Non-entry for insufficiently reasoned recusal complaint

1B_187/2007Tribunale federale / I divisione di diritto pubblico10 set 2007Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The appellant challenged the refusal to recuse Prosecutor Andrej Gnehm in an ongoing criminal investigation. After the cantonal authorities rejected the recusal request, he filed a criminal law complaint to the Federal Supreme Court. The Court held that the complaint did not satisfy the federal reasoning requirement because it failed to address the cantonal reasoning and did not show any legal error. As the deficiency was obvious, the Court decided the matter under the simplified procedure and did not enter into the complaint. No court costs were imposed.

Massima Omnilex

Art. 42 Abs. 2 BGG; Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG; insufficiency of reasoning in a federal complaint. A recourse must, in a concise but substantive manner, engage with the decisive considerations of the challenged decision and show in what respect it violates federal law. Pure repetition of one’s own factual assertions or abstract criticism does not meet the substantiation requirement. Where the defect is manifest, the Federal Supreme Court may issue a non-entry decision in simplified procedure under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG. Cost relief may be granted exceptionally under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Testo completo

{T 0/2}
1B_187/2007 /fun

Urteil vom 10. September 2007
I. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Féraud, Präsident,
Gerichtsschreiber Pfäffli.

Parteien
X.________, Beschwerdeführer,

gegen

Andrej Gnehm, Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, Hermann Götz-Strasse 24, Postfach, 8401 Winterthur,
Beschwerdegegner,
Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich, Neumühlequai 10, Postfach, 8090 Zürich.

Gegenstand
Ablehnungsbegehren,

Beschwerde in Strafsachen gegen die Verfügung der Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich vom 30. Juli 2007.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
Staatsanwalt Andrej Gnehm, Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland, führte gegen X.________ ein Strafuntersuchungsverfahren. Am 1. Juli 2007 stellte X.________ ein Ablehnungsbegehren gegen Staatsanwalt Gnehm, welches die Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich mit Entscheid vom 6. Juli 2007 abwies. Dagegen erhob X.________ am 17. Juli 2007 Rekurs. Die Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich wies den Rekurs mit Verfügung vom 30. Juli 2007 ab. Sie führte zusammenfassend aus, dass die Ausführungen des Rekurrenten nicht geeignet seien, den Staatsanwalt als befangen erscheinen zu lassen.
2.
X.________ führt mit Eingabe vom 22. August 2007 Beschwerde in Strafsachen (Art. 78 ff. BGG) gegen die Verfügung der Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich. Das Bundesgericht verzichtet auf die Einholung von Vernehmlassungen.
3.
Nach Art. 42 Abs. 2 BGG ist in der Begründung einer Beschwerde in gedrängter Form darzulegen, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht verletzt. Vorliegend legt der Beschwerdeführer nicht dar, inwiefern die Direktion der Justiz und des Innern Recht verletzt haben sollte, als sie die Ausführungen im Rekurs als nicht geeignet beurteilte, um den abgelehnten Staatsanwalt objektiv als befangen erscheinen zu lassen. Die vorgebrachten Ausführungen stellen keine sachbezogene Auseinandersetzung mit den Entscheidgründen der angefochtenen Verfügung dar. Mangels einer hinreichenden Begründung im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG ist daher auf die Beschwerde nicht einzutreten. Da der Begründungsmangel offensichtlich ist, kann über die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG entschieden werden.
4.
Auf eine Kostenauflage kann indessen verzichtet werden (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Demnach erkennt das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 BGG:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Es werden keine Kosten erhoben.
3.
Dieses Urteil wird den Parteien und der Direktion der Justiz und des Innern des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 10. September 2007
Im Namen der I. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Parole chiave

recusalbiasinadmissibilityreasoned appealsimplified procedurecourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the complaint against the cantonal refusal of recusal was sufficiently reasoned under Art. 42(2) BGG

Decisione estratta

The filing did not engage with the reasoning of the challenged decision and failed to show any legal violation.

Motivazione estratta

The appellant merely repeated his own allegations without a concrete, issue-focused critique of why the cantonal authority erred in finding no objective appearance of bias.

Questione giuridica chiave

Whether the Federal Supreme Court should decide the matter under simplified procedure

Decisione estratta

Yes, because the defect in reasoning was manifest.

Motivazione estratta

An obvious lack of adequate reasoning allowed non-entry in the simplified procedure under Art. 108(1)(b) BGG.

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