Interim injunction denied for board registration ban

HE110533Tribunal de commerce29 août 2011Dismissed

Extrait par Omnilex

Résumé Omnilex

Three minority shareholders applied for interim relief to prevent the Zurich commercial register office from registering E._____ as a director of D._____ AG. They argued the board election was invalid and that her sole signing power could endanger the company. The commercial court rejected the application, finding the measure unsuitable because E._____ would not likely act independently of her majority-shareholder husband, who already controlled the company and had sole signatory power. The plaintiffs were ordered to bear the court costs, and no party compensation was awarded.

Regeste Omnilex

Art. 261 Abs. 1 Ziff. 2 ZPO; Art. 262 ZPO; interim measures require a threatened, non-reparable disadvantage and an order capable of averting it. The measure must be causally suitable to eliminate the concrete risk; where the alleged harm would exist in essentially the same manner even without the requested measure, suitability is lacking. In assessing imminence and suitability, the court may consider the actual corporate control situation and whether the feared conduct is realistically supported by the factual constellation (consid. 2-3).

Texte intégral

Handelsgericht des Kantons Zürich Einzelgericht

Geschäfts-Nr.: HE110533-O U/dz

Mitwirkend: Der Oberrichter Dr. Johann Zürcher sowie der Gerichtsschreiber Je remias Widmer

Urteil vom 29. August 2011

  1. A., 2. B., 3. C._____, Kläger

1, 2, 3 vertreten durch Rechtsanwalt Dr. iur. X._____ 1, 2, 3 vertreten durch Rechtsanwalt lic. iur. Y._____

gegen

D._____ AG, Beklagte

betreffend vorsorgliche Massnahmen

Rechtsbegehren: (act. 1) "Es sei das Handelsregisteramt des Kantons Zürich anzuweisen, Frau E._____ nicht als Verwaltungsrätin der Gesuchsgegnerin einzutragen. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Gesuchsgeg- nerin." Der Einzelrichter zieht in Erwägung: 1. Bei der Beklagten besteht offenbar ein Zwist zwischen Minderheit und Mehr- heit, wobei die Kläger die Minderheit darstellen. Anlässlich einer Generalver- sammlung vom 2. August 2011 wurde Frau E._____ in den Verwaltungsrat ge- wählt. Nach klägerischer Ansicht war diese Wahl widerrechtlich, da das nötige Quorum von 2/3 nicht erreicht worden sei. Zwar sei die entsprechende Statuten- bestimmung in einer Generalversammlung vom 5. Juli 2011 gestrichen worden. Bei dieser Veranstaltung habe es sich aber nur um eine Scheinverhandlung ge- handelt, weshalb die Streichung nicht rechtens sei. Die Klägerschaft macht Nich- tigkeit des damaligen Beschlusses geltend. Sodann sei die Generalversammlung vom 2. August 2011 unzulässigerweise nur durch ein Mitglied des Verwaltungsra- tes einberufen worden. Offenbar hat das Handelsregisteramt aufgrund eines Ein- spruches der Kläger die Eintragung der Wahl von Frau E._____ noch nicht vorge- nommen. 2. Gemäss Art. 261 Abs. 1 Ziff. 2 ZPO muss ein nicht leicht wieder gutzumachen- der Nachteil drohen. Die anbegehrte Anordnung muss geeignet sein, den Nachteil abzuwenden (Art. 262 ZPO). Seitens der Kläger wird geltend gemacht, mit ihrer Einzelunterschrift könnte Frau E._____ sämtliche Geschäfte namens der Beklag- ten abschliessen, insbesondere Werte veräussern, Kredite aufnehmen usw. 3. Der Verwaltungsratspräsident F._____ ist Mehrheitsaktionär. Er verfügt seit Gründung der Gesellschaft über die Einzelunterschrift. Seine Frau, E., be- sitzt eine Aktie. Angesichts dieser Konstellation ist davon auszugehen, dass die Kleinstaktionärin E. auch als einzelzeichnungsberechtigte Verwaltungsrätin

keine Handlungen namens der Beklagten ohne Wissen und Willen ihres Eheman- nes vornehmen wird. Auf der anderen Seite kann sie bereits heute – das Einver- ständnis ihres Ehegatten vorausgesetzt – namens der Beklagten rechtswirksam handeln. Irgendwelche Umstände, welche Gegenteiliges nahelegen, wurden von den Klägerin nicht behauptet (und sind auch nicht ersichtlich). Mit anderen Worten stellt sich die Lage in Bezug auf den geltend gemachten Nachteil gleich dar, ob Frau E._____ nun im Verwaltungsrat sitzt oder nicht. Die anbegehrte Massnahme erscheint nicht geeignet, den behaupteten Nachteil abzuwenden. 4. Somit ist das am 12. August 2011 gestellte Gesuch abzuweisen (Art. 253 ZPO). 5. Ausgangsgemäss werden die Kläger kostenpflichtig. Eine Entschädigung ist mangels Umtrieben nicht zuzusprechen. Der Streitwert beträgt CHF 50'000 (act. 4).

Der Einzelrichter erkennt: 1. Das Massnahmegesuch wird abgewiesen. 2. Die Gerichtsgebühr wird angesetzt auf CHF 2'790. 3. Die Kosten werden den Klägern zu je einem Drittel auferlegt, unter solidari- scher Haftung eines jeden für den ganzen Betrag. 4. Entschädigungen werden keine zugesprochen. 5. Schriftliche Mitteilung an die Parteien gegen Empfangsbestätigung, an die Beklagte unter Beilage von Doppeln der act. 1 und 4. 6. Eine bundesrechtliche Beschwerde gegen diesen Entscheid ist innerhalb von 30 Tagen von der Zustellung an beim Schweizerischen Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, einzureichen. Zulässigkeit und Form einer solchen Be-

schwerde richten sich nach Art. 72 ff. (Beschwerde in Zivilsachen) oder Art. 113 ff. (subsidiäre Verfassungsbeschwerde) in Verbindung mit Art. 42 und 90 ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG). _____________________________________ HANDELSGERICHT DES KANTONS ZÜRICH Der Gerichtsschreiber:

lic. iur. Jeremias Widmer

Mots-clés

interim measuresnon-reparable harmsuitabilitycommercial registerboard registrationcosts

Extrait par Omnilex

Question juridique clé

Whether an interim measure should prohibit the Zurich commercial register office from registering E._____ as a board member of the defendant.

Solution extraite

No. The requested measure was not suitable to avert the alleged harm.

Motifs extraits

The court held that E._____ would not likely act against her husband's knowledge and will, given that he was majority shareholder and already had sole signatory power. The plaintiffs alleged no circumstances suggesting a different risk. Thus the situation was essentially the same whether or not she was registered.

Question juridique clé

Whether the plaintiffs showed a non-reparable harm under the interim measures standard.

Solution extraite

The asserted risk of transactions by E._____ was not sufficiently established as a preventable imminent harm.

Motifs extraits

Because E._____ could already act on behalf of the company with her husband's consent, and no contrary indications were shown, the feared disadvantage was not meaningfully linked to the registration itself.

Poursuivez vos recherches dans ChatGPT ou Claude

Connectez Omnilex pour rechercher dans le corpus juridique depuis votre assistant IA.