Texte intégral
OLG Stuttgart 2. Zivilsenat — 2 U 102/14 — Urteil
Entscheidungsdatum: 2015-03-26
Aktenzeichen: 2 U 102/14
ECLI: ECLI:DE:OLGSTUT:2015:0326.2U102.14.0A
Dokumenttyp: Urteil
Normen: § 823 Abs 2 BGB, § 826 BGB, § 20a Abs 1 WpHG vom 16.07.2007, § 823 Abs 2 BGB, § 826 BGB ... mehr
Leitsatz
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§ 20a WpHG ist kein Schutzgesetz im Sinne von § 823 Abs. 2 BGB (im Anschluss an BGH, 13. Dezember 2011, XI ZR 51/10, ZIP 2012, 318 = NJW 2012, 1800, 1803, u.a.).(Rn.164)
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Die Entscheidung, ob ein Verhalten sittenwidrig im Sinne des § 826 BGB ist, erfordert eine Gesamtabwägung der Umstände des Einzelfalls und keine gestufte Prüfung nach dem Verhalten des Beklagten und des Klägers.(Rn.176)
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In diese Gesamtabwägung ist neben dem Verhalten des Beklagten auch dasjenige des Klägers sowie die Bewertung seines Geschäftsmodells einzustellen.(Rn.177)
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In Fällen falscher formloser Mitteilungen an den Kapitalmarkt sind an eine Haftung aus § 826 BGB strengere Anforderungen zu stellen als im Falle falscher ad-hoc-Mitteilungen.(Rn.182)