N 27 août 1992
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Eurolex. Droit de l'énergie dans l'EEE
Sechste Sitzung - Sixième séance
Donnerstag, 27. August 1992, Nachmittag Jeudi 27 août 1992, après-midi
15.00 h
Vorsitz - Présidence: Herr Nebiker
Ad 92.057-3
Postulat der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie Durchsetzung Programm «Energie 2000» und EWR
Postulat de la Commission de l'environnement, de l'aménagement du territoire et de l'énergie Imposer le programme «Energie 2000» et EEE
Fortsetzung - Suite
Siehe Seite 1429 hiervor - Voir page 1429 ci-devant
M. Rebeaud: Ma déclaration de ce matin relative au droit de l'énergie s'appliqueit en réalité au postulat que nous discu- tons maintenant. Je ne vais donc pas la répéter. Je prie le Conseil fédéral de m'excuser, mais il y avait vraiment un qui- proquo car, d'après l'ordre du jour, on avait l'impression que tout était traité en bloc. Maintenant, il se révèle que les objets sont séparés. Je ne referai donc pas mon discours et j'espère que vous l'avez gardé en mémoire.
La question essentielle porte sur le degré de détermination du Conseil fédéral pour mettre tout en oeuvre et épuiser toutes les possibilités visant à réaliser en Suisse les objectifs d'«Energie 2000» en ce qui concerne les normes de consom- mation des appareils vendus dans notre pays. Je ne répéterai pas non plus tout le discours de M. Strahm Rudolf, de ce ma- tin, mais il est clair que c'est un des points essentiels du pro- gramme «Energie 2000», sans lequel nous n'arriverons proba- blement pas du tout à atteindre les objectifs pourtant modes- tes qui ont été fixés et qui fondent, comme vous le savez, «la paix de l'énergie».
Nous devons maintenir le postulat parce que la réponse du Conseil fédéral est insuffisante. Nous avons tout de même be- soin de savoir, non qu'il est possible d'exercer le droit d'évoca- tion en la matière, mais que le Conseil fédéral veut, que le Conseil fédéral est déterminé à faire usage de ce droit. Je re- grette que M. Ogi n'ait pas participé aux travaux de la commis- sion au moment où nous discutions de ce postulat, parce que nous aurions probablement pu nous mettre d'accord sur la forme.
J'aimerais vous faire remarquer que la manière dont il est li- bellé permettrait au Conseil fédéral de l'accepter, malgré les restrictions juridiques qui lui sont opposées. On ne vous de- mande pas de faire une réserve, et basta, mais de déposer sous une forme appropriée une déclaration sur les intentions de la Suisse, etc. La «forme appropriée» pourrait justement se rapporter à l'usage du droit d'évocation. On ne vous indique même pas si elle doit être écrite ou orale. Il faut simplement que la Communauté soit mise au courant du fait que le gouver- nement suisse, le Parlement et la population ont la volonté de réaliser un programme ambitieux d'économie d'énergie et que, pour ce faire, ils ont besoin de pouvoir fixer des normes exigentes de consommation d'électricité et de carburant, d'énergie en général, sur les appareils. Nous pourrions volon- tiers accepter que l'interprétation donnée du texte du postulat
par le Conseil fédéral soit assez large, pour autant qu'il ad- mette la possibilité d'exploiter le droit d'évocation auprès de la Communauté. Je répète encore une fois que cette volonté a été exprimée non seulement par le Parlement ou par le WWF, mais aussi par le Conseil fédéral, selon ses anciennes déclara- tions, et par la population dont la majorité a voté l'initiative sur le moratoire.
Scherrer Jürg: Die Stimme in der Kommission, die gegen die- ses Postulat war, war die meine. Logischerweise lehnt die Fraktion der Auto-Partei dieses Postulat ab. Wir befinden uns also im Einklang mit dem Bundesrat.
Zusätzlich zur Argumentation des Bundesrates, der wir bei- pflichten, gibt es weitere Gründe gegen diesen Vorstoss. Stel- len Sie sich einmal vor, wie in der Praxis Verbrauchsnormie- rungen durchgesetzt werden. Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder hat die Industrie bereits Produkte auf dem Markt, die die Normen erfüllen, dann legen wir also nur noch etwas ge- setzlich fest, was auf dem Markt bereits existiert, oder wir set- zen Verbrauchsnormen tiefer an und verdrängen so gewisse Produkte vom Markt. Das ist das allerletzte, was wir brauchen können. Wir haben jetzt für den EWR-Vertrag gestimmt - da war die Auto-Partei allerdings nicht dabei -, aber kaum hat das Parlament diesem Begehren zugestimmt, wollen die Soziali- sten einmal mehr regulieren.
Ich habe bereits bei der EWR-Debatte vor übertriebenem Inter- ventionismus und vor «Regularitis» gewarnt. Ich warne weiter davor, innerhalb von Europa irgendwelche Reglementierun- gen einführen zu wollen, welche die Produkte anderer Wirt- schaftsräume vom europäischen Markt verdrängen können, z. B. Produkte aus Japan und den USA. Sie wissen, es könnte zu Sanktionen führen, unter denen auch die Schweiz erheb- lich zu leiden hätte. Wir wollen keine Energieverwaltung, wir wollen keine Energiebürokratie. Was wir brauchen, ist genü- gend und günstige Energie, damit unsere Wirtschaft wieder zum Florieren kommt; das ist der Punkt.
Der Energienutzungsbeschluss, auf den Sie hinweisen, ist ja fatalerweise u. a. leider dadurch zustande gekommen, dass die CVP-Fraktion wieder einmal mit den Sozialisten gestimmt hat
«Energie 2000» wird in acht Jahren ein feierliches Begräbnis erleben. «Energie 2000» ist eine Totgeburt Die Ziele sind schlicht und einfach nicht erreichbar. Das ist heute feststellbar. Die Wachstumszahlen widerlegen klar alle formulierten Zwi- schenziele und Endziele von «Energie 2000». Wenn Sie jetzt sagen, dann müsste man halt die Industrie und die Konsu- menten dazu zwingen, entspricht das einer interventionisti- schen Politik. Aber ich verwahre mich dagegen, dass man so- wohl der Industrie wie auch den mündigen Konsumenten im- mer wieder vorzuwerfen versucht, sie seien Energiever- schwender und nicht bereit zu sparen. Das Energiebewusst- sein ist sowohl in Industrie und Gewerbe wie auch bei Privaten genügend verwurzelt.
Ich bitte Sie daher, dieses Postulat nicht zu überweisen.
Wick: Mit seiner Schlussbemerkung hat Herr Scherrer Jürg natürlich recht. Die SP hat damals mit der CVP gestimmt, als wir dem Energienutzungsbeschluss zustimmten. Warum sollte das nicht möglich sein? Er hat es zwar umgekehrt formu- liert, aber es ist auch nicht so, wie er sagt, sondern es haben beide Fraktionen aus wohlüberlegter Begründung zuge- stimmt.
Ich spreche im Namen der CVP-Fraktion: Wir empfehlen Ih- nen, diesem Postulat zuzustimmen. Die Schweiz hat ja - viel- leicht zum Aerger von Herrn Scherrer Jürg - immer noch eine Vorreiterrolle im Umweltschutz, wenn man das europaweit an- schaut Aber diese Vorreiterrolle wird sie wahrscheinlich nicht mehr lange halten können. Wir müssen schauen, dass wir nicht von einer Vorreiter- zu einer «Nachhinkerrolle» kommen. Das grösste Problem, das die ganze Welt bedroht, ist die Kli- makatastrophe. In der Klimakatastrophe wiederum ist der Stö- renfried Nummer eins die exponentielle CO2-Zunahme seit dem Beginn der industriellen Revolution; sie ist nämlich seit ungefähr 1760 nachweisbar. Wenn man die CO2-Bilanz macht, sieht man, dass praktisch 100 Prozent dieser CO2-Zunahme
Simplontunnel. Motionen
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aus fossilen Brennstoffen stammen. Man kann - wenn man die gegenwärtigen Statistiken anschaut - weiter feststellen, dass nicht mehr der eigentliche Brennstoff Hauptgrund für die Zu- nahme ist - der Brennstoffverbrauch in der Schweiz ist rück- läufig -, sondern nur noch der Treibstoff. Es geht also hier um den Verbrauchsstandard bei Fahrzeugen. Was daran nun so schrecklich sein soll, ausser für die Auto-Partei, weiss ich nicht. Im Gegenteil, wir sind darauf angewiesen, dass energi- sche Schritte unternommen werden, damit die CO2-Produk- tion weltweit eingeschränkt wird.
Ich stelle eine ganz kleine Rechnung an. Die Schweiz umfasst etwa 2,1 oder 2,2 Prozent der Bewohner des EWR-Raumes. Wenn wir - was gewisse Leute immer wieder postulieren, ob- wohl es eine Utopie ist - den CO2-Ausstoss auf null reduzieren könnten, dann hätten wir die Luft auf unserem Kontinent um etwa 2,2 Prozent verbessert. Wenn wir von der Schweiz aus im EWR-Raum eine ganz kleine Verbesserung bewirken, ist der Effekt viel, viel grösser. Das ist für mich ein weiterer Grund, warum wir im EWR mitmachen und mitspielen müssen und warum wir auch im EWR wieder eine gewisse Vorreiterrolle übernehmen müssen. Dazu gehören eben auch die Ver- brauchsstandards von Flottenverbrauchswerten und nicht nur eine CO2-Abgabe.
Deswegen wäre ich sehr froh, wenn der Bundesrat diesen wirklich gutgemeinten Vorstoss entgegennähme, und zwar als das, was er ist, nämlich tatsächlich nur eine Unterstützung der Politik des Bundesrates und kein bisschen mehr und kein bisschen weniger.
Deswegen bitte ich Sie: Unterstützen Sie dieses Postulat.
Bundesrat Ogi: Ich verhehle nicht, dass in der Verwaltung - Herr Strahm Rudolf hat es heute morgen gesagt - Meinungs- verschiedenheiten über die Opportunität einer Erklärung in Brüssel vorhanden waren. Der Bundesrat hat sich der Auffas- sung derjenigen angeschlossen - es waren diejenigen, die an den Verhandlungen teilgenommen haben -, die glauben, dass eine solche Deklaration aus staats- und völkerrechtli- chen Gründen nicht hinterlegt werden dürfe. Das ist der Grund, weshalb der Bundesrat zur Meinung kam, dieses Postulat sei abzulehnen. Das heisst aber nicht, dass damit «Energie 2000» beerdigt wird. Das heisst auch nicht, Herr Jürg Scherrer, dass «Energie 2000» eine Totgeburt ist. Wir werden im Jahre 2000 die Bilanz zu «Energie 2000» ziehen. Der EWR-Vertrag ist in seiner Gesamtheit anzuwenden. Das ist eine Voraussetzung für die Zustimmung der Vertragsparteien. Es ist wohl ausgeschlossen, dass die Vertragsparteien einen Vorbehalt der Schweiz akzeptieren. Das könnte zu Missver- ständnissen führen, zu Missverständnissen, die unsere Ver- tragstreue in Frage stellen. Solche Komplikationen sollten wir uns - nach Auffassung des Bundesrates - nicht einhandeln. Wir sollten diese Komplikationen vermeiden.
Der Bundesrat - ich wiederhole es - will trotzdem und klar an «Energie 2000» festhalten. Probleme stellen sich tatsächlich bei den Verbrauchsvorschriften. Herr Rudolf Strahm hat heute morgen selbst auf drei Handlungsmöglichkeiten hingewie- sen. Für uns ist das Wichtigste: vorwärtsmachen. Aber auch beim Vorwärtsmachen - nicht in bezug auf die Ueberstunden, Herr Strahm, nicht in bezug auf die Ferien ab 1993 - diktieren unsere Möglichkeiten die Mittel. Es gibt einfach gewisse Gren- zen. Sie wissen aber auch, dass wir bei Fahrzeugen und Gerä- ten daran sind, Vorschriften auf freiwilliger Basis durchzuset- zen. Wir sind daran, Vereinbarungen abzuschliessen. Wenn diese freiwilligen Vereinbarungen nicht möglich sind, werden wir zu Vorschriften greifen müssen. Falls die EG-Vorschriften schwächere Massnahmen vorschreiben als das, was wir ein- führen werden, wird der Bundesrat für unsere Vorschriften kämpfen. Das möchte ich hier ganz klar sagen: kämpfen für längere Uebergangsfristen, für Ausnahmemöglichkeiten. Auch den Weg durch die EWR-Instanzen, das heisst das «droit d'évocation», werden wir beschreiten, Herr Strahm, wenn uns keine andere Möglichkeit mehr offensteht.
In diesem Sinne und aus diesen Ueberlegungen heraus hat der Bundesrat im Sinne derjenigen, die verhandelt haben, be- antragt, dieses Postulat abzulehnen.
Abstimmung - Vote Für Ueberweisung des Postulates Dagegen
49 Stimmen 40 Stimmen
91.3396
Motion Schmidhalter Aufrechterhaltung Autoverlad durch den Simplontunnel Transport ferroviaire de voitures à travers le Simplon
Wortlaut der Motion vom 5. Dezember 1991
Der Bundesrat wird aufgefordert, laut Bundesbeschluss über den Leistungsauftrag 1987 an die Schweizerischen Bundes- bahnen und über die Abgeltung ihrer gemeinwirtschaftlichen Leistungen, den Autoverlad durch den Simplontunnel unter die gemeinwirtschaftlichen Leistungen einzureihen. Der Bun- desrat legt das vom Bund abzugeltende gemeinwirtschaftli- che Leistungsangebot fest
Texte de la motion du 5 décembre 1991
Le Conseil fédéral est chargé, en vertu de l'arrêté fédéral fixant les principes du mandat 1987 des CFF et l'indemnisation de leurs prestations de service public, d'inclure le transport d'au- tomobile accompagnées à travers le Simplon dans les presta- tions de service public. Le Conseil fédéral fixe l'offre de presta- tions de service public, prestations que la Confédération est tenue d'indemniser.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Baumberger, Bircher Peter, Bürgi, Dormann, Grossenbacher, Hildbrand, Iten Joseph, Jäggi Paul, Leu Josef, Ruckstuhl, Segmüller, Seiler Rolf, Stamm Judith (13)
91.3399
Motion des Ständerates (Bloetzer) Aufrechterhaltung Autoverlad durch den Simplontunnel Motion du Conseil des Etats (Bloetzer) Transport ferroviaire de voitures à travers le Simplon
Wortlaut der Motion vom 10. März 1992
Der Bundesrat wird aufgefordert, laut Bundesbeschluss über den Leistungsauftrag 1987 an die Schweizerischen Bundes- bahnen und über die Abgeltung ihrer gemeinwirtschaftlichen Leistungen, den Autoverlad durch den Simplontunnel unter die gemeinwirtschaftlichen Leistungen einzureihen. Der Bun- desrat legt das vom Bund abzugeltende gemeinwirtschaftli- che Leistungsangebot fest.
Texte de la motion du 10 mars 1992
Le Conseil fédéral est chargé, en vertu de l'arrêté fédéral fixant les principes du mandat 1987 des CFF et l'indemnisation de leurs prestations de service public, d'inclure le transport d'au- tomobile accompagnées à travers le Simplon dans les presta- tions de service public. Le Conseil fédéral fixe l'offre de presta- tions de service public, prestations que la Confédération est tenue d'indemniser.
19-N
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
3 Postulat der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie Durchsetzung Programm «Energie 2000» und EWR
Postulat de la Commission de l'environnement, de l'aménagement du territoire et de l'énergie Imposer le programme "Energie 2000" et EEE
In
Dans
In
Jahr
1992
Année
Anno
Band
IV
Volume
Volume
Session
Augustsession
Session
Session d'août
Sessione
Sessione di agosto
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
06
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.057-3
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Datum 27.08.1992 - 15:00
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