N 13 mars 1995
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Interpellation Meier Samuel
sion. Cet argument-là ne vaut rien parce qu'il ignore la réalité. Quant au dernier argument avancé par le Conseil fédéral, se- lon lequel, après tout, ça demanderait trop de papier, on pour- rait imaginer qu'on ne fasse peut-être pas autant de feuilles avec des corrections parce qu'il y a des erreurs et qu'on ne nous remette plus à plusieurs reprises le même texte; on pour- rait imaginer une gestion plus rationnelle du papier au Parle- ment, c'est exact. On nous répond, d'autre part, que ça donne- rait du travail à l'administration - j'y reviendrai dans un ins- tant - et surtout qu'on ne pourrait pas prévoir l'imprévisible pour être à jour. Je pense qu'on nous prend pour des ânes! Il est assez évident que nous ne demandons pas que l'on pré- voie l'imprévisible, nous demandons simplement que l'on tienne à jour en fonction de ce qui s'est passé. Plus de bon sens ne peut pas être requis!
Mais je reviens au travail de l'administration. Je crois bien que ça donnerait un peu de travail à l'administration, mais nous pensions surtout, dans notre naïveté, que l'administration et le Conseil fédéral avaient toujours, d'une certaine manière, cette vue d'ensemble que nous demandons. Est-ce que la réponse du Conseil fédéral n'est pas, peut-être, l'aveu que personne n'a, ni au début des sessions, ni en cours de session, la vue d'ensemble que nous essayons d'avoir?
Contrairement à l'avis du Conseil fédéral, je vous propose donc de soutenir la motion du groupe libéral pour que non seulement les parlementaires que nous sommes puissent avoir une vue d'ensemble nécessaire à la maîtrise ou à la ten- tative de maîtrise de la situation financière, mais peut-être pour que l'administration et le Conseil fédéral puissent, eux aussi, avoir une vue d'ensemble qui ne leur serait pas inutile.
Stich Otto, Bundesrat: Ich kann Frau Sandoz versichern, dass ich eine kleine Ahnung habe, was ein Parlamentarier ist. Ich bin schliesslich auch zwanzig Jahre lang hier im Saal geses- sen und weiss, was man tun kann. Aber mir wäre es nie in den Sinn gekommen, vom Bundesrat einfach Dinge zu verlangen, die man an sich haben kann.
Wir haben den Auftrag, in den Botschaften und Berichten im- mer darzulegen, wie viele Stellen es braucht, was es kostet, was die Konsequenzen sind. Ich kann Ihnen ruhig sagen: Ich habe damit meine liebe Mühe, denn ich schätze es eigentlich nicht, wenn die Departemente in die Botschaften schreiben: Wir brauchen dann für das und das so und so viele Stellen. Damit glauben sie, wir hätten diese Stellen und könnten sie ihnen geben. Das nützt uns an und für sich nichts, wenn Sie nachher beschliessen, wir sollten 200 Stellen abbauen. Dann können wir immer wieder von vorne anfangen und versu- chen, auf irgend etwas zu verzichten, damit wir die Aufgaben erfüllen können.
Ich habe hier eine Zusammenstellung, was im Moment nur für 1996 an Stellen gefordert wird - heute schon, von verschiede- nen Ämtern für verschiedene neue Aufgaben. Es sind insge- samt 223 neue Stellen. Ich bin aber überzeugt, dass Sie nach- her die Motion annehmen werden, in der verlangt wird, dass wir in der zivilen Verwaltung etwa 200 Stellen abbauen sollen. Was nützt es dann, Ihnen ein solches Papier zuzustellen?
Wir schicken Ihnen immer rechtzeitig die Botschaften, und wir orientieren Sie vollumfänglich. Aber das sollte genügen. Sie können nicht gleichzeitig immer neue Dienstleistungen, im- mer neue Zusammenstellungen verlangen, manchmal mit ei- nem fragwürdigen Wert - fragwürdig, wenn man Zwischenbe- richte erstellt, wenn man damit vor allem den Bundesrat be- schäftigt. Aber letztlich entschieden wird erst beim Budget; erst dann ist wirklich definitiv, was wir verlangen.
Deshalb muss ich sagen: Ihre Motion verursacht zwar sehr viel Arbeit - wir müssen das in sämtlichen Ämtern immer und im- mer wieder, jedesmal vor der Session, erfassen -; aber was machen Sie damit, was ist das Ergebnis? Wahrscheinlich sind Nutzen und Aufwand nicht in einem guten Verhältnis. Deshalb bitte ich Sie, die Motion nicht zu überweisen.
Abstimmung - Vote Für Überweisung der Motion Dagegen
48 Stimmen 41 Stimmen
93.3186
Interpellation Meier Samuel Ausgabenbeschlüsse im delegierten Rechtsetzungsbereich Décisions engageant des dépenses dans le cadre de la délégation législative
Wortlaut der Interpellation vom 19. März 1993
Wir ersuchen den Bundesrat, seine Haltung bezüglich der Be- ziehungen von Ausgaben aufgrund von Verordnungen und Bundesratsbeschlüssen einerseits und der Budgethoheit des Parlamentes andererseits darzulegen.
Insbesondere stellen wir die folgenden Fragen:
Fühlt sich der Bundesrat an die Beträge, die im Voranschlag vom Parlament beschlossen wurden, gebunden, wenn er in ei- gener Kompetenz ausgabenwirksame Beschlüsse fasst?
Fühlt sich der Bundesrat verpflichtet, ausgabenwirksame Bestimmungen in Verordnungen oder Bundesratsbeschlüs- sen zu verändern, wenn sonst die Ausgaben, wie sie im Voran- schlag festgelegt wurden, überschritten würden?
Texte de l'interpellation du 19 mars 1993
Nous demandons au Conseil fédéral de définir sa position au sujet des dépenses engagées en vertu d'ordonnances et d'ar- rêtés du Conseil fédéral, d'une part, et de celles faites au titre de la compétence budgétaire du Parlement, d'autre part. Nous posons notamment les questions suivantes:
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 12. Mai 1993 Rapport écrit du Conseil fédéral du 12 mai 1993
Zu den beiden vom Interpellanten gestellten Fragen nimmt der Bundesrat wie folgt Stellung:
Die Voraussetzungen für ein Abweichen von den limitierenden Vorgaben der eidgenössischen Räte sind für den Bundesrat nur dann erfüllt, wenn gewichtige und zwingende Gründe ein solches Vorgehen nahelegen.
Auf die erforderliche Revision von Verordnungen und ausga- benwirksamen Beschlüssen wird verzichtet, wobei aber recht- zeitig ein Nachtragskredit verlangt wird; oder
die Verordnungen und Beschlüsse werden derart ange- passt, dass die bewilligten Kredite nicht überschritten werden müssen.
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Interpellation Meier Samuel
Angesichts der gegenwärtig schwierigen Finanzlage wird der Bundesrat alle Möglichkeiten ausschöpfen, um die Voran- schlagskredite einzuhalten. Dazu gehört auch die Revision von ausgabenwirksamen Beschlüssen im Kompetenzbereich des Bundesrates.
Le président: M. Meier est partiellement satisfait de la réponse du Conseil fédéral et il renonce à la discussion.
Schluss der Sitzung um 19.30 Uhr La séance est levée à 19 h 30
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Jahr
1995
Année
Anno
Band
II
Volume
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Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
06
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 93.3186
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 13.03.1995 - 14:30
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Seite
578-579
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