pure et simple de cet article. Il s'agit, ici, d'appliquer simplement le principe de la liberté des contrats, alors que le Conseil des Etats voulait favoriser les producteurs. Il faut ajouter en outre que, si l'on adoptait la solution du Conseil des Etats, on adopterait un texte qui n'est pas très bon du point de vue rédactionnel. A l'ali- néa premier, entre la première et la deuxième phrase, il y a une certaine contradiction.
En vous proposant de maintenir la divergence, c'est-à-dire de supprimer l'article 17, on s'en tient à la situation actuelle, la li- berté des contrats, qui fonctionne bien. Par contre, en adop- tant le texte du Conseil des Etats, on risque d'introduire quel- ques difficultés.
Fischer-Sursee, Berichterstatter: Der Ständerat ist unseren Beschlüssen weitgehend gefolgt. So hat er namentlich der Streichung des Folgerechtes und des Bibliotheksrappens zu- gestimmt, den beiden politischen Aspekten. Es bestehen ins- gesamt noch sechs Differenzen. Im Brennpunkt der Diskus- sion stehen Artikel 17, die Rechte am Kollektivwerk, und Arti- kel 34, die Rechte der ausübenden Künstler. Sie betreffen die Frage des Interessenausgleichs und sind deshalb für die di- rektbetroffenen Kreise, die Kulturschaffenden einerseits und die Produzenten und Nutzer andererseits, von grosser Bedeu- tung. Die anderen Differenzen sind eher untergeordneter Na- tur und teils redaktionell.
Die Anträge der Kommission sehen Sie auf der Fahne. Ich
werde bei einzelnen Artikeln, soweit das nötig ist, noch kurz eine Begründung geben.
Ich beantrage Ihnen im Namen der einstimmigen Kommis- sion, unseren Anträgen zuzustimmen.
Frau Grendelmeier: Die LdU/EVP-Fraktion stimmt den Anträ- gen der Kommission mehrheitlich zu. Wir sind von diesem neuen Urheberrechtsgesetz so wenig begeistert, wie wir es in der ersten Lesung waren, weil wir der Meinung sind, dass man das Problem so, wie es jetzt gelöst wird, eigentlich nicht lösen kann. Wir versuchen immer noch, auf der Basis des Buch- druckes die Urheberrechte zu schützen; das heisst, wir gehen noch immer c avon aus, dass die Produktion eine höchst pro- fessionelle, höchst komplizierte Angelegenheit ist, bei der ganz klar ist, wer Produzent und wer Urheber ist. Das ist ja bei den heutigen Kopiermöglichkeiten auf allen drei Sektoren nicht mehr möglich: Wenn jedes Kind eine Videokopie herstel- len kann, was noch vor wenigen Jahren eine sehr professio- nelle Angelegenheit war, ist der Urheber in diesem Bereich nicht mehr zu schützen. Ich war schon bei der ersten Dis- kussion der Meinung, wir müssten - auf ganz neue Art und Weise - die Urheber, aber auch die Interpreten schützen. Trotzdem sind wir der Meinung, wir sollten dem Urheber- rechtsgesetz zustimmen, weil es immerhin eine Verbesserung bringt, vor allem auch eine Verbesserung für die Interpreten, eine Verbesserung für die Künstler. Ich möchte Sie bitten zuzustimmen.
Präsident: Folgende Fraktionen lassen mitteilen, dass sie den Anträgen der Kommission zustimmen und auf das Wort ver- zichten: FDP, SP, CVP, SVP, Grüne und Liberale.
Art. 17 Antrag der Kommission Streichen Proposition de la commission Biffer
M. Couchepin, rapporteur: Au sujet de l'article 17 sur lequel je viens de m'exprimer, une erreur s'étant glissée dans le tableau synoptique de langue française, nous vous proposons donc de tracer cet article et non pas de maintenir la divergence, et de s'en tenir à la situation actuelle, c'est-à-dire la liberté des contrats et pas de privilèges accordés aux producteurs. Les parties sont suffisamment éclairées pour établir des contrats convenables.
Fischer-Sursee, Berichterstatter: Dieser Artikel regelt die Rechte am Kollektivwerk. Wir hatten im Verlauf der Diskussion verschiedene Versionen. Der Ständerat hat nun versucht, eine Kompromisslösung zu finden. Die vom Ständerat angenom- mene Version geht vom Prinzip der Vertragsfreiheit aus, so in Absatz 1, und sieht subsidiär, wenn nichts vereinbart ist, die Bündelung der Rechte beim Produzenten vor, so in Absatz 2. Mit der vom Ständerat in Absatz 1 neu beschlossenen Version wird das angestrebte Ziel aber nicht erreicht. Falls solche Ver- träge Dritten nicht entgegengehalten werden können, wie das im zweiten Satz von Absatz 1 steht, bedeutet dies, dass sich der Dritte eben gerade nicht an den Produzenten, sondern an den Urheber zu halten hat. Diese Formulierung erreicht somit eigentlich genau das Gegenteil von dem, was man beabsich- tigte. Somit bleibt unseres Erachtens nur die Wahl zwischen Festhalten an unserer Fassung, Uebernahme der Version, wie sie Ständerat Zimmerli ohne Erfolg vorgeschlagen hat, oder Streichung des ganzen Artikels. Festhalten und Streichen ist nach unserer Auffassung etwa ebenbürtig.
Unsere Kommission hat diesen gordischen Knoten kurzer- hand zerschnitten und einstimmig der Streichung den Vorzug gegeben, und zwar aus folgenden Gründen: Streichen ent- spricht der Lösung in Artikel 15 (Werkschaffen im Arbeitsver- hältnis), den wir ebenfalls gestrichen haben. Absatz 1 von Arti- kel 17 enthält übrigens nur allgemeingültiges Vertragsrecht. Mit der Streichung vermeiden wir auch jeglichen Zweifel über die Anwendbarkeit der bisher erarbeiteten Grundsätze zum Urhebervertragsrecht
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Markenschutzgesetz
Bundesrat Koller: Ich bin auch der Meinung - und inzwischen sind sich ja beide Räte darüber einig -, dass vor allem das Prin- zip der Vertragsfreiheit gelten soll. Da andererseits der Natio- nalrat keineswegs bereit war, im Fall, in dem kein Vertrag ab- geschlossen wird, eine Bündelung beim Produzenten vorzu- nehmen, ist es konsequent, wenn Sie jetzt im Differenzbereini- gungsverfahren diesen Artikel einfach streichen. Denn dann gilt Vertragsfreiheit, gilt auch die Vertragszwecktheorie. Was ohnehin gilt, müssen wir im Gesetz nicht noch ausdrücklich festhalten.
Angenommen - Adopté
Art. 25 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
M. Couchepin, rapporteur: Vous avez sans doute remarqué qu'à l'article 25 nous proposons de nous rallier à la solution du Conseil des Etats. Il s'agit d'un problème de détail, soit d'éten- dre au catalogue de foires la possibilité de reproduire des oeu- vres se trouvant à demeure dans une collection.
Angenommen - Adopté
Art. 27 Antrag der Kommission Festhalten Proposition de la commission Maintenir
M. Couchepin, rapporteur: A l'article 27, c'est un problème si- milaire à celui de l'article 17. Nous proposons là aussi d'en rester à la liberté du contrat en traçant purement et simplement cet article qui tendait à donner une exception et un privilège à la SSR. Cette dernière est en mesure d'établir des contrats qui lui donnent le privilège qu'on aurait voulu donner à travers la loi. Il n'y a pas de raison de le faire à travers un texte légal.
Fischer-Sursee, Berichterstatter: Es handelt sich bei Arti- kel 27 um einen reinen SRG-Artikel. Wir haben ihn bei der er- sten Lesung gestrichen, mit der Begründung, die Schutzaus- nahme sei nicht gerechtfertigt. Der Ständerat hat aber auf- grund einer Eingabe der SRG einstimmig beschlossen, an die- ser Schutzausnahme festzuhalten. Wir sind gegenteiliger Mei- nung und halten an der Streichung fest.
Angenommen - Adopté
Art. 34 Abs. 2 Bst. b, e Antrag der Kommission Festhalten
Art. 34 al. 2 let. b, e Proposition de la commission Maintenir
M. Couchepin, rapporteur: Ici il s'agit de quelque chose de plus important, qui va dans le sens des préoccupations de Mme Grendelmeier. En vous proposant de maintenir la diver- gence, nous voulons mettre sur un pied d'égalité les interprè- tes et les auteurs. C'est une des préoccupations de cette loi et de notre commission de tenir compte de la situation particu- lière qui n'était pas bonne du point de la protection des inter- prètes et des redevances. La solution du Conseil des Etats n'irait pas dans le sens de l'amélioration des droits des inter- prètes, la nôtre est meilleure. Si l'on devait maintenir la propo- sition du Conseil des Etats, d'autres problèmes se poseraient. En effet, d'autres articles, en contradiction avec cette proposi- tion, devraient être modifiés. Vous avez donc une double rai- son de nous approuver.
Fischer-Sursee, Berichterstatter: Es geht bei Artikel 34 um die Frage, ob die Interpreten, also die ausübenden Künstler, im Bereiche der elektronischen Medien im gleichen Umfang ge- schützt sein sollen wie die Urheber.
Der Nationalrat hat diese Frage bejaht und das Weitersen- dungsrecht sowie das Recht zum öffentlichen Empfang von Sendungen in Artikel 34 aufgenommen. Entgegen dem An- trag seiner Kommission stimmte dann der Ständerat knapp dem Antrag Küchler auf Beibehaltung der Version des Bun- desrates zu. Er stellt sich damit gegen eine Gleichstellung des Interpreten mit dem Urheber.
Die Argumentation des Ständerates war, die vom Nationalrat beschlossene Verbesserung des Interpretenschutzes hätte zur Folge, dass die Abonnenten von Kabelnetzen in Zukunft tiefer in die Tasche greifen müssten. Das ist zutreffend. Daher wollte der Ständerat den Konsumenten, vor allem im Bereich des Kabelfernsehens, vor zusätzlichen Vergütungen verscho- nen. Dieses Ziel wird aber nur ungenügend erreicht, da die Sendeanstalten diese Vergütungsansprüche auch in der jetzi- gen Fassung des Ständerates haben. Die zusätzliche Bela- stung der Kabelnetzbetreiber durch die verwandten Schutz- rechte resultiert nicht allein aus den Interpretenrechten, son- dern auch aus dem Weitersendungsrecht der Sendeunter- nehmen.
Der Nationalrat hatte sich dafür entschieden, die Interpreten grundsätzlich den Urhebern gleichzustellen. Daran hält un- sere Kommission fest, insbesondere auch deshalb, weil bei der Fassung des Ständerates noch andere Artikel angepasst werden müssen.
Angenommen - Adopté
Art. 38 Abs. 2; Art. 56 Abs. 2, 3 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Art. 38 al. 2; art. 56 al. 2, 3 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats Angenommen - Adopté
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
90.075
Markenschutzgesetz Protection des marques. Loi
Differenzen - Divergences
Siehe Seite 395 hiervor - Voir page 395 ci-devant Beschluss des Ständerates vom 4. Juni 1992 Décision du Conseil des Etats du 4 juin 1992
M. Ducret, rapporteur: Lors de nos débats du 10 mars der- nier, notre Conseil avait adopté un projet comportant une quinzaine de divergences par rapport à la version du Conseil des Etats, qui était le conseil prioritaire. Au début de la pré- sente session, seules trois divergences subsistaient après la seconde lecture de ce projet par la Chambre des cantons. Deux de celles-ci, aux articles premier et 55, se rapportent à une question de terminologie, d'une part, et à une précision qui n'est assurément pas fondamentale et qui ne saurait re- mettre en cause les principes qui sous-tendent cette loi, d'au- tre part
Dès lors, votre commission vous propose, à l'unanimité, de re- noncer au correctif qui avait été apporté dans la première ver-
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Urheberrechtsgesetz
Droit d'auteur. Loi
In
Dans
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
In
Jahr
1992
Année
Anno
Band
III
Volume
Volume
Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 84.064
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
19.06.1992 - 08:00
Date
Data
Seite
1180-1181
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Ref. No
20 021 267
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