Geschäftsbericht des Bundesrates
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B. Bundesbeschluss über die Finanzrechnung der 95.006 PTT-Betriebe für das Jahr 1994 B. Arrêté fédéral concernant le compte financier de l'Entreprise des PTT pour l'année 1994
Titel und Ingress, Art. 1-4 Antrag der Kommission Zustimmung zum Beschluss des Ständerates
Titre et préambule, art. 1-4 Proposition de la commission Adhérer à la décision du Conseil des Etats
Angenommen - Adopté
Namentliche Gesamtabstimmung Vote sur l'ensemble, par appel nominal (Ref .: 1658)
Für Annahme des Entwurfes stimmen - Acceptent le projet: Aguet, Allenspach, Aregger, Bar, Baumann Stephanie, Béguelin, Berger, Bircher Peter, Bodenmann, Bonny, Borel François, Bortoluzzi, Bugnon, Bühlmann, Bührer Gerold, Bundi, Caccia, Camponovo, Carobbio, Caspar-Hutter, Cava- dini Adriano, Cincera, Columberg, Comby, Cornaz, Couche- pin, Danuser, de Dardel, Deiss, Dettling, Dormann, Dreher, Dünki, Eggenberger, Eggly, Epiney, Fehr, von Felten, Fi- scher-Hägglingen, Fischer-Sursee, Frainier, Frey Walter, Fritschi Oscar, Früh, Gadient, Giger, Gobet, Graber, Gren- delmeier, Gross Andreas, Grossenbacher, Haering Binder, Hafner Ursula, Hämmerle, Hari, Hegetschweiler, Herczog, Hess Otto, Hess Peter, Hollenstein, Hubacher, Iten Joseph, Jeanprêtre, Jöri, Kern, Langenberger, Ledergerber, Lee- mann, Leuba, Leuenberger Ernst, Leuenberger Moritz, Loeb François, Mauch Ursula, Meier Hans, Meier Samuel, Miesch, Misteli, Moser, Mühlemann, Müller, Narbel, Neuenschwan- der, Oehler, Ostermann, Pini, Raggenbass, Rechsteiner, Reimann Maximilian, Ruckstuhl, Ruffy, Rutishauser, San- doz, Schenk, Scherrer Jürg, Scheurer Rémy, Schmid Peter, Schmidhalter, Schnider, Schweingruber, Seiler Rolf, Sieber, Singeisen, Spoerry, Stalder, Stamm Luzi, Steffen, Steiger Hans, Steinegger, Steiner Rudolf, Stucky, Theubet, Tschopp, Tschuppert Karl, Vollmer, Weder Hansjürg, Wyss William, Zbinden, Züger, Zwygart (119)
Dagegen stimmen - Rejettent le projet: Bignasca, Keller Rudolf (2)
Stimmen nicht - Ne votent pas: Aubry, Baumann Ruedi, Baumberger, Bäumlin, Bezzola, Binder, Bischof, Blocher, Borer Roland, Brügger Cyrill, Brun- ner Christiane, Bürgi, Darbellay, David, Diener, Ducret, Du- voisin, Engler, Eymann Christoph, Fankhauser, Fasel Hugo, Fischer-Seengen, Friderici Charles, Giezendanner, Goll, Gonseth, Gros Jean-Michel, Gysin, Heberlein, Hildbrand, Jaeger, Jäggi Paul, Jenni Peter, Keller Anton, Kühne, Lepori Bonetti, Leu Josef, Maeder, Maitre, Mamie, Marti Werner, Maspoli, Matthey, Mauch Rolf, Maurer, Meyer Theo, Nab- holz, Nebiker, Perey, Philipona, Pidoux, Poncet, Robert, Rohrbasser, Ruf, Rychen, Savary, Scherrer Werner, Schmid Samuel, Schmied Walter, Segmüller, Seiler Hanspeter, Spielmann, Stamm Judith, Steinemann, Strahm Rudolf, Su- ter, Thür, Tschäppät Alexander, Vetterli, Wanner, Weyeneth, Wick, Wiederkehr, Wittenwiler, Ziegler Jean, Zisyadis, vakant l (78)
Präsident, stimmt nicht - Président, ne vote pas: Frey Claude (1)
An den Bundesrat - Au Conseil fédéral
Geschäftsbericht des Bundesrates, des Bundesgerichtes und des Eidgenössischen Versicherungsgerichtes 1994 Gestion du Conseil fédéral, du Tribunal federal et du Tribunal federal des assurances 1994
Fortsetzung - Suite Siehe Seite 1484 hiervor - Voir page 1484 ci-devant
Finanzdepartement - Département des finances
Tschuppert Karl (R, LU), Berichterstatter: Die vertikale Sektion 2 (Wirtschaft) hat sich bei der Aussprache mit unse- rem Finanzminister schwergewichtig über eine flächendek- kende und zeitgemässe Regelung der Finanzmärkte unter- halten. Wir wurden im speziellen über die Wettbewerbsfähig- keit des Finanzplatzes Schweiz, die Bekämpfung von Miss- bräuchen und die Derivatgeschäfte orientiert. Zu den einzelnen Themen:
Zur Frage, ob auch die Nichtbankgeschäfte wie jene, die über Reisebüros und Wechselstuben laufen, beaufsichtigt werden, wurde ausgeführt, dass das EFD vor einigen Jahren ein Gutachten darüber einholte, ob die Finanzmärkte ausser- halb des Bankensektors ebenfalls einer staatlichen Aufsicht unterstellt werden sollten. Dieses Gutachten kam zum Schluss, dass man auch die Börsen und den Effektenhandel einer Aufsicht unterstellen sollte. Dies wurde inzwischen ver- wirklicht.
Nun stellt sich die Frage, ob auch die restlichen Märkte wie Wechselstuben usw. einbezogen werden sollten. Bundesrat Stich, aber auch Fachleute warnen jedoch vor zu grossen Illusionen in bezug auf die Wirkung, insbesondere unter Be- rücksichtigung der Verhältnismässigkeit zwischen zusätz- lichem Kontrollaufwand und zu erwartendem Erfolg.
Zum Geldwäschereigesetz: Die Bankenaufsicht befindet sich beim Eidgenössischen Finanzdepartement, welches die Be- ziehungen zur Nationalbank pflegt und sich demzufolge im- mer wieder mit den Problemen der Geldwäscherei zu befas- sen hat. Zur Lösung dieses Problems sind auch internatio- nale Beziehungen zu anderen Finanzministerien notwendig, so dass die Federführung des Eidgenössischen Finanzde- partementes bei diesem Geschäft zweckmässig ist. Unsere Frage ging nämlich dahin, ob es nicht sinnvoll wäre, die Ge- setzgebung beim EJPD zu belassen.
Der Fahrplan für das Geldwäschereigesetz soll eingehalten werden. Dies bedeutet, dass bis Ende 1995 eine Botschaft vorliegen sollte. Diese Massnahme ist zu unterstützen, ob- wohl die Schwierigkeit auch zukünftig darin bestehen wird, im schweizerischen Geldhandel zwischen sauberem und schmutzigem Geld zu unterscheiden. Es werden bei uns täg- lich Tonnen von Banknoten gewechselt und auf technisch nicht leicht durchschaubare Art in massivem Umfang Devi- sengeschäfte getätigt.
Nun noch einige Bemerkungen zu den Risiken der Finanzde- rivate: In letzter Zeit sind diese Derivate ja in den Schlagzei- len gewesen, sei es bei den Banken oder bei den Pensions- kassen. Finanzderivate können ein grosses Problem darstel- len. Mit Derivaten werden primär Absicherungen gemacht. So betrachtet sind sie, wenn sie richtig eingesetzt werden, durchaus auch nützlich. Wenn jemand beispielsweise etwas ins Ausland verkauft und sicher sein möchte, dass die Zah- lung zu einem bestimmten Wechselkurs in Schweizerfranken erfolgt, kann er sich dies gegen eine Prämie zusichern las- sen. Dies ist an sich vernünftig. Umgekehrt kann man damit auch Pech haben. Auch die Missbrauchsmöglichkeiten sind relativ gross. Entscheidend sind demzufolge in jedem Fall die
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Art der Geschäfte, der Umfang bzw. die Verhältnismässigkeit und die Kontrollmechanismen. Es wäre aber falsch, das De- rivatgeschäft wegen einzelner Pannen schlecht zu machen. Auch der Bund macht Geschäfte mit Kursabsicherungen. Bei den Dollars für den Flugzeugkauf handelt es sich aber ge- rade nicht um ein Derivatgeschäft, sondern um den Kauf von Dollars zur Absicherung im Rahmen eines normalen Devi- sengeschäftes.
Gegenüber dem Parlament hat man sich auf einen Dollar- kurs von Fr. 1.50 verpflichtet. Hätte man ein Derivatgeschäft abgeschlossen, hätte man für einen Teil des Betrages eine Option auf dem Kauf von Dollars für den Zeitraum von 1996 bis 1997 zu einem bestimmten Kurs gekauft. Für eine solche Option hätte man eine Versicherungsprämie bezahlen müs- sen. Man hätte dann aber statt dessen die Option, je nach Kursentwicklung wieder am Markt Dollars einzukaufen, ein- lösen können oder auch nicht. Dies wäre im Fall des Flug- zeugkaufs eine Möglichkeit gewesen - wie sich im nachhin- ein feststellen liess, sogar eine gute.
Zu bemerken ist noch, dass der Bund Fremdwährungen nur für die Absicherung der Verpflichtungen des Bundes be- schaffen darf, nicht aber für Devisenspekulationsgeschäfte. Im Fall der Flugzeuge war es eine Beschaffung im Rahmen des Rüstungsprogramms. In solchen Fällen ist es Aufgabe der Tresorerie, die Zahlungsbereitschaft des Bundes sicher- zustellen, sei es in Schweizerfranken oder in ausländischer Währung.
In diesem Zusammenhang möchte ich auch der Bundestre- sorerie für die gute Arbeit in bezug auf das Management und die Bewältigung der Zins- und Devisenrisiken danken. Dan- ken möchte ich auch Herrn Bundesrat Stich und seinen Mit- arbeitern für die bereitwillige Auskunft.
Oehler Edgar (C, SG): Ich spreche zu Abschnitt D, Versiche- rungskasse. Wenn Sie die Ausführungen auf Seite 180 und 181 (Geschäftsbericht, 2. Teil) lesen, kommen Sie zur Schlussfolgerung, dass in der Eidgenössischen Versiche- rungskasse, wie sie seinerzeit noch hiess, alles in bester Ordnung ist.
Wenn Sie die Geschäftsberichte des Bundesrates über die vergangenen Jahre nachsehen, könnten Sie zum Schluss kommen, die einzelnen Berichte seien jeweils ein Abziehbild des Vorjahresberichts. Wenn ich den Bericht 1994 betrachte, komme ich - und kommen wir - zum Schluss, dass gemäss diesen Ausführungen in der Versicherungskasse alles in Ordnung ist.
Ich weiss, Herr Bundesrat Stich, dass Sie ein guter Vorge- setzter sind, und deswegen werden Sie sich hinter diesen Bericht stellen, auch wenn er aus verständlichen Gründen nicht von Ihnen geschrieben werden kann. Schon der erste Satz unter Ziffer 1, Allgemeines, hält fest: «Die durch interne und externe Abklärungen festgestellten personellen und or- ganisatorischen Mängel sind weitgehend behoben und befin- den sich in der Konsolidierungsphase.» Das heisst gemäss diesem Bericht, die Mängel verfestigen sich, sie konsolidie- ren sich.
Ich glaube nicht, dass das letztlich die Idee dieses Berichtes war. Wenn Sie dieses Kapitel durchsehen, so geht es weiter, dass man das eine oder andere abgeschlossen hätte und dass im vergangenen Jahr - seit April 1994 - der stellvertre- tende Direktor die verschiedensten Arbeiten nachführen und ordnen musste.
Es steht auch darin, dass seit dem 1. Januar das neue EDV- System der Pensionskasse für die allgemeine Bundesver- waltung, nachher auch für PTT- und SBB-Kassen, voll pro- duktiv sei. Ich habe mir gestattet, die Berichte seit 1984 nachzulesen. Es liest sich nachgerade fast wie ein Roman, aber die Probleme ziehen sich durch die ganzen zehn Jahre. Das bedeutet für mich persönlich, zwar an unsere eigene Adresse: In den vergangenen zehn Jahren haben die Mitglie- der dieses Rates, die Leute in der Finanzkommission und zum Teil auch die Vertreter in der Finanzdelegation ihre Pflicht und ihre Aufgabe nicht wahrgenommen. Wenn ich das sage, geht es nicht nur um die Mitglieder der Finanzkommis- sion, sondern auch um die Leute in der GPK.
In den Berichten über die vergangenen zehn Jahre wurde im- mer wieder festgehalten, wo die Probleme liegen, es steht vieles über die starke Belastung des Personals. Im Jahre 1987 beispielsweise lesen wir auch, dass man die Erfolge in sechs Jahren, also 1992, werde finden können.
1988 wurde festgehalten, dass die Organisation nun geregelt sei, es steht aber auch, dass man 10 000 Telefonanrufe er- halten habe und 2000 schriftliche Anfragen, die Hälfte wegen Pendenzen, beantworten musste. 1989 wurde der Penden- zenberg grösser, 1990 steht, dass die Buchhaltung der Pen- sionskasse der EVK nun saniert sei, 1991 steht, man habe nun die Pendenzen aus den Jahren 1987 und 1988 geregelt, und in diesem Stil geht es über die Jahre weiter.
1992 hat uns die Arbeitsgruppe Gemperli dargelegt, dass man offenbar 36 Millionen Franken irgendwie nicht einbin- den kann. Das heisst für mich entweder, dass wir über die vergangenen zehn Jahre mit guten Meldungen bei guter Laune gehalten wurden oder dass man uns - ich sage das ganz offen - nicht umfassend und vor allem nicht ehrlich und direkt informiert hat.
Was heisst das nun für uns? Herr Bundesrat, wir sind der Meinung, dass wir im letzten Jahr mit den Antworten auf un- sere parlamentarischen Vorstösse einmal mehr bei guter Laune gehalten worden sind. Wir haben es damals abge- lehnt, eine parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) einzusetzen, weil wir glaubten, das sei nicht das rich- tige Mittel. Wir glauben nun aber, dass angesichts der Män- gel und angesichts der Milliardenbeträge, die hier und nach wie vor zur Diskussion stehen, andere Mittel eingesetzt und vor allem eine andere Gangart eingeschlagen werden müs- sen.
Wenn ich sage, andere Mittel: im vergangenen Jahr hat der Zins 174 Millionen Franken mehr gekostet als im Vorjahr. Es geht letztlich um die 18 Milliarden Franken Kassenvermö- gen. Ich bin der Auffassung, Herr Bundesrat Stich, auf die Art und Weise, wie man in den vergangenen Jahren die Pro- bleme gelöst hat oder eben zu lösen versuchte, ist es nicht gegangen.
Wir verlangen, dass alle Berichte, die vorliegen, die aber teil- weise noch nicht veröffentlicht wurden, der Öffentlichkeit zu- gänglich gemacht werden. Darin stehen Aussagen, die uns alle betreffen. Wir alle sind in der Pflicht, und Sie alle werden heute nochmals bei guter Laune gehalten. Für die Schäden - ich behaupte heute, sie werden gegen 80 Millionen Fran- ken betragen - werden wir haftbar gemacht werden, obwohl heute immer noch behauptet wird, man müsse nichts zu La- sten der Bundeskassen nehmen.
Darum, Herr Bundesrat, bitte ich Sie, dass die Berichte der verschiedenen Treuhandstellen uns, dem Parlament, der Öf- fentlichkeit und namentlich auch den 120 000 Versicherten zugänglich gemacht werden.
Bonny Jean-Pierre (R, BE): Ich werde mich zum gleichen Thema äussern wie Herr Oehler, nämlich zur Eidgenössi- schen Versicherungskasse. Auch ich beginne mit dem ersten Satz von Abschnitt D, Versicherungskasse: «Die durch in- terne und externe Abklärungen festgestellten personellen und organisatorischen Mängel sind weitgehend behoben und befinden sich in der Konsolidierungsphase.» Ich möchte jetzt nicht auch eine semantische Interpretation vornehmen, aber die Auslegung, die Kritik, die Herr Oehler in bezug auf das Wort «Konsolidierung» gegeben hat, ist natürlich richtig. Was mir wesentlicher erscheint, ist folgendes: Es ist einmal mehr ein Versuch, ein gravierendes Problem, das uns alle seit Jahren beschäftigt, beschönigend darzustellen, und ich stelle auch fest - ich nehme Bezug auf die Ausführungen von Kollege Aregger, Präsident der Finanzdelegation, und auf den Bericht der Finanzdelegation, der eine ganze Liste von krassen Mängeln der EVK aufgezeigt hat -, dass dieser Be- richt sehr konzentriert und technisch ist, ausserordentliche Brisanz enthält.
Irgendwie ist es für mich symptomatisch, dass ein Betrieb, dem seit 1988 die Rechnung nicht mehr abgenommen wurde, noch weiterbesteht und in gleichem Stil weiterarbei- tet. Ein Betrieb in der Privatwirtschaft, dem seit bald sieben
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Jahren die Rechnung nicht abgenommen wurde, würde schon lange nicht mehr bestehen.
Wenn ich das Wort ergriffen habe, so ist das vor allem auf zwei Gründe zurückzuführen:
1993, vor knapp drei Jahren, habe ich als damaliger Prä- sident der Finanzkommission des Nationalrates zusammen mit Kollege Ernst Rüesch, der die ständerätliche Kommission präsidierte, eine gemischte Arbeitsgruppe unter der Leitung von Ständerat Gemperli eingesetzt. Die Konklusionen, die diese Gruppe zog, waren gravierend.
Anfang 1994 - ich habe damals in die GPK gewechselt - habe ich mit Kollege Ueli Maurer einen Dienststellenbesuch bei der EVK vorgenommen. Wir sind auf all die bestehenden Mängel gekommen, aber man hat uns damals versichert - ich habe das in der Frühjahrssession 1994 im Zusammen- hang mit den dringlichen Vorstössen zur EVK wiedergege- ben -, dass man bis Ende Jahr einigermassen einen «sau- beren Tisch» haben werde.
Heute fühle ich mich düpiert. Ich finde, dass jetzt endlich ein- mal nicht nur geredet werden soll, sondern gehandelt werden muss. Ich habe Zweifel, und damit befinde ich mich in Über- einstimmung mit gewissen Aussagen, die in den Berichten der Revisuisse und der Schweizerischen Treuhandgesell- schaft stehen, ob man diese Krise mit internen Krisenmass- nahmen bewältigen kann.
Meine Geduld ist am Ende, und es stellt sich - das möchte ich betonen - die Frage der Verantwortung. Es stellt sich die Frage der Verantwortlichkeit auf der Stufe Amtsdirek- tion, es stellt sich die Frage der Verantwortlichkeit beim be- treffenden Departementschef, beim Chef des Finanzdepar- tementes, es stellt sich aber auch die Frage der Verantwort- lichkeit auf Stufe Gesamtbundesrat - er kann sich nicht im- mer hinter einem Kollegen verbergen -, und es stellt sich allmählich auch die Frage der Verantwortlichkeit des Parla- mentes. Sie können nicht während Jahren bellen, und dann passiert nichts!
Auch was ich an Lösungsvorschlägen gehört habe, z. B. den Transfer in ein anderes Departement, befriedigt nicht, denn das dauert, bis es greift - das weiss ich aus meiner eigenen Erfahrung in der Verwaltung - zwei bis drei Jahre. Ich bin der Meinung, dass wir einen Weg suchen müssen, wie das Par- lament effizient eingreifen kann.
Ich bin mit Herrn Aregger einverstanden: Es braucht nicht noch weitere Abklärungen - der Abklärungen sind genug! - , aber es ist jetzt dringend an der Zeit, dass wir handeln. Wir müssen Vertrauen haben in diejenigen, die handeln werden. Ich bin der Meinung, dass - und das ist nicht irgend ein Hüft- schuss, weil wir am Ende unseres Lateins sind - die Einset- zung einer parlamentarischen Untersuchungskommission sehr ernsthaft geprüft werden muss. Es geht dabei weniger um Untersuchungen, sondern - so, wie das die beiden frühe- ren PUK gut getan haben - darum, Vorschläge für Massnah- men zu machen, mit denen man aus dem Schlamassel her- auskommen kann.
Bignasca Giuliano (D, TI): Signor Oehler, lei si ricordi di ve- nire in Ticino, mi raccomando, sempre d'estate, perchè così può venire, d'inverno non lo so se può venire.
Quanto sto per dirvi so che non vi piacerà. Ma parlando della politica della Banca nazionale svizzera non posso esimermi dal dire la verità, la quale va detta anche se non è affatto pia- cevole, dal momento che non ci vuole una laurea di econo- mia per affermare che detta politica cocciutamente restrittiva ha contribuito negli ultimi anni a mettere definitivamente in gi- nocchio un paese già aggredito dalla crisi economica. Eb- bene sì, la Banca nazionale e il suo uomo forte, che io chiamo Saddam-Lusser, asino, somaro, a seconda degli usi, venendo meno così a quello che deve essere il suo mandato, ha contribuito a mettere in ginocchio la politica economica della Svizzera. E per almeno un paio di motivi che tutti cono- sciamo, che conoscono soprattutto coloro i quali, per ragioni che non voglio qui elencare, fingono di non sapere e che anzi difendono a spada tratta l'operato degli strozzini della Banca nazionale e del suo capo, signor Markus Lusser, che io ribat- tezzo di nuovo Esel, per usare la lingua teutonica.
La Banca nazionale svizzera non difende affatto gli interessi del Paese, per un motivo molto tecnico. Basterebbe pensare all'estrema confusione con cui la Banca nazionale svizzera ha sempre considerato i vari aggregati monetari, cioè i vari M1, M2, M3 - mi raccomando, signor Stich, di saperlo, eh -, tanto da non avere mai un'idea chiara o perlomeno attendi- bile della situazione effettiva nei momenti più cruciali, tanto - a conferma di questa critica - da doverla indurre qualche set- timana fa a rivedere di nuovo le sue definizioni.
Ora, come si può credere che una politica sia stata seria quando sono mancati i presupposti per renderla tale? Su che cosa ha basato la sua conoscenza la Banca nazionale e quella politica che ha chiuso in una morsa di ferro tutta l'eco- nomia svizzera? Sugli stravaganti bioritmi o sulle manie del signor Lusser?
La Banca nazionale svizzera non fa affatto gli interessi del Paese, per un motivo di razionalità e di comportamento. E qui veniamo al nocciolo della faccenda. Gli ultimi dati pubbli- cati dalla stessa Banca nazionale ci dicono che la crescita monetaria in Svizzera, nel primo trimestre di quest'anno, è stata più debole di quella dello stesso periodo dello scorso anno. Essa continua a togliere benzina ad un motore che co- mincia appena appena a girare. Siamo quindi sempre di fronte al risultato di un rigore preoccupante e controprodu- cente, e di una non conoscenza della realtà economica del Paese. Non è difficile dimostrare, anche se si continua imper- territi a non volerlo ammettere, e anche per quest'anno la Banca nazionale svizzera prevede una crescita del prodotto interno lordo del 2,5 per cento, un'inflazione del 3 per cento, ossia un aumento della domanda nominale del 5,5 per cento. Anche supponendo, come sostengono gli asinelli, che la do- manda di moneta centrale diminuirebbe tendenzialmente del 2 per cento, essa dovrebbe quindi crescere e comunque cre- scere quest'anno del 3,5 per cento.
Nel primo trimestre di quest'anno è risultata tuttavia non su- periore all'1 per cento. La Banca nazionale ha spiegato la dif- ferenza nel senso che gli operatori non adegueranno che parzialmente la loro domanda di biglietti all'aumento dei prezzi dovuto all'IVA. È una spiegazione che non sta in piedi, nemmeno con una stampella d'acciaio o con il mio bastone che ho usato ieri, sia perchè quando i prezzi salgono, l'ade- guamento è sempre rapido, sia perchè, soprattutto, l'IVA fa subire un aumento dei prezzi non solo dei beni di consumo, ma anche dei servizi, e l'indice svizzero dei prezzi al con- sumo, dove le ponderazioni sono fisse, non tiene conto di questo mutamento e rischia quindi di sottovalutare l'aumento effettivo dei prezzi e quindi la domanda effettiva di moneta dovuta all'introduzione dell'IVA. Orbene, la Banca nazionale si limita invece a cantare vittoria, perchè l'indice dei prezzi al consumo si è mosso di poco. Quindi, o la Banca nazionale svizzera non sa stimare i bisogni effettivi di moneta e soffoca l'economia, oppure la stessa Banca nazionale svizzera ri- tiene implicitamente che i tassi d'interesse dovranno aumen- tare e allora ha l'obiettivo diabolico di favorire pochi capitalisti e di strozzare definitivamente l'economia elvetica e il ceto medio.
Riassumendo, noi diciamo che la Banca nazionale svizzera non solo non fa gli interessi del Paese, ma distrugge la sua economia:
Perchè la politica di sopravalutazione del franco sta met- tendo in ginocchio l'industria di esportazione, che rappre- senta pur sempre quasi la metà del settore industriale sviz- zero. Bastano i resoconti delle principali industrie d'esporta- zione apparsi nelle ultime settimane per averne la prova; ba- sta calcolare il numero preoccupante di aziende che si trasferiscono o hanno l'intenzione di trasferirsi all'estero, per averne la pratica conferma.
Perchè la politica della Banca nazionale svizzera sta ope- rando una scelta che il popolo svizzero non può accettare. La Banca nazionale se ne frega del problema dell'occupazione e sembra compiacersi di vivere nei prossimi anni con un tasso di disoccupazione ancor più elevato che negli scorsi anni. Diversamente non si spiegherebbe l'ostinazione con cui con- tinua nella sua politica restrittiva, quando essa stessa - colmo dell'assurdo - finisce per ammettere nei suoi incartamenti,
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che l'economia svizzera evolve al di sotto del 3 per cento del suo pieno potenziale d'impiego. L'altro elemento paradossale è che questo genere di politica che crea incertezza e sfiducia, non favorisce di certo il consumo, il fattore attuale più debole dell'economia nazionale.
Da ultimo, la Banca nazionale svizzera distrugge la nostra economia, perchè la sua politica per la sua sopravalutazione del franco manda allo sbaraglio cantoni come il Ticino, e non solo il Ticino, penalizzandoli al massimo, perchè li priva di tutto il commercio di frontiera e del turismo, il che è tutto dire, visto che il Ticino è un cantone a vocazione prevalentemente turistica. Ebbene, sono anni che io e tutte le persone a cui stanno a cuore le sorti economiche del Paese andiamo com- battendo questi comportamenti suicidi. Vogliamo continuare ad assecondare l'operato dello strozzino Esel-Lusser e dei suoi strozzini? lo mi sono sempre rifiutato di farlo e non vedo motivo di cambiare rotta adesso. Se voi ve la sentite di por- tare il Paese alla malora, padroni di farlo, ma ricordatevi che voi dovrete assumervene poi la responsabilità di fronte al po- polo.
Ruckstuhl Hans (C, SG): Ich spreche zu Abschnitt G, Alko- holverwaltung, und zu den darin erwähnten Berichten. Be- kanntlich hatten verschiedene Beschlüsse der vergangenen Jahre und Monate Auswirkungen auf die Tätigkeit der Alko- holverwaltung. Besonders spürbar sind das Gatt/WTO-Ab- kommen, die Sparbeschlüsse des Parlamentes, der teil- weise Rückzug der Alkoholverwaltung aus der Förderung brennloser Verwertung von Obst und Kartoffeln und der da- mit zusammenhängenden Beratung.
Daraus ergeben sich verschiedene Fragen. In den im Ge- schäftsbericht erwähnten Berichten und auch im Bericht des Bundesrates sind die Antworten darauf nicht zu finden. Auch in der Stellungnahme zum Postulat der GPK werden diese Fragen nicht beantwortet. Die Fragen drängen sich auf:
weil die Gatt-Verpflichtungen wohl die Ausgaben der Alko- holverwaltung verringern, aber auch Einnahmenverluste für die Landwirtschaft bewirken;
weil mit der Ablehnung der Agrarvorlagen vom 12. März dieses Jahres die Solidaritätsbeiträge der Produzenten nicht verordnet werden können;
weil der Abbau von Aufgaben und Personal sowie die Auf- hebung der Alkohollager in Romanshorn und Daillens zu ei- nem Rückzug der Bundesverwaltung aus den Regionen zur Folge haben könnte.
Im Zusammenhang mit all diesen Veränderungen drängen sich folgende Fragen auf:
Wie gedenkt der Bundesrat die ursprüngliche und heute immer noch aktuelle Aufgabe der Alkoholverwaltung zu steu- ern, damit weiterhin eine möglichst brennlose Verwertung von Obst und Kartoffeln gefördert wird, und damit für die Pro- duzenten eine Bewirtschaftung der entsprechenden Kulturen möglich und wirtschaftlich lohnend bleibt?
Mit welchen Massnahmen will der Bundesrat verhindern, dass die hochbesteuerten einheimischen Spirituosen durch billigere und teilweise steuerfrei eingeführte Produkte ver- drängt werden und die Verwertungsverluste und die Absatz- probleme im Inland damit ansteigen?
Wie verhindert der Bundesrat eine erneute Zentralisierung der Bundesverwaltung, wenn immer mehr Aussenstellen staatlicher Tätigkeit aufgehoben werden? Ist der Bundesrat darauf bedacht, bei Bedarf verbleibende Aussenstellen auf- zustocken, anstatt die Aussiedlung von Bundesämtern, wie das nach Biel, Grenchen oder Neuenburg geschehen ist, durch den Rückzug aus den Regionen nach Bern zu egalisie- ren? Die gleiche Forderung gilt auch für die übrigen Bereiche der Bundesverwaltung, insbesondere für die Eidgenössische Zollverwaltung nach der Aufhebung von zwei Zollkreisen. Ich danke dem Bundesrat für die Beantwortung dieser Fra- gen und für die Berücksichtigung der Anliegen der verschie- denen Regionen.
Caccia Fulvio (C, TI): Intervengo al posto della collega Mimi Lepori Bonetti sul problema della perequazione finanziaria che preoccupa entrambi.
La crisi finanziaria degli enti pubblici ha messo in evidenza un fenomeno che era passato quasi inosservato durante il periodo florido delle finanze. Il fallimento del sistema della perequazione finanziaria, che accresce il divario fra cantoni ricchi e cantoni poveri e crea una progressiva, grave perdita di autonomia dei cantoni nei confronti della Confederazione nel campo finanziario, deve rappresentare una priorità per il Dipartimento federale delle finanze e in generale per l'in- sieme dell'amministrazione.
Vediamo alcune cifre. Il fenomeno affonda le sue radici negli anni sessanta. In diversi settori la Confederazione si è riser- vata progressivamente il compito di decidere, di sovvenzio- nare parzialmente, di controllare, lasciando ai cantoni quello di eseguire e di pagare la differenza non coperta da Berna. Se fino agli anni cinquanta le spese della Confederazione erano aumentate in modo più importante di quelle dei can- toni, a partire da questa data la tendenza si capovolge. Nel 1950 il totale delle spese della Confederazione corrispon- deva al 110 per cento delle spese dei cantoni prese nel loro insieme. Nel 1988, vale a dire prima della crisi attuale, le spese delle Confederazione corrispondono soltanto al 76 per cento delle spese globali dei cantoni. Che cosa è successo? Man mano che aumentavano gli obblighi esecutivi dei can- toni nei campi più disparati, più la pillola diventava pesante per le finanze cantonali. La situazione attuale è paradossale: in piena crisi finanziaria, per risolvere i propri problemi, la Confederazione, con il nostro avallo, ha deciso tagli che eli- minano o riducono sensibilmente i sussidi accordati ai can- toni per l'esecuzione di compiti che non avevano domandato e che devono ormai comunque realizzare.
Paradossalmente si tratta di un fenomeno perverso che pe- nalizza soprattutto i cantoni poveri, che avevano ritardi di ca- rattere infrastrutturale inevitabile, quelli cioè che dovrebbero maggiormente beneficiare della solidarietà confederale. Dai cantoni, in particolare dalla conferenza dei direttori cantonali delle finanze, sono pur giunti segnali che chiedevano di cor- reggere il sistema. Una perizia commissionata ad esperti al di sopra delle parti dalla Confederazione e dai cantoni arriva a conclusioni inquietanti. Le spese dei cantoni e della Confe- derazione, nel quadro della perequazione finanziaria, da vent'anni a questa parte sono state moltiplicate per ben sei volte. Ciò nonostante la disparità fra cantoni poveri e cantoni ricchi ha continuato a crescere. Gli esperti erano stati chiaris- simi: «la perequazione finanziaria in Svizzera manca di effi- cacia, ha un carattere nettamente centralista, non riduce la disparità fra cantoni ricchi e cantoni poveri. In una parola, deve essere ripensata da cima a fondo».
Qual'è il nodo del problema? La perequazione attuale perse- gue due scopi contraddittori fra di loro: la riduzione della di- sparità finanziaria dei cantoni e l'esecuzione di compiti fissati dalla Confederazione. Se i cantoni a capacità finanziaria de- bole ricevono in percentuale più sussidi rispetto a quelli ric- chi, d'altro canto la differenza a loro carico per eseguire certi compiti rappresenta un onere pro capite ben superiore a quello dei cantoni agiati.
La soluzione: introdurre un sistema di sussidi forfettari, che permettano ai cantoni una maggiore indipendenza e respon- sabilizzazione, vale a dire anche maggiore risparmio. All'in- contro avvenuto a Flims, presente anche l'onorevole Stich, ci è parso di indovinare che finalmente si sia capito che un ag- giustamento dell'equilibrio finanziario fra Berna e i cantoni, più favorevole a quest'ultimi, e in generale una revisione del sistema di perequazione finanziaria viene indicato come una priorità dalle diverse parti in causa. Mi permetto di chiedere che si proceda su questa strada risolutamente e in tempi brevi. I segnali di una presa di coscienza in questa direzione sembrano moltiplicarsi, pensiamo alla riforma della legge sull'assicurazione contro la disoccupazione. Se in un primo momento l'accordo è stato preso fra i partner, in seguito si sono coinvolte le realtà cantonali a seconda del loro fabbiso- gno. Tener conto delle esigenze dei cantoni non rappresenta un bieco ripiegamento su interessi particolari. In gioco c'è una correzione di rotta utile in questo momento di crisi finan- ziaria per tutte le componenti dello Stato federale, cantoni e Confederazione. Non possiamo nemmeno dimenticare il fe-
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Geschäftsbericht des Bundesrates
nomeno nuovo della creazione in atto di macroregioni com- poste da più cantoni; fenomeno salutare, che però è difficil- mente accessibile ad alcuni cantoni come il Vallese, i Gri- gioni e ancora di più il Canton Ticino. Quindi chiedo all'ono- revole Stich di dare assicurazione in merito a questo sforzo nell'ambito della riforma della perequazione finanziaria.
Die Beratung dieses Geschäftes wird unterbrochen Le débat sur cet objet est interrompu
Schluss der Sitzung um 12.45 Uhr La séance est levée à 12 h 45
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
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1995
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Anno
Band
III
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Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
14
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 95.006
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 22.06.1995 - 08:00
Date
Data
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