Interpellation Bürgi
1633
est gênée par les barrières géophysiques, en particulier pour les cantons des Grisons et du Valais, mais plus encore pour le Tessin, qui est séparé des autres cantons non seulement par de telles barrières, mais aussi par la langue, qui le distin- gue des autres cantons;
considérant que l'économie du Tessin a déjà souffert dans une mesure plus forte que d'autres de la hausse du prix du carburant et de l'introduction de la TVA, qu'elle accuse un taux de chômage très élevé, et qu'elle est menacée de l'in- troduction de péages sur le trafic lourd et de toutes les me- sures de rationalisation et de centralisation de la Confédéra- tion;
considérant que la restructuration du DMF est préoccupante en particulier en raison des conséquences qui peuvent tou- cher l'arsenal cantonal et plus encore l'aérodrome et les usi- nes de Lodrino, tant du point de vue de la région frappée que compte tenu du haut degré de qualification des postes mena- cés;
nous demandons au Conseil fédéral s'il est disposé à tenir compte de cette nouvelle évolution des structures de notre pays et à oeuvrer de manière à favoriser le maintien d'équili- bres raisonnables en soutenant les cantons mentionnés et particulièrement le Tessin, notamment en ce qui concerne les restructurations prévues au DMF.
Mitunterzeichner - Cofirmatari - Cosignataires: Borer Ro- land, Camponovo, Carobbio, Cavadini Adriano, Epiney (5)
Schriftliche Begründung - Motivazione scritta - Développement par écrit
L'autore rinuncia alla motivazione e desidera una risposta scritta.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates
vom 17. Mai 1995 Risposta scritta del Consiglio federale del 17 maggio 1995 Rapport écrit du Conseil fédéral du 17 mai 1995
Il Consiglio federale condivide le preoccupazioni dell'inter- pellante circa il mantenimento di una sana situazione con- giunturale, economica e occupazionale nei Cantoni Ticino, Vallese e Grigioni.
Il 22 e 23 marzo 1995, il DMF ha informato ampiamente in merito alla prevista ristrutturazione del suo potenziale indu- striale. L'adeguamento delle strutture s'impone, poiché il vo- lume delle ordinazioni alle aziende si riduce a causa del ridi- mensionamento degli effettivi dell'esercito, le spese militari subiscono tagli continui dal 1990 e il consumo di munizioni nell'esercito diminuisce grazie al maggior uso di simulatori nell'istruzione.
Nell'elaborazione del nuovo modello di ubicazione delle sedi si è proceduto secondo il metodo della concentrazione proat- tiva. Esso consiste nel creare strutture nelle quali le esigenze dell'«Esercito 95» possano essere soddisfatte economica- mente, tenendo conto delle note condizioni quadro. Le esi- genze militari e l'economicità stavano dunque in primo piano al momento dell'allestimento del modello di ubicazione delle sedi. In singoli casi, tra cui Lodrino, alcuni aspetti di politica regionale sono stati decisivi per il mantenimento dell'azienda. La riduzione del personale nel potenziale industriale del DMF ammonta in media, per tutta la Svizzera, al 23 per cento (circa 3300 posti di lavoro). Cantoni come il Ticino (8 per cento), il Vallese (12 per cento) e i Grigioni (16 per cento) si trovano molto al di sotto della media nazionale.
Il Consiglio federale è cosciente del fatto che la ristruttura- zione del potenziale industriale del DMF e la conseguente ri- duzione a lungo termine di circa 3300 posti di lavoro è assai dolorosa per le regioni e il personale interessati. II DMF fa tutto il possibile al fine di attuare la riduzione in maniera so- cialmente compatibile.
Erklärung des Interpellanten: teilweise befriedigt
Déclaration de l'interpellateur: partiellement satisfait
95.3092
Interpellation Bürgi EMD und Regionalpolitik DMF et politique régionale
Wortlaut der Interpellation vom 6. März 1995
Ich habe kein Verständnis, dass auf Kosten der Randregio- nen die Armeereform 95 vollzogen wird. Ich stelle deshalb dem Bundesrat folgende Fragen:
Sollte der Abbau der Bundesstellen regional und kantonal nicht besser verteilt werden? (Kantone Zürich und Bern hat- ten in den letzten Jahren noch Stellenzunahmen)
Sollte beim Erhalten von Bundesbetrieben guten öffentli- chen Verkehrsachsen mit vollem Bahnanschluss (wie das in Brunnen und Seewen der Fall ist) nicht mehr Beachtung ge- schenkt werden?
Sollte nicht auch der Bund etwas dazu beitragen, dass den Älplern die zweite Beschäftigung beim Bund erhalten bleibt? Sie sind es doch, die dafür sorgen, dass die Alpen mit den Schiessplätzen des EMD weiter gepflegt werden und nicht verganden, wie das im nahen Ausland der Fall ist.
Texte de l'interpellation du 6 mars 1995
Je ne vois pas pourquoi la réforme «Armée 95» devrait se faire au détriment des régions périphériques. Je pose donc les questions suivantes au Conseil fédéral:
Ne serait-il pas possible de mieux répartir au niveau can- tonal et régional la suppression des emplois fédéraux? (Au cours des dernières années, le nombre de postes a aug- menté dans les cantons de Zurich et de Berne).
Lorsqu'on décide de maintenir une entreprise fédérale, ne faudrait-il pas accorder une plus grande attention à ce qu'elle soit bien desservie par la route et le rail (ce qui est le cas à Brunnen et à Seewen)?
La Confédération ne devrait-elle pas veiller à ce que les exploitants d'alpages puissent conserver leur deuxième em- ploi dans l'administration, car ce sont eux qui font en sorte que les alpages occupés par des places de tir du DMF con- tinuent à être entretenus, contrairement à ce qui se passe dans les pays qui nous entourent.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Dettling, Züger (2)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Ich stelle fest: Infolge der Armeereform 95 sind im Zeug- haus Seewen und im Elektronikbetrieb Brunnen bis zum 21. Dezember 1995 total 27 Stellen abgebaut worden. Bis zum Jahre 2000 sollen weitere 44 Stellen abgebaut wer- den.
Die Heimarbeit des Eidgenössischen Zeughauses wurde total eingestellt. 35 Heimarbeiterinnen haben bereits den Job verloren.
Beim Kantonalen Zeughaus wurde das Auftragsvolumen um 30 Prozent gekürzt.
Ab Winter 1995/96 können 7 von total 14 Älplern beim Eid- genössischen Zeughaus Seewen nicht mehr beschäftigt werden (die Kündigungen sind ausgesprochen).
Die Betriebe Brunnen und Seewen arbeiten gut und effizi- ent.
Mit den heutigen Kommunikationsmitteln ist eine Zentrali- sation nicht mehr notwendig.
Seewen hat vollen Bahnanschluss und liegt an der wichti- gen Verkehrsachse Nord-Süd.
Der Kanton Schwyz hat jetzt schon viele Pendler. Unnötige Fahrten von Angestellten sind ökologisch nicht sinnvoll.
Der Verlust von Lehrlingsplätzen. Der Bund hat hier auch eine Verantwortung. Seewen bildet jetzt schon keine Auto- mechaniker mehr aus. Brunnen würde wichtige Ausbil- dungsplätze im Elektronikbereich verlieren (heute 22 Lehrlinge).
Interpellation Seiler Hanspeter
1634
N
23 juin 1995
Der Kanton Schwyz hat von 1991 bis 1994 total 84 Bundesarbeitsplätze verloren (minus 6,3 Prozent). Nur Uri und Schaffhausen haben prozentual mehr eingebüsst.
Nur 0,9 Prozent aller Beschäftigten im Kanton Schwyz ar- beiten beim Bund (PTT, SBB, EMD).
Als Soldat habe ich einmal gelernt, dass aus Sicherheits- gründen Dezentralisationen in der Armee notwendig sind. Dies sind die bis jetzt bekannten Auswirkungen der Reform «Armee 95». Die Befürchtungen bezüglich Verlagerung des Elektronikbetriebes von Brunnen nach Emmen und die Aus- lagerung des Zeughauses von Seewen nach Brunnen laufen unter dem Titel «Armeereform 95».
Die Streichung der Älplerstellen ist psychologisch sehr pro- blematisch. Korporationen und Genosssamen als Alpbesit- zer und Partner für die Schiessplatzverträge sind betroffen. Der Alpwirtschaftliche Verein des Kantons Schwyz war sei- nerzeit sehr um diese Arbeitsplätze bemüht und konnte vor dreissig Jahren diese Lösung mit der Verwaltung von See- wen finden. Man hat diese Kombination gerühmt. Der Kanton Schwyz hat 72 Schiessplätze auf den Alpen, die von den Älplern akzeptiert und in Zusammenarbeit mit dem EMD ge- pflegt werden.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 17. Mai 1995 Rapport écrit du Conseil fédéral
du 17 mai 1995
Das EMD hat am 22. und 23. März 1995 umfassend über die geplanten Umstrukturierungen im EMD-Industriepotential orientiert. Die Anpassung der Strukturen wird nötig, weil das Auftragsvolumen der Betriebe durch die Bestandesreduktion der Armee kleiner wird, die Militärausgaben seit 1990 laufend gekürzt wurden und der Munitionsverbrauch in der Armee wegen des vermehrten Einsatzes von Simulatoren in der Ausbildung zurückgeht.
Bei der Erarbeitung des neuen Standortmodells wurde nach der Methode der proaktiven Konzentration vorgegangen, d. h., es werden Strukturen geschaffen, in denen unter Be- rücksichtigung der bekannten Rahmenbedingungen die Be- dürfnisse der «Armee 95» wirtschaftlich erfüllt werden kön- nen. Die militärischen Bedürfnisse und die Wirtschaftlichkeit standen deshalb bei der Ausgestaltung des neuen Standort- modells im Vordergrund. Die regionale Verteilung war ein weiteres wichtiges Kriterium.
Der Bundesrat ist sich bewusst, dass die Umstrukturierung des EMD-Industriepotentials und der damit verbundene mehrjährige Abbau von rund 3300 Arbeitsplätzen für die be- troffenen Regionen und die Mitarbeiter schmerzlich ist. Das EMD setzt alles daran, den Abbau so sozialverträglich wie möglich durchzuführen.
Zu den Fragen der Interpellation nimmt der Bundesrat wie folgt Stellung:
Das EMD hat alles darangesetzt, den Abbau von Bundes- stellen so gut wie möglich kantonal und regional zu verteilen. Ein grosser Teil der EMD-Betriebe liegt aber heute in Berg- regionen oder in anderen wirtschaftlich schwachen Landes- teilen. Der Personalabbau kann deshalb nur in wenigen Re- gionen unter dem gesamtschweizerischen Mittel gehalten werden. Im Kanton Schwyz liegt er mit 30 Prozent über dem landesweiten Durchschnitt von 23 Prozent. In Zahlen ent- spricht dies einem Abbau von 100 Arbeitsplätzen. Mehrere andere Kantone haben einen höheren Stellenabbau zu ver- kraften.
Würden Standorte mit guten Bahn- und Strassenverbin- dungen bevorzugt behandelt, müsste zwangsläufig an ande- ren Standorten mehr Personal abgebaut werden. Damit wür- den ausgerechnet diejenigen Regionen härter getroffen, die nicht von leistungsfähigen Verkehrsverbindungen profitieren. 3. Älpler werden nur in den Kantonen Uri und Schwyz in den Wintermonaten in eidgenössischen Betrieben beschäftigt. Bereits in den letzten Jahren mussten einzelne von ihnen mangels genügender Arbeit in Zeughäusern ausserhalb des Kantons beschäftigt werden. Das weiter geschrumpfte Auf- gabenvolumen setzt der Beschäftigung von Älplern zusätz- lich Grenzen. Das EMD ist bemüht, sozialverträgliche Lösun-
gen zu finden und Härtefälle wenn immer möglich zu vermei- den.
Erklärung des Interpellanten: teilweise befriedigt Déclaration de l'interpellateur: partiellement satisfait
95.3096
Interpellation Seiler Hanspeter Umsetzung von «Armee 95» in EMD-Betrieben
Réalisation de la réforme «Armée 95» dans les entreprises du DMF
Wortlaut der Interpellation vom 7. März 1995
Der Bundesrat wird um Stellungnahme zu nachstehenden Fragen gebeten:
Viele Armeebetriebe befinden sich in Gebieten mit einsei- tigen Wirtschaftsstrukturen und gegebenen, kaum zu behe- benden Standortnachteilen. Ist der Bundesrat bereit, bei der Umstrukturierung und Umlagerung von EMD-Betrieben und -Anlagen diesen Aspekt in die Beurteilung mit einzubezie- hen?
Die Akzeptanz der Armee und der durch sie verursachten Immissionen (z. B. Fluglärm bei Gebirgsschiessplätzen usw.) ist gerade in den Regionen, die von diesen unvermeid- baren Negativwirkungen am meisten betroffen wurden, am grössten. Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass solch jahrzehntelanges staatstreues Verhalten nicht durch Auslagern von Arbeitskapazitäten und Ausbildungsstellen in andere Regionen zusätzlich bestraft werden darf und dass bei den kommenden Entscheiden neben rein betriebswirt- schaftlichen und finanzpolitischen Überlegungen auch staatspolitische Erwägungen mit zu berücksichtigen sind?
Bei einer Neuorganisation, die das «Konzept 95» umset- zen soll, sind Zuteilungen von neuen und bleibenden Aufga- ben verständlich. Für Aufgaben und Tätigkeiten, die in ab- sehbarer Zeit auslaufen werden (z. B. Mirage, Tiger), macht ein Umlagern in andere Betriebe für eine relativ kurze Zeit- spanne wenig Sinn. Zudem würde damit nicht gespart, son- dern es entstünden auch wesentliche Zusatzkosten. Ist der Bundesrat nicht auch der Meinung, dass auf ein Umlagern solcher nur noch befristet laufender Arbeitseinheiten zu ver- zichten ist, dass damit der Übergang zur Zielorganisation eine bessere Akzeptanz findet und dass den arbeitsplatz- mässig sehr stark betroffenen Regionen vernünftigere Über- gangsfristen für volkswirtschaftliche Anpassungs- und Um- strukturierungsprozesse eingeräumt werden könnten?
Zweifelsohne werden durch das Zusammenlegen des Un- terhaltes von gleichen und ähnlichen Systemen Synergien geschaffen. Warum wird kaum erwähnt, dass bisherige wert- volle innerbetriebliche und betriebsübergreifende Synergien und ebenso die Durchlässigkeit durch die verschiedenen Un- terhaltsstufen verlorengingen? Ist der Bundesrat bereit, diese für einen Betriebserfolg nicht unwesentlichen Überle- gungen in seinen Entscheiden mit zu berücksichtigen?
Durch den massiven Abbau des Lehrstellenangebotes werden die Ausbildungschancen des beruflichen Nachwuch- ses in den betroffenen und meist dünnbesiedelten Regionen stark beeinträchtigt. Welche Massnahmen beabsichtigt der Bundesrat zu treffen, um die vom Bund verursachten Ausbil- dungsnachteile zu mildern oder mildern zu helfen?
In den letzten Jahren wurde in Neuanlagen sehr viel inve- stiert (z. B. EMD-Anlage in Zweisimmen rund 40 Millionen Franken). Es ist finanz- und investitionspolitisch kaum ver- antwortbar, solche Investitionen kurzfristig brachliegen zu lassen und Investitionsruinen zu hinterlassen. Wird der Bun-
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Bürgi EMD und Regionalpolitik Interpellation Bürgi DMF et politique régionale
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1995
Année
Anno
Band
III
Volume
Volume
Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 95.3092
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 23.06.1995 - 08:00
Date
Data
Seite
1633-1634
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Pagina
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20 025 851
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