1727
Eurolex. Ein- und Ausfuhr von Landwirtschaftsprodukten
Développement par écrit Les auteurs renoncent au développement et demandent une réponse écrite.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 21. September 1992 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen
Déclaration écrite du Conseil fédéral du 21 septembre 1992 Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat
Ueberwiesen - Transmis
92.057-11
EWR. Anpassung des Bundesrechts (Eurolex) Bundesgesetz über die Ein- und Ausfuhr von Erzeugnissen aus Landwirtschafts- produkten. Aenderung
EEE. Adaptation du droit fédéral (Eurolex)
Loi fédérale sur l'importation et l'exportation de produits agricoles transformés. Modification
Botschaft I und Beschlussentwurf vom 27. Mai 1992 (BBI V 1) Message I et projet d'arrêté du 27 mai 1992 (FF V 1) Beschluss des Ständerates vom 27. August 1992 Décision du Conseil des Etats du 27 août 1992 Kategorie IV, Art. 68 GRN - Catégorie IV, art. 68 RCN
Antrag der Kommission Eintreten
Antrag der SD/Lega-Fraktion Nichteintreten
Antrag der Fraktion der Auto-Partei
Rückweisung des Geschäfts 92.057-11 Eurolex an den Bun- desrat
mit dem Auftrag, klare Arbeitspapiere vorzulegen, welche den geltenden Gesetzestext, die Forderung des Acquis commu- nautaire, den Entwurf des Bundesrates und den Entscheid der Kommission in der auf Fahnen üblichen synoptischen Darstel- lung zeigen.
Proposition de la commission Entrer en matière
Proposition du groupe DS/Ligue Ne pas entrer en matière
Proposition du groupe des automobilistes Renvoyer le projet Eurolex 92.057-11 au Conseil fédéral en l'invitant à soumettre des documents de travail qui présen- tent avec toute la clarté souhaitable, au moyen des dépliants habituels, le texte de loi actuellement en vigueur, les exigen- ces de l'acquis communautaire, le projet du gouvernement et la décision de la commission.
Baumann, Berichterstatter: Ich spreche zum Bundesgesetz über die Ein- und Ausfuhr von Erzeugnissen aus Landwirt- schaftsprodukten, besser bekannt unter der Bezeichnung «Schoggi-Gesetz». Wie Sie wissen, geht es in diesem Gesetz um den Ausgleich des sogenannten Rohstoffhandikaps der schweizerischen Nahrungsmittelindustrie. Wegen dem ver-
gleichsweise hohen Agrarschutzniveau der Schweiz müssen oder können bei der Einfuhr anwendbare Zollansätze so fest- gesetzt werden, dass der inländische Absatz gewährleistet bleibt. Mittels beweglichen Teilbeiträgen wird der Einfuhrzoll erhöht.
Um dieses Rohstoffpreis-Handikap - wie man eigentlich sa- gen müsste - auszugleichen, werden als Pendant dazu für den Export Ausfuhrbeiträge gewährt. 1990 wurden nach Anga- ben der Experten rund 75 Millionen Franken Exportbeiträge gewährt und 67 Millionen Franken Importabgaben erhoben.
Wichtigster Rohstoff ist zweifellos die Milch. Der unterschiedli- che Milchpreis - bei uns beträgt er etwa um einen Franken, im EG-Raum in der Grössenordnung 70 Rappen - führt dazu, dass rund 75 Prozent der Ausfuhrbeiträge aufgrund dieser Milchpreisunterschiede gewährt werden, darum auch der Name «Schoggi-Gesetz» oder noch besser: «Milchschoggi- Gesetz».
Dieser Ausgleichsmechanismus ist nicht neu, sondern er ist bereits Bestandteil des Freihandelsabkommens Schweiz/ EWG aus dem Jahre 1972. Hier geht es nun um die Anpas- sung des Gesetzes an das Abkommen über den Europäi- schen Wirtschaftsraum.
Die künftigen Aufwendungen lassen sich nur schlecht vorher- sagen, weil es ja um flexible Mengen geht, die vom Exporter- folg der Nahrungsmittelindustrie abhängen. Der Ausfuhrer- stattungsbedarf ist aber tendenziell sinkend, weil als Referenz- preis neu der tiefste EWR-Preis gilt und dieser immer noch er- heblich über dem Weltmarktpreis liegt. Andererseits - so wurde uns versichert - hat die Nahrungsmittelindustrie in den letzten Jahren eine gewisse Dynamik entwickelt, welche die Aussage zulässt, dass der Export vermutlich weiter ansteigen wird.
Andere Efta-Länder - beispielsweise Norwegen, das einen ähnlichen Agrarschutz wie die Schweiz kennt - haben auch ähnliche Regelungen. Bei einem allfälligen späteren EG-Bei- tritt, wenn die Schweiz die gemeinsame Agrarpolitik und das entsprechend tiefere Agrarpreisniveau übernehmen müsste, würden auch diese Regelungen wegfallen.
Die Details, insbesondere die Listen der verarbeiteten Land- wirtschaftsprodukte sind im Protokoll 3 zum EWR-Abkommen enthalten.
Gemäss Artikel 1 Absatz 2 des vorliegenden Entwurfes berich- tet der Bundesrat «der Bundesversammlung halbjährlich über seine Massnahmen. Die Bundesversammlung genehmigt diese Massnahmen und entscheidet, ob sie in Kraft bleiben, ergänzt oder allenfalls abgeändert werden sollen.»
Die Kommission für Wirtschaft und Abgaben des Nationalrates hat - wie zuvor schon der Ständerat - dem Entwurf zum Bun- desbeschluss über die Aenderung des Bundesgesetzes über die Ein- und Ausfuhr von Erzeugnissen aus Landwirtschafts- produkten oppositionslos zugestimmt. Unzufrieden war die Kommission allerdings mit dem Umstand, dass Früchte - Früchte sind ja eigentlich auch Rohstoffe - nicht auch dem gleichen Mechanismus unterstellt werden, insbesondere be- züglich der gebrannten Wasser. Die diesbezüglichen EWR- Verhandlungen blieben aber erfolglos, weil die Gatt-Verträge entsprechende Regelungen nicht zulassen. Wir werden auf die gebrannten Wasser bei der Beratung eines speziellen Er- lasses (92.057-9, Bundesbeschluss über die Aenderung des Gesetzes über die gebrannten Wasser; Alkoholgesetz) zu sprechen kommen.
Da keine Abänderungsanträge gestellt wurden, kann ich Ih- nen namens der Kommission Eintreten und zugleich Zustim- mung zu diesem Gesetz beantragen.
M. Perey, rapporteur: Afin de rendre la loi fédérale sur l'impor- tation et l'exportation de produits agricoles transformés compa- tible avec le Protocole 3 de l'Accord sur l'EEE, il est nécessaire d'y apporter quelques modifications.
Al'article premier, l'alinéa premier a été radié. Il renvoyait à une liste annexée les produits soumis au régime de la compensa- tion des prix et, selon l'article 14 du Protocole 3 prévoyant une clause de révision de cette liste des produits soumis, il est préfé- rable d'annexer cette liste à l'ordonnance d'exécution plutôt qu'à la loi, de façon à faciliter son amendement.
14-N
N 23 septembre 1992
1728
Eurolex. Loi sur l'agriculture
A l'article 3, qui traite des contributions que le Conseil fédéral peut accorder aux exportations possibles selon le Protocole 3 de l'Accord sur l'EEE, dont celles des marchandises compo- sées de sucre ou de mélasse, la liste de ces produits sera éga- lement annexée à l'ordonnance d'exécution sur les exporta- tions et non plus à la loi, et cela aussi pour en faciliter son amendement
L'article 6 traite du remboursement des compositions et n'a pas été modifié.
La commission a accepté l'entrée en matière par 12 voix contre 6, certains commissaires estimant qu'il n'y avait aucune urgence à modifier cette loi. Elle a également traité de l'aide en faveur des arbres à haute tige et de la question de savoir si les paiements directs sont possibles en vertu du nouvel article 31b de la loi sur l'agriculture et conformes aux règles du GATT. D'après les réponses reçues, il semble que cela soit le cas.
En conclusion, votre commission vous invite à l'unanimité à accepter la modification de cette loi telle que proposée par le Conseil fédéral.
Abstimmung - Vote Für den Antrag der Kommission (Eintreten) offensichtliche Mehrheit
Für den Antrag der SD/Lega-Fraktion (Nichteintreten) 3 Stimmen
Präsident: Nun folgt die Abstimmung über den Rückwei- sungsantrag.
Abstimmung - Vote Für den Antrag der Fraktion der Auto-Partei 11 Stimmen
Dagegen offensichtliche Mehrheit
Detailberatung - Discussion par articles
Titel und Ingress, Ziff. I-III Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Titre et préambule, ch. I-III Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Präsident: Für die Uebergangsbestimmungen gilt der Vorbe- halt der definitiven Regelung der Referendumsfrage.
Angenommen - Adopté
Gesamtabstimmung - Vote sur l'ensemble Für Annahme des Entwurfes Dagegen
55 Stimmen 10 Stimmen
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
92.057-12
EWR. Anpassung des Bundesrechts (Eurolex) Landwirtschaftsgesetz. Aenderung EEE. Adaptation du droit fédéral (Eurolex) Loi sur l'agriculture. Modification
Botschaft I und Beschlussentwurf vom 27. Mai 1992 (BBI V 1) Message I et projet d'arrêté du 27 mai 1992 (FF V 1) Beschluss des Ständerates vom 27. August 1992 Décision du Conseil des Etats du 27 août 1992 Kategorie IV, Art. 68 GRN - Catégorie IV, art. 68 RCN
Antrag der Kommission Eintreten
Antrag der SD/Lega-Fraktion Nichteintreten
Antrag der Fraktion der Auto-Partei Rückweisung des Geschäfts 92.057-12 Eurolex an den Bun- desrat
mit dem Auftrag, klare Arbeitspapiere vorzulegen, welche den geltenden Gesetzestext, die Forderung des Acquis commu- nautaire, den Entwurf des Bundesrates und den Entscheid der Kommission in der auf Fahnen üblichen synoptischen Darstel- lung zeigen.
Proposition de la commission Entrer en matière
Proposition du groupe DS/Ligue Ne pas entrer en matière
Proposition du groupe des automobilistes Renvoyer le projet Eurolex 92.057-12 au Conseil fédéral en l'invitant à soumettre des documents de travail qui présen- tent avec toute la clarté souhaitable, au moyen des dépliants habituels, le texte de loi actuellement en vigueur, les exigen- ces de l'acquis communautaire, le projet du gouvernement et la décision de la commission.
Baumann, Berichterstatter: Die Aenderung des Landwirt- schaftsgesetzes im Zusammenhang mit der Eurolex-Vorlage ist nicht zu verwechseln mit der Aenderung des Landwirt- schaftsgesetzes im Zusammenhang mit den Direktzahlungen. Dieses Geschäft werden wir in zwei Wochen zu behandeln haben.
Sie wissen, dass der EWR-Vertrag die Landwirtschaft weitge- hend ausschliesst. Im Bereich der landwirtschaftlichen Hilfs- stoffe haben sich die Efta-Länder aber verpflichtet, die EG- Richtlinien zu übernehmen; dazu schaffen wir hier die Rechts- grundlage. Der vorliegende Entwurf enthält verschiedene De- legationsnormen zum Erlass von Verordnungsrecht, weil es sich einmal mehr um eine sehr komplizierte Materie handelt. Bereits die bisherige Regelung der landwirtschaftlichen Hilfs- stoffe war von Delegationen an die Forschungsanstalten ge- prägt. Unter den Oberbegriff «landwirtschaftliche Hilfsstoffe» fallen die Bereiche Saat- und Pflanzgut, Düngemittel, Futter- mittel und Pflanzenschutzmittel. In meinen Kreisen spricht man hier eher von Pestiziden. Die Regelung des Hilfsstoffbe- reiches ist in der EG vielfältiger als in der Schweiz; die Rege- lungsdichte ist grösser. Ich glaube, das muss man sagen. Das massgebende EWR-Recht zu den einzelnen Hilfsstoffgruppen lässt sich stichwortartig etwa wie folgt umschreiben:
Zum Saat- und Pflanzgut: Nach einer dreijährigen Ueber- gangsfrist wird ein gemeinsamer Sortenkatalog für landwirt- schaftliche Pflanzenarten vorgesehen. Basis dazu sind die na- tionalen Sortenkataloge. Dies dürfte zu einer grösseren Sor-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
EWR. Anpassung des Bundesrechts (Eurolex) Bundesgesetz über die Ein- und Ausfuhr von Erzeugnissen aus Landwirtschaftsprodukten. Aenderung EEE. Adaptation du droit fédéral (Eurolex) Loi fédérale sur l'importation et l'exportation de produits agricoles transformés. Modification
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Consiglio nazionale
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Seduta
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Datum 23.09.1992 - 15:00
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