Non-entry on renewed application for residence permits

2A.147/2003Tribunale federale / II divisione di diritto pubblico10 apr 2003Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court dismissed as inadmissible the family’s administrative law appeal against the Basel-Stadt authorities’ refusal to enter into a renewed residence-permit request. The Court held that the applicants relied only on arguments already rejected in the earlier final federal judgment and failed to show any new substantial facts or evidence justifying reconsideration. The continued stay in Switzerland during the renewed proceedings and the spouses’ separation did not create a new entitlement, particularly for the wife whose permit had been tied to cohabitation with her husband. The appellants were ordered to pay court costs jointly and severally.

Massima Omnilex

Art. 36a OG; revisiting a final judgment through reconsideration or renewed appeal requires new substantial facts or evidence, not merely a repetition of previously rejected arguments. Reconsideration may not be used to circumvent res judicata, procedural time limits, or to remedy omissions in the ordinary remedy; an appeal is abusive when it serves only delay. A later prolonged stay in Switzerland caused by the renewed proceedings, or a subsequent separation of spouses, does not of itself establish a new residence entitlement where the underlying ties to Switzerland remain insufficient.

Testo completo

{T 0/2}
2A.147/2003 /leb

Urteil vom 10. April 2003
II. Öffentlichrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Wurzburger, Präsident,
Bundesrichter Hungerbühler, Bundesrichterin Yersin,
Gerichtsschreiber Hugi Yar.

Parteien
A.B.________,
C.B.________,
D.________, E.________, F.B.________,
Beschwerdeführer,
alle vertreten durch Martin Ilg, Rechtsberatung, Rämistrasse 5, Postfach 464, 8024 Zürich,

gegen

Polizei- und Militärdepartement des Kantons Basel-Stadt, Spiegelhof, Spiegelgasse 6, Postfach, 4001 Basel,
Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt als Verwaltungsgericht, Bäumleingasse 1, 4051 Basel.

Gegenstand
Nichteintreten auf ein Gesuch um Erteilung einer Aufenthaltsbewilligung,

Verwaltungsgerichtsbeschwerde gegen das Urteil des Appellationsgerichts des Kantons Basel-Stadt als Verwaltungsgericht vom 27. Dezember 2002.

Das Bundesgericht stellt fest und zieht in Erwägung:
1.
Mit Urteil vom 22. Mai 2002 (2A.158/2002) wies das Bundesgericht eine Verwaltungsgerichtsbeschwerde der aus Mazedonien stammenden Familie B.________ ab, soweit es darauf eintrat. Es bejahte die Bundesrechtskonformität der Ausweisung von A.B.________ und trat auf die Beschwerde im Übrigen mangels eines Rechtsanspruchs auf die Erteilung der beantragten Bewilligungen nicht ein (Art. 100 Abs. 1 lit. b Ziff. 3 OG; Art. 4 ANAG, SR 142.20). Mit Verfügung vom 25. Juli 2002 nahmen die Einwohnerdienste des Kantons Basel-Stadt ein Wiedererwägungsgesuch der Familie B.________ mangels neuer Umstände nicht an die Hand. Das Polizei- und Militärdepartement sowie das Appellationsgericht des Kantons Basel-Stadt (als Verwaltungsgericht) bestätigten diesen Entscheid auf Beschwerde hin. Die Familie B.________ beantragt, das Urteil des Appellationsgerichts vom 27. Dezember 2002 aufzuheben und ihnen die beantragten Aufenthaltsbewilligungen zu erteilen.
2.
Die Beschwerde ist offensichtlich unzulässig und kann ohne Weiterungen im vereinfachten Verfahren nach Art. 36a OG erledigt werden: Die Beschwerdeführer bringen nichts vor, was nicht bereits Gegenstand des Urteils vom 22. Mai 2002 gebildet hätte. Revisions- und Wiedererwägungsgesuche können nicht dazu dienen, rechtskräftige Entscheide immer wieder in Frage zu stellen, gesetzliche Vorschriften über die Rechtsmittelfristen zu umgehen oder die Folgen eigener Unsorgfalt im ordentlichen Verfahren nachträglich zu beseitigen (Urteil 2A.472/2002 vom 28. Januar 2003, E. 4; BGE 127 I 133 E. 6 S. 138, mit Hinweisen; 103 Ib 87 E. 3 S. 89 f.). Die Beschwerdeführer rügen lediglich die dem Urteil vom 22. Mai 2002 zugrundeliegenden Rechtsauffassungen; hierin liegen jedoch keine neuen erheblichen Tatsachen oder Beweismittel (vgl. zum Anspruch auf Wiedererwägung: BGE 120 Ib 42 E. 2b S. 46 f.). Soweit sie erneut geltend machen, C.B.________ und die Kinder D.________, E.________ und F.________ verfügten gestützt auf Art. 8 Ziff. 1 EMRK und Art. 13 BV mit Blick auf ihr Privatleben über einen eigenständigen Bewilligungsanspruch, wurde diese Auffassung mangels einer hinreichend engen Verbundenheit der Betroffenen zur Schweiz und die nach wie vor bestehenden Beziehungen zum Heimatland bereits verworfen. Die Tatsache, dass sie sich wegen ihres Wiedererwägungsgesuchs und der damit verbundenen Rechtsmittel nunmehr ein weiteres Jahr in der Schweiz aufgehalten haben, ändert hieran nichts und bildet eben so wenig einen Wiedererwägungsgrund wie die Tatsache, dass sich die Ehegatten B.________ inzwischen offenbar getrennt haben. Inwiefern sich hieraus (neu) ein Anspruch auf eine Verlängerung der Aufenthaltsbewilligung für die Ehefrau ergeben sollte, die diese zum Verbleib bei ihrem hier über keine Niederlassungsbewilligung verfügenden Mann erhalten hatte, ist nicht ersichtlich. Die (erneute) Anrufung des Bundesgerichts bezweckt nicht den Schutz berechtigter Interessen, sondern dient - wie die nach dem mit seiner Ausfällung rechtskräftig gewordenen Urteil (Art. 38 OG) vom 22. Mai 2002 im Kanton eingeleiteten Verfahren - dem Zeitgewinn; sie ist missbräuchlich im Sinne von Art. 36a Abs. 2 OG (BGE 118 II 87 E. 4 S. 89).
3.
Dem Verfahrensausgang entsprechend werden die unterliegenden Beschwerdeführer kostenpflichtig (Art. 156 Abs. 1 OG). Bei der Festsetzung der Gerichtsgebühr ist auch der Art ihrer Prozessführung Rechnung zu tragen (Art. 153a Abs. 1 OG). Mit dem vorliegenden Nichteintretensentscheid wird das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos.

Demnach erkennt das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 36a OG:
1.
Auf die Verwaltungsgerichtsbeschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird den Beschwerdeführern unter solidarischer Haftbarkeit auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird den Beschwerdeführern, dem Polizei- und Militärdepartement und dem Appellationsgericht, als Verwaltungsgericht, des Kantons Basel-Stadt sowie dem Bundesamt für Ausländerfragen schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 10. April 2003
Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Parole chiave

immigrationresidence permitreconsiderationres judicatanon-entryabuse of rightssuspensive effectcourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the administrative law appeal against the cantonal judgment was admissible after the prior final federal judgment.

Decisione estratta

The appeal was inadmissible because it raised nothing new beyond the earlier final judgment and was an abusive attempt to re-litigate settled issues.

Motivazione estratta

No new substantial facts or evidence were shown; reconsideration cannot be used to circumvent final judgments or time limits, and the renewed invocation of Article 8 ECHR and Article 13 Constitution had already been rejected.

Questione giuridica chiave

Whether the applicants showed new grounds for reconsideration or renewal of residence permits based on family separation and longer stay in Switzerland.

Decisione estratta

No new grounds were established; the longer stay and the spouses' separation did not create a new entitlement, especially for the wife whose permit depended on living with her husband.

Motivazione estratta

The asserted facts were consequences of the renewed proceedings themselves and did not amount to a reconsideration ground; the relationship to Switzerland remained insufficient and ties to the home country continued.

Questione giuridica chiave

Whether the request for suspensive effect remained pending.

Decisione estratta

The request became moot because the Court issued a non-entry decision.

Motivazione estratta

Once the appeal was not entered into, no separate interim relief was needed.

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