Motion Danuser
2744
N
18 décembre 1992
Il n'y a pas de demande pour de nouvelles lignes à grand débit traversant le Jura. C'est pourquoi de tels projets ne figurent ni dans les plans français ni dans les plans suisses. Cela n'est d'ailleurs pas du tout nécessaire. Il s'agit en premier lieu de mieux utiliser le réseau existant.
Nous sommes persuadés que les besoins de transports trans- jurassiens iront en croissant dans une Europe en pleine ex- pansion. Cela concerne tant les transports entre le canton du Jura et Belfort, région où l'on pourra d'ailleurs trouver une jonction avec la future ligne TGV, que les transports entre l'ouest du Plateau, la France-Comte et la Bourgogne. Nous sommes tout à fait disposés à collaborer avec la France et les chemins de fer concernés pour élaborer des conceptions ré- gionales des transports.
L'intervention devra toutefois être transmise sous la forme d'un postulat. L'article 22 de la loi sur les rapports entre les conseils précise qu'une motion sert à confier au Conseil fédé- ral le soin de présenter un projet de loi ou d'arrêté fédéral ou de prendre une mesure. La fourniture d'un rapport ne remplit pas ces conditions.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Le Conseil fédéral propose de transformer la motion en pos- tulat.
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
92.3274
Motion Danuser Aenderung von Artikel 49 Absatz 1 des Bundesgesetzes über die Nutzbarmachung der Wasserkräfte Loi sur l'utilisation des forces hydrauliques. Modification de l'article 49, 1er alinéa
Wortlaut der Motion vom 18. Juni 1992
Der jährliche Wasserzins von heute 54 Franken pro Kilowatt Bruttoleistung wird spätestens alle fünf Jahre angemessen er- höht, bis er den Realwert des Jahres 1916 erreicht. Alsdann wird er dem Konsumentenpreisindex periodisch angepasst Bis dieser Realwert erreicht ist, kann der Bundesrat zugunsten der Kantone oder nach kantonaler Gesetzgebung Berechtig- ten jeweils einen gleich hohen Betrag für die Sicherstellung der Verpflichtungen gemäss Artikel 22 Absätze 3 bis 5 des Wasserrechtsgesetzes (Ausgleichsleistungen) sowie ange- messene Beiträge für die Nutzung erneuerbarer Energien erheben.
Für besonders energieintensive Unternehmungen können Ausnahmeregelungen getroffen werden, sofern die Standort- gebundenheit derselben andernfalls gefährdet wäre.
Texte de la motion du 18 juin 1992
La redevance annuelle, qui est aujourd'hui de 54 francs par ki- lowatt théorique, est relevée tous les cinq ans au moins jusqu'à ce qu'elle ait atteint sa valeur réelle de 1916. Ensuite, elle sera adaptée périodiquement à l'indice des prix à la consommation.
Jusqu'à ce que cette valeur soit atteinte, le Conseil fédéral peut percevoir un montant égal à la redevance annuelle, en fa- veur des cantons ou des ayants droit désignés par les législa- tions cantonales, pour l'accomplissement des obligations qui leur incombent en vertu de l'article 22, alinéas 3 à 5, de la loi sur l'utilisation des forces hydrauliques (montants compensa- toires). Il peut également percevoir un montant approprié pour favoriser l'exploitation des énergies renouvelables.
Des exceptions peuvent être prévues pour les entreprises qui consomment une grande quantité d'énergie et qui, s'il n'y avait pas de réglementation spéciale, envisageraient un trans- fert de leurs activités.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Baumann, Bäumlin, Bircher Silvio, Bodenmann, Brunner Christiane, Bundi, Carobbio, Caspar-Hutter, Columberg, Diener, Dünki, Eggenberger, Fankhauser, von Felten, Giger, Goll, Grendelmeier, Gross An- dreas, Haering Binder, Hafner Rudolf, Hafner Ursula, Haller, Hämmerle, Hollenstein, Jeanprêtre, Keller Anton, Lederger- ber, Leemann, Leuenberger Ernst, Maeder, Marti Werner, Meyer Theo, Misteli, Nabholz, Seiler Rolf, Stamm Judith, Stei- ger, Strahm Rudolf, Tschäppät Alexander, Vollmer, Wieder- kehr, Züger (42)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Zu Beginn der Wasserkraftnutzung galt es, die Entwicklung derselben nicht mit zu hohen Abgaben zu belasten. So wurde anlässlich der Beratungen des Wasserrechtsgesetzes 1913 bis 1916 der Wasserzins mit 6 Franken pro Brutto-PS festge- setzt. Dieser Betrag entsprach dem Taglohn eines Facharbei- ters. Heute wird laut Biga ein Tageslohn von 200 Franken ein- gesetzt. Der Wasserzins beträgt heute jedoch lediglich 54 Franken pro Kilowatt bzw. rund 40 Franken pro Brutto-PS, d. h. etwa 20 Prozent des realen Wertes von 1916. Das Berg- gebiet erhält also heute noch rund einen Fünftel des 1916 be- schlossenen Betrages. Gesamtschweizerisch betragen die Wasserzinse 260 Millionen Franken, im Jahre 1989 waren dies 2 Prozent des Elektrizitätsgeschäftes von 13,2 Milliarden Fran- ken. Davon erhalten die Gebirgskantone inklusive Tessin und Alpennordseite rund 80 Prozent oder 210 Millionen Franken pro Jahr. Dies ist keine angemessene Vergütung für diesen einheimischen Rohstoff. Und weil angesichts der gegenwärti- gen Finanzprobleme des Bundes überall und insbesondere auch zu Lasten des Berggebietes Beiträge gestrichen werden, ist eine Anpassung der Wasserzinse doppelt begründet.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 11. November 1992 Rapport écrit du Conseil fédéral du 11 novembre 1992
Anlässlich einer vor kurzem durchgeführten Revision des Bun- desgesetzes über die Nutzbarmachung der Wasserkräfte (WRG) wurde eine deutliche Erhöhung des Wasserzinsmaxi- mums durch das Parlament beschlossen. Der Betrag von 54 Franken pro Kilowatt trat am 1. Januar 1990 in Kraft. Es stellt sich die Frage, ob unter Berücksichtigung der Wahrung der Rechtssicherheit und des Grundsatzes von Treu und Glau- ben eine neuerliche Erhöhung des Wasserzinsmaximums nach so kurzer Zeit angemessen ist. Die Beliehenen müssen sich im Bereich der Wasserzinsen auf eine klare politische Li- nie stützen können, ohne allzuoft finanzielle Aspekte in den Konzessionsverhältnissen überprüfen zu müssen. Dies gilt um so mehr, als die Wasserzinsen nicht die einzigen Leistun- gen sind, die sie zugunsten der Konzedenten erbringen.
Das Programm «Energie 2000» strebt bis ins Jahr 2000 eine Erhöhung um 5 Prozent der Energieerzeugung durch Wasser- kraft an. Der Bund setzt sich im Rahmen dieses Programms für die Entwicklung günstiger Bedingungen für die Produktions- steigerung ein. Die Aufhebung des Wasserzinsmaximums könnte die gewünschte Entwicklung gefährden. In diesem Zu- sammenhang ist darauf hinzuweisen, dass einige Kantone (beispielsweise BE, LU, SO, SG) den Wasserzins für Kleinkraft- werke aufgehoben oder reduziert haben.
Für die zusätzliche Abgabe zur Sicherstellung der Verpflich- tungen nach Artikel 22 Absätze 3 bis 5 des Wasserrechtsge- setzes bestünde keine Verfassungsgrundlage.
In einer Zeit, in der das Indexieren der Preise zunehmend in Frage gestellt wird, ist es nicht angebracht, neue Indexierun- gen einzuführen.
Aufgrund der verschiedenen Leistungen, die den Beliehenen auferlegt werden, könnten bei zu hohen Abgaben Betriebe, die grosse Energiemengen benötigen, welche sie selber pro- duzieren, einen Transfer ihrer Tätigkeiten ins Ausland in Be- tracht ziehen.
2745
Motion Columberg
Die Anpassung der Obergrenze für den Wasserzins könnte ra- scher über den Gesetzesweg erfolgen, wenn der Bundesrat befugt wäre, den in Artikel 49 des WRG festgelegten Betrag periodisch anzugleichen. Obwohl diese Lösung 1985 vom Parlament abgelehnt wurde, sollte sie einer erneuten Prüfung unterzogen werden.
Der Bundesrat ist sich auch der finanziellen Schwierigkeiten bewusst, mit denen Kantone und Gemeinden zu kämpfen ha- ben. Er erklärt sich deshalb bereit, die Frage einer Erhöhung des höchstzulässigen Wasserzinses zu prüfen und beantragt die Umwandlung der Motion in ein Postulat.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Déclaration écrite du Conseil fédéral Der Bundesrat beantragt, die Motion in ein Postulat umzu- wandeln.
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
92.3279
Motion Columberg Wasserrechtsgesetz. Angemessene und gerechte Wasserzinse Loi sur l'utilisation des forces hydrauliques. Redevances équitables
Wortlaut der Motion vom 19. Juni 1992
Der Bundesrat wird eingeladen, den eidgenössischen Räten eine Revision von Artikel 49 des Bundesgesetzes über die Nutzbarmachung der Wasserkräfte vom 22. Dezember 1916, allenfalls unter Einbezug von Artikel 24bis Absatz 3 der Bun- desverfassung, zu unterbreiten, mit dem Ziel, den höchstzu- lässigen Wasserzins den geänderten Verhältnissen anzupas- sen. Gleichzeitig soll der Bundesrat prüfen, ob auf die gesetzli- che Festsetzung einer Obergrenze für den Wasserzins ver- zichtet werden kann.
Texte de la motion du 19 juin 1992
Le Conseil fédéral est chargé de soumettre aux Chambres un projet de révision de l'article 49 de la loi du 22 décembre 1916 sur l'utilisation des forces hydrauliques, en se référant le cas échéant à l'article 24bis 3e alinéa de la constitution, dans le but d'adapter la limite supérieure des redevances aux condi- tions actuelles. Il conviendrait également d'examiner la possi- bilité de renoncer à limiter la redevance annuelle par la voie lé- gislative.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Baumberger, Bezzola, Bir- cher Peter, Blatter, Bodenmann, Bonny, Bühler Simeon, Bundi, Bürgi, Caccia, Caspar-Hutter, Comby, Cotti, Danuser, Darbellay, David, Deiss, Dettling, Dormann, Ducret, Eggen- berger, Engler, Epiney, Fasel, Grendelmeier, Grossenbacher, Haller, Hämmerle, Hari, Heberlein, Hildbrand, Jäggi Paul, Jöri, Keller Anton, Kühne, Ledergerber, Leu Josef, Maeder, Marti Werner, Maspoli, Meyer Theo, Nabholz, Raggenbass, Rutis- hauser, Schmidhalter, Schnider, Segmüller, Seiler Hanspeter, Seiler Rolf, Stamm Judith, Steffen, Steinegger, Theubet, Tschäppät Alexander, Weder Hansjürg, Wick, Wiederkehr, Zü- ger, Zwahlen, Zwygart (60)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Am 21. Juni 1985 haben die eidgenössischen Räte eine Erhö- hung des Wasserzinsmaximums beschlossen. Die Erhöhung erfolgte stufenweise, die letzte Anfang 1990. Demnach beträgt die jährliche Entschädigung heute 54 Franken pro Kilowatt Bruttoleistung.
Seit der Beschlussfassung beläuft sich die Teuerung auf über 25 Prozent. Bei der damaligen parlamentarischen Beratung wurde leider dem Bundesrat nicht die Kompetenz für eine pe- riodische Anpassung des Höchstsatzes an die veränderten Verhältnisse erteilt. Die Teuerungsanpassung ist jedoch ein elementarer Grundsatz unserer Marktwirtschaft, was auch der Bundesrat mehrfach betont hat. So führte beispielsweise Bun- desrat Leon Schlumpf bei der Behandlung der Gesetzesrevi- sion in der Sitzung des Nationalrates vom 20. Juni 1985 aus: «Man muss die Teuerung ausgleichen. Das ist eine ganz ele- mentare Forderung. Die Vergütung für dieses wertvolle Gut - es ist übrigens nicht das zur Verfügung gestellte Wasser, son- dern die Wasserkraft, also Menge plus Gefälle; das Wasser wird nicht verkauft - muss doch insgesamt real in ihrem Wert erhalten bleiben.» (AB 1985 N 1183).
Da eine neue Anpassung der Entschädigung (infolge des langwierigen parlamentarischen Verfahrens) viel Zeit bean- sprucht, werden die neuen Ansätze nicht vor 1995 in Kraft tre- ten können. Bis zu diesem Zeitpunkt dürfte die Geldentwer- tung rund 35 Prozent betragen, so dass die Wasserrechtsver- leiher (Kantone und Gemeinden) einen erheblichen Substanz- verlust für eine ihrer wenigen Ressourcen erleiden. Die Vorar- beiten für die Anpassung müssen deshalb unverzüglich ein- geleitet werden. - Als Vergleich sei angeführt, dass der Real- wert des Wasserzinses auf der Grundlage der Ansätze von 1916 heute 270 Franken pro Kilowatt betragen würden.
Uebrigens werden die Stromkonsumenten eine angemes- sene Anpassung kaum spüren, da die Entschädigung für den Rohstoff «Wasserkraft» lediglich 7 Prozent des Strompreises oder 0,8 Rappen pro Kilowatt beträgt.
Bei der Wasserkraft handelt es sich um eine äusserst wert- volle, preisgünstige, erneuerbare und umweltfreundliche Energie. Die Entschädigung dieser wertvollen Energie ent- spricht jedoch nicht dem Marktwert. Deshalb muss im Rah- men der Revision der Wasserrechtsgesetzgebung eine Lö- sung mit einer gerechteren bzw. marktkonformen Wasserzins- entschädigung gesucht werden.
Gegenwärtig werden grosse Anstrengungen zur Revitalisie- rung der Wirtschaft und zur Deregulierung unternommen. Die staatliche Preisfestsetzung im Wasserrechtsgesetz passt nicht in unser freiheitliches marktwirtschaftliches Ordnungssystem. Sie ist ein Unikum in unserer Rechts- und Wirtschaftsordnung und widerspricht den Bemühungen des Bundesrates zur Er- höhung der Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft.
Ein Verzicht auf eine gesetzliche Preisschranke drängt sich um so mehr auf, als sie damals unter völlig anderen Vorausset- zungen eingeführt wurde, nämlich um zu verhindern, dass durch zu hohe Wasserzinse die Nutzung der Wasserkraft be- hindert werden könnte. Heute muss die Abgeltung des Roh- stoffes «Wasserkraft» über eine möglichst marktgerechte Grundlage erfolgen. Dadurch wird ein haushälterischer Um- gang mit dieser wertvollen Energie gefördert.
Schliesslich ist eine Anpassung bzw. Neuregelung auch nötig, um den Berg- und Randgebieten zu ermöglichen, ihre eigene Ressourcen besser auszuschöpfen. Diese wertvolle regional- politische Massnahme kann die mit der europäischen Inte- gration sich für die Berggebiete ergebenden Probleme etwas mildern.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 11. November 1992 Rapport écrit du Conseil fédéral du 11 novembre 1992
Die Wasserkraft ist eine einheimische und erneuerbare Ener- giequelle, deren Nutzung unterstützt werden soll. Hohe Was-
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Motion Danuser Aenderung von Artikel 49 Absatz 1 des Bundesgesetzes über die Nutzbarmachung der Wasserkräfte Motion Danuser Loi sur l'utilisation des forces hydrauliques. Modification de l'article 49, 1er alinéa
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
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Volume
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Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.3274
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Numero dell'oggetto
Datum 18.12.1992 - 08:00
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Data
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20 022 109
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