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Arbeitsgesetz. Änderung
Namentliche Abstimmung - Vote par appel nominal (Ref .: 1403)
Für den Antrag der Mehrheit stimmen: Votent pour la proposition de la majorité: Allenspach, Aregger, Berger, Bezzola, Binder, Bircher Peter, Blocher, Bonny, Borer Roland, Borradori, Bürgi, Cavadini Adriano, Chevallaz, Cincera, Cornaz, Couchepin, Deiss, Dett- ling, Dreher, Eymann Christoph, Fasel, Fehr, Fischer-Hägglin- gen, Fischer-Seengen, Frey Walter, Fritschi Oscar, Gadient, Giger, Gobet, Graber, Gros Jean-Michel, Gysin, Hari, Hess Otto, Hess Peter, Iten Joseph, Jenni Peter, Kern, Kühne, Leu Josef, Loeb François, Mauch Rolf, Miesch, Moser, Mühle- mann, Müller, Narbel, Nebiker, Neuenschwander, Oehler, Pe- rey, Philipona, Pidoux, Pini, Reimann Maximilian, Rutishauser, Sandoz, Savary, Schenk, Scherrer Jürg, Scheurer Rémy, Schmidhalter, Schmied Walter, Schnider, Seiler Hanspeter, Spoerry, Steinegger, Steinemann, Steiner Rudolf, Stucky, Theubet, Vetterli, Wanner, Weyeneth, Wyss William, Zwahlen (76)
Für den Antrag der Minderheit stimmen: Votent pour la proposition de la minorité:
Aguet, Bär, Baumann Ruedi, Baumann Stephanie, Baumber- ger, Bäumlin, Béguelin, Borel François, Brunner Christiane, Bugnon, Bühlmann, Bundi, Camponovo, Carobbio, Comby, de Dardel, David, Diener, Dormann, Dünki, Duvoisin, Eggen- berger, Engler, Fankhauser, von Felten, Goll, Gonseth, Gren- delmeier, Grossenbacher, Hafner Ursula, Hämmerle, Her- czog, Hollenstein, Jaeger, Jöri, Leemann, Leuenberger Ernst, Maeder, Marti Werner, Meier Hans, Meier Samuel, Misteli, Ostermann, Raggenbass, Rechsteiner, Ruffy, Schmid Peter, Segmüller, Seiler Rolf, Singeisen, Spielmann, Strahm Rudolf, Thür, Tschopp, Vollmer, Weder Hansjürg, Wick, Zbinden, Zü- ger, Zwygart (60)
Stimmen nicht - Ne votent pas:
Aubry, Bischof, Blatter, Bodenmann, Bortoluzzi, Brügger Cy- rill, Bührer Gerold, Caccia, Caspar-Hutter, Columberg, Danu- ser, Darbellay, Ducret, Eggly, Epiney, Fischer-Sursee, Fride- rici Charles, Früh, Giezendanner, Gross Andreas, Haering Bin- der, Heberlein, Hegetschweiler, Hildbrand, Hubacher, Jäggi Paul, Jeanprêtre, Keller Anton, Keller Rudolf, Ledergerber, Le- pori Bonetti, Leuba, Leuenberger Moritz, Maitre, Mamie, Ma- spoli, Matthey, Mauch Ursula, Maurer, Meyer Theo, Nabholz, Poncet, Robert, Rohrbasser, Ruckstuhl, Ruf, Rychen, Scherrer Werner, Schmid Samuel, Schweingruber, Sieber, Stalder, Stamm Judith, Stamm Luzi, Steffen, Steiger Hans, Suter, Tschäppät Alexander, Tschuppert Karl, Wiederkehr, Wittenwi- ler, Ziegler Jean, Zisyadis (63)
Präsident, stimmt nicht - Président, ne vote pas: Frey Claude (1)
An den Ständerat - Au Conseil des Etats
94.013
Arbeitsgesetz. Änderung Loi sur le travail. Modification
Botschaft und Gesetzentwurf vom 2. Februar 1994 (BBI Il 157) Message et projet de loi du 2 février 1994 (FF II 157) Kategorie III, Art. 68 GRN - Catégorie III, art. 68 RCN
Antrag der Kommission Mehrheit Eintreten
Minderheit /
(Thür, Bodenmann, Borel François, Brunner Christiane, Haf- ner Rudolf, Hämmerle, Ledergerber, Strahm Rudolf) Die Beratung über die Änderung des Arbeitsgesetzes ausset- zen, bis die Vorlage über die Mutterschaftsversicherung dem Parlament zur Behandlung unterbreitet worden ist. Die beiden Vorlagen sind dann zusammen zu behandeln.
Minderheit II
(Brunner Christiane, Bodenmann, Borel François, Hafner Ru- dolf, Hämmerle, Ledergerber, Strahm Rudolf)
Eintreten und den Gesetzentwurf an den Bundesrat zurück- weisen und mit dem Gleichstellungsgesetz sowie mit der Ein- führung einer obligatorischen Mutterschaftsversicherung im Hinblick auf eine gemeinsame Inkraftsetzung koordinieren.
Proposition de la commission Majorité Entrer en matière
Minorité I
(Thür, Bodenmann, Borel François, Brunner Christiane, Haf- ner Rudolf, Hämmerle, Ledergerber, Strahm Rudolf)
Les délibérations sur le projet de loi sur le travail sont suspen- dues jusqu'à ce que le projet de loi sur une assurance mater- nité soit soumis au Parlement. Ces deux projets seront traités ensemble.
Minorité II
(Brunner Christiane, Bodenmann, Borel François, Hafner Ru- dolf, Hämmerle, Ledergerber, Strahm Rudolf)
Entrer en matière et renvoyer le projet de loi au Conseil fédéral afin qu'il le coordonne avec la loi sur l'égalité et l'introduction d'une assurance maternité obligatoire dès l'entrée en vigueur de ces lois.
Spoerry Vreni (R, ZH), Berichterstatterin: Mit Botschaft vom 2. Februar 1994 hat der Bundesrat dem Parlament den Ent- wurf zur Änderung des Arbeitsgesetzes zugeleitet. Ihre vorbe- ratende Kommission hat die Vorlage an drei Sitzungstagen be- handelt, erstmals am 20. und 21. Juni 1994 und dann, nach ei- nem langen Unterbruch, erneut und abschliessend am 9. Ja- nuar 1995.
Ein erster Anlauf zur Überarbeitung des Arbeitsgesetzes scheiterte 1989 bereits im Vernehmlassungsverfahren. Die er- forderlichen Voraussetzungen für eine politisch tragfähige Lö- sung fehlten. Zudem liess damals die internationale Entwick- lung im Zusammenhang mit dem Nachtarbeitsverbot ohnehin eine Zurückstellung der Revisionsarbeiten als wünschbar er- scheinen. Die Kündigung der Konvention Nr. 89 der Internatio- nalen Arbeitsorganisation (ILO) stand zur Diskussion, welche ein striktes Verbot der Nachtarbeit von Frauen in der Industrie festgeschrieben hatte.
Im Februar 1992 hat der Bundesrat das entsprechende Über- einkommen gekündigt. Damit konnten die Revisionsarbeiten unter bereinigten Voraussetzungen erneut in Angriff genom- men werden. Die jetzige Vorlage beschränkt sich im wesentli-
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chen auf die Gleichstellung der Geschlechter bezüglich Ar- beits- und Ruhezeiten, namentlich im Bereich der Nacht- und Sonntagsarbeit. Die geltenden Sonderschutzvorschriften für Frauen, im Sinne eines Nacht- und Sonntagsarbeitsverbotes im industriellen Bereich, sollen aufgehoben werden. Schutz- vorschriften für Frauen gelten nur noch, soweit eine unter- schiedliche Behandlung der Geschlechter mit einer biologi- schen Notwendigkeit, vor allem natürlich Mutterschaft, be- gründet werden kann.
Ein zweiter Kernpunkt der Vorlage besteht in der Flexibilisie- rung der Arbeitszeiten, die zu einer neuen Abgrenzung zwi- schen Tages- und Nachtarbeit führt.
Den dritten Schwerpunkt der Teilrevision des Arbeitsgesetzes bilden schliesslich kompensatorische Massnahmen, welche mit einem generell verbesserten Schutz der Arbeitnehmer ein Gegengewicht zur erleichterten Möglichkeit von Nacht- und Sonntagsarbeit schaffen sollen.
Der bundesrätliche Entwurf ist in Ihrer Kommission mit 10 zu 7 Stimmen bei 3 Enthaltungen zuhanden des Plenums verab- schiedet worden.
Obwohl es sich bei der jetzt präsentierten Vorlage um eine ge- genüber 1989 reduzierte Teilrevision handelt, ist das Projekt nicht unbestritten. Sie finden auf der Fahne nicht weniger als 14 Minderheitsanträge.
Die Kommission wurde sich nicht einig über den angemesse- nen Ausgleich zwischen den Bestimmungen einerseits, wel- che neu auch für Frauen im industriellen Bereich Nacht- und Sonntagsarbeit mit Bewilligung zulassen sowie die Arbeitszei- ten generell flexibler gestalten und den dafür notwendigen kompensatorischen Massnahmen andererseits. Eine knappe Mehrheit Ihrer Kommission will bei den kompensatorischen Massnahmen nicht so weit gehen, wie das der Bundesrat vor- schlägt, welcher in Anlehnung an die Konvention 171 der ILO einen obligatorischen Zeitzuschlag von 10 Prozent vorsieht. Die genannte Konvention schreibt einen solchen Zeitzuschlag allerdings nicht zwingend vor, sondern nennt ihn lediglich als Alternative. Unsere europäischen Konkurrenten haben diese Empfehlung nicht übernommen. Allerdings ist einzuräumen, dass die Dauer der Nachtarbeit in diesen Ländern kürzer be- messen ist als bei uns.
Dennoch ist die knappe Mehrheit Ihrer Kommission der dezi- dierten Auffassung, dass die Einführung eines zwingenden Zeitzuschlages - bei dauernder und regelmässig wiederkeh- render Nacht- und Sonntagsarbeit - im heutigen schwierigen wirtschaftlichen Umfeld zu einer weiteren, unerwünschten Ver- teuerung der Arbeit führen müsste, was die Erhaltung und Schaffung von Arbeitsplätzen in der Schweiz nicht begünstigt, und zwar aus folgendem Grund: Das neue Arbeitsgesetz gilt selbstverständlich nicht nur für die Frauen, die neu auch im in- dustriellen Bereich Nacht- und Sonntagsarbeit ausüben kön- nen, sondern für alle dem Arbeitsgesetz unterstehenden Ar- beitnehmer und Arbeitnehmerinnen in unserem Land, welche heute schon nachts und am Sonntag arbeiten. Das waren 1991 immerhin 8,1 Prozent der erwerbstätigen Frauen und 7,9 Prozent der erwerbstätigen Männer. Bei der Sonntagsar- beit ist der Anteil der Frauen mit 8 Prozent gegenüber 5,8 Pro- zent bei den Männern noch höher. Das hängt damit zusam- men, dass der Anteil der Nacht- und Sonntagsarbeit im Dienst- leistungssektor mit 10,1 Prozent der Erwerbstätigen mehr als doppelt so hoch ist wie in der Industrie, wo nur 5 Prozent der Erwerbstätigenin diesen Zeiten arbeiten.
Bekanntlich sind Frauen im Dienstleistungssektor, vor allem in der Gastronomie und im Gesundheitswesen, als Arbeitneh- merinnen stark vertreten. Eine Minderheit der Kommission will daher die entsprechenden Artikel 17b und 20 ganz streichen. Eine knappe Mehrheit der Kommission schlägt Ihnen die wahlweise Möglichkeit eines 10prozentigen Zeitzuschlages oder eines Lohnzuschlages vor, wie das auch in der Konven- tion 171 vorgesehen ist. Die anderen vom Bundesrat vorgese- henen Schutzbestimmungen für Arbeitnehmer und Arbeitneh- merinnen, die über längere Zeit Nachtarbeit verrichten, sind von Ihrer Kommission alle ausnahmslos gutgeheissen wor- den, d. h. mit anderen Worten: Auch ohne obligatorischen Zeitzuschlag wird der Schutz der Arbeitnehmer mit dieser Re- vision verbessert
Es handelt sich um drei neue Bestimmungen, welche in den Artikeln 17c, 17d und 17e aufgeführt werden. Danach haben die betroffenen Arbeitnehmer neu Anspruch auf eine medizini- sche Untersuchung und Beratung mit Bezug auf allfällig auf- tretende gesundheitliche Probleme. Des weiteren besteht ein Anspruch für die Arbeitnehmer, die aus gesundheitlichen Gründen für die Nachtarbeit als untauglich erklärt werden müssen, nach Möglichkeit zu einer ähnlichen Tagesarbeit ver- setzt zu werden. Falls dies nicht möglich ist, bestehen die glei- chen Ansprüche wie im Krankheitsfall. Schliesslich kann der Arbeitgeber zu weiteren geeigneten Massnahmen zum Schutze der von Nachtarbeit betroffenen Arbeitnehmer ver- pflichtet werden, sofern sich dies nach den Umständen als er- forderlich erweist.
Der Schutz bei Mutterschaft wird verstärkt. Zum ersten kön- nen für die schwangeren Frauen und stillenden Mütter be- schwerliche oder gefährliche Arbeiten aus gesundheitlichen Gründen untersagt werden. In diesen Fällen haben sie, hier geht die Kommission über den Antrag des Bundesrates hin- aus, Anspruch auf 80 Prozent des Lohnes, soweit ihnen der Arbeitgeber keine gleichwertige Ersatzarbeit zuweisen kann. Mit Bezug auf die Nachtarbeit für alle werdenden Mütter ist ein Beschäftigungsverbot in der Zeit von abends 20 Uhr bis mor- gens 6 Uhr ab der achten Woche vor der Niederkunft vorgese- hen. Der Arbeitgeber wird verpflichtet, der Frau in dieser Zeit nach Möglichkeit eine gleichwertige Arbeit zwischen 6 und 20 Uhr anzubieten oder, falls sich dies nicht machen lässt, ebenfalls 80 Prozent des Lohnes auszuzahlen. Diese Ver- pflichtung gilt auch für die übrige Zeit der Schwangerschaft und bis zur 16. Woche nach der Niederkunft, wenn die Gefähr- dung der Gesundheit von Mutter oder Kind mit einem ärztli- chen Zeugnis bescheinigt wird.
Eine weitere Verbesserung besteht darin, dass die Arbeitge- ber in Zukunft auf alle Arbeitnehmer mit Familienpflichten Rücksicht nehmen müssen, nicht nur auf die Frauen, wie das bis anhin der Fall war.
Es ist festzustellen, dass Artikel 27, der die Grundlage für bestimmte Ausnahmen von den Gesetzesbestimmungen bil- det, die auf Verordnungsstufe erlassen werden können, die oben genannten Schutzbestimmungen nicht erfasst Das heisst, diese können für keine Branche durch Verordnung ausser Kraft gesetzt werden.
Eine Kommissionsminderheit will die Revision des Arbeits- gesetzes mit Bezug auf die Neugestaltung der Nacht- und Sonntagsarbeit zum Anlass nehmen, die in Artikel 9 vorgese- henen wöchentlichen Höchstarbeitszeiten generell um fünf Stunden zu senken. Die Kommissionsmehrheit lehnt diesen Antrag ab. Er sprengt eindeutig den Rahmen dieser Revision und ist auch keiner Vernehmlassung unterbreitet worden.
Die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes, die mit dieser Revi- sion angestrebt wird, schlägt sich in den folgenden Bestim- mungen nieder. Die Tatsache, dass in Zukunft Männer und Frauen bei der Nachtarbeit grundsätzlich in allen Branchen gleich behandelt werden sollen, erleichtert den Unterneh- mern die Stundenplanfestsetzung, was zu begrüssen ist. Wichtig ist aber vor allem auch die neue Abgrenzung zwi- schen Tages- und Nachtarbeit.
Neu gilt gemäss Artikel 10 die Zeit zwischen 6 Uhr und 23 Uhr als Tag. Die Beschäftigung von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen wird während dieser Zeit somit bewilli- gungsfrei. Unter dem geltenden Recht endet der Tag arbeits- rechtlich um 20 Uhr, womit die Arbeit zwischen 20 Uhr und 23 Uhr bewilligungspflichtig ist Durch die neue Regelung wird Tagesarbeit während insgesamt 17 Stunden möglich, was zukünftig den weitverbreiteten Zweischichtenbetrieb ohne Bewilligungspflicht ermöglicht. Eine weitere Flexibilisie- rung besteht darin, dass gemäss Artikel 12 zwar die Zahl der Überstunden limitiert bleibt, aber innerhalb des vorgesehe- nen Rahmens bewilligungsfrei wird.
Eine Minderheit erachtet die vorgeschlagene Stundenzahl für die Überzeit als zu hoch. Es ist in diesem Zusammenhang aber anzumerken, dass der bisherige Artikel 14, der die Hilfs- arbeit geregelt hat, aufgehoben werden soll und die Hilfsar- beit zukünftig in die Überzeit integriert wird.
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Die Kommission hat in Ergänzung des bundesratlichen Ent- wurfes mit Artikel 19 Absatz 3bis eine weitere Flexibilisierung vorgenommen. Danach sollen künftig Verkaufsgeschäfte ihre Arbeitnehmer an jährlich höchstens sechs Sonn- oder Feierta- gen ohne behördliche Bewilligung beschäftigen können. Diese Möglichkeit besteht aber nur, wenn die entsprechenden kantonalen Vorschriften über den Ladenschluss eine solche Massnahme gestatten. Nach Ansicht der Kommission soll da- mit ein Hindernis beseitigt werden, das bislang die bestehen- den kantonalen Kompetenzen für die Ladenöffnungszeiten unterlaufen hat.
Ihre vorberatende Kommission beantragt Ihnen Eintreten auf die Vorlage und Ablehnung der beiden Minderheitsanträge Thür und Brunner Christiane. Diese wollen die Beratungen zu diesem Gesetz aussetzen, um das Arbeitsgesetz erst zusam- men mit der Mutterschaftsversicherung zu behandeln respek- tive die Vorlage an den Bundesrat zurückweisen, um sie mit der Einführung einer obligatorischen Mutterschaftsversiche- rung und dem Gleichstellungsgesetz zu koordinieren.
Gemäss Kommissionsmehrheit ist die Vorlage in ihrem Bestre- ben, im Bereich des Arbeitnehmerschutzes nach flexibleren Lösungen zu suchen und administrativen Aufwand abzu- bauen, geeignet, den Wirtschaftsstandort Schweiz im heuti- gen, schwierigen Umfeld international konkurrenzfähiger zu machen. Eine weitere Verzögerung dieser Revision ist daher abzulehnen.
Der Zusammenhang zwischen dem Gleichstellungsgesetz ei- nerseits und der generellen Mutterschaftsversicherung ande- rerseits ist im übrigen nicht so direkt, dass sich eine gemein- same Beratung aufdrängen würde. Eine allenfalls notwendige Koordination von einzelnen Bestimmungen ist auch bei einer parallelen Behandlung ohne weiteres möglich.
Im Namen der Kommissionsmehrheit beantrage ich Ihnen da- her Eintreten auf die Vorlage und Ablehnung der beiden Min- derheitsanträge Thür und Brunner Christiane.
Theubet Gabriel (C, JU), rapporteur: En 1989, un premier pro- jet de révision partielle de la loi sur le travail n'avait pas dé- passé le stade de la consultation. Celui-ci concernait principa- lement l'assouplissement des prescriptions relatives à la du- rée du travail: l'adaptation au principe constitutionnel de l'éga- lité de traitement des sexes, la protection de toutes les person- nes occupées de nuit et la protection des travailleurs ayant des obligations familiales. Les conditions nécessaires à une solu- tion politiquement satisfaisante ayant fait défaut, ce projet s'est révélé être un échec, sur les points essentiels du moins.
En outre, la dénonciation de la Convention No 89 de l'OIT, relative à l'interdiction du travail de nuit des femmes dans l'in- dustrie, qui était précisément en suspens à ce moment-là, créait une situation propice à l'ajournement temporaire de cette révision.
C'est en février 1992 que les travaux purent reprendre, le Conseil fédéral ayant dénoncé cette convention de l'OIT. L'ac- cent fut mis alors sur deux points: l'égalité de l'homme et de la femme en ce qui concerne les périodes de travail et de repos, d'une part, et l'amélioration de la protection de toutes les per- sonnes occupées de nuit, d'autre part.
Un peu plus d'une année après fut ouverte une nouvelle consultation. De celle-ci s'est dégagée une majorité favorable en principe au projet. Une bonne partie des réserves expri- mées et des modifications proposées ont été discutées en commission. Le projet présenté dans le message s'en tient pour l'essentiel au contenu de l'avant-projet.
Selon le Conseil fédéral, il tient compte, dans une juste me- sure, des intérêts de tous les milieux concernés. Des correc- tions dans un sens ou dans un autre lui enlèveraient à coup sûr son caractère de compromis et le remettraient tout entier en cause. Les controverses qui ont émaillé les discussions de la Commission de l'économie et des redevances ont confirmé la précarité de ce consensus. Souhaitons que le débat qui s'ou- vre ne lui porte pas de coup fatal.
La modification de la loi touche principalement les points sui- vants: il s'agit tout d'abord d'appliquer plus strictement le prin- cipe d'égalité entre hommes et femmes. La réglementation concernant le temps consacré au travail et le repos, plus parti-
culièrement le travail de nuit et le travail dominical, est en prin- cipe la même pour les deux sexes. Le projet contient aussi des mesures destinées à assouplir les périodes de travail, notam- ment par la prolongation de la période diurne pendant laquelle les travailleurs peuvent être occupés.
Parallèlement à ces innovations profitables aux entreprises, la loi améliore la protection des personnes occupées la nuit et le dimanche. Ces mesures de protection s'inspirent pour l'es- sentiel de la nouvelle Convention No 171 de l'OIT concernant le travail de nuit Elles comprennent notamment les innova- tions suivantes: compensation du travail de nuit et du travail dominical par des repos supplémentaires, contrôles médi- caux, mesures en cas d'inaptitude au travail de nuit, protection spéciale accordée en cas de maternité aux travailleuses occu- pées de nuit. En outre, il est prévu d'étendre les prescriptions relatives à la protection de la santé aux administrations canto- nales et communales, ce qui n'est pas admis par tous.
Signalons que le projet remplit les exigences de la Convention No 171 pour les branches et catégories de travailleurs tom- bant dans le champ d'application de la loi sur le travail, excep- tion faite de la durée du versement du salaire pendant l'inter- diction d'occupation en cas de maternité.
Venons-en aux travaux de la commission. Au cours de sa pre- mière séance, tenue à Baden les 20 et 21 juin 1994, la commis- sion a voté l'entrée en matière par 19 voix sans opposition. Elle avait auparavant rejeté, par 12 voix contre 8, une motion d'or- dre visant à suspendre les délibérations jusqu'à ce que le pro- jet de loi sur une assurance-maternité soit soumis au Parle- ment. Elle a également refusé, par 14 voix contre 7, une propo- sition de renvoi au Conseil fédéral, avec mandat de coordon- ner la présente révision avec la loi sur l'égalité et l'introduction d'une assurance maternité obligatoire dès l'entrée en vigueur de ces lois. Devenues propositions de minorité, ces proposi- tions seront développées tout à l'heure par M. Thür pour la première et par Mme Brunner Christiane pour la seconde. Une rectification du dépliant qui ne concerne que le texte français vous a été remise à cet effet.
Lors de la séance déjà mentionnée, et de celle du 9 janvier der- nier, 52 propositions de modifications ont été déposées, dont 13 retirées par la suite. Sur les 26 propositions refusées, 12 sont reprises par des minorités, ce qui signifie que certains points sont encore vivement contestés. En dépit d'une dizaine de modifications apportées au projet, on peut dire que la com- mission a suivi, pour l'essentiel, le Conseil fédéral. Ce sont les articles 17b (nouveau), 20 et 35b (nouveau) qui ont suscité le plus de discussions.
Dans un premier temps, la commission avait décidé, à l'arti- cle 17b, de prévoir, pour le travailleur qui effectue du travail de nuit, une majoration de salaire de 25 pour cent au minimum ou, avec l'accord de celui-ci, une compensation par un temps de repos supplémentaire équivalant à 10 pour cent de la du- rée du travail de nuit fourni. Revenant sur sa décision, la com- mission a finalement opté, à une très faible majorité, pour une solution offrant le choix entre le repos supplémentaire équiva- lant à 10 pour cent de la durée du travail fourni ou un supplé- ment de salaire non déterminé, et ce, pour le travail de nuit, ré- gulier ou périodique, alors que pour le travail temporaire, il est prévu que l'employeur accorde une majoration de salaire de 25 pour cent au minimum. Le même dispositif a été adopté à l'article 20 pour le travail effectué le dimanche, mais avec une majoration de salaire de 50 pour cent.
Rappelons que, selon les dispositions transitoires, les articles 17b alinéa 1er et 20 alinéa 1er n'entreront en vigueur que trois ans après les autres dispositions, cinq ans pour les entreprises qui ont la semaine de 40 heures.
Cependant, il faut ajouter que le temps de repos supplémen- taire se heurte aussi à des oppositions de principe, étant donné que de telles dispositions n'existent pas à l'étranger, ou très peu. Ainsi, une proposition de minorité I (Allenspach) vise à biffer purement et simplement la disposition en question (art. 176 et 20), partant de l'idée que les mesures de compen- sation doivent plutôt être décidées entre partenaires sociaux au niveau contractuel.
Nous devons aussi vous informer que la commission a décidé, en acceptant l'article 17d (nouveau), de s'en tenir à la concep-
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tion et à l'interprétation du Conseil fédéral, telles qu'elles sont présentées aux pages 28 et 29 du message. Ce faisant, nous admettons que la protection envisagée pour le cas du travail- leur, qui, pour des raisons de santé, est inapte au travail de nuit, de manière passagère ou permanente, est déjà entière- ment assurée par les articles 324a et 336 c du Code des obli- gations. Nous renonçons donc à reprendre de telles disposi- tions dans la loi sur le travail.
A l'article 35b (nouveau), si la commission s'en est tenue à la version du Conseil fédéral pour l'alinéa 1er, elle a en revanche précisé à l'alinéa 2 que les femmes, en cas de maternité, ont droit à 80 pour cent «de leur salaire calculé sans d'éventuelles majorations pour le travail de nuit», lorsqu'aucun travail équi- valent ne peut leur être proposé.
Pour assurer la protection spéciale des femmes enceintes tra- vaillant la nuit, protection voulue par la commission, on tient compte à la fois des dispositions de droit public en la matière et des obligations de droit privé de continuer à verser le sa- laire. Cette juxtaposition n'est toutefois pas des plus satisfai- santes. C'est pourquoi, à la suite de nos hésitations quant aux effets de la suppression de l'alinéa 3 de l'article 35b, l'Ofiamt nous a fait savoir, par lettre du 7 mars 1995, que, juridique- ment, une telle suppression n'avait aucune conséquence sur l'obligation pour l'employeur de payer le salaire selon l'arti- cle 324a du Code des obligations.
Enfin, l'introduction, par 10 voix contre 5, d'un alinéa 3bis à l'article 19, selon lequel les magasins pourront, sans autorisa- tion officielle, occuper des travailleurs pendant six dimanches et jours fériés par an, a provoqué des réactions assez vives, notamment de la part des organisations du personnel de la vente. Cependant, compte tenu des arguments avancés en fa- veur de ces nouvelles possibilités d'ouverture, aucune propo- sition contraire n'a été formulée en commission. Il n'en va pas de même au sein de notre Conseil puisque nous aurons à dé- cider cet après-midi du maintien ou non de cet alinéa.
Au vote sur l'ensemble, la Commission de l'économie et des redevances a accepté le projet par 10 voix contre 7 et avec 3 abstentions.
En conclusion, nous pouvons dire que les idées-force de cette révision contribueront notablement à assouplir les conditions-cadres de l'activité dans notre pays. De ce fait, elles rendront la place économique suisse plus concurren- tielle au niveau international. La décision de fixer le même temps de travail et de repos pour les femmes et les hommes fera disparaître la discrimination dont souffre actuellement l'industrie par rapport aux services. Notre pays disposera ainsi de règles conformes tant à sa constitution qu'au droit européen en vigueur.
En conséquence, je vous invite à suivre les propositions de la commission ou de sa majorité, qui vont toutes dans le sens in- diqué, et à entrer en matière.
Thür Hanspeter (G, AG), Sprecher der Minderheit I: Ich stelle Ihnen den Antrag, die Beratungen über die Änderung des Ar- beitsgesetzes auszusetzen, bis dem Parlament die Vorlage über die Mutterschaftsversicherung unterbreitet worden ist, um die beiden Vorlagen dann zusammen zu behandeln.
In der heute traktandierten Vorlage über die Änderung des Ar- beitsgesetzes geht es hauptsächlich um die Gleichbehand- lung von Frau und Mann bezüglich Nacht- und Sonntagsar- beit. Ursprünglich war vorgesehen, die Lohnfortzahlung bei Schwangerschaft ebenfalls im Rahmen dieser Revision zu re- geln. Aus verschiedenen Gründen wurde diese Absicht nicht weiterverfolgt, und die Frauen werden einmal mehr vertröstet. Es wird darauf hingewiesen, dass die Lohnfortzahlung bei Schwangerschaft nur im Rahmen einer generellen Mutter- schaftsversicherung sinnvoll gelöst werden könne. Es wird dann darauf hingewiesen, dass der Bundesrat mit der Legisla- turplanung 1991-1995 das Problem einer Lösung zuführen wolle. Ich höre diese Schalmeien, bleibe aber angesichts der schier endlosen Geschichte der Mutterschaftsversicherung mehr als skeptisch, ob in absehbarer Zeit eine akzeptable Lö- sung eine Mehrheit finden wird.
Sie erinnern sich, 1946 wurde dieser Auftrag in die Verfassung aufgenommen, und in einigen Monaten ist auch diese Legisla-
turperiode wieder zu Ende, die Legislatur, für welche der Bun- desrat die Lösung dieses Problems versprach. Wir befürchten nun angesichts der herrschenden sozialpolitischen Auseinan- dersetzung in diesem Lande, dass auch in der nächsten Legis- latur kein Durchbruch stattfinden wird. Nun wollen Sie nach der Heraufsetzung des Rentenalters für die Frauen den letzten Trumpf der Frauen beseitigen, bevor längst verbriefte verfas- sungsmässige Versprechen eingelöst worden sind! Das ist si- cher nicht die Art des feinen Mannes.
Für die grüne Fraktion kommt eine weitere Schlechterstellung der Frau überhaupt nicht in Frage, solange jahrzehntealte Ver- fassungsaufträge nicht erfüllt worden sind.
Es gibt noch einen weiteren Grund für die Sistierung dieses Geschäftes. Ich habe in der Kommission bereits darauf hinge- wiesen, dass im Zusammenhang mit der Nachtarbeit immer noch wichtige Grundlagen fehlen. Es fand keine grundsätzli- che Auseinandersetzung mit den gesundheitlichen Problema- tiken der Nachtarbeit statt. In der Botschaft selber finden Sie einige Fragmente zu diesem Punkt, Fragmente, die aber auf- horchen lassen: Es geht dabei nicht nur um die mögliche ge- sundheitsschädigende Auswirkung der Nachtarbeit auf das einzelne Individuum, es geht auch um den brisanten Hinweis in der Botschaft, dass Grossereignisse wie Bhopal, Three Mile Island, Tschernobyl, Exxon Valdez und andere Katastrophen der letzten Jahre alle zur Nachtzeit passierten.
In der Botschaft heisst es zu diesem Punkt lapidar, diese Grossereignisse hätten auf das Problem der nachts mögli- cherweise herabgesetzten Leistung und Sicherheit aufmerk- sam gemacht. Wörtlich steht in der Botschaft: «Es konnte z. B. festgestellt werden, dass bei Aufgaben, die hohe Anforderun gen an die Wahrnehmung, Aufmerksamkeit und Sensomoto- rik stellen, nachts mit mehr Fehlleistungen zu rechnen ist.» Das finden Sie auf Seite 8 der Botschaft.
Ich habe auf diesen Punkt hingewiesen und in der Kommission verlangt, dass man sich mit dieser Problematik eingehend aus- einandersetzt, dass man Experten hinzuzieht, um die Kausalität dieser Ereignisse zu ergründen und sich allfällige Gegenstrate- gien zu überlegen. Eine Klärung dieser Fragen hätte gewiss wichtige Anhaltspunkte auch für die Festlegung der sehr um- strittenen Zeitzuschläge gebracht. Aus unserer Sicht muss das Ausmass des Zeitzuschlags davon abhängig gemacht werden, in welchem Grad Gesundheitsschädigung und Leistungsabfall während der Nacht festgestellt werden müssen.
Leider hat die Kommission die Auseinandersetzung mit die- sem wichtigen Problem gescheut, hat sich darüber hinwegge- setzt und damit in keiner Art und Weise die gesundheitliche Problematik der Nachtarbeit erkannt. Auch deshalb ist aus un- serer Sicht eine Verschiebung dieses Geschäftes angezeigt, damit sich die Kommission ausführlicher mit diesem ganzen Problemkomplex auseinandersetzen kann.
Zusammenfassend beantrage ich Ihnen deshalb im Namen der Minderheit I, die Vorlage heute nicht zu beraten und sie zu- sammen mit der Mutterschaftsversicherung im Parlament zu behandeln und darüber zu entscheiden.
Brunner Christiane (S, GE), porte-parole de la minorité II: Le groupe socialiste vous demande de ne pas entrer en matière aujourd'hui sur cette révision partielle de la loi sur le travail, mais de suspendre les délibérations jusqu'au moment où le Parlement sera saisi d'un projet de loi sur une assurance ma- ternité. En ce sens, nous nous rallions à la proposition de la minorité I (Thür) et je retire ma propre proposition de minorité. Je vous rappelle que la nécessité de cette révision est née de la décision du Conseil fédéral de dénoncer en 1993 la Conven- tion No 89 de l'Organisation internationale du travail (OIT) interdisant le travail de nuit des femmes. Le premier motif avancé était la nécessité d'éliminer toute différence de traite- ment entre hommes et femmes pour satisfaire à l'exigence de la Constitution fédérale en matière d'égalité des sexes. Le deuxième motif a probablement pesé plus lourd dans la ba- lance, à savoir abattre les derniers obstacles qui s'opposent aujourd'hui à l'emploi de femmes pendant la nuit et le diman- che dans les usines.
Les organisations féminines et les syndicats faisaient valoir que l'abolition pure et simple des dispositions concernant la
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protection des femmes contenues dans la convention de l'OIT susmentionnée revenait en fait à péjorer encore les conditions de travail et de vie des travailleuses. Sensible à cet argument, le Conseil fédéral nous avait promis une modification de la loi sur le travail garantissant une meilleure protection de la santé de toutes les personnes occupées la nuit et le dimanche, qu'elles soient homme ou femme.
Mais le projet qui nous est soumis aujourd'hui fait la part belle à la flexibilisation et à la dérégulation alors que les contrepar- ties, c'est-à-dire les mesures de protection de la santé et les compensations, ont rétréci comme peau de chagrin. Avec une bonne dose de cynisme on pourrait, à la limite, argumenter que la pratique régulière du travail de nuit et du dimanche est certes dommageable à la santé physique et psychique des gens et qu'elle détériore malheureusement leur vie familiale et sociale, mais que ces effets néfastes ne sont pas spécifiques aux femmes. Le principe de l'égalité entre hommes et femmes ne serait donc plus violé dès lors que l'interdiction du travail de nuit et du dimanche serait entièrement levée pour les deux sexes.
Cette argumentation est fausse. Il est prouvé qu'en réalité, les femmes travaillant la nuit souffrent davantage de troubles de santé que les hommes occupés la nuit. L'explication en est simple: une grande partie des travailleuses de nuit ont choisi cette solution pour pouvoir concilier vie professionnelle et vie familiale. Elles travaillent en moyenne 19 heures sur 24, la nuit à leur place de travail, le jour au foyer. Si tout va bien, elles dis- posent donc de 5 heures de sommeil en tout et pour tout. Rien d'étonnant dès lors que les femmes travaillant en équipes de nuit souffrent bien davantage de troubles de santé que les hommes dans les mêmes circonstances de travail.
La levée de l'interdiction du travail de nuit des femmes ne conduit donc pas à l'égalité entre hommes et femmes si les autres conditions restent inchangées: si les mauvais salaires féminins les obligent à travailler aux heures où les autres se re- posent afin de bénéficier des augmentations de salaire pour le travail de nuit et du dimanche; si l'impossibilité de payer des tiers pour la prise en charge de leurs enfants pendant qu'elles sont au travail les oblige à exécuter ce travail pendant que les enfants dorment et que le mari peut assumer leur surveillance; si à cause de l'absence d'une réglementation globale concer- nant le congé maternité beaucoup d'entre elles ne peuvent même pas compter sur 16 semaines de congé maternité payé lorsqu'elles ont eu un enfant
Vous n'êtes pas sans savoir que la Suisse est encore et tou- jours le seul pays dans toute l'Europe à ne pas connaître d'as- surance maternité et à ne pas garantir aux travailleuses au mi- nimum un congé maternité payé. Cela est d'autant plus cho- quant que la loi interdit aux employeurs d'occuper une femme pendant les 8 semaines qui suivent l'accouchement sans pour autant garantir le salaire de la femme ainsi mise en congé. Cet état de fait constitue une non-reconnaissance de la maternité, à laquelle nous pourrions facilement mettre un terme, en adoptant enfin une assurance maternité garantis- sant notamment la couverture de la perte de gain pendant le congé maternité pour toutes les travailleuses.
Adopter aujourd'hui cette modification de la loi sur le travail équivaut à instaurer une égalité purement formelle entre tra- vailleurs et travailleuses, en enlevant le peu de protection dont ces dernières jouissent. Mais on approfondirait en réalité l'iné- galité de fait qui existe entre les hommes et les femmes dans le monde du travail et dans la vie quotidienne. Prétexter la néces- sité économique équivaudrait à avouer qu'une partie de la prospérité de ce pays se fait alors sur le dos des femmes.
Le groupe socialiste vous invite donc à le suivre en votant la proposition de la minorité I (Thür) de suspendre ces travaux jusqu'au jour où nous pourrons débattre, en même temps, de la loi sur l'assurance maternité, qui garantira une protection minimale de la mère et de l'enfant. Entre temps, la loi fédérale sur l'égalité entre femmes et hommes aura été mise en vi- gueur, fournissant ainsi aux femmes les moyens de faire valoir leur droit à un salaire égal pour un travail égal. Ce n'est qu'à ce moment-là que nous pourrions légitimement parler d'égalité entre hommes et femmes dans les faits, et l'instaurer ainsi tota- lement dans le monde du travail.
Die Beratung dieses Geschäftes wird unterbrochen Le débat sur cet objet est interrompu
Schluss der Sitzung um 12.35 Uhr La séance est levée à 12 h 35
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Arbeitsgesetz. Änderung Loi sur le travail. Modification
In
Dans
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1995
Année
Anno
Band
II
Volume
Volume
Session
Frühjahrssession
Session
Session de printemps
Sessione
Sessione primaverile
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
13
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 94.013
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum
22.03.1995 - 08:35
Date
Data
Seite
823-827
Page
Pagina
Ref. No
20 025 464
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