Non-entry for failure to prove authority to act

2C_63/2012Tribunale federale / II divisione di diritto pubblico22 giu 2012Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Migration Office appealed a Zurich Administrative Court judgment concerning revocation of settlement status/expulsion. The Federal Supreme Court first ordered the office to prove that the signatory of the appeal was duly authorized, warning that the filing would otherwise be disregarded. The office did not respond. The single judge therefore declined to enter into the appeal under Art. 42(5) BGG in simplified proceedings under Art. 108 BGG. No court costs were charged, but the appellant had to pay the respondent CHF 1,000 in party compensation.

Massima Omnilex

Art. 42 Abs. 5 BGG; Nachforderung des Nachweises der Zeichnungs- bzw. Vertretungsberechtigung einer Rechtsschrift; Unterbleiben der Behebung des Mangels führt nach Androhung zum Nichteintreten. Das Gericht kann in einem solchen Fall im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 BGG entscheiden. Bei Nichteintreten werden gestützt auf Art. 66 Abs. 4 BGG keine Kosten erhoben; der anwaltlich vertretenen Gegenpartei ist nach Art. 68 Abs. 1 BGG eine Parteientschädigung zuzusprechen.

Testo completo

{T 0/2}
2C_63/2012

Urteil vom 22. Juni 2012
II. öffentlich-rechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Seiler, als Einzelrichter,
Gerichtsschreiber Kocher.

Verfahrensbeteiligte
Bundesamt für Migration,
Quellenweg 6, 3003 Bern,
Beschwerdeführer,

gegen

X.________,
Beschwerdegegner, vertreten durch Rechtsanwalt Till Gontersweiler,

Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich,
Postfach, 8090 Zürich.

Gegenstand
Widerruf der Niederlassung / Ausweisung,

Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, 4. Kammer, vom 7. Dezember 2011.
Nach Einsicht
in das Urteil VB.2011.00472 des Verwaltungsgerichts des Kantons Zürich, 4. Abteilung, vom 7. Dezember 2011,
in die hiergegen eingereichte Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten des Bundesamtes für Migration (BFM) vom 24. Januar 201[2],
in die Instruktionsverfügung vom 21. Mai 2012,

in Erwägung,
dass das Bundesamt für Migration am 21. Mai 2012 aufgefordert worden ist, seine korrekte Vertretung im vorliegenden Verfahren bis zum 4. Juni 2012 schriftlich zu belegen bzw. zu bestätigen, da der Beschwerdeschrift nicht entnommen werden könne, ob die unterzeichnete Abteilungschefin Y.________ zeichnungsberechtigt gewesen sei,
dass dem Bundesamt für Migration gestützt auf Art. 42 Abs. 5 BGG angedroht wurde, dass seine Rechtsschrift andernfalls unbeachtet bliebe,
dass die entsprechende Verfügung dem Bundesamt für Migration am 22. Mai 2012 zugegangen ist,
dass das Bundesamt für Migration auf die Verfügung nicht reagiert hat,
dass auf die Beschwerde deshalb androhungsgemäss nicht einzutreten ist (Art. 42 Abs. 5 BGG),
dass dies durch den Einzelrichter im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 BGG geschehen kann,
dass keine Kosten zu erheben sind (Art. 66 Abs. 4 BGG),
dass dem anwaltlich vertretenen Beschwerdegegner für die entstandenen Umtriebe eine Parteientschädigung auszurichten ist, die dem Bundesamt für Migration auferlegt wird (Art. 68 Abs. 1 BGG),

erkennt der Einzelrichter:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Es werden keine Kosten erhoben.

3.
Der Beschwerdeführer hat den Beschwerdegegner für das bundesgerichtliche Verfahren mit Fr. 1'000.-- zu entschädigen.

4.
Dieses Urteil wird den Verfahrensbeteiligten und dem Verwaltungsgericht des Kantons Zürich, 4. Kammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 22. Juni 2012
Im Namen der II. öffentlich-rechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Seiler

Der Gerichtsschreiber: Kocher

Parole chiave

non-entryrepresentation authorityappeal defectparty compensationcourt costsimmigration

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appeal had to be entered into despite the appellant's failure to prove authority to sign the submission

Decisione estratta

No. Because the appellant did not comply with the order to prove its proper representation, the appeal could not be considered.

Motivazione estratta

The office was warned under Art. 42(5) BGG that the filing would otherwise be disregarded. It did not react to the instruction within the set time limit, so non-entry followed as threatened.

Questione giuridica chiave

Court costs and party compensation in the non-entry decision

Decisione estratta

No court costs were levied, but the represented respondent was awarded party compensation of CHF 1,000 against the appellant.

Motivazione estratta

Under Art. 66(4) BGG, no costs are charged in this constellation; under Art. 68(1) BGG, the appellant must compensate the respondent for the expenses incurred.

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