Oberlandesgericht Köln, 1997-08-27, 17 W 95/97

17 W 95/97Tribunal supérieur27 août 1997

Regest

Die dreifache Gerichtsgebühr für das Verfahren im allgemeinen nach GKG-KV Nr. 1201 ermäßigt sich nicht bei Abschluß eines Vergleichs in der Hauptsache (Kosten ausdrücklich ausgenommen) mit anschließender Entscheidung über die Kosten des Rechtsstreits gemäß § 91 a ZPO, selbst wenn die Parteien auf eine Begründung des Kostenbeschlusses wirksam verzichtet haben. Die Regelung GKG-KV Nr. 1202, die in drei Fällen, zu denen die Erledigung der Hauptsache nach § 91a ZPO nicht gehört, eine Ermäßigung der Verfahrensgebühr auf den einfachen Tabellensatz vorsieht, ist auf diesen Sachverhalt nicht entsprechend anwendbar.

Texte intégral

Oberlandesgericht Köln — 17 W 95/97 — Beschluss

Entscheidungsdatum: 1997-08-27

Aktenzeichen: 17 W 95/97

ECLI: ECLI:DE:OLGK:1997:0827.17W95.97.00

Dokumenttyp: Beschluss

Spruchkörper: 17. Zivilsenat

Normen: GKG-KV NR. 1201, 1202, 1226

Leitsätze

Die dreifache Gerichtsgebühr für das Verfahren im allgemeinen nach GKG-KV Nr. 1201 ermäßigt sich nicht bei Abschluß eines Vergleichs in der Hauptsache (Kosten ausdrücklich ausgenommen) mit anschließender Entscheidung über die Kosten des Rechtsstreits gemäß § 91 a ZPO, selbst wenn die Parteien auf eine Begründung des Kostenbeschlusses wirksam verzichtet haben. Die Regelung GKG-KV Nr. 1202, die in drei Fällen, zu denen die Erledigung der Hauptsache nach § 91a ZPO nicht gehört, eine Ermäßigung der Verfahrensgebühr auf den einfachen Tabellensatz vorsieht, ist auf diesen Sachverhalt nicht entsprechend anwendbar.

Tenor

Der angefochtene Beschluß wird geändert:

Die Erinnerung der Klägerin gegen den Gerichtskostenansatz des Urkundsbeamten der Geschäftsstelle des Landgerichts Köln vom 17. Oktober 1996 - 25 O 110/96 - wird zurückgewiesen.

Poursuivez vos recherches dans ChatGPT ou Claude

Connectez Omnilex pour rechercher dans le corpus juridique depuis votre assistant IA.