N
1201
Motion Zisyadis
presse, etc.). Ailleurs, pareil effort est amorcé et devra être dé- veloppé.
La loi fédérale sur les subsides de formation est en cours de révision. Le Conseil fédéral est disposé à étudier dans ce contexte les moyens de parvenir au but visé par la motion. Quant à savoir s'il y a lieu de faire de l'information une obliga- tion légale des cantons ou s'il convient de choisir d'autres moyens pour y parvenir, la question reste à étudier. Aussi, le Conseil fédéral est-il disposé à accepter l'intervention sous la forme de postulat.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Le Conseil fédéral propose de transformer la motion en pos- tulat.
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
92.3066
Motion Keller Rudolf Für eine schweizerische Bevölkerungspolitik unter Berücksichtigung der weltweiten Wanderungsbewegungen Définition d'une nouvelle politique démographique
Wortlaut der Motion vom 4. März 1992
In Anbetracht der bevölkerungspolitischen Entwicklung wird der Bundesrat beauftragt, ein Gesetz für eine schweizerische Bevölkerungspolitik, unter Berücksichtigung der weltweiten Wanderungsbewegungen, zu erarbeiten, das auf die Endlich- keit des unserem Lande zur Verfügung stehenden Lebensrau- mes Rücksicht nimmt
Texte de la motion du 4 mars 1992
Au vu de l'évolution démographique, le Conseil fédéral est chargé d'élaborer un projet de loi définissant une politique dé- mographique suisse, qui tienne compte des mouvements de population qui se dessinent dans le monde, et qui prenne en considération le fini de l'espace vital dont nous disposons dans notre pays.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bischof, Borradori, Maspoli, Ruf, Stalder, Steffen (6)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 6. Mai 1992 Rapport écrit du Conseil fédéral du 6 mai 1992
Der Bundesrat hat in jüngster Vergangenheit stets die Bedeu- tung einer umfassenden und kohärenten Politik zur Bewälti- gung der Migrationsphänomene unterstrichen. Dies ist auch Gegenstand seiner Legislaturziele. Aus diesem Grund hat er in seinem von den eidgenössischen Räten in der Sommer- und Herbstsession 1991 zur Kenntnis genommenen Bericht zur Ausländer- und Flüchtlingspolitik unter anderem die Schaffung neuer Koordinationsorgane in Aussicht gestellt und sich am 6. November 1991 zur Entgegennahme des Postula- tes Seiler vom 6. Juni 1991 (Koordinationsstelle für Ausländer- politik; 91.3158) bereit erklärt. Die im Bericht zur Ausländer- und Flüchtlingspolitik dargelegten übergeordneten staatspoli- tischen Leitlinien werden sinngemäss auch für eine schweize- rische Wanderungspolitik Gültigkeit haben.
Die politischen und wirtschaftlichen Umwälzungen in Osteu- ropa, das Wohlstandsgefälle zwischen Industrie- und Entwick- lungsländern auf der Nord-Süd-Achse und nicht zuletzt ein all- fälliger Beitritt der Schweiz zum EWR oder zur EG werden eine schweizerische Wanderungspolitik massgeblich beeinflus- sen. Ob sich diese Politik auf gesetzestechnischer Ebene am besten mit der Revision des bestehenden Ausländer- und Asylrechts, in Form eines neuen Migrationsgesetzes oder in Form eines Gesetzes für eine schweizerische Bevölkerungs- politik umsetzen lässt, kann ohne eingehende Prüfung nicht beurteilt werden.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral
Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzuwan- deln.
Präsident: Der Vorstoss wird von Frau Fankhauser bekämpft. Die Diskussion wird verschoben.
Verschoben - Renvoyé
92.3067
Motion Zisyadis Aufteilung der elterlichen Gewalt bei geschiedenen Eltern Partage de l'autorité parentale entre parents divorces
Wortlaut der Motion vom 4. März 1992
Das schweizerische Recht kennt die Teilung der elterlichen Gewalt im Scheidungsfall nicht. Seit der Verabschiedung des Grundsatzes der Rechtsgleichheit zwischen Mann und Frau sind keine Anpassungen erwogen worden. Zweifellos wirken die steigende Zahl geschiedener Paare und die veränderten Lebensgewohnheiten ganz allgemein zugunsten neuartiger Vereinbarungen zwischen den Elternteilen, im Sinne einer Auf- teilung der elterlichen Gewalt und des Sorgerechts und einer neuen Regelung des Besuchsrechts. In den Gesetzen zahlrei- cher europäischer Staaten ist diese Möglichkeit bereits ver- ankert.
Ich ersuche den Bundesrat, durch eine Gesetzesänderung die Möglichkeit zu schaffen, dass geschiedene Paare die elterli- che Gewalt teilen und ihre Kinder weiterhin gemeinsam erzie- hen können.
Texte de la motion du 4 mars 1992
Le droit suisse ignore le partage de l'autorité parentale en cas de divorce. Depuis l'adoption du principe de l'égalité des droits entre hommes et femmes, aucune adaptation n'a été envisagée. Il est de plus incontestable que l'augmentation du nombre des couples divorcés, l'évolution des moeurs en gé- néral, agit en faveur de nouveaux accords entre parents dans le sens d'un partage de l'autorité, de la garde, et du droit de vi- site. Sur le plan européen, de nombreux pays reconnaissent cette possibilité dans leur législation.
Je demande au Conseil fédéral d'engager une refonte de la loi, afin de permettre aux parents divorcés de continuer à assu- mer ensemble l'éducation de leurs enfants, par le biais de la possibilité de l'autorité parentale partagée.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Carobbio, Spielmann, Zieg- ler Jean (3)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite.
N
19 juin 1992
1202
Motion Giezendanner
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 29. April 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 29 avril 1992 Le Conseil fédéral est prêt à accepter la motion.
Ueberwiesen - Transmis
92.3121 Motion Giezendanner Schwerverkehrsabgabe auf Treibstoff Surtaxe sur le diesel en guise de redevance sur les poids lourds
Wortlaut der Motion vom 19. März 1992
Der Bundesrat wird eingeladen, den eidgenössischen Räten eine Vorlage samt Botschaft zu unterbreiten, welche die Schwerverkehrsabgabe in Form eines Zuschlages auf dem Treibstoff vorsieht.
Texte de la motion du 19 mars 1992
Le Conseil fédéral est invité à présenter aux Chambres un pro- jet, accompagné d'un message, qui prévoit la création d'une redevance sur les poids lourds sous la forme d'une surtaxe sur le diesel.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Aubry, Bezzola, Binder, Bircher Peter, Bircher Silvio, Bischof, Blocher, Bonny, Borer Roland, Borradori, Bortoluzzi, Bührer Gerold, Bürgi, Caspar, Cincera, Columberg, Daepp, Dettling, Dreher, Dünki, Engler, Fehr, Fischer-Hägglingen, Frey Walter, Früh, Giger, Heberlein, Hegetschweiler, Jaeger, Jäggi Paul, Jenni Peter, Keller Anton, Keller Rudolf, Kern, Loeb François, Luder, Mae- der, Maspoli, Mauch Rolf, Maurer, Meier Samuel, Miesch, Mo- ser, Mühlemann, Müller, Neuenschwander, Oehler, Reimann Maximilian, Ruf, Rychen, Scheidegger, Scherrer Jürg, Scher- rer Werner, Schmidhalter, Schmied Walter, Schnider, Schwab, Seiler Hanspeter, Sieber, Spoerry, Stalder, Stamm Luzi, Stef- fen, Steinegger, Steinemann, Tschuppert Karl, Vetterli, Weder Hansjürg, Wittenwiler, Zölch, Zwygart (72)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Eine Erhebung der Schwerverkehrsabgabe in Form eines Treibstoffzuschlags ist:
umweltschonend, da in Zukunft der Anreiz für den Kauf moderner Motoren mit geringem Dieselverbrauch geschaffen würde;
umweltschonend, weil die Unternehmer Leerfahrten elimi- nieren würden (denn wer viel fährt, bezahlt viel!);
umweltschonend, weil Unternehmer, die im kombinierten Verkehr ihre Container verladen, für die Trägerfahrzeuge nicht mit einer Pauschalsteuer bestraft würden (sie fahren kürzere Distanzen);
umweltschonend, weil viele Kleinlastwagen (3,5 Tonnen) von der Strasse verschwinden würden (heute bezahlt man für die 3,5 Tonner keine Schwerverkehrsabgabe):
gerechter, weil Anhänger nicht mehr besteuert würden (vor allem für Bauunternehmer, die oft Spezialanhänger nur einmal pro Woche benutzen);
einfacher zu erheben, weil keine Rechnungen (auch Mah- nungen) durch die Strassenverkehrsämter versandt werden müssten;
effizienter, weil der administrative Aufwand grösstenteils wegfallen würde. Mehr finanzielle Mittel könnten genutzt werden.
Dieses Modell bringt keinen Rappen weniger Ertrag in die Kasse, weil der Bundesrat die Höhe des Zuschlags wie folgt berechnen kann:
Der Betrag, der heute in der ganzen Schweiz eingenommen wird, ist dem Dieselverbrauch pro Jahr gegenüberzustellen, daraus resultiert der Dieselpreiszuschlag.
Die Retorsionen aus dem Ausland könnten beigelegt werden. (Bekanntlich zahlt der Schweizer Transportunternehmer z. B. in Deutschland eine tägliche Strafsteuer für LKW.)
Die aufwendige Bearbeitung der Rückerstattung der pauscha- len Schwerverkehrssteuer von Fahrzeugen, die im internatio- nalen Verkehr tätig sind, würde wegfallen.
Wie in anderen Ländern könnte eine Maximalmenge von Treibstoff im Tank von Nutzfahrzeugen am Grenzübertritt vor- geschrieben werden.
In einem Verfassungsartikel kann dem Bundesrat die Kompe- tenz erteilt werden, dass er das Erhebungssystem europaver- träglich anpasst, wenn in den EG-Staaten auch eine Schwer- verkehrsabgabe eingeführt wird.
Viele ältere Lastwagen, deren Motoren einen schlechten Wir- kungsgrad aufweisen, würden durch neue, moderne und sau- bere Fahrzeuge ersetzt.
Das Verursacherprinzip kommt mit einem leistungsabhängi- gen Zuschlag auf den Dieselpreis voll zum Tragen.
Landwirte können auch bei diesem Modell der Erhebung der Schwerverkehrssteuer mittels Gesuch um Rückerstattung von der Schwerverkehrssteuer befreit werden.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 13. Mai 1992 Rapport écrit du Conseil fédéral du 13 mai 1992
Der Bundesrat hat am 27. Januar 1992 die Botschaft über die Verlängerung und Neugestaltung der Strassenbenützungsab- gaben (Schwerverkehrsabgabe und Nationalstrassenab- gabe) (BBI 1992 Il 729) verabschiedet. Darin schlägt er u. a. die provisorische Weiterführung der bisherigen Schwerver- kehrsabgabe mit einigen Anpassungen (insbesondere Zweckbindung) vor. Die pauschale Abgabe soll baldmög- lichst durch eine leistungsabhängige abgelöst werden, wel- che eng mit ähnlichen Bestrebungen in der EG zu koordinie- ren wäre. Besonderes Augenmerk müsste dabei auf ein pra- xisfreundliches System zur Erfassung der Fahrleistung gelegt werden.
3.1 Der Bundesrat anerkennt durchaus gewisse Vorteile einer Treibstoffvariante. So ist tatsächlich anzunehmen, dass jede dauerhafte Erhöhung der Säulenpreise tendenziell zu sparsa- merem Umgang mit dem Treibstoff führt. Der entscheidende Nachteil jedoch ist, dass die Abgabe nur von jenen bezahlt wird, welche in der Schweiz tanken. Bereits heute ist die fiskali- sche Belastung des Dieseltreibstoffs in der Schweiz um fünf bis elf Rappen pro Liter höher als in den Nachbarländern, mit Ausnahme von Italien, wo der Literpreis etwa 25 Rappen über jenem in der Schweiz liegt Die Harmonisierungsbestrebun- gen der EG bezüglich der Treibstoffbelastung lassen vermu- ten, dass das Niveau auch in Zukunft unter dem schweizeri- schen liegen wird, wobei Italien seine Belastung wird senken
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Motion Zisyadis Aufteilung der elterlichen Gewalt bei geschiedenen Eltern Motion Zisyadis Partage de l'autorité parentale entre parents divorces
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Dans
In
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Jahr
1992
Année
Anno
Band
III
Volume
Volume
Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.3067
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 19.06.1992 - 08:00
Date
Data
Seite
1201-1202
Page
Pagina
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20 021 277
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