Non-entry for insufficiently reasoned debt-enforcement complaint

5A_449/2010Tribunale federale / II divisione civile8 lug 2010Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court refused to enter into X.'s complaint against the Zurich Higher Court's decision concerning the notice of the distribution list and cost statement after a foreclosure sale. It held that the filing did not satisfy the strict reasoning requirements of Art. 42 BGG and that no cure was possible because the 10-day appeal period under the SchKG had already expired. The court also noted that the appellant was again litigating abusively. Court costs of CHF 500 were charged to him.

Massima Omnilex

Art. 42 Abs. 1 und 2, Art. 106 Abs. 2, Art. 108 Abs. 1 lit. b und c BGG; Art. 100 Abs. 2 lit. a SchKG; form requirements of the complaint and non-entry for deficient reasoning. A complaint must, in direct relation to the challenged reasoning, specify which federal or constitutional norms were violated and why. Purely appellatory, unstructured or abusive submissions do not satisfy the duty to state reasons. Deficiencies cannot be cured after expiry of the non-extendable appeal period. Abuse of process may independently justify non-entry. Costs follow the outcome under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Testo completo

{T 0/2}
5A_449/2010

Urteil vom 8. Juli 2010
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Betreibungsamt Z.________.

Gegenstand
Verteilungsliste, Kostenrechnung,

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen den Beschluss vom 14. Juni 2010 des Obergerichts des Kantons Zürich (II. Zivilkammer als oberer kantonaler Aufsichtsbehörde in Schuldbetreibungs- und Konkurssachen).

Nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen den Beschluss vom 14. Juni 2010 des Obergerichts des Kantons Zürich, das (als obere SchK-Aufsichtsbehörde) einen Rekurs des Beschwerdeführers gegen einen Nichteintretensentscheid der unteren Aufsichtsbehörde (Nichteintreten auf eine Beschwerde des Beschwerdeführers gegen die durch das Betreibungsamt erfolgte Anzeige des Aufliegens der Verteilungsliste und der Kostenrechnung betreffend die am 3. Februar 2010 erfolgte Zwangsversteigerung der Liegenschaft des Beschwerdeführers) abgewiesen hat, soweit es darauf eingetreten ist,

in Erwägung,
dass das Obergericht im Beschluss vom 14. Juni 2010 erwog, die Rechtsöffnungsentscheide, das Lastenverzeichnis, die Steigerungsbedingungen und nunmehr auch die Versteigerung seien rechtskräftig geworden, über den materiellen Bestand der Betreibungsforderungen sei im vorliegenden Verfahren nicht zu entscheiden, mit der zutreffenden Begründung der unteren Aufsichtsbehörde setze sich der Beschwerdeführer nicht auseinander, dieser habe sowohl in die Verteilungsliste wie auch in die Kostenrechnung Einsicht nehmen können, weshalb sein rechtliches Gehör gewahrt sei, seine Vorbringen erwiesen sich als nicht justiziabel und/oder als ungebührlich, was namentlich für die Ausstandsbegehren gegen den Kammerpräsidenten und den Gerichtssekretär zutreffe, der Beschwerdeführer prozessiere mutwillig, weshalb ihm eine Gebühr von Fr. 500.-- auferlegt werde (Art. 20a Abs. 2 Ziff. 5 SchKG),
dass die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG nebst einem Antrag eine Begründung zu enthalten hat, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 f. BGG) verletzt (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften und warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 133 IV 286 E. 1.4 S. 287),
dass auch Verfassungsrügen in der Beschwerdeschrift vorzubringen und zu begründen sind (Art. 106 Abs. 2 BGG), dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen Entscheid verletzt sind (BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen; 133 IV 286 E. 1.4 S. 287 f.),
dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht nach den erwähnten Anforderungen anhand der obergerichtlichen Erwägungen aufzeigt, inwiefern der angefochtene Beschluss vom 14. Juni 2010 rechts- oder verfassungswidrig sein soll,
dass eine Verbesserung der Beschwerde nach Ablauf der nicht erstreckbaren Beschwerdefrist von 10 Tagen seit der am 21. Juni 2010 erfolgten Zustellung des obergerichtlichen Beschlusses (Art. 100 Abs. 2 lit. a SchKG) ausgeschlossen ist,
dass somit auf die - offensichtlich keine rechtsgenügliche Begründung enthaltende und infolge Ablaufs der Beschwerdefrist auch nicht verbesserbare - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass der Beschwerdeführer ausserdem einmal mehr missbräuchlich prozessiert (Art. 42 Abs. 7 BGG), weshalb auf die Beschwerde auch aus diesem Grund nicht einzutreten wäre (Art. 108 Abs. 1 lit. c BGG),
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,
dass sich das Bundesgericht in dieser Sache vorbehält, allfällige weitere Eingaben in der Art der bisherigen, namentlich missbräuchliche Revisionsgesuche ohne Antwort abzulegen,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, dem Betreibungsamt Z.________ und dem Obergericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 8. Juli 2010
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Parole chiave

non-entryreasoned complaintappeal periodabuse of processdebt enforcementcourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the federal complaint was sufficiently reasoned to be admissible.

Decisione estratta

No. The filing did not engage with the lower court's reasoning and did not show, in a legally adequate way, which federal or constitutional norms were violated.

Motivazione estratta

A complaint under Art. 72 ff. BGG must contain a request and a concise, reasoned explanation. The appellant failed to confront the contested decision's reasons; therefore the court had to refuse entry under Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG.

Questione giuridica chiave

Whether the complaint could be corrected after expiry of the appeal period.

Decisione estratta

No. After the non-extendable 10-day period had expired, any amendment was excluded.

Motivazione estratta

The statutory appeal period under Art. 100 Abs. 2 lit. a SchKG had already lapsed, so the deficient complaint could no longer be cured.

Questione giuridica chiave

Whether abusive litigation conduct barred consideration of the complaint.

Decisione estratta

Yes, the filing was also abusive and would in any event have led to non-entry.

Motivazione estratta

The appellant again litigated abusively within the meaning of Art. 42 Abs. 7 BGG, which would justify non-entry under Art. 108 Abs. 1 lit. c BGG.

Questione giuridica chiave

Who bears the court costs.

Decisione estratta

The losing appellant bears the costs of CHF 500.

Motivazione estratta

Costs follow the outcome under Art. 66 Abs. 1 BGG.

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