Interpellation Wittenwiler
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23 juin 1995
tion sur le marché déterminera dans quelle mesure ils pour- ront en répercuter une partie sur les prix à la production. Dans le 7e rapport sur l'agriculture, le Conseil fédéral a clai- rement indiqué qu'il entendait rendre plus compétitives les structures de l'économie laitière. Depuis lors, il met systéma- tiquement en oeuvre cette politique: il a réduit les contribu- tions destinées à garantir les prix et les marges et utilise toute la latitude disponible dans les limites légales actuelles pour trouver des solutions orientées davantage vers le marché et la concurrence. Le processus des réformes débouchera en 1997/1998 sur une nouvelle organisation du marché laitier. Ce projet sera soumis en consultation cette année encore. Les efforts des producteurs de gruyère dans le cadre de la Charte du gruyère constituent un travail indispensable face aux modifications annoncées de la politique laitière. En ce sens, les producteurs de gruyère ne doivent pas uniquement faire dépendre l'avancement de leurs travaux de la révision annoncée de la loi sur l'agriculture. Le Conseil fédéral pré- sentera en 1995 cette révision qui permettra l'introduction d'un système d'enregistrement des appellations d'origine et indications géographiques. La modification de l'arrêté fédéral sur la viticulture fera également partie de ce paquet.
Le Conseil fédéral considère que la protection des appella- tions d'origine et des indications géographiques est particu- lièrement importante, tant pour les producteurs que pour les consommateurs. Cela est d'autant plus valable en raison de la globalisation des marchés en Europe et de la diffusion croissante des produits sur les marchés étrangers.
Dans ce contexte, le Conseil fédéral a, déjà en 1993, fait part à l'UE de ses revendications en matière de reconnaissance mutuelle des appellations d'origine et indications géographi ques. Il a demandé aux quatre Etats membres avec lesquels la Suisse a ratifié des accords bilatéraux en matière de pro- tection des indications de provenance (Espagne, Portugal, France et Allemagne) qu'ils s'engagent, au sein de l'UE, à protéger le contenu de ces accords. Ces Etats ont entamé des démarches dans cette direction. Cette question est ac- tuellement examinée dans le cadre des négociations bilaté- rales agricoles.
Erklärung des Interpellanten: teilweise befriedigt Déclaration de l'interpellateur: partiellement satisfait
95.3183
Interpellation Wittenwiler Landwirtschaftspolitik. Wie weiter? Avenir de la politique agricole
Wortlaut der Interpellation vom 24. März 1995
Die Landwirtschaft soll sich mehr und schneller in Richtung Ökologie entwickeln und dabei deutlich marktwirtschaftlicher werden.
Ich frage deshalb den Bundesrat:
Wie sieht der Zeit- und Finanzierungsplan des Bundesra- tes zur Umsetzung dieser Forderung aus?
Wie viele Voll- und Nebenerwerbsbetriebe findet der Bun- desrat für nötig, um die vier Hauptziele der schweizerischen Landwirtschaftspolitik, die mit dem 7. Landwirtschaftsbericht verabschiedet wurden, zu erfüllen?
Was soll mit all denen geschehen, die infolge des Struktur- wandels ihren Arbeitsplatz in der Landwirtschaft und in den vor- und nachgelagerten Produktions- und Handelsberei- chen verlieren?
Welche arbeitsmarktlichen und sozialen Vorkehren sieht der Bundesrat vor?
Texte de l'interpellation du 24 mars 1995
Il faut que l'agriculture se rapproche plus de l'écologie et qu'en même temps elle s'ouvre plus aux lois du marché.
Je demande donc au Conseil fédéral:
Comment compte-t-il financer et échelonner la mise en oeuvre de cette requête?
Combien d'exploitations à titre principal et à titre secon- daire considère-t-il comme nécessaires à la réalisation des quatre objectifs primordiaux de la politique agricole suisse, qui ont été approuvés avec le 7e rapport sur l'agriculture?
Qu'adviendra-t-il de tous ceux à qui les mutations structu- relles font perdre leur emploi dans l'agriculture et dans les secteurs commerciaux et productifs situés en amont et en aval de l'agriculture? Quelles mesures le Conseil fédéral en- visage-t-il sur le plan social et du point de vue du marché du travail?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Die Urheberin verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 6. Juni 1995
Rapport écrit du Conseil fédéral du 6 juin 1995 1. Zeit- und Finanzplanung des Bundesrats
Zeitplan:
Die weitere Umsetzung der Agrarreform ist in folgenden Schritten vorgesehen:
Botschaft zur Verlängerung von zwei Bundesbeschlüssen über die Produktionslenkung im Pflanzenbau und zur Revi- sion des Landwirtschaftsgesetzes in den Bereichen beson- dere Qualität von landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Hilfsstoffe sowie des Rebbaubeschlusses im Bereich der Kontrolle des Handels mit Wein im Juni 1995. Die Vernehm- lassung hat bereits stattgefunden.
Bericht des Bundesrats mit den notwendigen Gesetzesän- derungen für die zweite Etappe der mit dem 7. Landwirt- schaftsbericht eingeleiteten Agrarreform (Agrarpolitik 2002) im September 1995 mit anschliessendem Vernehmlas- sungsverfahren. Die zweite Etappe der Agrarreform sieht in erster Linie eine Deregulierung der Marktordnungen vor, gleichzeitig erfolgt aber auch eine Überprüfung des gesam- ten agrarpolitischen Instrumentariums. Der Bundesrat beab- sichtigt, die Botschaft im Frühling 1996 dem Parlament zu unterbreiten.
Finanzplanung:
Die Finanzplanung sieht für die Jahre 1995 bis 1998 fol- gende Mittel zur Finanzierung der Massnahmen des Bundes vor:
Finanzplan vom 3. Oktober 1994 Budget und Nachtragskredite (in Tausend Franken)
1995
1996
1997
1998
Preis- und Absatz- sicherung
1 256 601
1 162 681
1 068 369
1 075 287
Direktzahlungen
1 931 321
1 969 537
2 071 302
2 229 698
davon: ergänzende DZ (31a) Ökobeiträge (31b)
800 000 331 000
800 000 372 000
800 000 472 000
800 000 622 000
Total einkommens- wirksame Stützung
3 187 922
3 132 218
3 139 671
3 304 985
Der gegenwärtig noch gültige Finanzplan für den Zeitraum von 1995 bis 1998 sieht im Bereich der Direktzahlungen ei- nen Anstieg ausschliesslich der Ökobeiträge um total 291 Millionen Franken vor. Um die Auswirkungen der Gatt- Verpflichtungen zu kompensieren, wäre ein Anstieg von 150 Millionen Franken pro Jahr oder bis 1998 von total 450 Millionen Franken notwendig. Weiter gilt es zu berück- sichtigen, dass die bäuerlichen Einkommen der Testbetriebe für das Jahr 1994 in nominalen Werten gegenüber 1985
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Interpellation Hubacher
praktisch unverändert blieben, während die Vergleichsein- kommen im selben Zeitraum um rund 23 Prozent angestie- gen sind. Angesichts dieser Ausgangslage ist eine Überprü- fung des Finanzplans im Bereich der Direktzahlungen unum- gänglich, wobei die Situation der Bundesfinanzen zu berück- sichtigen ist.
Die Agrarpolitik hat die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass die Landwirtschaft ihre Aufgaben, wie sie im 7. Landwirtschaftsbericht beschrieben sind, in optimaler Weise erfüllt. Im Rahmen des Leitbildes des bäuerlichen Be- triebes besteht ein grosser Spielraum bezüglich der Grösse der Betriebe, die diese Aufgabenerfüllung sicherstellen kön- nen. Deshalb wurde bereits in den Schlussfolgerungen zum Leitbild für die Entwicklung der Landwirtschaft im 7. Landwirtschaftsbericht festgehalten, dass der Staat nicht eine bestimmte Struktur verordnen soll wie in einer Planwirt- schaft. Zahlenmässig fixierte Strukturziele passen nicht in das agrarpolitische Konzept, welches vorsieht, dass der Bund sich soweit als möglich auf das Setzen von Rahmenbe- dingungen für den Landwirtschaftssektor beschränkt. 3. Strukturwandel
Gemäss Untersuchungen des Bundesamts für Landwirt- schaft ist in den nächsten Jahren mit einem erhöhten Struk- turwandel zu rechnen. Aufgrund der Anzahl Landwirtschafts- schüler und der Nachfolgesituation in den Betrieben dürfte deren Zahl stärker als früher zurückgehen. In den achtziger Jahren betrug der Rückgang 1 bis 1,5 Prozent pro Jahr. Die Entwicklung wird stark durch die Lage auf dem Arbeitsmarkt ausserhalb der Landwirtschaft beeinflusst. Dasselbe gilt für den Anteil an Zu- und Nebenerwerbsbetrieben.
Mit der Betriebshilfe verfügt der Bund über ein Instrument zur gezielten Unterstützung von Landwirten, die unverschuldet in Not geraten. Bisher gab es kaum rasche Veränderungen in der Agrarpolitik, welche unverschuldete Notlagen in Bau- ernfamilien verursacht hätten. Auch der sich im Gang befind- lichen Reform liegt die Bemühung um soziale Verträglichkeit bezüglich Ausmass und Geschwindigkeit der Veränderun- gen zugrunde. Weil sich aber die Veränderungen nicht auf alle Betriebe gleich auswirken werden, wird im Rahmen der zweiten Etappe der Agrarreform zurzeit überprüft, wieweit das bestehende Instrument zur Abfederung des Struktur- wandels, nämlich die Betriebshilfe, in ihrer heutigen Ausge- staltung genügt. Gegenüber neuen Instrumenten hingegen, mit welchen die Abwanderung von Arbeitskräften aus der Landwirtschaft und damit der Strukturwandel künstlich be- schleunigt werden soll, sind angesichts der heutigen Arbeits- marktlage Vorbehalte angebracht.
Erklärung der Interpellantin: teilweise befriedigt Déclaration de l'interpellatrice: partiellement satisfaite
95.3103
Interpellation Hubacher Direkte Zustellung der AHV-Renten Rentes AVS. Versement direct
Wortlaut der Interpellation vom 8. März 1995
Der «SonntagsBlick» vom 5. März 1995 berichtet, dass die PTT eine Werbekampagne vorhat, mit der möglichst viele AHV-Rentnerinnen und AHV-Rentner überredet werden sol- len, auf die direkte Auszahlung der Rente zugunsten der bar- geldlosen Überweisung auf ein Postcheckkonto zu verzich- ten. Die Aktion sei in den Kantonen Tessin und Neuenburg angelaufen. Für das Einverständnis zur bargeldlosen Über- weisung würden kleine Geschenke offeriert.
Ich ersuche den Bundesrat um Beantwortung folgender Fra- gen:
Stimmt der Bericht im «SonntagsBlick»?
Die heutige AHV-Generation hat in ihrer Zeit der aktiven Erwerbstätigkeit das bargeldlose Lohnkontosystem kaum gekannt. Ist es zumutbar, sie in ihrem dritten Lebensab- schnitt darauf einzustimmen?
Verfügt die PTT für die bargeldlose Überweisung der AHV- und IV-Renten über ein Gesamtkonzept? Wenn ja, wie sieht es aus? Ist vorgesehen, die bargeldlosen Überweisungen der AHV- und IV-Renten schrittweise flächendeckend einzu- führen bzw. zu forcieren?
Kann die Zusicherung abgegeben werden, dass die di- rekte Zustellung der AHV- und IV-Renten auf jeden Fall bei- behalten wird? Das nicht nur vorübergehend, sondern grund- sätzlich?
Es gab bereits in den siebziger Jahren Pläne für die bar- geldlose Überweisung der AHV- und IV-Renten. Testplatz war Basel. Das EDI gab diese nach vielen Protesten schnell auf. Weshalb soll jetzt darauf zurückgekommen werden? Lie- gen die Gründe vor allem in der Personaleinsparung für die PTT?
Nachdem der Werkplatz Schweiz laufend Arbeitsplätze verliert, befürworten massgebliche Ökonomen den Ausbau des Dienstleistungssektors. Wenn aber sogar Bundesbe- triebe Dienstleistungen abbauen statt ausbauen, stellt sich die Frage: Wie und wo sollen eigentlich neue Arbeitsplätze geschaffen werden?
Die Individualisierung der Gesellschaft beschäftigt die Verantwortlichen. Es wird allgemein ein drohender Verlust an Solidarität beklagt. Ein solcher könnte auch als Minderung der Lebensqualität notiert werden. Für alte Menschen zählt beispielsweise die direkte Zustellung der AHV- und IV-Ren- ten dazu. Oft, das nicht nur in abgelegenen Gegenden, son- dern ebenso in städtischen Agglomerationen, ist der Brief- bzw. der Geldbriefträger für sie noch die einzige Kontaktper- son zur Aussenwelt. Wäre es zu verantworten, den «service public» bei der Zustellung der AHV- und IV-Renten abzu- bauen oder gar aufzuheben?
Liegt die Zuständigkeit, wie inskünftig die AHV- und IV- Renten zugestellt werden, allein bei den PTT? Besitzt der Versicherer nicht das Recht, gegen Dienstleistungsabbau- pläne das Veto einzureichen?
Texte de l'interpellation du 8 mars 1995
Dans son édition du 5 mars 1995, le «SonntagsBlick» rap- porte que les PTT préparent une campagne publicitaire par laquelle les rentiers AVS doivent être amenés à renoncer au payement direct de leurs rentes en faveur d'un virement sur un compte de chèques postaux. La campagne a déjà dé- buté dans les cantons du Tessin et de Neuchâtel. De me- nus cadeaux sont offerts à ceux qui acceptent ce change- ment.
Je prie le Conseil fédéral de répondre aux questions suivan- tes:
L'information donnée par le «SonntagsBlick> est-elle exacte?
Les personnes qui perçoivent actuellement des rentes AVS n'ont guère connu le système de payement sans numé- raire de leur traitement. Peut-on leur demander de se familia- riser avec un tel système à leur âge?
Les PTT ont-ils une conception globale pour le payement sans numéraire des rentes AVS et Al? Dans l'affirmative, comment se présente-t-elle? Est-il prévu d'étendre par étape le payement sans numéraire des rentes AVS et Al à tout le pays ou même de l'imposer?
Peut-on avoir l'assurance que le payement direct des ren- tes AVS et Al restera dans tous les cas possible, non seule- ment temporairement, mais toujours?
Des plans concernant le payement sans numéraire des rentes AVS et Al ont existé dans les années septante déjà. Le système avait été testé à Bâle. Le Département fédéral de l'intérieur avait renoncé rapidement à ce projet en raison des nombreuses protestations qu'il avait soulevées. Pourquoi re- vient-on à présent là-dessus? Cela tient-il surtout à la com- pression du personnel des PTT?
Étant donné que l'offre d'emplois ne fait que régresser en
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Interpellation Wittenwiler Landwirtschaftspolitik. Wie weiter? Interpellation Wittenwiler Avenir de la politique agricole
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Jahr
1995
Année
Anno
Band
III
Volume
Volume
Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
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Séance
Seduta
Geschäftsnummer 95.3183
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Datum 23.06.1995 - 08:00
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