N 19 juin 1992
1220
Interpellation Seiler Hanspeter
Texte du postulat du 20 mars 1992
La diffusion des nouvelles techniques énergétiques est un des objectifs principaux de la politique dans le domaine de l'éner- gie, et en particulier du programme Energie 2000 et du projet DIANE (Dissémination intensive des applications des nouvel- les énergies).
Les problèmes ne manquent pas, et notamment celui du prix élevé des énergies produites au moyen de technologies nova- trices.
L'Académie suisse des sciences techniques (ASST) se pro- pose de contribuer au programme Energie 2000 en s'atta- quant précisément à ce problème.
Elle a l'intention d'organiser un concours «Energies renouve- lables» qui s'adresserait aux industries et aux organismes de droit public et privé, et qui serait doté d'un prix substantiel, de l'ordre d'un demi million de francs.
Or en raison de la précarité de sa situation financière, l'ASST n'est pas en mesure de financer le concours avec ses seules ressources.
Par le présent postulat, je prie le Conseil fédéral de soutenir fi- nancièrement ce concours, en puisant dans les fonds alloués au programme Energie 2000.
Mitunterzeichner - Cofirmatari - Cosignataires: Cotti, Darbel- lay, Deiss, Ducret, Epiney, Fischer-Seengen, Gobet, Maitre, Theubet, Tschopp (10)
Schriftliche Begründung - Motivazione scritta - Développement par écrit L'autore rinuncia alla motivazione e desidera una risposta scritta.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 6. Mai 1992 Risposta scritta del Consiglio federale del 6 maggio 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 6 mai 1992 Il Consiglio federale accetta il postulato.
Ueberwiesen - Transmis
92.3123 Postulat Bürgi Für ein transparentes Wahlrecht Pour une meilleure transparence électorale
Wortlaut des Postulates vom 19. März 1992 Der Bundesrat wird eingeladen, Artikel 31 des Bundesgeset- zes über die politischen Rechte dahingehend zu ändern, dass bei Wahlen parteiübergreifende Listenverbindungen bzw. Un- ter-Unter-Listenverbindungen ausgeschlossen werden.
Texte du postulat du 19 mars 1992 Le Conseil fédéral est invité à modifier l'article 31 de la loi fédé- rale sur les droits politiques de façon à exclure, lors des élec- tions, les apparentements et sous-sous-apparentements de listes dépassant le cadre des partis.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Allenspach, Aregger, Blat- ter, Bühler Simeon, Columberg, David, Deiss, Dormann, Epi- ney, Jäggi Paul, Kühne, Leu Josef, Oehler, Raggenbass, Ruckstuhl, Rutishauser, Schnider, Spoerry, Stucky (19)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Neueste Untersuchungen haben gezeigt, dass bei der Wahr- nehmung der politischen Rechte durch die Bürgerinnen und Bürger Sachabstimmungen gegenüber Wahlen an Zuspruch und Interesse gewinnen. Ein Grund liegt darin, dass die Bür- gerinnen und Bürger bei Sachabstimmungen in aller Regel über die Tragweite ihrer Entscheide informiert sind. Dies ist bei Wahlen nach dem heutigen Recht nicht immer der Fall. Die rein wahltaktische und extensive Ausnützung der Möglichkeit, zwischen politisch unterschiedlichen Gruppierungen Listen- verbindungen und gar Unter-Unter-Listenverbindungen ein- zugehen, führt dazu, dass viele Bürgerinnen und Bürger nicht mehr abschätzen können, was mit ihrer Wahl geschieht. Die fehlende Transparenz fördert die Wahlabstinenz und unter- gräbt letztlich das Vertrauen in die Parteien und politischen In- stitutionen. Es kann aber nicht Sinn eines an und für sich be- grüssenswerten minderheitsfreundlichen Wahlsystems sein, Verwirrung zu stiften.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 1. Juni 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 1er juin 1992
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Präsident: Der Vorstoss wird von Herrn Thür bekämpft. Die Diskussion wird verschoben.
Verschoben - Renvoyé
92.3092
Interpellation Seiler Hanspeter Unterstützung der Schweiz beim wirtschaftlichen (Wieder-)Aufbau im Baltikum Soutien de la Suisse à la reconstruction économique dans les Pays baltes
Wortlaut der Interpellation vom 12. März 1992
Die wirtschaftliche Entwicklung in vielen Staaten des osteuro- päischen Raums nimmt ein besorgniserregendes Ausmass an. Die private, öffentliche und internationale Hilfeleistung an Staaten der ehemaligen Sowjetunion konzentriert sich auf ei- nige GUS-Länder. Die drei Kleinstaaten im Baltikum scheinen dabei etwas in Vergessenheit zu geraten, obschon die wirt- schaftlichen Probleme hier ebenso gross sind. Ich bitte den Bundesrat deshalb um Stellungnahme zu folgenden Fragen: 1. Wie beurteilt der Bundesrat die historisch und staatspoli- tisch begründbare Verpflichtung der Schweiz, gerade diesen drei Kleinstaaten Litauen, Lettland und Estland besondere Unterstützung beim wirtschaftlichen (Wieder-)Aufbau zu ge- währen?
Ist der Bundesrat bereit, Ausnahmen von Artikel 13 BVO (SR 823.21 Verordnung über die Begrenzung der Zahl der Auslän- der) zu gewähren, um jungen Berufsleuten und Studenten aus diesen Staaten eine Weiterbildung und ein Kennenlernen marktwirtschaftlicher Mechanismen zu ermöglichen?
Ist der Bundesrat bereit, solche Projekte finanziell zu unter- stützen und damit Teile der bewilligten Osteuropa-Kredite effi- zient und wirtschaftshilfewirksam einzusetzen?
Welche anderen Unterstützungsmassnahmen gedenkt der Bundesrat im Falle dieser drei Staaten zu treffen?
Wann und unter welchen Voraussetzungen könnte die Vi- sumpflicht für Bürgerinnen und Bürger dieser drei Kleinstaa- ten aufgehoben werden?
Interpellation Cavadini Adriano
1221
Texte de l'interpellation du 12 mars 1992
Le développement économique de nombreux Etats d'Europe de l'Est prend des proportions inquiétantes. L'aide privée, pu- blique et internationale apportée aux Etats de l'ex-Union sovié- tique se concentre avant tout sur quelques pays de la CEI alors que les Pays Baltes, dont les problèmes économiques ne sont pas moins graves, semblent être tombés dans l'oubli. Je de- mande donc au Conseil fédéral de répondre aux questions suivantes:
Comment apprécie-t-il le devoir historiquement et politique- ment fondé de la Suisse d'apporter une aide particulière au développement (reconstruction) économique de l'Estonie, de la Lettonie et de la Lituanie?
Est-il disposé à déroger à l'article 13 de l'ordonnance limi- tant le nombre des étrangers (RS 823.21 OLE) en faveur de jeunes de ces pays, en cours d'études ou d'emploi, pour qu'ils puissent se perfectionner et étudier les mécanismes de l'éco- nomie de marché?
Est-il prêt à soutenir financièrement ces projets et à affecter ainsi de manière utile et efficace une partie des crédits ouverts en faveur de l'Europe de l'Est?
Quelles autres mesures de soutien le Conseil fédéral pense-t-il prendre en faveur de ces trois Etats?
Quand et à quelles conditions serait-il possible de suppri- mer le visa obligatoire pour les citoyennes et les citoyens de ces pays?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Aubry, Dünki, Fehr, Fi- scher-Hägglingen, Hari, Neuenschwander, Rychen, Schwab, Sieber, Stucky, Zölch, Zwygart (12)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 13. Mai 1992 Rapport écrit du Conseil fédéral du 13 mai 1992
Im Baltikum existieren Voraussetzungen und Rahmenbe- dingungen, die die Schweiz angesichts der Notwendigkeit ei- ner möglichst rasch wirksamen und differenzierten Aufbau- hilfe besonders ansprechen. Dazu zählt insbesondere die Er- fahrung eines rohstoffabhängigen Kleinstaats, dem die für die Wirtschaft eines Landes entscheidenden Produktionsfaktoren nur begrenzt zur Verfügung stehen. Darüber hinaus bestehen einige für Kleinstaaten spezifische Probleme beim Aufbau der für die Wirtschaft, das politische Leben und das Sozialwesen notwendigen Infrastruktur, bei deren Lösung die Schweiz wirk- same Hilfe leisten kann.
Bis Ende Oktober 1991 waren im Rahmen von Artikel 13 BVO (Verordnung über die Begrenzung der Zahl der Auslän- der) bereits Aus- und Weiterbildungsaufenthalte für jüngere Personen aus Mittel- und Osteuropa möglich. Die Zulassung erfolgte unter bestimmten Voraussetzungen ausserhalb der zahlenmässigen Begrenzungsmassnahmen für die Dauer von maximal vier Monaten.
Mit der revidierten BVO hat der Bundesrat ab 1. November 1991 zusätzlich die Möglichkeit geschaffen, solche Aufent- halte im Rahmen von Artikel 20 und 21 BVO auf 18 Monate auszudehnen. Verbunden mit diesem Schritt war eine Erhö- hung der Kontingente für Kurzaufenthalter bei Bund und Kan- tonen. Zu den begünstigten Staaten gehören auch Estland, Lettland und Litauen.
Der zu erwartenden Entwicklung in Mittel- und Osteuropa soll auch bei der diesjährigen Verordnungsrevision, insbesondere durch eine weitere Erhöhung der Kurzaufenthalterkontingente, Rechnung getragen werden. Die Aufenthalte von Angehörigen aus Mittel- und Osteuropa werden sich auch weiterhin im Rah- men von schweizerischen Hilfs- und Entwicklungsprojekten über die technische, wissenschaftliche oder wirtschaftliche Zu- sammenarbeit bewegen. Hauptzweck ist die Ausbildung von «Ausbildnern», wobei das untere und mittlere Kader im Vorder- grund steht. Die gewonnenen Kenntnisse sollen nach der Rückkehr in die Heimatländer weitergegeben werden.
Die bisherigen Erfahrungen lassen darauf schliessen, dass diese Bedürfnisse befriedigend abgedeckt werden können.
Darüber hinaus ist geplant, auch aus den Mitteln des zweiten Rahmenkredites Projekte der Technischen Zusammenarbeit in den baltischen Staaten zu realisieren. Neben der schweize- rischen Unterstützung beim Aufbau des lettischen Aussenmi- nisteriums und der Ausbildung baltischer Diplomaten im Rah- men eines Spezialprogramms am «Institut Universitaire de hautes études internationales» (IUHEI) werden auch grössere Mittel zur Förderung der Umstrukturierung des Finanz- und Bankensystems zur Verfügung gestellt werden. Ein den westli- chen Massstäben entsprechendes Finanz- und Bankensy- stem ist als Voraussetzung für den raschen Aufbau eines marktwirtschaftlichen Systems anzusehen.
Der Bundesrat prüft zurzeit, ob im Rahmen der Nachbar- schaftshilfe, so wie sie der zweite Rahmenkredit für Osteuropa vorsieht, den baltischen Staaten geholfen werden kann. Die- ses neue Instrument wurde bekanntlich geschaffen, um gra- vierende soziale Härten der Reformprogramme abzufedern. Auf diese Weise könnten beispielsweise dringend benötigte Medikamentenlieferungen finanziert werden.
Aus migrationspolitischen Gründen kommt eine Visumbe- freiung vorläufig nicht in Betracht. Der Bundesrat ist bereit, ge- genüber Staatsangehörigen von Estland, Lettland und Litauen die Visumpflicht aufzuheben unter der Voraussetzung, dass diese Staaten Gegenrecht gewähren und die Nachbarstaaten der Schweiz einen solchen Schritt ebenfalls ins Auge fassen. Visumpolitik und -praxis sind zurzeit Gegenstand von Beratun- gen zwischen den west- und osteuropäischen Staaten im Rah- men des Europarats, an denen auch die baltischen Republi- ken teilnehmen. Die Aufrechterhaltung der Visumpflicht bildet kein Hindernis für die Knüpfung und Vertiefung menschlicher und wirtschaftlicher Beziehungen zwischen der Schweiz und diesen drei Staaten.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- tes befriedigt
91.3389
Interpellation Cavadini Adriano Gewässerschutz am Luganer- und Langensee. Aufforderung an Italien
Interpellanza Cavadini Adriano
Depurazione dei laghi Ceresio e Maggiore.
Sollecitare l'Italia ad agire
Interpellation Cavadini Adriano Epuration du lac de Lugano et du lac Majeur. Intervention auprès du Gouvernement italien
Wortlaut der Interpellation vom 3. Dezember 1991 Am 19. Juni 1989 habe ich in der Fragestunde den Bundesrat darauf hingewiesen, dass auf italienischer Seite die Arbeiten an den Kläranlagen für den Luganer- und den Langensee ge-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Seiler Hanspeter Unterstützung der Schweiz beim wirtschaftlichen (Wieder- )Aufbau im Baltikum
Interpellation Seiler Hanspeter Soutien de la Suisse à la reconstruction économique dans les Pays baltes
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
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1992
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Band
III
Volume
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Session
Sommersession
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Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.3092
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Numero dell'oggetto
Datum 19.06.1992 - 08:00
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20 021 305
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