Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 10.
-et s'opposait a ce qu le creancier requit une nouvelle
saisie
avant l'expiration de ce delai, le 6 aout 1951. Mais
cette date est posterieure de plus de trente jours a la saisie
pratiquee le 5 juillet a la requete d'autres creanciers, de
sorte qu'en patientant aussi longtemps, Duport aurait
perdu l'avantage de faire partie de la premiere serie
(art. 110 LP). D'autre part, en procedant sans tarder a
une nouvelle saisie ou, plus exactement, en ajoutant la
creance de Duport a la serie en formation, l'Office ne nui-
sait pas au debiteur, puisque, de toute f8.9on, la saisie du
5 juillet empechait ce demier de disposer de sa creance
contre L. et M. Notz. On ne voit d'ailleurs pas pourquoi
l'Office n'aurait pas pu executer une saisie par precaution,
pour le cas ou le prononce du 19 juillet deviendrait definitif,
quitte a la revoquer ou a constater qu'elle n'avait plus
d'objet dans l'hypotMse ou ce prononce serait ensuite
annule. La Cour vaudoise a donc admis avec raison la
validite de la saisie complementaire en cause.
2. -
D'apres eile, !'Office aurait du tenir pour nulle,
des le 27 juillet, la requisition du 21 juin. Cette opinion
est erronee.
Une requisition de saisie qui, pour des raisons de forme
independantes
du creancier, n'aboutit pas a une saisie
valable
reste pendante et l'office doit y donner suite sans
retard, faute de quoi il commet un deni de justice. En
l'occurrence, posterieure au depot de la requisition, l'irre-
gularite qui a vicie la saisie du 23 juin -l'inobservation
de l'art. 90 LP -n'a:ffectait pas la requisition meme, qui
a continue de produire ses e:ffets (art. 89 LP). Par conse-
quent, des le 19 juillet au plus tard, mais peut-Ctre aupara-
vant deja, des qu'il a pu se rendre compte que, les critiques
enoncees dans la premiere plainte etant fondees, la mesure
executee le 23 juin serait annulee, !'Office de Lausanne
aurait du proceder de son chef selon les art. 89 ss LP.
Comme il ne l'a pas fait, on peut se demander si la demarche
du 28 juillet ne tendait pas simplement a le presser d'operer
enfin une saisie valable, conformement a la requisition du
Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. No u. 61
21 juin, encore en suspens. Dans cette eventualite toutes
les objections elevees par le debiteur contre la recenabilite
de la seconde requisition et contre le droit de l'Office d'y
donner suite seraient sans objet. Et la participation de
Duport a la saisie executee le 5 juillet se füt alors d'autant
plus imposee que sa requisition etait anterieure.
Suppose,
en revanche, que la seconde requisition de
saisie
ait eu une portee independante, eile aurait implique
le
retrait de la premiere, deux requisitions identiques ne
pouvant coexister. Or ce retrait ouvrait la voie a une nou-
velle saisie
complementaire. Sans doute le Tribunal fäderal
a-t-il juge que le creancier qui, apres l'execution de la
saisie, retire sa requisition de continuer la poursuite rend
caduque la poursuite elle-meme (RO 28 I 226 ed. sp. V
p. 129). Mais ce principe souffre necessairement une excep-
tion lorsque la saisie a ete annulee sur plainte du debiteur.
II n'y a alors aucune raison de ne pas limiter les effets du
retrait a la requisition visee. Enfin, par son retrait, le
creancier excluait
tout recours contre le prononce du
19 juillet, qui devenait sans objet. Rien ne s'opposait donc
a la nouvelle saisie complementaire, de sorte qu'il est super-
flu
d'examiner la valeur de la declaration verbale du
Duport suivant laquelle il renon9ait a recourir.
3. -
En s'ingeniant, par des moyens purement forma-
listes,
a desavantager voire a evincer le creancier, le recou-
rant a temoigne d'un esprit de chicane, qui legitime
l'application de
l'art. 70 al. 2 du tarif.
Par ces motifs, la Ghambre des poursuites et des faillites
rejette le recours.
11. Entscheid vom 10. Januar 1952 i. S. Rappo.
Unpfändbarknit der Versicherungssumme.
Vom Versicherungsgeld ist soviel unpfändbar, als der Schuldner
zur Zeit der Pfändung Zum. Ersatz der zerstörten Kompetenz-
stücke nötig hat, und zwar auch dann, wenn er aus dem Ver-
62 Sohnldbetreibungs-und Konkursrecht. No 11.
sicherungsgeld vorab pfändbare Gegenstände angeschafft hatte
(Art. 92 SchKG, Art. 55 Abs. 2 VVG).
lnsaisissabilite de la somme assuree.
La somme assuree est insaisissable dans la mesure ou le debiteur
en a besoin au moment de la saisie pour remplacer les biens
insaisissables qui ont ete detruits, alors meme qu'il en aurait
deja depense une partie pour se procurer des biens saisissables
(art. 92 LP, art. 55 al. 2 LCA).
lrrvpigrwrabilitd dell'indennita di assicurazione.
L'indennita di assicurazione e impignorabile nella misura in
cui il debitore ne ha bisogno al momento del pignoramento
per sostituire i beni impignorabili ehe sono stati distrutti,
quand'anche egli ne avesse gia speso una parte per procurarsi
dei beni pignorabili (art. 92 LEF, art. 55 cp. 2 LCA).
A. -Gegen die Pfändung des Betrages von Fr. 400.-
von einem für den Schuldner bei der Gerichtskasse depo-
nierten Barbetrag von Fr. 3315.-führte jener Beschwerde
mit der Begründung, beim Brand seines Hauses seien ihm
das meiste Mobiliar sowie die gesamten Schuhmacherwerk-
zeuge und Maschinen verbrannt. Das zum Ersatz dieser
Kompetenzstücke bestimmte Versicherungsgeld, zu dem
das Depot bei der Gerichtskanzlei gehört habe, sei ebenso
unpfändbar wie die Kompetenzstücke selbst ; auch nach
Art. 55 Abs. 2 VVG bleibe die Ersatzleistung für Kompe-
tenzstücke dem Gemeinschuldner vorbehalten. Nach der
Praxis des Bundesgerichts (BGE 52 III 176) seien für einen
Schuster die Nähmaschine, Lederwalzmaschine und Schuh-
klebepresse Kompetenzstücke ; für solche Werkzeuge na-
mentlich sei die Versicherungssumme ausbezahlt worden.
Nach den Feststellungen der Aufsichtsbehörde hatte der
Schuldner aus der Mobiliarversicherung Fr. 17,800.-
erhalten, woran am 22. August 1951 auf Postcheck-Konto
Fr. 13,350.-einbezahlt und am 25. August Fr. 3315.-
bei der Gerichtskanzlei hinterlegt worden waren. Nach der
Pfändung der Fr. 400.-von letzterem Depot am 5. No-
vember wurde der Rest am 24. November dem Schuldner
ausgehändigt; am 12. Dezember betrug sein Postcheck-
Guthaben Fr. 4230.-, worin jener Rest inbegriffen zu sein
scheint. Daraus gehe, führt die Vorinstanz aus, hervor,
dass der Schuldner noch über Geld ausser dem ihm am
Sohuldbetreibungs-und Konkursrecht. No 11. 63
24. November ausgehändigten Depotrest verfüge. Wenn er
einen Grossteil der erhaltenen Mobiliarentschädigung zum
Bau einer Wohnbaracke verwendet habe, so müsste, falls
die
Fr. 400.-als unpfändbar zu betrachten wären, diese
Liegenschaft
gepfändet werden. Habe er einen Teil der
Mobiliarentschädigung für den Hausbau verwendet, so
beweise
er damit, dass sein früherer Hausrat und Werk-
zeugbestand über das Notwendige hinausgegangen sei, da
er nicht den ganzen Gegenwert davon zur Ersetzung der
Kompetenzstücke verwendet habe. Ein Betrag von
Fr. 12,000.-erscheine hiefür angemessen. Angesichts des
ganzen bezogenen Versicherungsbetrages sei daher die
Pfändung der Fr. 400.-zulässig. überdies habe der Be-
schwerdeführer
nicht dargetan, dass die Pfändung dieses
Betrages ihn an der Anschaffung der nötigen Kompetenz-
stücke hindere ; er gebe selbst zu, dass nur ein Teil der
vergüteten Mobilien Kompetenzstücke gewesen seien.
B. -Mit dem vorliegenden Rekurs führt der Beschwer-
deführer noch aus, da er ohne Werkzeug nicht habe auf
dem Beruf arbeiten können, habe die Familie zuerst aus
dem Versicherungsgeld leben müssen ; dann habe er ge-
baut, und erst jetzt könne er Berufs-und Hausgerät an-
schaffen; für das Nötigste sollte er mindestens noch
Fr. 10,000.-haben. Wenn er dann Material und Maschinen
angeschafft
habe, werde er mehr Schulden als je zuvor
haben. Er benötige also die Fr. 400.-unbedingt an den
Kauf von Maschinen.
Die Schuldbetreibungs-und, Konkurskammer
zieht
in Erwägung:
Befinden sich unter den versicherten Sachen unpfänd-
bare Vermögensstücke (Art. 92 SchKG), so verbleibt der
für diese Vermögensstücke begründete Versicherungsan-
spruch dem Gemeinschuldner und seiner Familie i (Art. 55
Abs. 2 VVG). Diese Bestimmung gilt, entgegen dem Rand-
titel Konkurs des Versicherungsnehmers i, nicht nur im
Konkurs, sondern auch für die Pfändung ; es ist Sache der
64 Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 11.
Aufsichtsbehörden, über diese Fälle von Unpfändbarkeit
zu befinden.
Die
Argumentation der Vorinstanz geht dahin, dass der
Schuldner, wenn er zur Anschaffung der Kompetenzstücke
(inklusive Berufswerkzeug) Fr. 12,000.-benötige, die
Versicherungssumme
von Fr. 17,800.-aber bis auf die bei
der Pfändung noch vorhandenen Fr. 3315.-(und den all-
fälligen
Rest auf dem Postcheck-Konto) anderweitig ver-
braucht habe, dann nicht diesen Rest als Kompetenz
beanspruchen dürfe, sondern sich die Annahme gefallen
lassen müsse, dass
der verbrauchte Teil der Versicherungs-
summe vorab zur Anschaffung von Kompetenzstücken
bestimmt war. Diese Betrachtungsweise geht fehl. Es steht
im Belieben des Schuldners, in welcher Reihenfolge er den
Ersatz für die versicherten und zerstörten Objekte an-
schaffen will. Wenn der Rekurrent, wie er behauptet, zu-
erst pfändbare Gegenstände anschaffte, wie das Wohn-
gebäude, und den verbleibenden Rest für den Ersatz der
Kompetenzstücke verwenden will, so geschieht den Gläu-
bigern dadurch kein Unrecht, da diese ja, wie die Vorin-
stanz selber ausführt, alsdann eben auf jene pfändbaren
Ersatzgegenstände greifen können. Freilich mag dies hier
zu einem wenig sinnvollen Ergebnis führen, indem die
Pfändung eines Bargelddepots für alle Beteiligten zweck-
mässiger
μnd für den Schuldner wahrscheinlich weniger
verlustreich
ist als die in Frage kommende Pfändung der
neuen Liegenschaft. Allein wenn der Schuldner dies vor-
zieht, ist es seine Sache, und es kann ihm nicht eine gesetz-
widrige
Lösung mit der Begründung aufgedrängt werden,
dass sie
praktischer ist als das gesetzmässige Vorgehen.
Dagegen
darf der Schuldner aus der Versicherungssumme
nur soviel als unpfändbar beanspruchen, als nötig ist zur
Ersetzung derjenigen Kompetenzstücke, die beim Brand
untergegangen sind. Es kommt also nicht nur darauf an,
was der Rekurrent heute an Kompetenzstücken, nament-
lich Berufswerkzeug, nötig hat, sondern auch darauf, was
er an solchen vor dem Brande gehabt hat. Für die Neu-
Schuldbetreibungs-und Konkursrecht. N° 11.
ausstattung mit Kompetenzstücken über den früheren
Bestand hinaus kann die Versicherungssumme nicht Un-
pfändbarkeit beanspruchen. Es ist daher festzustellen, was
der Rekurrent vor dem Brande an Kompetenzstücken be-
sessen
hatte und wieviel davon er im Zeitpunkt der Pfän-
dung schon ersetzt hatte; nur für den damals noch nicht
ersetzten Teil musste ihm das erforderliche Geld belassen
werden.
Die von der Vorinstanz genannte Ziffer von
Fr. 12,000.-scheint den für die Ersetzung aller Kompe-
tenzstücke nötigen Betrag zu bezeichnen ; denn wäre damit
der Betrag zur Anschaffung nur der zur Zeit noch fehlenden
gemeint, so
hätte die Vorinstanz die Fr. 400.-nicht
pfändbar erklärt, da offenbar zur Zeit der Pfändung ausser
den Fr. 3315.-nur wenig Geld mehr vorhanden war,
jedenfalls nur ein kleiner Bruchteil der Fr. 12,000.-.
Reichte der vorhandene Barbetrag nicht aus, um daraus
die noch fehlenden Ersatzkompetenzstücke anzuschaffen,
so
musste dem Rekurrenten der Betrag von Fr. 400.-zu
diesem Zwecke belassen werden, und der Gläubiger war
auf die Pfändung vorab angeschaffter pfändbarer Sachen
angewiesen,
wenn der Schuldner es nicht vorzog, auf die
Geltendmachung der Unpfändbarkeit des Bargeldes zu
verzichten.
Für die Beurteilung der Pfändbarkeit der Fr. 400.-ist
aber ausserdem gegebenenfalls Art. 92 Ziff. 5 SchKG zu
beachten, wonach die Kompetenzqualität auch den zur
Beschaffung der Nahrungs-und Feuerungsmittel für die
nächsten zwei Monate erforderlichen Barmitteln zukommt.
Demnach erkennt die Schul,dbetr.-u. Konkurskammer:
Der Rekurs wird dahin gutgeheissen, dass der ange-
fochtene
Entscheid aufgehoben und die Sache zu neuer
Beurteilung im Sinne der Erwägungen an die Vorinstanz
zurückgewiesen wird.
5 AS 78 -1952