Postulat Loeb François
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N
2 mars 1993
puls geben, der dringend notwendig ist, damit wir nicht zu spät sind.
Hier ist eine ungeheure Entwicklung im Gange, und wir sollten diese Entwicklung nicht verschlafen.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- tes befriedigt.
92.3368
Interpellation Aubry Erhöhung der Radio- und Fernsehgebühren und neues Magazin «Hublot» Hausses des taxes de la radio et de la télévision et parution du magazine «Hublot»
Diskussion - Discussion
Siehe Jahrgang 1992, Seite 2788 - Voir année 1992, page 2788
Mme Aubry: Ceci intéresse uniquement les Romands et pas les Suisses alémaniques. Cette interpellation avait deux points bien précis. Le premier est tombé, c'était la hausse des rede- vances télévision et radio qui a déjà été décidée par le Conseil fédéral. Nous n'y reviendrons donc pas, même si nous la dé- plorons.
Le deuxième point concerne le magazine «Hublot». Ce maga- zine cause de nombreux soucis à la presse quotidienne. Il a été distribué à 760 000 exemplaires dans toutes les boîtes aux lettres de Suisse romande gratuitement. Et ce qui dérange c'est justement la gratuité à un moment où la presse écrite su- bit un net recul de la publicité. Je vous rappellerai une chose importante: en ce moment les petits journaux en Suisse ro- mande ont perdu le 22,2 pour cent de leur publicité, et leur pa- rution est mise en péril. Or, nous avons besoin de journaux ré- gionaux, nous avons besoin de diversité dans la presse, mais nous n'avons pas besoin d'une concurrence déloyale gratuite de la télévision. De tous côtés, on la trouve inadmissible. Et la télévision va publier deux fois, peut-être trois fois par an ce ma- gazine qui, jugé par une certaine presse, ne semble pas d'un niveau très élevé. Selon des statistiques fiables, la télévision a déjà capté régulièrement 4 pour cent du total de la manne pu- blicitaire et les journaux ont vu leur part de publicité descendre de 37 à 32 pour cent. En janvier, la presse quotidienne a cons- tate une réduction de 12 pour cent des annonces par rapport au mois de janvier précédent.
On a parlé dans la réponse du Conseil fédéral de marketing, mais est-ce réellement une image de marque que ces photo- graphies rapidement sous-titrées du magazine «Hublot»? A mes yeux, elle n'est pas très élevée, aux yeux des spécialistes, non plus. Je pense que, comme marketing, la télévision ro- mande est fort bien servie puisque toute la journée elle passe sur le petit écran pour se faire valoir.
Je vous demande, Monsieur le Président de la Confédération, de faire appliquer, parce que ceci est quand même assez ur- gent, le cahier des charges de la télévision suisse romande afin d'éviter, avec la presse écrite, une concurrence que nous appellerons déloyale.
Bundespräsident Ogi: Wenn ich jetzt das wieder höre und auch die Diskussion von vorhin etwas analysiere, habe ich manchmal schon den Eindruck: Wir haben irgendwie in den letzten Jahren eine Lust am Scheitern entwickelt, eine Verliebt- heit ins Scheitern, anstatt eine Verliebtheit in den Erfolg. Ich möchte grundsätzlich sagen: Man muss in den Erfolg verliebt sein und nicht ins Scheitern.
In diesem Zusammenhang habe ich etwas Mühe, die Interpel- lation Aubry zu verstehen. Die Frage hat beim Entscheid des Bundesrates vom 18. November über die Gebührenerhöhung überhaupt keine Rolle gespielt.
Es geht hier um zwei verschiedene Themen: Es geht einerseits um die Erhöhung der Radio- und Fernsehgebühren - diese Gebühren haben Radio und Fernsehen dringend nötig -, an- derseits geht es um die neue Zeitschrift des Westschweizer Fernsehens, das hier unternehmerisch gehandelt hat. Wir ha- ben im Rahmen der jüngsten Strukturreform der SRG - Sie ha- ben das mit dem neuen Radio- und Fernsehgesetz bestätigt - vermehrtes unternehmerisches Handeln und Denken verlangt und auch gefordert. Jedes Medium der SRG soll eine selb- ständige Betriebseinheit bilden und über einen eigenen unter- nehmerischen Ermessensspielraum verfügen. Das wurde im Rahmen des Radio- und Fernsehgesetzes ganz klar von der Mehrheit gefordert; Sie können das in den Protokollen nach- lesen.
Deshalb soll das Westschweizer Fernsehen auch mit einer ex- ternen Publikation hier Marketing betreiben können. Es soll sich gegenüber der grossen Konkurrenz, die heute gerade in diesem Bereich besteht, wenigstens in der Schweiz, Frau Au- bry, durchsetzen können. «Hublot» stellt einen neuen Kommu- nikationskanal zwischen den Sponsoren, die wir dringend suchen und die Ihr Parteikollege Mühlemann von uns oder von der SRG gefordert hat, damit man diese Kooperations- möglichkeiten mit ihnen realisieren kann.
Irgendwie braucht es diesen Kommunikationskanal zwischen den möglichen Sponsoren - zwischen denjenigen, die bereit sind zu unterstützen - und der SRG und natürlich auch dem Publikum. So gesehen ist «Hublot» auch keine Konkurrenz zu übrigen Presseerzeugnissen. Ich kann Ihnen sagen: Die Fi- nanzierung dieses Kommunikationskanals erfolgt aus den ei- genen Werbeeinnahmen, die dieses Organ, dieser Kommuni- kationskanal, erzielt. Die Zeitschrift ist also selbsttragend. Das neue Magazin steht somit in keinem Zusammenhang mit der Erhöhung der Empfangsgebühren.
Es ist bei der SRG, bei den PTT, bei den SBB immer wieder das gleiche. Bei den Budgets, bei den Rechnungen verlangt man von uns unternehmerisches Handeln. Wir gehen dann hin - mit A-Post - zu diesen Unternehmungen und sagen ihnen: «Unternehmerisch handeln, bitte. Man erwartet von Ihnen, dass .... usw.» Und wenn sie dann etwas unternehmen, eben unternehmerisch handeln, dann wird immer wieder kritisiert. Ich glaube, wir sollten hier etwas Grosszügigkeit entwickeln; wir sollten nicht die Lust am Scheitern entwickeln, sondern wir sollten die Lust am Reüssieren, am Erfolg, entwickeln.
Präsident: Die Interpellantin ist von der Antwort des Bundes- rates nicht befriedigt.
92.3571
Postulat Loeb François Mehrsprachige Sendungen an Radio und Fernsehen Radio et télévision. Emissions plurilingues
Wortlaut des Postulates vom 18. Dezember 1992
Der Bundesrat wird gebeten, möglichst rasch dafür zu sorgen, dass die SRG in den deutschsprachigen Programmen regel- mässig mehrsprachige Sendungen, an denen gleichzeitig mehrere Landessprachen beteiligt sind, am Radio und Fern- sehen durchführt.
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Postulat Loeb François
Texte du postulat du 18 décembre 1992 Le Conseil fédéral est prié de veiller sans retard à ce que la SSR prévoie dans les programmes de la radio et de la télévi- sion alémaniques des émissions dans lesquelles plusieurs langues nationales sont utilisées.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bonny, Couchepin, Gysin, Nabholz (4)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die SRG hat unter anderem die Aufgabe, zur Verständigung innerhalb des Landes beizutragen. Mehrsprachige Sendun- gen (von der Diskussionssendung, in der jeder in seiner Mut- tersprache spricht, bis zur Sportübertragung) sind in sehr vie- len Variationen möglich. Solche Sendungen sollten rasch auf- genommen werden, da deutsch-französische Gemein- schaftsprojekte bereits in diese Richtung stossen und es unse- rem mehrsprachigen Land gut anstünde, hier Pionierarbeit zum Wohle der gegenseitigen Verständigung zu leisten.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 3. Februar 1993 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 3 février 1993 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat als Prüfungsauftrag ent- gegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
Schluss der Sitzung um 13.00 Uhr La séance est levée à 13 h 00
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Loeb François Mehrsprachige Sendungen an Radio und Fernsehen Postulat Loeb Radio et télévision. Emissions plurilingues
In
Dans
In
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Jahr
1993
Année
Anno
Band
I
Volume
Volume
Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
02
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.3571
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 02.03.1993 - 08:00
Date
Data
Seite
74-75
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Pagina
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20 022 338
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