Texte intégral
Landgericht Mönchengladbach — 4 S 200/19 — Beschluss
Entscheidungsdatum: 2020-11-10
Aktenzeichen: 4 S 200/19
ECLI: ECLI:DE:LGMG:2020:1110.4S200.19.00
Dokumenttyp: Beschluss
Spruchkörper: 4. Zivilkammer
Normen: BGB § 651 a Abs. 2 in der bis zum 30.06.2018 geltenden Fassung
Leitsätze
-
der Vertrag über die im Jahr 2017 erfolgte Buchung einer Jagdreise, der als Leistungen u.a. Übernachtungen mit Vollpension im schottischen Jagdrevier, Pirschführung, Jagdorganisation, alle Transporte im Jagdrevier und den Abschuss von 2 Rothirschen ohne Tropäenbegrenzung vorsieht, ist auch dann als Reisevertrag i.S.v. § 651a Abs.2 BGB a.F. anzusehen, wenn der Vertrag ausdrücklich als Vermittlungsvertrag bezeichnet wurde.
-
Das Aneignungsrecht eines Jagdgastes an der Trophäe setzt voraus, dass der Jagdausübungsberechtigte dem Jagdgast den Abschuss gerade dieses bestimmten Wildes freigegeben hat, denn die Trophäe steht dem Erleger nach jagdlichem Brauch nur zu, wenn das Wild rechtmäßig erlegt wurde (Anschluss an AG Hainichen, Urteil vom 02.08.2002 - 1 C 717/01, juris)
Tenor
Die Kammer weist darauf hin, dass beabsichtigt ist, die Berufung nach § 522 Abs. 2 ZPO durch Beschluss zurückzuweisen.
Es besteht Gelegenheit, innerhalb von zwei Wochen ab Zustellung Stellung zu nehmen. Binnen der gleichen Frist mag erwogen werden, die Berufung aus Kostengründen zurückzunehmen.