E 30 septembre 1992
932
Interpellation Cavelty
92.3251 Postulat Cavelty Förderung neuer Techniken des kombinierten Verkehrs Pour de nouvelles techniques de transport combiné
Wortlaut des Postulates vom 17. Juni 1992
Der Bundesrat wird eingeladen, neue Techniken des kombi- nierten Verkehrs Schiene/Strasse wie zum Beispiel Kombitrai- ler oder Road Railer für die Anwendung im Transit- und im Bin- nenverkehr zu prüfen und gegebenenfalls die nötigen Mass- nahmen zur Förderung dieser Formen des kombinierten Ver- kehrs zu treffen. Dabei ist auch zu prüfen, ob neue Formen der Zugsbildung statt des aufwendigen Rangierens möglich sind. Eine Zusammenarbeit mit dem Strassentransportgewerbe und eine technische Harmonisierung im europäischen Rah- men sind anzustreben.
Texte du postulat du 17 juin 1992
Le Conseil fédéral est invité à examiner la possibilité d'utiliser de nouveaux systèmes de transport combiné rail/route («Kom- bitrailer», «Road Railer» par exemple) dans le trafic de transit et dans le trafic intérieur et de prendre le cas échéant les mesu- res nécessaires pour promouvoir ces techniques. Il faut aussi étudier la possibilité de former les convois de façon plus ra- pide que par les longues manoeuvres auxquelles on procède actuellement. On cherchera à coopérer avec l'industrie des transports et à assurer une harmonisation technique sur le plan européen.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Cavelty: Das vorliegende Postulat möchte den Güterverkehr vermehrt von der Strasse auf die Schiene verlegen. Es lädt den Bundesrat ein, neue Techniken des kombinierten Verkehrs, wie zum Beispiel Kombitrailer oder Road Railer, zu prüfen und gegebenenfalls die notwendigen Massnahmen zur Förderung dieser Formen des kombinierten Verkehrs zu treffen. Bis jetzt werden bei uns folgende Formen praktiziert: die «rollende Strasse», die an Aktualität immer mehr abnimmt; der Contai- nertransport, der auch in Zukunft die beste Form des Güterver- kehrs darstellt; die neueste Technik, die als Ergänzung zum Containertransport diesem Postulat zugrunde liegt: eine Ver- knüpfung von Sattelanhänger und Eisenbahnwaggon. Die Umwandlung eines Eisenbahnwaggons in ein Strassenfahr- zeug dauert wenige Minuten und bedarf keines Umschlag- bahnhofes, sondern nur eines mit Strassenfahrzeugen befahr- baren Gleises. Unsere Verkehrskommission hatte an ihrer Au- gustsitzung in Landquart Gelegenheit, einer entsprechenden Demonstration beizuwohnen. Wir waren über die Einfachheit des Systems verblüfft.
Weil heute in Europa verschiedene Systeme erprobt werden und noch keines definitiv eingeführt ist, ist es wichtig, dass rasch eine europaweit kompatible Lösung gefunden wird. Die Schweiz als Alpentransitland hat grosses Interesse daran, dass ein solches System möglichst rasch in ganz Europa Ver- breitung findet
Das Postulat möchte den Bundesrat einladen, die entspre- chenden Bemühungen und Studien wohlwollend zu verfolgen und zu unterstützen.
Bundesrat Ogi: Der Bundesrat ist selbstverständlich bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
92.3298
Interpellation Cavelty Pendolino für die Strecke München-Bregenz-Chur/Zürich Engagement de la composition de type Pendolino sur le trajet Munich-Bregenz-Coire/Zurich
Wortlaut der Interpellation vom 19. Juni 1992
Die Deutsche Bundesbahn setzt seit dem Fahrplanwechsel auf den beiden Nebenfernstrecken Nürnberg-Bayreuth und Nürnberg-Hof neue Dieseltriebzüge ein. Damit sollen sich die Fahrzeiten ganz erheblich verkürzt haben.
Ist der Bundesrat bereit, bei seinen Bestrebungen zur Förde- rung der Linien München-Chur und München-Zürich den Einsatz solcher Züge ebenfalls zu prüfen? Wie gross wären die Zeitersparnisse und wie hoch die Kosten?
Texte de l'interpellation du 19 juin 1992
Les chemins de fer allemands font circuler depuis le change- ment d'horaire de nouvelles rames automotrices diesel sur les deux lignes Nuremberg-Bayreuth et Nuremberg-Hof. Cela a permis de réduire très considérablement la durée des trajets. Le Conseil fédéral est-il prêt à étudier également la possibilité d'utiliser de tels trains, dans le cadre de la promotion des li- gnes Munich-Coire et Munich-Zurich? Quels seraient les gains de temps réalisables? Quels seraient les coûts?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Cavelty: Beim vorherigen Vorstoss ging es um den Güterver- kehr. Hier geht es um den Personenverkehr. Seit vielen Jahren gehöre ich zu den Anhängern des Pendolino bzw. von Neige- fahrzeugen. Diese können auf kurvenreichen Strecken die gleichen Geschwindigkeiten erreichen wie normale Züge auf begradigten Neubaustrecken. Ganz Europa schafft solche Neigefahrzeuge an. Nur die SBB haben da gewisse Hemmun- gen, üben eine gewisse Zurückhaltung, und dies, obschon wir mit den Probezügen letztes Jahr von Bern nach Brig beste Er- fahrungen gemacht haben. Diese positiven Erfahrungen wur- den nicht sehr bekanntgemacht.
Im Sinne meiner früheren Ausführungen erwarte ich immer noch generell ein grösseres Engagement der SBB für Neige- fahrzeuge, dies vor allem auch mit Blick auf «Bahn 2000» und eventuell mögliche «Einsparungen» von Neubaustrecken, z. B. auf der Strecke Bern-Lausanne.
Bei meiner Interpellation geht es aber konkret darum, darauf aufmerksam zu machen, dass die Deutsche Bundesbahn für nicht elektrifizierte Strecken mit Erfolg einen Diesel-Pendolino einsetzt und damit etwa 20 bis 25 Prozent Geschwindigkeit ge- winnt.
Ich möchte den Bundesrat fragen, ob er auch der Meinung ist, man solle die Frage des Einsatzes eines solchen Pendolinos für die Strecke München-Zürich wohlwollend prüfen. Wenn dies bejaht würde, würde sich die Frage stellen, ob der Pendo- lino dann, statt in Zürich quasi zu übernachten, nicht gerade bis nach Chur weitergezogen werden könnte, wenigstens während der Saison.
Das ist das Anliegen dieser Interpellation.
Bundesrat Ogi: Der Interpellant fragt, ob es möglich wäre, den Pendolino für die Strecke München-Bregenz-Chur/Zürich einzusetzen, also nicht für die Strecke zwischen Bern und Lau- sanne; ich gebe damit nur für diesen Bereich eine Antwort Die SBB haben in den letzten Jahren zusammen mit den ande- ren an der Verbindung zwischen München, Lindau und der Schweiz beteiligten Bahnen verschiedene Möglichkeiten ge- prüft, die zu einer Reisezeitverkürzung führen könnten. Dabei wurden auch Neigezüge mit aktiver und passiver Querneige-
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Postulat Cavelty Förderung neuer Techniken des kombinierten Verkehrs Postulat Cavelty Pour de nouvelles techniques de transport combiné
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Jahr
1992
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Session d'automne
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Sessione autunnale
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Consiglio degli Stati
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07
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Seduta
Geschäftsnummer 92.3251
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Datum
30.09.1992 - 08:00
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932-932
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