N 16 décembre 1994
2486
Interpellation Hari
Dans quelle mesure pratique-t-on en Suisse une recherche orientée vers les causes de la toxicomanie?
Les résultats de cette recherche sont-ils déjà appliqués aux activités de prévention? Peut-on, dans ce sens, parler d'une politique antidrogue orientée vers les causes de la toxicomanie?
La recherche orientée vers les causes de la toxicomanie peut-elle encore être menée avec suffisamment d'intensité malgré la concentration actuelle des efforts scientifiques sur la distribution contrôlée d'héroïne?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 28. November 1994 Rapport écrit du Conseil fédéral du 28 novembre 1994
Certaines situations, comme l'usage de produits psychotro- pes par les parents ou frères et soeurs, l'accumulation d'échecs et d'exclusions scolaires ou professionnels, une éducation familiale sans cohérence ou alors par trop protec- trice, une expérience précoce de l'usage régulier de médica- ments non prescrits, de tabac ou d'alcool, etc., sont des fac- teurs reconnus d'aggravation des risques. Il n'y a cependant pas de relations de causalité simples ni univoques, et la majo- rité des enfants ayant vécu de telles «situations à risque» ne deviennent pas toxicomanes.
Ces connaissances sont aussi bien basées sur des études suisses que sur la littérature scientifique internationale.
Plusieurs enquêtes statistiques récentes en Suisse (en- quête en milieu scolaire en 1994, enquête sur la santé des ado- lescents en 1992/93, enquête suisse de santé 1992/93, diver- ses enquêtes sur les toxicomanes en traitement) donnent des informations importantes sur les caractéristiques sociales et démographiques des usagers de drogue comparés au reste de la population. Des travaux scientifiques basés sur d'autres méthodes (approche biographique, rétrospective, analyses ethnographiques, études qualitatives sur la prise de risque, etc.) viennent compléter ces connaissances.
Les résultats de ces analyses scientifiques suisses et étran- gères sont déjà en majeure partie appliqués aux activités de prévention. Toutefois, les facteurs de risque faisant souvent partie intégrante des structures sociales, les programmes de prévention doivent généralement s'orienter vers l'apprentis- sage de façon à surmonter des difficultés, sans pouvoir suppri- mer les risques.
La recherche orientée sur les causes et les situations favori- sant la toxicomanie a pu jusqu'ici être menée avec une inten- sité soutenue. Les recherches liées aux essais scientifiques avec distribution contrôlée n'ont pas fait obstacle à ces pro- jets. L'élargissement et l'approfondissement des questions de recherche liées à l'extension de ces essais devront être finan- cés par une rallonge de crédits afin de ne pas épuiser les res- sources nécessaires pour la recherche sur les causes de la toxicomanie.
Erklärung des Interpellanten: nicht befriedigt Déclaration de l'interpellateur: non satisfait
94.3177
Interpellation Hari Anhänger an vierradangetriebenen Motorfahrzeugen. Änderung der Verkehrsregelnverordnung
Remorques des véhicules à quatre roues motrices. Modification de l'ordonnance sur les règles de la circulation routière
Wortlaut der Interpellation vom 30. Mai 1994
Durch die überraschend erfolgte Teilrevision der Verkehrsre- gelnverordnung (VRV) werden viele Landwirte, besonders im Berg- und Hügelgebiet, vor grosse Schwierigkeiten gestellt. Ich frage deshalb den Bundesrat an, ob er nicht bereit wäre, auf seinen Beschluss vom 11. März 1994 zurückzukommen und dabei die Frage zu prüfen, ob Artikel 68 Absatz 4 der VRV nicht doch besser in der alten Fassung zu belassen sei.
Texte de l'interpellation du 30 mai 1994
La révision partielle inattendue de l'ordonnance sur les règles de la circulation routière (OCR) place de nombreux paysans devant de grandes difficultés, notamment dans les régions de montagne et de collines.
Je demande par conséquent au Conseil fédéral s'il ne serait pas prêt à revenir sur sa décision du 11 mars 1994 et d'exami- ner l'opportunité de rétablir l'ancienne teneur de l'article 68 alinéa 4 de l'OCR.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bezzola, Bühler Simeon, Bundi, Bürgi, Columberg, Daepp, Engler, Jäggi Paul, Kühne, Schmidhalter, Schnider, Schwab, Seiler Hanspeter, Wittenwi- ler, Wyss William (15)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Am 11. März 1994 beschloss der Bundesrat, die Verkehrsre- gelnverordnung (VRV) zu ändern; er setzte diese Änderungen bereits auf den 1. April 1994 in Kraft.
Das EJPD hat es dabei versäumt, die Bevölkerung rechtzeitig über die neuen Verkehrsvorschriften zu informieren.
Besonders hart scheint mir die neue Fassung von Artikel 68 Absatz 4, wonach landwirtschaftliche Anhänger nur noch an Motorfahrzeuge mit bauartbedingten Höchstgeschwindigkei ten von 30 km/h und an gewerbliche Traktoren angekoppelt werden dürfen.
Gemäss bisheriger Regelung durften diese landwirtschaftli- chen Anhänger mit allen vierradangetriebenen Motorfahrzeu- gen mitgeführt werden. Sie stellten kein erhebliches Sicher- heitsrisiko dar.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 3. Oktober 1994
Rapport écrit du Conseil fédéral du 3 octobre 1994
Nach Artikel 68 Absatz 4 VRV in der seit dem 1. April 1994 gülti- gen Fassung sind landwirtschaftliche Anhänger nur an Motor- fahrzeugen mit einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h und an gewerblichen Traktoren gestattet. Bis zu jenem Zeitpunkt durften landwirtschaftliche Anhänger an land- wirtschaftlichen Motorfahrzeugen, an gewerblichen Traktoren und an Motorwagen mit Allradantrieb mitgeführt werden.
Die im Sommer 1993 in die Vernehmlassung gegebene Revi- sion von Artikel 68 Absatz 4 VRV über das Mitführen von land- wirtschaftlichen Anhängern an allradangetriebenen Zugfahr- zeugen mit mehr als 30 km/h wurde von der Vereinigung der Strassenverkehrsämter (VSA) beantragt. Aber nicht nur von der VSA, auch von anderen Stellen wurde darauf hingewiesen, dass viele gewerbliche Transporte unberechtigterweise mit landwirtschaftlichen Anhängern, die weder immatrikuliert
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Interpellation Zisyadis
noch mit Bremsen ausgerüstet seien, durchgeführt würden. Dabei werde oftmals auch die Geschwindigkeit von 30 km/h nicht eingehalten. Solche Anhängerzüge stellten, hauptsäch- lich wegen der relativ leichten Bauart der Zugfahrzeuge und der unzureichenden oder fehlenden Bremsen der Anhänger, ein beträchtliches Sicherheitsrisiko dar. Bei Schadenereignis- sen ergäben sich nicht selten Versicherungsprobleme.
Im Kommentar zur Vernehmlassung der VRV wurde ausführ- lich auf die Änderung der Vorschrift über das Mitführen land- wirtschaftlicher Anhänger hingewiesen und die Begründung der VSA für den Antrag im einzelnen dargelegt. Die Neurege- lung fand denn auch überwiegend Zustimmung. Weder von den Kantonen noch von den 16 begrüssten Bundesstellen tra- fen negative Äusserungen ein, und nur gerade 5 der 89 in die Vernehmlassung einbezogenen Verbände und Organisatio- nen sprachen sich dagegen aus. Alle anderen stimmten der Aufhebung der Ungleichbehandlung von Landwirten und Nichtlandwirten bei der Immatrikulationspflicht für Anhänger zu.
Der Bundesrat hatte bei seinem Entscheid dieses eindeutige Resultat der Vernehmlassung zu berücksichtigen. Für etliche Landwirte ergaben sich dadurch aber Schwierigkeiten. In Ge- sprächen mit interessierten Parlamentariern und Vertretern betroffener Verbände bemühte sich das Bundesamt für Poli- zeiwesen, eine Lösung im Bereiche gewisser Anhänger zu fin- den. Neu ist vorgesehen, dass Anhänger, die den heutigen BAV-Vorschriften entsprechen, mit grünem Kontrollschild im- matrikuliert werden können. Diese mit Kontrollschildern aus- gerüsteten Anhänger dürfen nun in Abweichung von Artikel 68 Absatz 4 VRV an allradangetriebenen Zugfahrzeugen (mit ei- ner bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von mehr als 30 km/h) mitgeführt werden. Dabei ist die für landwirtschaftli- che Fahrzeuge zulässige Geschwindigkeit von 30 km/h einzu- halten, und die Gewichtsverhältnisse gemäss Artikel 67 Ab- satz 5 VRV sind anwendbar. Dadurch bringt diese Neurege- lung die angestrebte Verbesserung der Verkehrssicherheit, aber für die Landwirte erträgliche Umrüstungskosten. Es ist vorgesehen, den Strassenverkehrsämtern für die Zulassung der Anhänger eine Frist bis zum 1. Oktober 1995 einzuräu- men. Die weitere Umsetzung erfolgt in engem Kontakt mit den Betroffenen.
Erklärung des Interpellanten: teilweise befriedigt Déclaration de l'interpellateur: partiellement satisfait
94.3326
Interpellation Zisyadis Lotterien. Kontrollinstanz Loteries. Organe de contrôle
Wortlaut der Interpellation vom 19. September 1994
Als Folge der Volksabstimmung vom 7. März 1993 über die Aufhebung des Spielbankenverbots wurde Artikel 35 der Bun- desverfassung geändert. Es scheint unerlässlich, dass eine zu diesem Zweck eingesetzte Kommission oder eine andere Bundesbehörde den Auftrag erhält, die Konzessionserteilung für Spielbanken, deren Verwaltung sowie deren Erträge zu überwachen.
Ich bitte den Bundesrat, zu folgenden Punkten Stellung zu nehmen:
Sollte die gleiche Behörde nicht auch Lotterien jeder Art, Pferdewetten, das Sporttoto, usw., die sich immer mehr aus- breiten, überwachen? Man hört sogar, dass multinationale Ge- sellschaften sowie Vereinigungen aller Art auf diese Betriebe Einfluss nehmen.
Sollte diese Kontrollinstanz angesichts der beachtlichen Geldsummen, die von diesen Betrieben im Zeichen der Ge- meinnützigkeit umgesetzt werden, nicht auch das bisher völlig freie Ermessen dieser Betriebe in bezug auf die Verteilung der Gewinne an Sportclubs sowie an Künstler und Schriftsteller überwachen? Diese Auswahl und die Geldzuweisungen wer- den anscheinend von wenigen Personen durchgeführt, die durch private oder politische Kooptation gewählt werden und nach eigenem Gutdünken vorgehen können.
Ist es dem Bund, der in bezug auf Lotterien gewisse Kompe- tenzen hat (Art. 35 Abs. 6 der Bundesverfassung bestimmt, dass der Bund Massnahmen bezüglich Lotterien treffen kann), nicht möglich, auf Strukturen und Methoden dieser Betriebe Einfluss zu nehmen, damit deren Betriebsführung transparen- ter wird?
Texte de l'interpellation du 19 septembre 1994
A la suite du scrutin populaire du 7 mars 1993 libéralisant les jeux de casino, l'article 35 de la Constitution fédérale a été mo- difié. Il paraît inévitable qu'une commission fédérale ad hoc ou un organisme fédéral devra exercer une surveillance sur l'oc- troi de concessions de casino, sur leur gestion, sur le contrôle de leurs recettes.
Le Conseil fédéral n'est-il pas d'avis:
que le même organisme devrait contrôler également les lo- teries en tout genre, paris mutuels, sport toto, etc., dont le dé- veloppement est extraordinaire? On parle parfois d'ingérence de sociétés multinationales et d'alliances de toutes sortes dans ces entreprises;
que sur l'importance considérable des sommes d'argent manipulées par ces entreprises sous couvert justifié d'intérêt public, l'organisme s'occupant des casinos surveille égale- ment les pouvoirs en question en matière d'attribution de pro- fits: clubs sportifs, artistes et auteurs individuels? Ces sélec- tions et attributions pécuniaires semblent être effectuées par un nombre restreint de personnalités qui agissent souveraine- ment, nommées par cooptations privées et politiques;
qu'il serait possible à la Confédération, qui a certains pou- voirs en matière de loteries (l'alinéa 6 de l'article 35 de la Cons- titution fédérale précise qu'elle peut prendre des mesures concernant les loteries), d'obtenir, par une intervention sur les structures et les méthodes de ces entreprises, une meilleure transparence de leur gestion?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit L'auteur renonce au développement et demande une réponse écrite.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 16. November 1994 Rapport écrit du Conseil fédéral du 16 novembre 1994
Le 7 mars 1993, le peuple suisse a accepté de lever l'interdic- tion des maisons de jeu sur le territoire de la Confédération en modifiant l'article 35 de la Constitution fédérale. La commis- sion d'experts nommée pour élaborer l'avant-projet de la nou- velle loi sur les casinos est sur le point d'achever ses travaux. Le domaine des loteries et celui des casinos ne sont pas claire- ment distincts l'un de l'autre, mais montrent de nombreux points d'interférence. C'est pourquoi l'entrée en vigueur de la nouvelle loi sur les casinos aura des conséquences aussi sur l'existence et l'activité des entreprises de loterie qui sont ré- gies actuellement par la loi fédérale sur les loteries et les paris professionnels du 8 juin 1929. Toutefois, il est difficile de défi- nir aujourd'hui qu'elles seront exactement ces conséquences puisque la teneur de la nouvelle loi sur les casinos n'est pas encore définitive.
Le Conseil fédéral est conscient qu'il s'avère nécessaire de re- voir totalement la loi fédérale sur les loteries et les paris profes- sionnels du 8 juin 1923. Celle-ci comprend en effet certaines dispositions qui sont aujourd'hui dépassées et qui ne trouvent plus d'application. Lors de cette révision, l'on examinera alors en détail la question de la surveillance des organismes de lote-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Hari Anhänger an vierradangetriebenen Motorfahrzeugen. Änderung der Verkehrsregelnverordnung
Interpellation Hari Remorques des véhicules à quatre roues motrices. Modification de l'ordonnance sur les règles de la circulation routière
In
Dans
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1994
Année
Anno
Band
IV
Volume
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Session
Wintersession
Session
Session d'hiver
Sessione
Sessione invernale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
15
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 94.3177
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 16.12.1994 - 08:00
Date
Data
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2486-2487
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20 024 981
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