Federal appeal inadmissible for insufficient reasoning

4A_417/2010Tribunale federale / I divisione civile27 set 2010Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Swiss Federal Supreme Court held that the appellant's filing did not satisfy the federal reasoning requirements because it failed to show, by reference to the cantonal judgment, which rights had been violated. The court therefore declined to enter into the appeal under Art. 108(1)(b) BGG. Federal court costs of CHF 500 were imposed on the appellant, while the respondent received no party compensation because no compensable expense was shown.

Massima Omnilex

Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; Nichteintreten auf eine Beschwerde wegen ungenügender Begründung. Das bundesgerichtliche Rechtsmittel muss in Auseinandersetzung mit den Erwägungen des angefochtenen Entscheids darlegen, welche verfassungs- oder bundesrechtlichen Rechte verletzt sein sollen; blosse appellatorische Kritik genügt nicht. Fehlt eine hinreichende Begründung, ist im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten. Die Kosten folgen dem Ausgang des Verfahrens (Art. 66 Abs. 1 BGG); eine Parteientschädigung setzt einen entschädigungspflichtigen Aufwand der Gegenpartei voraus (Art. 68 Abs. 1 BGG).

Testo completo

{T 0/2}
4A_417/2010

Urteil vom 27. September 2010
I. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Klett, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Widmer.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Y.________ AG,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Peremtorisation und Vorladung,

Beschwerde gegen das Urteil des Obergerichts des Kantons Thurgau vom 19. Juli 2010.
Die Präsidentin hat in Erwägung,
dass der Beschwerdeführer in einem beim Bezirksgericht Steckborn gegen die Beschwerdegegnerin hängigen Prozess der Hauptverhandlung unentschuldigt fernblieb und der Einzelrichter am 27. Mai 2010 verfügte, dass die Parteien (der Beschwerdeführer peremptorisch) für eine neue Hauptverhandlung vorzuladen seien;
dass das Obergericht des Kantons Thurgau einen vom Beschwerdeführer gegen diese Verfügung erhobenen Rekurs mit Beschluss vom 19. Juli 2010 abwies;
dass der Beschwerdeführer gegen diesen Beschluss mit Eingabe vom 23. Juli 2010 Beschwerde beim Bundesgericht einreichte;
dass in den Rechtsmitteln an das Bundesgericht unter Bezugnahme auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids dargelegt werden muss, welche Rechte der beschwerdeführenden Partei durch das kantonale Gericht verletzt worden sind, und solche Rügen zu begründen sind (Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG);
dass die Eingabe vom 23. Juli 2010 diesen Anforderungen offensichtlich nicht genügt, weshalb auf die Beschwerde mangels hinreichender Begründung nicht einzutreten ist;
dass die Kosten des bundesgerichtlichen Verfahrens dem Verfahrensausgang entsprechend dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind (Art. 66 Abs. 1 BGG);
dass die Beschwerdegegnerin keinen Anspruch auf eine Parteientschädigung hat, da ihr aus dem bundesgerichtlichen Verfahren kein Aufwand entstanden ist (Art. 68 Abs. 1 BGG);
im Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG erkannt:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Thurgau schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 27. September 2010

Im Namen der I. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Klett Widmer

Parole chiave

admissibilityreasoning requirementnon-entrycourt costsparty compensationperemptory summons

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the federal appeal met the reasoning requirements under Art. 42(2) and Art. 106(2) BGG.

Decisione estratta

The filing did not sufficiently explain which rights were violated by the cantonal court and therefore could not be examined on the merits.

Motivazione estratta

A federal appeal must specifically engage with the reasoning of the challenged decision and set out the alleged violations; the submission of 23 July 2010 clearly failed to do so.

Questione giuridica chiave

How the federal court costs and party compensation should be allocated.

Decisione estratta

Court costs were charged to the appellant, and the respondent was awarded no party compensation because it incurred no compensable expense.

Motivazione estratta

Costs follow the outcome of the proceedings under Art. 66(1) BGG; no compensation is due absent relevant effort by the respondent under Art. 68(1) BGG.

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