No entry on constitutional complaint against tax remand decision

2P.20/2003Tribunale federale / II divisione di diritto pubblico31 gen 2003Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court dealt only with the appellant's constitutional complaint against a cantonal tax remand decision. It held that the cantonal judgment was an interlocutory decision and that no irreparable harm was shown, so the complaint was inadmissible under the Federal Judiciary Act. The court applied the simplified procedure without further submissions, refused to enter into the complaint, imposed a CHF 1,000 court fee on the appellant, and denied party compensation.

Massima Omnilex

Art. 87 OG; admissibility of a constitutional complaint against a remand decision in cantonal tax matters; remand decisions are interlocutory decisions. A constitutional complaint is admissible only if the impugned interlocutory decision causes irreparable prejudice not curable by the subsequent cantonal final decision. Where a case is merely returned for reassessment and no such prejudice is demonstrated, the complaint is inadmissible and may be disposed of in simplified procedure under Art. 36a OG. Costs follow the outcome; no party compensation is due to the successful authority (consid. 3-4).

Testo completo

{T 0/2}
2P.20/2003 /kil

Urteil vom 31. Januar 2003
II. Öffentlichrechtliche Abteilung

Bundesrichter Wurzburger, Präsident,
Bundesrichter Betschart, Bundesrichter Hungerbühler,
Gerichtsschreiber Häberli.

X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Kantonales Steueramt Nidwalden, Postgebäude, 6371 Stans,
Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden, Steuerabteilung, Rathausplatz 1, 6371 Stans.

Art. 9 und 10 BV (Kantons- und Gemeindesteuern 1999),

Staatsrechtliche Beschwerde gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts des Kantons Nidwalden, Steuerabteilung, vom 4. Februar 2002.

Das Bundesgericht zieht in Erwägung:
1.
X.________ bewohnt das Einfamilienhaus an der C-Strasse ... in B.________ (NW). Die Liegenschaft gehört der A.________AG (Luzern), welche mit ihm einen im Grundbuch vorgemerkten Mietvertrag geschlossen hat, wonach er als Miete die Zinsen auf der Hypothek von Fr. 250'000.-- zu bezahlen hat (rund Fr.12'500.-- pro Jahr); die Heiz- und Nebenkosten werden von der Eigentümerin getragen. Im Zusammenhang mit diesem Mietverhältnis rechneten die Steuerbehörden des Kantons Nidwalden X.________, welcher Aktionär und Verwaltungsrat der A.________AG ist, Fr. 18'600.-- als steuerbares Einkommen auf.

Hiergegen setzte sich X.________ zur Wehr; er erreichte, dass das Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden den Einspracheentscheid der kantonalen Einspracheinstanz sowohl bezüglich der Kantons- und Gemeindesteuern als auch bezüglich der direkten Bundessteuer 1999 aufhob und die Sache "zur Neubeurteilung und Neuveranlagung im Sinne der Erwägungen" an die Vorinstanz zurückwies (Entscheid vom 4. Februar 2002).
2.
X.________ hat hiergegen am 24. Januar 2003 beim Bundesgericht einerseits Verwaltungsgerichtsbeschwerde (2A.39/2003) eingereicht, soweit die direkte Bundessteuer betroffen ist, und andererseits staatsrechtliche Beschwerde (2P.20/2003) erhoben, soweit der angefochtene Entscheid kantonale Steuern betrifft. Mit Letzterer verlangt er die Aufhebung des angefochtenen Entscheids wegen Verletzung von Art. 9 BV (Willkürverbot; Schutz von Treu und Glauben).
3.
Beim angefochtenen Verwaltungsgerichtsentscheid handelt es sich um einen kantonal letztinstanzlichen Entscheid (vgl. Art. 86 Abs. 1 OG). Soweit er kantonale Steuern betrifft, stützt er sich auf kantonales Recht, weshalb gegen ihn im Bund nur die staatsrechtliche Beschwerde offen steht (vgl. Art. 84 Abs. 2 OG). Mit dieser können vorab kantonal letztinstanzliche Endentscheide angefochten werden; Zwischenentscheide unterliegen grundsätzlich nur dann der staatsrechtlichen Beschwerde, wenn sie für den Betroffenen einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil zur Folge haben (Art. 87 OG). Nach ständiger Praxis des Bundesgerichts handelt es sich bei Rückweisungsentscheiden wie dem vorliegenden um Zwischenentscheide (vgl. Urteil 2P.252/2001 vom 12. März 2002, in StR 57/2002 S. 340; BGE 117 Ia 251 E. 1a S. 253, mit Hinweisen; Walter Kälin, Das Verfahren der staatsrechtlichen Beschwerde, 2. Auflage 1994, S. 344, FN 136). Da hier kein nicht wieder gutzumachender Nachteil droht, den das Bundesgericht im Anschluss an den kantonalen Endentscheid nicht mehr zu beseitigen vermöchte, ist die staatsrechtliche Beschwerde unzulässig. Für die miteingereichte Verwaltungsgerichtsbeschwerde, welche weiter zu instruieren ist, gelten andere prozessuale Regeln.
4.
Die Beschwerde ist nach dem Gesagten offensichtlich unzulässig; auf sie ist im vereinfachten Verfahren nach Art. 36a OG nicht einzutreten, ohne dass weitere Akten oder Vernehmlassungen eingeholt werden müssten. Bei diesem Ausgang des Verfahrens wird der Beschwerdeführer kostenpflichtig (vgl. Art. 156 OG); Parteientschädigung ist keine auszurichten (vgl. Art. 159 OG).

Demnach erkennt das Bundesgericht
im Verfahren nach Art. 36a OG:

1.
Auf die staatsrechtliche Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Kantonalen Steueramt Nidwalden und dem Verwaltungsgericht des Kantons Nidwalden, Steuerabteilung, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 31. Januar 2003
Im Namen der II. öffentlichrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Parole chiave

taxationconstitutional complaintadmissibilityinterlocutory decisionirreparable harmremandcosts

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the constitutional complaint against the cantonal court's remand decision on cantonal taxes was admissible.

Decisione estratta

The remand decision was an interlocutory decision; because no irreparable harm was shown, the constitutional complaint was inadmissible.

Motivazione estratta

Under Art. 87 OG, interlocutory decisions may be challenged only if they cause irreparable prejudice. A remand for reassessment normally remains reviewable after the final cantonal decision, so no such prejudice existed here.

Questione giuridica chiave

Costs and party compensation in the constitutional complaint proceedings.

Decisione estratta

The appellant had to bear the court fee, and no party compensation was awarded.

Motivazione estratta

As the complaint was inadmissible, costs were imposed on the appellant under the applicable procedural rules and no compensation was due.

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