Interpellation Keller Rudolf
1920
N
7 octobre 1994
Le Conseil fédéral a-t-il examiné, avec le Procureur général du Canton de Vaud et le juge d'instruction chargé de l'enquête sur l'assassinat de Kazem Radjavi, l'opportunité d'une telle procédure?
D'après des déclarations publiques faites par le juge d'instruc- tion vaudois Roland Châtelain, ce dernier dispose d'un dos- sier particulièrement solide. Il a pu dresser une liste de non moins de 13 suspects, dont les identités, vraies ou fausses, sont parfaitement connues à partir de photocopies de leurs papiers d'identité. Il semblerait, en outre, qu'il existe d'autres éléments de preuve, en particulier des photographies prises par un piège-radar, qui permet d'identifier les quatre occu- pants de la voiture utilisée par les assassins.
Bien qu'il faille admettre qu'un procès en l'absence des accu- sés ne correspond pas forcément à nos us et coûtumes, il faut reconnaître que seule cette procédure permet de porter à la connaissance du public et du monde les détails de cet assas- sinat terroriste particulièrement odieux.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 11. Mai 1994 Rapport écrit du Conseil fédéral du 11 mai 1994
La question du procès par contumace relève entièrement de la compétence des autorités judiciaires vaudoises. Les autorités fédérales ne peuvent pas se prononcer sur cette question.
Erklärung des Interpellanten: nicht befriedigt Déclaration de l'interpellateur: non satisfait
94.3235
Interpellation Keller Rudolf Neues Namensrecht und Überfremdung Nouvelle réglementation sur les prénoms et surpopulation étrangère
Wortlaut der Interpellation vom 15. Juni 1994 Ich frage den Bundesrat:
Wie sieht er die Probleme im neuen Namensrecht, und wie- weit trägt er diesen Rechnung?
Werden gewisse Schutzmassnahmen im Namensrecht noch aufrechterhalten? Wenn ja, welche?
Ist er sich bewusst, dass mit dieser Lockerung die soziale und gesellschaftliche Kluft zwischen Einheimischen und Ein- wanderern eher verstärkt wird?
Versteht er, dass viele Einheimische ob solcher Regelungen das Gefühl haben, «verkauft» und nicht mehr ernst genommen zu werden?
Fördert er mit solchen Massnahmen bewusst ein multikultu- relles Völkergemisch mit dem Ziel, unsere viersprachige Wil- lensnation längerfristig in Frage zu stellen und von dieser Staatskonzeption abzukehren?
Texte de l'interpellation du 15 juin 1994 Je pose au Conseil fédéral les questions suivantes:
Est-il conscient des problèmes liés à la nouvelle réglemen- tation sur les prénoms et dans quelle mesure en tient-il compte?
La réglementation sur les prénoms contient-elle encore des mesures de protection? Si oui, lesquelles?
Le Conseil fédéral est-il conscient du fait que l'assouplisse- ment de la réglementation creusera encore le fossé social et culturel entre les Suisses et les immigrés?
Comprend-il le sentiment qu'ont de nombreux Suisses d'avoir été «vendus» et de ne plus être pris au sérieux?
Encourage-t-il sciemment un melting-pot démographique, afin de saper, à long terme, les fondements de notre nation quadrilingue unie par une volonté commune, et de détourner la Suisse de cette conception de l'Etat?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bischof, Stalder, Steffen (3)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Per 1. Juli 1994 lockert der Bundesrat die Vorschriften über die Wahl des Vornamens von Kindern. In der Verordnung werden die Begriffe «anstössig» und «widersinnig», welche bisher ei- nen gewissen Schutz vor Namensmissbrauch ermöglichten, gestrichen. Der Bundesrat liess mitteilen, dass die Schutzvor- schriften zur Namensgebung von Kindern infolge der Dauer- einwanderung in unser Land angeblich nicht mehr praktikabel seien. Somit soll es künftig vermehrt möglich sein, Kindern Na- men zu geben, aus denen nicht erkennbar ist, welchem Ge- schlecht sie angehören. Mit der Zunahme von Vornamen aus anderen Kulturkreisen sei dies unumgänglich.
Der Bundesrat leistet damit einen weiteren Beitrag zur Förde- rung der Überfremdung unseres Landes. Es gibt zudem im- mer mehr Vornamen, die kaum aussprechbar sind, was den Zusammenhalt im Volk nicht fördert!
Den betroffenen Kindern, die in unserer Gesellschaft mit ei- nem geschlechtlich nicht zuteilbaren Vornamen leben müs- sen, ist damit nicht geholfen - der Diskriminierung dieser Kin- der wird noch Vorschub geleistet. Das ist ihrer Integration nicht eben hilfreich und fördert direkt die Fremdenangst und Ableh- nung fremder Menschen.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 17. August 1994 Rapport écrit du Conseil fédéral du 17 août 1994
1./3./5. Die Fortentwicklung des geltenden Rechts im Sinne ei- ner gewissen Liberalisierung der Vornamenswahl bekräftigt die Freiheit und Verantwortung schweizerischer und ausländi- scher Eltern bei der Bestimmung der Vornamen ihrer Kinder. Im wesentlichen wird der Entwicklungsstand der vorherr- schenden Praxis festgeschrieben mit dem Ziel, auch formell eine grössere Offenheit in Zweifelsfällen zu ermöglichen und stossende Ungleichheiten bei der Rechtsanwendung, wie sie teilweise noch anzutreffen waren, zu beseitigen. Die Aktuali- sierung des Vornamensrechts erfolgt im Rahmen bewährter Grundsätze. Sie beeinträchtigt das Verhältnis zwischen der schweizerischen und der ausländischen Bevölkerung nicht und stellt die Viersprachigkeit unseres Landes nicht in Frage. Schon bisher gab es bei der Vornamenswahl keine Beschrän- kung auf die vier Landessprachen.
Nach wie vor haben die Zivilstandsbeamtinnen und Zivil- standsbeamten Vornamen zurückzuweisen, welche die Inter- essen des Kindes offensichtlich gefährden. So sind etwa un- zweifelhaft dem anderen Geschlecht zugehörige Vornamen weiterhin nicht zulässig. Im übrigen stärkt die massvolle Erwei- terung des Beurteilungs- und Ermessensspielraumes die Stel- lung der Zivilstandsbeamten und Zivilstandsbeamtinnen, wel- che die Eltern aufgrund ihrer besonderen Kenntnisse im Vor- namensrecht auch in Zukunft zum Wohle des Kindes sachkun- dig beraten werden.
Da einerseits die ausländische Wohnbevölkerung grund- sätzlich dem schweizerischen Namensrecht untersteht und andererseits Schweizer Eltern wie bisher ausländische Vorna- men wählen können, ist nicht einzusehen, inwiefern sich Schweizerinnen und Schweizer benachteiligt vorkommen könnten.
Erklärung des Interpellanten: nicht befriedigt Déclaration de l'interpellateur: non satisfait
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
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Jahr
1994
Année
Anno
Band
III
Volume
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Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 94.3235
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 07.10.1994 - 08:00
Date
Data
Seite
1920-1920
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20 024 590
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