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Initiative parlementaire. Agriculture
de vulgarisation qui ne sont pas réellement bien réglés pour l'instant. J'estime que c'est mettre la charrue avant les boeufs et qu'à cet égard la formule potestative, tout particulièrement à l'alinéa 4, est vraiment celle qui laisse au Conseil fédéral les mains libres pour ses négociations avec les cantons et qui lui donne une marge de manoeuvre bienvenue pour le traitement de la question.
Seul de mon opinion, Madame la Présidente, mais avec cou- rage et opiniâtreté, je vous suggère d'en rester à la formule du Conseil fédéral créant chez les représentants cantonaux un enthousiasme que je vois frémir à distance.
Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission Für den Antrag des Bundesrates
19 Stimmen
1 Stimme
Art. 11a, 12, 12a, 12b, 13, 14 Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Art. 11a, 12, 12a, 12b, 13, 14 Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Art. 15 Antrag der Kommission Abs. 1 Einleitung, Bst. a-d Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Abs. 1 Bst. e Streichen Abs. 2 Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Abs. 3 ... Kosten aus für: a1. die Berufsbildungsforschung;
Abs. 4 Der Bund richtet Beiträge von höchstens 37 Prozent .... Abs. 5 Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Art. 15 Proposition de la commission Al. 1 introduction, let. a-d Adhérer au projet du Conseil fédéral Al. 1 let. e Biffer Al. 2
Adhérer au projet du Conseil fédéral AI. 3 .... concernant: a1. La recherche sur la formation professionnelle; ... Al. 4 .... 37 pour cent Al. 5 Adhérer au projet du Conseil fédéral
Jagmetti, Berichterstatter: Wir haben hier zwei Aenderungen mit einem Ziel vorgenommen: Wir möchten die Berufsbil- dungsforschung in Artikel 15 Absatz 1 Litera e streichen, wo der Beitragssatz auf 50 Prozent festgesetzt ist, und beantra- gen Ihnen, sie in Absatz 3 aufzunehmen, wo Beiträge bis zu 100 Prozent ausgerichtet werden können. Das Ganze geht also um die Berufsbildungsforschung. Wieviel soll der Bund leisten? Soll er Beiträge von höchstens 50 Prozent oder solche bis zu 100 Prozent der Kosten leisten?
Die Kommission gelangte zur Auffassung, dass die Berufsbil- dungsforschung gleichsam als etwas Uebergeordnetes, Ge- samthaftes, als etwas Nationales zu betrachten sei, das dem- gemäss auch nicht in erster Linie in die dezentralisierte Verant- wortung zu geben sei. Sie soll zwar dezentralisiert durchge- führt, aber unter einem Dach zusammengefasst werden. Des-
halb diese Idee der vollen Finanzierung der Berufsbildungsfor- schung durch den Bund als eines besonderen Zweiges zur Vertiefung der Untersuchungen auf diesem Gebiete. Ich habe mich zu Absatz 4 noch nicht geäussert. Sie haben gesehen, dass wir hier von 35 auf 37 Prozent erhöht haben, in der Meinung, dass wir damit eine kleine Geste machen.
Ich möchte Sie bitten, der Kommission zu folgen.
Angenommen - Adopté
Art. 15a, 15b-15d Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Art. 112a Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Jagmetti Berichterstatter: In Artikel 112a ist der Schutz des Berufstitels analog zu andern Regelungen in diesen Berei- chen festgehalten. Wir empfehlen Ihnen Zustimmung.
Angenommen - Adopté
Ziff. II Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf des Bundesrates
Ch. Il Proposition de la commission Adhérer au projet du Conseil fédéral
Angenommen - Adopté
Präsidentin: Das Geschäft wird gemäss unserem Beschluss zur weiteren Beratung von Artikel 8a bis an die Kommission zurückgewiesen. Wir stellen aus diesem Grunde die Gesamtabstimmung und auch die beantragten Abschreibungen zurück.
92.416
Parlamentarische Initiative (Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerates) Solidaritätsbeiträge in der Landwirtschaft Initiative parlementaire (Commission de l'économie et des redevances du Conseil des Etats) Contributions de solidarité dans l'agriculture
Wortlaut der Initiative vom 27. Mai 1992 Die Bundesversammlung der Schweizerischen Eidgenossen- schaft,
gestützt auf Artikel 31bis der Bundesverfassung, nach Einsicht in den Bericht der Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerates vom 27. Mai 1992 und in die Stellungnahme des Bundesrates vom .... beschliesst:
S
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Parlamentarische Initiative. Landwirtschaft
Ziff. I
Das Landwirtschaftsgesetz vom 3. Oktober 1951 (SR 910.1) wird wie folgt geändert: Art. 25bis
Abs. 1
Erheben landwirtschaftliche Branchenorganisationen bei ih- ren Mitgliedern Beiträge für die Finanzierung von Selbsthilfe- massnahmen, so kann der Bundesrat die nicht erfassten Pro- duzenten zur Leistung von Solidaritätsbeiträgen verpflichten, wenn:
a. die Selbsthilfemassnahmen allen Produzenten zugute kommen,
b. die Massnahmen in erster Linie dazu dienen, die Produktion an die Absatzmöglichkeiten anzupassen, den naturnahen An- bau sowie den Verkauf und die Qualität der Produkte auch im Interesse der ganzen Landwirtschaft zu förden,
c. mehr als 50 Prozent der Produzenten, die zugleich über mehr als 50 Prozent des Anbaus bzw. der Produktion verfü- gen, der Organisation angeschlossen sind.
Abs. 2
Die Solidaritätsbeiträge bemessen sich nach der Produktion und sind gleich hoch wie die Beiträge für die Finanzierung von Selbsthilfemassnahmen. Sie können progressiv gestaltet sein und dürfen 4 Prozent des mittleren Rohertrages nicht über- steigen.
Abs. 3
Die Solidaritätsbeiträge werden vom Bundesamt für Landwirt- schaft erhoben, sofern der Bundesrat nicht eine andere Stelle damit beauftragt.
Abs. 4
Die Solidaritätsbeiträge stehen den Organisationen zur Fi- nanzierung von Massnahmen gemäss Absatz 1 zur Verfü- gung, wobei bei der Verwendung der Beiträge die Herkunft der Mittel angemessen zu berücksichtigen ist.
Abs. 5
Das Bundesamt für Landwirtschaft oder eine andere vom Bun- desrat gemäss Absatz 3 beauftragte Stelle überwacht die Ver- wendung der Beiträge.
Ziff. II
Referendum und Inkrafttreten
Abs. 1
Dieses Gesetz untersteht dem fakultativen Referendum.
Abs. 2
Der Bundesrat bestimmt das Inkrafttreten.
Texte de l'initiative du 27 mai 1992
L'Assemblée fédérale de la Confédération suisse,
vu l'article 31bis de la constitution;
vu le rapport de la Commission de l'économie et des redevan- ces du Conseil des Etats du 27 mai 1992;
vu l'avis du Conseil fédéral du ....
arrête:
Ch. I
La loi du 3 octobre 1951 sur l'agriculture est modifiée comme il suit:
Art. 25bis Al. 1
Lorsque des organisations agricoles perçoivent auprès de leurs membres des contributions au financement de mesures d'entraide, le Conseil fédéral peut obliger les producteurs non affiliés à verser des contributions de solidarité, à condition que:
a les mesures d'entraide profitent à tous les producteurs;
b. les mesures visent en premier lieu à adapter la production aux possibilités d'écoulement, à favoriser l'application de mé- thodes culturales respectueuses de la nature, ainsi que la vente et la qualité des produits, ceci aussi dans l'intérêt de l'agriculture en général;
c. plus de 50 pour cent des producteurs, disposant également de plus de 50 pour cent des cultures ou de la production, soient affiliés aux organisations agricoles.
Al. 2
Les contributions de solidarité sont calculées selon la produc- tion et leur montant est égal à celui des contributions au finan- cement de mesures d'entraide. Elles peuvent être échelon-
nées dans un sens progressif et ne doivent pas excéder 4 pour cent du rendement brut moyen.
Al. 3
Les contributions de solidarité sont prélevées par l'Office fédé- ral de l'agriculture, pour autant que le Conseil fédéral n'ait pas chargé un autre organisme.
Al. 4
Les organisations agricoles, disposant de contributions de so- lidarité pour financer des mesures d'entraide conformément à l'alinéa premier, les utilisent en tenant compte, dans une me- sure équitable, de leur provenance.
Al. 5
L'Office fédéral de l'agriculture ou un organisme chargé par le Conseil fédéral au sens de l'alinéa 3 surveille l'utilisation des contributions.
Ch. II
Référendum et entrée en vigueur
Al. 1
La présente loi est sujette au référendum facultatif.
Al. 2
Le Conseil fédéral fixe la date de l'entrée en vigueur.
Herr Jagmetti unterbreitet im Namen der Kommission den fol- genden schriftlichen Bericht:
In der Detailberatung der Initiative war allein der erste Absatz Gegenstand der Diskussion. Die Kommission hat sich gefragt, ob die Begrenzung auf 50 Prozent der Produzenten nicht zu restriktiv sei und nicht ein höherer Satz zu bevorzugen wäre. Sie entschied sich schliesslich, bei 50 Prozent zu bleiben, was dem Satz entspricht, der in der Aenderung des Alkoholgeset- zes vom 20. März 1992 enthalten ist.
In der Gesamtabstimmung hat die Kommission diesen Ent- wurf mit 9 zu 1 Stimmen angenommen.
Erwägungen der Kommission
1.1 Erste Phase: Beratung des Antrages Simmen (Art. 25bis LwG)
Die Kommission hat diesen Antrag am 9. März 1992 beraten. Die Antragsstellerin ist der Ansicht, dass für die gesamte Land- wirtschaft Hilfsmassnahmen vorzusehen seien, die denjeni- gen im Obstbau vergleichbar sind. Die Solidaritätsbeiträge könnten namentlich die gemeinsame Werbung fördern, was aus dem Grunde nicht unwichtig ist, weil sich bekanntlich die schweizerische Landwirtschaft in Zukunft den Märkten öffnen muss. Artikel 25bis ist effektiv das Gegenstück zum neuen Arti- kel 24quinquies des Alkoholgesetzes vom 21. Juni 1932.
Mit 5 gegen 3 Stimmen beschloss die Kommission, die Detail- beratung über Artikel 25bis auf eine spätere Sitzung zu ver- schieben. Sie lud den Bundesrat ein, ihr einen Bericht zu un- terbreiten (siehe Abs. 2). Gestützt auf Artikel 21ter Absatz 3 (GVG) machte die Kommission von ihrem Initiativrecht Ge- brauch und beschloss, dem Rat den Antrag Simmen als parla- mentarische Initiative der Kommission zu unterbreiten.
1.2 Zweite Phase: Materielle Prüfung der parlamentarischen Initiative
Die Kommission beriet die Initiative am 16. April 1992 einge- hend. In der Eintretensdebatte wurde hervorgehoben, dass es sich nicht um Zwangsabgaben einzelner Organisationen zu- gunsten einzelner Produkte handelt, sondern um Solidaritäts- beiträge für einen ganzen Bereich unserer Wirtschaft. In eini- gen Nachbarländern, so in Deutschland oder Frankreich, exi- stiert die Möglichkeit, gemeinsame Qualitätsvorschriften zu er- lassen, um im Verkaufssektor konkurrenzfähiger zu werden.
Ein Teil der Kommission zeigte sich sekptisch gegenüber diesen Solidaritätsbeiträgen. Es wurde an das Beispiel der Milchwirtschaft erinnert, wo die Produzenten ihre Milch nur zu vorgeschriebenen Preisen abliefern können und von fe- sten Strukturen abhängig sind. Auf die Frage, wieviele zu- sätzliche Beamte für die Ueberwachung der Verwendung der Beiträge notwendig seien, antwortete der Vertreter der Ver- waltung, dass sich daraus kein zusätzlicher Personalbedarf ergebe.
Die Kommission beschloss mit 5 gegen 1 Stimme Eintreten.
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Initiative parlementaire. Agriculture
Aus rechtstechnischen Gründen schlug der Bundesrat vor, im gleichen Zuge auch Artikel 24quinquies des Alkoholgesetzes vom 21. Juni 1932 zu ändern und einen neuen Artikel 11bis des Bundesgesetzes vom 20. März 1959 über die Brotgetrei- deversorgung des Landes auszuarbeiten, um Kartoffeln und Brotgetreide ebenfalls einzubeziehen.
Die Kommission beschloss, die artikelweise Beratung auf den Antrag Simmen zu beschränken, wobei präzisiert wurde, dass Artikel 25bis alle Bereiche der Landwirtschaft abdecken soll.
Der Bundesrat empfiehlt Ihnen, dem Antrag Simmen zuzu- stimmen. Der von beiden Räten angenommenen Motion der Kommission für Gesundheit und Umwelt des Nationalrates würde damit Rechnung getragen.
Rechtsetzungstechnisch gibt der Bundesrat einer separaten Regelung im Getreidegesetz (für Brotgetreide) und im Alko- holgesetz (für Kartoffeln) den Vorzug. Die beabsichtigte Aen- derung könnte mittels Ergänzung einer Ziffer II (Aenderung anderer Bundesgesetze) im Landwirtschaftsgesetz erreicht werden.
Der Bericht behandelt die Vorgeschichte, die Zielrichtung und das Verhältnis des Voschlages zum internationalen Recht so- wie zur soeben vom Ständerat als Zweitrat verabschiedeten Aenderung des Alkoholgesetzes (88.229 Pa. Iv. Alkoholge- setz Selbsthilfe im Obstbau).
Daraus ergibt sich, dass der Antrag Simmen der Zielrichtung der im 7. Landwirtschaftsbericht (insbesondere Kapitel 355.3) vorgezeichneten neuen Agrarpolitik entspricht, im Einklang mit dem internationalen und nationalen Recht steht und daher grundsätzlich angenommen werden kann. Damit wäre die Mo- tion Ad 88.229 (Mo der GUK des NR vom 15.4.1991 LwG. Selbsthilfe in der Landwirtschaft) erfüllt
2.1 Vorgeschichte
Der erste Versuch, die Selbsthilfemassnahmen staatlich zu un- terstützen, ist im Jahre 1979 unternommen worden. Die Lö- sung ist zuerst im Landwirtschaftsgesetz angestrebt worden, und zwar mit der Idee, private Regelungen allgemeinverbind- lich zu erklären.
Nachdem das Bundesamt für Justiz darauf aufmerksam ge- macht hat, dass dieses Instrument einer besonderen Verfas- sungsgrundlage bedürfe, wurde die Gesetzesrevision nicht mehr weiterverfolgt.
Das Bundesamt für Justiz hat aber das Instrument der Solidari- tätsbeiträge zur Sprache gebracht und festgestellt, dass die- ses keiner besonderen Verfassungsgrundlage bedürfe. Die Solidaritätsbeiträge seien namentlich schon im Milchwirt- schaftsbeschluss 1977 (Art. 18; SR 916.350.1; heute im Milch- wirtschaftsbeschluss 1988, Art. 21) und im Bundesbeschluss über die offizielle Qualitätskontrolle in der Uhrenindustrie (Art. 15 Abs. 3; SR 934.11) verankert
Daraufhin hat die Eidgenössische Alkoholverwaltung in Zu- sammenarbeit mit dem Bundesamt für Justiz eine Revisions- vorlage im Rahmen des Akoholgesetzes ausgearbeitet, wel- che unter anderem die Solidaritätsbeiträge im Obstbau vor- sah. Das Bundesamt für Landwirtschaft war daran ebenfalls beteiligt
Das Eidgenössische Finanzdepartement hat diese Vorlage am 24. Juni 1983 in die Vernehmlassung geschickt
Die Auswertung von 76 Stellungnahmen ergab im Jahre 1986 folgendes Ergebnis:
74 Prozent grundsätzliche Zustimmung zu Solidaritäts- beiträgen (Art. 24quinquies) und Produktionsbeiträgen (Arti- kel 24sexies),
13 Prozent teilweise Zustimmung (Ablehnung der Produ- zentenbeiträge),
13 Prozent Ablehnung.
Die Hauptgründe für die Zustimmung liegen in der Aussicht,
auf dem vorgeschlagenen Weg vorab die Durchführung von Selbsthilfemassnahmen zur Schaffung ausgewogener Markt- verhältnisse sicherstellen zu können;
die Beiträge aus der Produktion zur Finanzierung solcher
Massnahmen nicht nur von einem Teil, sondern von allen Er- werbsproduzenten aufzubringen;
Im Bericht des Bundesrates vom 18. Januar 1988 über die Le- gislaturplanung 1987-1991 (88.001) war dieses Geschäft nicht vorgesehen. Nach der Debatte im Rat über die Legisla- turplanung in der Sommersession 1988 hat Nationalrat Berger am 21. Juni 1988 seine parlamentarische Initiative eingereicht. 2.2 Zielrichtung
Die Zielrichtung der Solidaritätsbeiträge liegt in der Produk- tionslenkung sowie in der Förderung der Gemeinschaftswer- bung und der Qualität. Es handelt sich um eine Möglichkeit, Angebot und Nachfrage ohne nennenswerten Staatseingriff besser in Einklang zu bringen. Das liegt in der Zielrichtung des Wirtschaftsartikels (Art. 31bis, insbesondere Abs. 4 und 5) der Bundesverfassung und des 7. Landwirtschaftsberichtes (BBI 1992 || 130).
2.3 Verhältnis zum internationalen Recht
Die vorgeschlagene Erhebung von Solidaritätsbeiträgen zur Finanzierung von Selbsthilfemassnahmen steht nicht im Wi- derspruch zum Agrarrecht der EG. In verschiedenen EG-Län- dern existieren ähnliche nationale Regelungen für Agrarpro- dukte. Sie ist überdies auch Gatt-konform.
2.4 Verhältnis zur soeben verabschiedeten Aenderung des Al- koholgesetzes
Ein Antrag auf Aenderung des Landwirtschaftsgesetzes lag bereits der Kommission des Nationalrates vor, welche die oben erwähnte Initiative Berger behandelte. Die Kommission schlug aber die Motion Ad 88.229 vor (AB 1992 S 77). National- und Ständerat haben die Motion angenommen.
Der Antrag Simmen entspricht sinngemäss der erwähnten Aenderung von Artikel 24quinquies des Akoholgesetzes be- züglich Obstbau. Sinngemäss gelten die Kommentare der Kommission des Nationalrates (BBI 1991 IV 300) und des Bun- desrates (BBI 1991 IV 308). Eine Aenderung weiterer Gesetze, z. B. Alkoholgesetz bezüglich Kartoffeln oder Getreidegesetz bezüglich Brotgetreide, ist zwar nicht unbedingt notwendig, da der Bundesrat gemäss Absatz 3 und 5 des Vorschlages den Vollzug nebst dem Bundesamt für Landwirtschaft ande- ren Stellen übertragen kann. Dabei kann es sich um öffentli- che (Alkoholverwaltung, Getreideverwaltung) oder private In- stitutionen (Art 120 LwG) handeln.
Wir möchten aber darauf hinweisen, dass nach der geltenden Rechtsordnung das Brotgetreide vom Getreidegesetz und die Kartoffeln (neben dem Obst) vom Alkoholgesetz erfasst sind. Die Regelung der Solidaritätsbeiträge auch bezüglich Brotge- treide und Kartoffeln im Landwirtschaftsgesetz würde diese - den Betroffenen vertraute - Systematik mithin sprengen. Des- halb würden wir je einer Regelung im Landwirtschaftsgesetz, im Getreidegesetz (für Brotgetreide) und im Alkoholgesetz (für Obst und Kartoffeln) den Vorzug geben.
Rechtsetzungstechnisch liesse sich dies mittels einer Ziffer II (Aenderung anderer Bundesgesetze) im Aenderungserlass zum Landwirtschaftsgesetz verwirklichen, in welcher das Ge- treidegesetz und das Alkoholgesetz entsprechend ergänzt würden.
Mit der Annahme des Antrages Simmen wäre die Motion Ad 88.229 erfüllt.
2.5 Verfassungsgrundlage
Die beantragten Solidaritätsbeiträge stützen sich auf Arti- kel 31bis Absatz 3 Buchstabe b BV und liegen namentlich im Sinne von Absatz 4 dieses Artikels. Dieser Absatz stipuliert das Treffen von Selbsthilfemassnahmen als Voraussetzung staatli- cher Eingriffe in die Landwirtschaft
M. Jagmetti présente au nom de la commission le rapport écrit suivant:
Au cours de l'examen détaillé de l'initiative, seul l'alinéa pre- mier a fait l'objet d'une discussion. La commission s'est de- mandé si cette limite de 50 pour cent des producteurs n'était pas trop modeste et s'il ne serait pas préférable de fixer un taux
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supérieur, de 70 pour cent par exemple. Elle a décidé finale- ment d'en rester à 50 pour cent, chiffre qui correspond à celui mentionné dans la modification de la loi sur l'alcool du 20 mars 1992.
La commission a adopté ce projet par 9 voix contre une, lors du vote sur l'ensemble.
Considérations de la commission
1.1 Première phase: Examen de la proposition Simmen (art. 25bis LAgr)
La commission a examiné cette proposition le 9 mars 1992. L'auteur de la proposition est d'avis qu'il faut prévoir des me- sures d'entraide, comparables à celles introduites dans l'arbo- riculture, pour l'ensemble de l'agriculture. Les contributions de solidarité permettent notamment d'encourager la publicité collective, ce qui n'est pas sans importance lorsque l'on sait que l'agriculture suisse devra à l'avenir s'ouvrir aux marchés. L'article 25bis est en fait le pendant de l'article 24quinquies modifiant la loi du 21 juin 1932 sur l'alcool.
Par 5 voix contre 3, la commission a décidé de reporter la dis- cussion de détail sur l'article 25bis à une prochaine séance et a invité le Conseil fédéral à lui présenter un rapport (voir alinéa 2). En vertu de l'article 21ter, alinéa 3, de la loi sur les rapports entre les conseils, la commission fait usage de son droit d'initiative et décide de présenter la proposition Simmen au plénum sous la forme d'une initiative parlementaire de la commission.
1.2 Deuxième phase: Examen de l'initiative parlementaire quant au fond
La commission a procédé à l'examen de l'initiative quant au fond le 16 avril 1992. Au cours du débat d'entrée en matière, elle a insisté sur le fait qu'il ne s'agit pas de contributions contraignantes pour des organisations défendant quelques produits isolés, mais qu'il s'agit de contributions de solidarité touchant tout un secteur de notre économie. Dans des pays voisins, tels que l'Allemagne ou la France, il existe la possibilité d'édicter des prescriptions de qualité communes afin d'être plus concurrentiel dans le domaine de la vente.
Une partie de la commission n'a pas caché son scepticisme à l'égard de ces contributions de solidarité. L'exemple d'une économie laitière, où les producteurs ne peuvent livrer leur lait à n'importe quel prix et sont dépendants des structures, a été rappelé. A la question du nombre de fonctionnaires supplé- mentaires que coûterait la surveillance de l'utilisation des contributions, le représentant de l'administration a répondu qu'il n'y en aurait aucun.
La commission a décidé par 5 voix contre une d'entrer en ma- tière.
Pour des questions de technique juridique, le Conseil fédéral a proposé de modifier par la même occasion l'article 24quin- quies de la loi du 21 juin 1932 sur l'alcool et d'élaborer un nou- vel article 11bis dans la loi fédérale du 20 mars 1959 sur l'ap- provisionnement du pays en blé. Cela afin de prendre en compte l'approvisionnement du pays en blé et de prendre en considération les pommes de terre, respectivement les céréa- les panifiables.
La commission a décidé d'introduire la discussion par articles uniquement sur la base de la proposition Simmen en préci- sant toutefois que l'article 25bis vise à couvrir tous les domai- nes de l'agriculture.
Vous nous avez confié la tâche d'élaborer un rapport en ré- ponse à la proposition Simmen concernant la modification de la loi sur l'agriculture (contributions de solidarité).
Le Conseil fédéral vous propose d'accepter cette proposition, ce qui permettrait de satisfaire la motion de la Commission de la santé publique et de l'environnement du Conseil national re- lative au même objet, qui a été acceptée par les Chambres. Il estime toutefois qu'il serait plus judicieux, sur le plan de la technique législative, de modifier par analogie la loi sur le blé (céréales panifiables) et la loi sur l'alcool (pommes de terre). Une telle modification peut être réalisée en insérant un chiffre Il (modification d'autres lois fédérales) dans la loi sur l'agriculture.
Ce rapport présente les antécédents et les objectifs de la pro- position, ainsi que la question de sa conformité au droit inter- national et de sa relation avec la modification de la loi sur l'alcool approuvée par le Conseil des Etats en session non prioritaire (initiative parlementaire No 88.229 relative à la loi sur l'alcool; entraide en arboriculture). D'après ce rapport, la pro- position Simmen correspond à la nouvelle politique agricole prévue dans le 7e rapport sur l'agriculture (chapitre 355.3 en particulier). Elle est en conformité au droit international et na- tional, pouvant donc en principe être acceptée. L'objectif de la motion déposée en réponse à l'initiative 88.229 (ad 88.229 mo- tion de la Commission de la santé publique et de l'environne- ment du Conseil national. Loi sur l'agriculture. Entraide dans l'agriculture) serait ainsi atteint.
2.1 Rétrospective
La première tentative visant à assurer le soutien de l'Etat à des mesures d'entraide a été faite en 1979. On a d'abord cherché à y parvenir dans le cadre de la loi sur l'agriculture, en déclarant applicables de façon générale des réglementations adoptées par des particuliers.
L'Office fédéral de la justice ayant fait remarquer qu'une telle solution devait être prévue dans la constitution, on a aban- donné le projet de loi.
L'Office fédéral de la justice a toutefois attiré l'attention sur les contributions de solidarité, en faisant remarquer que celles-ci n'avaient pas besoin d'une base constitutionnelle spéciale. En effet, de telles contributions sont déjà prévues, notamment dans l'arrêté sur l'économie laitière de 1977 (art 18; RS 916.350.1; actuellement dans l'arrêté sur l'économie lai- tière 1988, art. 21). Et dans l'arrêté fédéral sur le contrôle offi- ciel de la qualité dans l'industrie horlogère suisse (art. 15, 3e al .; RS 934.11).
La Régie fédérale des alcools a alors élaboré avec la collabora- tion de l'Office fédéral de la justice un projet de révision de la loi sur l'alcool, prévoyant entre autres des contributions de so- lidarité dans le domaine de l'arboriculture.
Le Département fédéral des finances a ouvert une procédure de consultation sur ce projet le 24 juin 1983.
Le dépouillement de 76 avis a donné en 1986 les résultats sui- vants:
74 pour cent des avis reçus étaient favorables en principe à l'institution de contributions de solidarité (art. 24quinquies) et de contributions à la production (art 24sexies),
13 pour cent des avis y étaient partiellement favorables (re- fus des contributions à la production),
13 pour cent des avis étaient défavorables.
Le projet a été essentiellement approuvé dans la perspective: - de pouvoir garantir avant tout, par la voie proposée, l'appli- cation de mesures d'entraide propres à équilibrer les condi- tions de marché;
d'obtenir que les contributions prélevées sur la production pour financer de telles mesures soient versées non seulement par une partie, mais par tous les producteurs professionnels de fruits;
de favoriser par un échelonnement progressif des contribu- tions, les petites et moyennes exploitations agricoles face aux grandes exploitations.
(Extrait du rapport sur le résultat de la consultation)
L'objet ne figure pas dans le rapport du 18 janvier 1988 sur le programme de la législature de 1987 à 1991 (88.001).
M. Berger, conseiller national, a déposé son initiative parle- mentaire le 21 juin 1988, après le débat de la Chambre sur ce programme, qui a eu lieu au cours de la même session de l'été 1988.
2.2 Objectif
Les contributions de solidarité représentent une possibilité d'orienter la production, d'encourager la publicité collective et la qualité et de mieux adapter l'offre à la demande sans qu'il en résulte un interventionnisme trop important, ce qui corres- pond aux objectifs fixés aux articles de la Constitution fédérale dits économiques (art. 31bis, en particulier 4e et 5e al.) et dans le 7e rapport sur l'agriculture (FF 1992 || 140).
2.3 Conformité au droit international
La proposition de percevoir des contributions de solidarité destinées à financer les mesures d'entraide n'est pas en
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Initiative parlementaire. Agriculture
contradiction avec le droit agraire de la CE. Divers pays de la Communauté appliquent des réglementations semblables à des produits agricoles. En outre, cette proposition est conforme au GATT.
2.4 Relation avec la modification de la loi sur l'alcool qui vient d'être adoptée
Une proposition concernant la modification de la loi sur l'agri- culture avait déjà été formulée à la comission du Conseil natio- nal, qui traitait de l'initiative Berger susmentionnée. Cepen- dant, la commission a proposé la motion ad 88.229 et les Chambres l'ont acceptée (BO 1992 E 77).
Relativement au sens, la proposition Simmen correspond à la modification de l'article 24quinquies de la loi sur l'alcool concernant l'arboriculture: les explications données par la commission du Conseil national (FF 1991 IV 293) et celles du Conseil fédéral (FF 1991 IV 301) s'appliquent donc en la ma- tière. Il n'est pas impératif de modifier d'autres lois, par exem- ple la loi sur l'alcool pour les pommes de trre ou la loi sur le blé pour les céréales panifiables, car le Conseil fédéral peut, en vertu des 3e et 5e alinéas de la proposition, confier l'exécution non seulement à l'Office fédéral de l'agriculture, mais encore à d'autres organismes, c'est-à-dire des institutions soit publi- ques (Régie des alcools, Administration des blés), soit privées (art. 120 LAgr).
Nous tenons cependant à signaler que, d'après la législation actuelle, les dispositions juridiques concernant les céréales panifiables sont ancrées dans la loi sur le blé et celles concer- nant les pommes de terre (en sus des fruits) dans la loi sur l'al- cool. Une réglementation en matière de contributions de soli- darité dans la loi sur l'agriculture englobant les céréales pani- fiables et les pommes de terre - dont la systématique est fami- lière aux personnes concernées - revient à bouleverser l'ordre juridique actuel. C'est pourquoi nous serions favorables à une solution préconisant une réglementation séparée dans la loi sur l'agriculture, la loi sur le blé (pour les céréales panifiables) et la loi sur l'alcool (pour les fruits et les pommes de terre).
Cet objectif pourrait être concrètement réalisé par l'insertion d'un chiffre II (modification d'autres lois fédérales) dans l'ar- rêté instituant la modification de la loi sur l'agriculture, par lequel la loi sur le blé et la loi sur l'alcool seraient adaptées en conséquence.
L'objectif de la motion concernant l'initiative 88 229 serait donc atteint avec l'acceptation de la proposition Simmen. 2.5 Base constitutionnelle
Les contributions de solidarité requises se fondent sur l'article 31bis, alinéa 3, lettre b, de la Constitution fédérale. En particulier, elles vont dans le sens de l'alinéa 4 de cet article statuant que les mesures d'entraide sont la condition de l'inter- vention étatique dans l'agriculture.
Antrag der Kommission
Die Kommission beantragt, der Initiative Folge zu geben, auf den Entwurf einzutreten und die Aenderung des Landwirt- schaftsgesetzes zu genehmigen.
Proposition de la commission
La commission propose de donner suite à l'initiative, d'entrer en matière et d'approuver la modification de la loi sur l'agri- culture.
Frau Simmen: Sie haben einen schriftlichen Bericht der Kom- mission vorliegen. Ich kann mich deshalb sehr kurz fassen und mich auf das Wesentliche beschränken.
Es geht bei der parlamentarischen Initiative «Solidaritätsbei- träge in der Landwirtschaft» um eine Reaktion auf eines der Generalthemen des 7. Landwirtschaftberichtes und unserer neuen Landwirtschaftspolitik, nämlich um die Ausrichtung auf mehr Markt. Mehr Markt bedeutet auch marktwirtschaftliche Instrumente, mit einem neuhochdeutschen Wort «Marketing» genannt. Die sehr kleinräumige Struktur der schweizerischen Landwirtschaft erschwert ein Gemeinschaftsmarketing, wie es unsere Nachbarländer und die meisten EG-Staaten kennen. Wir haben diesen Effekt auch in anderen Wirtschaftszweigen. Denken Sie zum Beispiel an die kleinen und mittleren Unter- nehmen, die ebenfalls einen der Grundpfeiler unserer Volks-
wirtschaft darstellen. Dort versuchen wir ebenfalls mit ganz ge- zielten Massnahmen, z. B. beim Technologietransfer, ihnen besonders gerecht zu werden.
Solidaritätsbeiträge sind ein Mittel des Marketings, und zwar -- das kann man nicht genug betonen - handelt es sich nicht um Zwangsbeiträge für irgendwelche Verbände, sondern um Bei- träge, die einem Produkt - dem Fleisch zum Beispiel, ganz be- sonders aktuell - und nicht irgendwelchen Firmen oder Orga- nisationen zugute kommen.
Falls Ihnen die Vorlage bekannt vorkommt, so täuschen Sie sich nicht Wir haben tatsächlich in der Frühjahrssession, am 3. März 1992, über Selbsthilfemassnahmen im Obstbau be- schlossen. Die heutige parlamentarische Initiative will nichts anderes, als jene Solidaritätsbeiträge, die wir damals für einen Zweig der Landwirtschaft beschlossen haben, nun auf die ganze Landwirtschaft ausdehnen.
Der neue Artikel 25bis des Landwirtschaftsgesetzes entspricht inhaltlich dem Artikel 24quinquies des Alkoholgesetzes. Die Kommission hat mit grosser Mehrheit dieser parlamentari- schen Initiative zugestimmt
Ich bitte Sie, dasselbe zu tun.
Frau Weber Monika: Ich möchte nur drei, vier Sätze sagen. Ich habe das in der Kommission schon angekündigt und sage Ih- nen offen: Ich weiss nicht, ob sich die Landwirtschaft diese Zwangsjacke überhaupt anziehen will. Ich bin gegen Zwangs- mitgliedschaften. Auch wenn Frau Simmen sagt, das seien keine Zwangsbeiträge, muss man einfach feststellen, dass das Zwangsmitgliedschaften sind. Ich kann mir eigentlich nicht vorstellen, wie die Landwirte, die wir gerne als Unterneh- mer bezeichnen möchten, sich plötzlich neu als Kartellmitglie- der sehen. Denn das, was wir unter dem schönen Titel «Solida- ritätsbeiträge» abhandeln, sind im Grunde genommen ver- kappte Neukonstruktionen - ein bisschen hart gesagt - von kartellistischen Gebilden.
Ich stelle keinen Antrag, weil es keinen Sinn hat. Ich möchte aber darauf hingewiesen haben, dass es hier im Saal doch auch Leute gibt, die dieser Form von neuer Mitgliedschaft kri- tisch gegenüberstehen.
Ich werde gegen die Initiative stimmen.
Seiler Bernhard: Ich habe eine Frage an den Präsidenten der Kommission, und zwar bezüglich des Rechtsetzungsberei- ches. Der Bundesrat hat im Zusammenhang mit Artikel 25bis mehr oder weniger klar festgelegt, dass er neben einer Revi- sion des Landwirtschaftsgesetzes auch einer Revision des Ge- treidegesetzes und des Alkoholgesetzes den Vorzug geben würde respektive im Aenderungserlass zum Landwirtschafts- gesetz eine Ziffer Il hinzufügen möchte, damit auch dort die Frage bezüglich dieser Abgaben über Produkte ganz klar ge- regelt ist. Wenn diese beiden Gesetze nicht auch miteinbezo- gen würden, wird befürchtet, dass allenfalls jemand beim Bun- desgericht antreten und dort recht bekommen könnte, so dass in einem solchen Fall das Gesetz wieder revidiert werden müsste.
Ich hätte vom Präsidenten gerne Auskunft, wie er die Sache sieht.
Jagmetti, Berichterstatter: Ich danke Frau Simmen, dass sie den Antrag der Kommission begründet hat. Wir waren in der Kommission der Meinung, dass wir unsere Aufgaben in Zu- kunft etwas aufteilen sollten. Die Idee stammte von Frau Sim- men, deshalb ist es auch richtig, dass sie sie selbst vertreten hat
Nun stellt Herr Seiler Bernhard noch eine Frage an die Kom- mission. Ich antworte kurz darauf: Die Revision des Alkoholge- setzes haben wir in der Frühjahrssession verabschiedet. Wir haben damals die Solidaritätsbeiträge an die Obstbauorgani- sationen beschlossen und haben uns, obwohl der Nationalrat zunächst einen etwas weiteren Bereich erfassen wollte, darauf konzentriert. Wir sind also der Meinung, dass die Frage für den Obstbau abgeklärt sei und dass wir jetzt die Solidaritätsbei- träge für die Landwirtschaft abgedeckt hätten. Wenn der Natio- nalrat auf seine ursprüngliche Idee zurückkommen sollte und der Meinung wäre, dass für die Getreide- und Kartoffelprodu-
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Parlamentarische Initiative. Direktzahlungen
zenten auch eine entsprechende Regelung zu treffen sei, dann stünde dem bei der Behandlung dieser Initiative durch den Nationalrat nichts entgegen.
Ich würde Ihnen aber empfehlen, heute der ständerätlichen Fassung zuzustimmen. Sie sehen, dass wir beim Obstbau be- gonnen haben und jetzt bei der Landwirtschaft sind, so dass wir die anderen Bereiche gegebenenfalls in einem späteren Zeitpunkt - oder auch schon durch den Nationalrat - einbezie- hen könnten.
Präsidentin: Nach Artikel 21ter Geschäftsverkehrsgesetz kann eine Kommission, welche eine Initiative ergreift, ohne Vorprüfung eine Vorlage ausarbeiten. Das hat diese Kommis- sion getan, deswegen können wir den Entwurf sofort behan- deln.
Eintreten wird ohne Gegenantrag beschlossen Le conseil décide sans opposition d'entrer en matière
Titel und Ingress, Ziff. I Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf der Kommission
Titre et préambule, ch. I
Proposition de la commission Adhésion au projet de la commission
Frau Simmen: Zu Litera a von Artikel 25bis Absatz 1: Analog zu den Massnahmen, die wir im Obstbau beschlossen haben, wurde festgelegt, dass diese Selbsthilfemassnahmen allen Produzenten zugute kommen, eben nicht nur Mitgliedern bei irgendwelchen irgendwie gearteten Organisationen.
Zu Litera b: Die Massnahmen sollen in erster Linie dazu die- nen, die Produktion den Marktverhältnissen anzupassen - auch das scheint uns sehr wichtig zu sein. Ebenso ist die Qua- lität der Produkte im Interesse der ganzen Landwirtschaft zu fördern, und eine gewisse Mindestanzahl an Produzenten, die auch über eine Mindestmenge des Anbaus beziehungsweise der Produktion verfügen, müssen angeschlossen sein. Wir ha- ben uns bei den Prozentsätzen, die in der Kommission noch diskutiert wurden, an die Regelungen gehalten, die dort exi- stieren, wo solche Solidaritätsbeiträge bereits in Kraft sind.
Angenommen - Adopté
Ziff. II Antrag der Kommission Zustimmung zum Entwurf der Kommission
Ch. Il Proposition de la commission Adhésion au projet de la commission
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes Dagegen
An den Nationalrat - Au Conseil national
22 Stimmen 2 Stimmen
92.417
Parlamentarische Initiative (Kommission für Wirtschaft und Abgaben) Finanzierung der Direktzahlungen
Initiative parlementaire (Commission de l'économie et des redevances) Financement des paiements directs
Wortlaut der Initiative vom 27. Mai 1992
Zur Finanzierung der Direktzahlungen nach revidiertem Land- wirtschaftsgesetz werden die gesetzlichen Grundlagen über die Erhebung der Umsatzsteuer dahin geändert, dass Esswa- ren und nichtalkoholische Getränke der Umsatzsteuer zu ei- nem reduzierten Steuermass unterstellt werden.
Im Rahmen der geltenden Warenumsatzsteuerordnung ist der Satz auf 1,5 Prozent für Detaillieferungen mit einem entspre- chend erhöhten Satz für Engroslieferungen festzusetzen. Die Steuer wird erst erhoben, wenn die Bestimmungen über die Direktzahlungen in Kraft treten.
Texte de l'initiative du 27 mai 1992
Pour financer les paiements directs prévus dans le projet de révision de la loi sur l'agriculture, les bases légales concernant le prélèvement de l'impôt sur le chiffre d'affaires sont modi- fiées en ce sens que les denrées alimentaires et les boissons non alcooliques sont soumises à l'impôt sur le chiffre d'affaires à un taux réduit. Dans le cadre du régime actuel de l'impôt sur le chiffre d'affaires, un taux de 1,5 pour cent est à fixer pour les livraisons au détail; il est majoré en proportion pour les livrai- sons en gros. L'impôt est perçu dès l'entrée en vigueur des dispositions concernant les paiements directs.
Herr Jagmetti unterbreitet im Namen der Kommission den fol- genden schriftlichen Bericht:
In Uebereinstimmung mit Artikel 21ter des Geschäftsverkehrs- gesetzes unterbreiten wir Ihnen den Bericht der Kommission über ihre eigene parlamentarische Initiative. Diese Initiative bezweckt die Sicherung der Finanzierung der Direktzahlun- gen durch die Unterstellung der Lebensmittel und der nicht- alkoholischen Getränke unter die Warenumsatzsteuer.
Begründung der Initiative
In seiner Botschaft vom 27. Januar 1992 zur Aenderung des Landwirtschaftsgesetzes (92.010) legt der Bundesrat seine Konzeption zur Finanzierung der Direktzahlungen dar. Er schlägt einerseits zweckgebundene Einnahmen, andererseits den Einbezug der Nahrungsmittel in die Wust vor. Letzteres muss im Rahmen der Neuordnung der Bundesfinanzen (Uebergang zu einer geänderten Umsatzsteuer oder Einfüh- rung einer Mehrwertsteuer) geschehen.
Die Kommission teilt die Auffassung des Bundesrates in be- zug auf die vorgeschlagenen Massnahmen zur Absicherung der Finanzierung, nicht aber in bezug auf den Zeitplan. Sie ist der Ansicht, dass eine Entscheidung hinsichtlich der Finanzie- rung jetzt erfolgen muss, damit sie im Augenblick gesichert ist, da die Bestimmungen über die Direktzahlungen in Kraft treten. Die Kommission ist der Auffassung, dass im Hinblick auf die Lage der Bundesfinanzen neue Ausgaben nur bei gleichzei- tiger Sicherstellung der Finanzierung beschlossen werden sollten.
Gegenwärtig herrscht unter der bäuerlichen Bevölkerung starke Beunruhigung. Die hauptsächlichen Ursachen dafür sind die Entwicklungen im Gatt und in Europa sowie die Neu- orientierung der schweizerischen Landwirtschaftspolitik. Un- ter diesen Umständen ist es die Pflicht der Kommission zu handeln, denn die Bauern hegen bestimmte Erwartungen und setzen ihre Hoffnung auf diese Finanzierung. Das ist um so
20-S
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Parlamentarische Initiative (Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Ständerates) Solidaritätsbeiträge in der Landwirtschaft Initiative parlementaire (Commission de l'économie et des redevances du Conseil des Etats) Contributions de solidarité dans l'agriculture
In
Dans
In
Jahr
1992
Année
Anno
Band
III
Volume
Volume
Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Ständerat
Conseil
Conseil des Etats
Consiglio
Consiglio degli Stati
Sitzung
07
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.416
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 11.06.1992 - 08:00
Date
Data
Seite
452-457
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Pagina
Ref. No
20 021 431
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