Federal appeal inadmissible for insufficient reasoning

5A_536/2014Tribunale federale / II divisione civile2 lug 2014Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court declared the appeal inadmissible. The appellant did not confront the reasoning of the Zurich High Court, so the complaint failed to satisfy the Federal Supreme Court's reasoning requirements. The court also held that a request to abolish the guardianship was outside the scope of the cantonal proceedings and therefore could not be raised in this appeal. Court costs of CHF 100 were charged to the appellant.

Massima Omnilex

Art. 42 Abs. 1 and 2, Art. 106 Abs. 2, Art. 108 Abs. 1 lit. a and b BGG; requirements for reasoned federal appeals and scope of review: an appeal must, in relation to the contested decision, show in a substantiated manner which law or constitutional rights were violated. Mere disagreement or failure to engage with the lower court's reasoning does not satisfy the pleading burden. Constitutional grievances must likewise be expressly raised and detailed. Relief that was not the subject of the cantonal proceedings is inadmissible before the Federal Supreme Court and must be sought before the competent authority. In simplified procedure, the appeal is not entered into when these requirements are not met (consid. 1).

Testo completo

{T 0/2}

5A_536/2014

Urteil vom 2. Juli 2014

II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter von Werdt, Präsident,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Y.________.

Gegenstand
Vertretungsbeistandschaft,

Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG gegen den Beschluss vom 5. Juni 2014 des Obergerichts des Kantons Zürich (II. Zivilkammer).

Nach Einsicht
in die Beschwerde gemäss Art. 72 ff. BGG gegen den Beschluss vom 5. Juni 2014 des Obergerichts des Kantons Zürich, das auf eine Beschwerde des Beschwerdeführers gegen einen Nichteintretensentscheid des Bezirksrats Y.________ (Nichteintreten auf eine erste Beschwerde des Beschwerdeführers gegen die Umwandlung der bestehenden Beistandschaft nach altem Recht in eine Vertretungsbeistandschaft mit Einkommens- und Vermögensverwaltung nach neuem Recht sowie gegen die Ernennung eines neuen Beistandes samt Umschreibung dessen Aufgaben) nicht eingetreten ist,

in Erwägung,
dass das Obergericht erwog, der Bezirksrat sei androhungsgemäss nach erfolgloser Ansetzung einer Frist zur Mängelbehebung auf die erste Beschwerde nicht eingetreten, auf die Erwägungen des Nichteintretensentscheids gehe der Beschwerdeführer in seiner Beschwerde an das Obergericht nicht ein, diese genüge den Begründungsanforderungen nicht und sei deshalb unzulässig,
dass die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG von vornherein unzulässig ist, soweit der Beschwerdeführer die Aufhebung der Beistandschaft beantragt, weil die Aufhebung dieser Massnahme nicht Gegenstand des kantonalen Verfahrens bildete, sondern bei der zuständigen kantonalen Behörde beantragt werden müsste,
dass sodann die Beschwerde nach Art. 72 ff. BGG nebst einem Antrag eine Begründung zu enthalten hat, in welcher in gedrängter Form dargelegt wird, inwiefern der angefochtene Entscheid Recht (Art. 95 f. BGG) verletzt (Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift auf die Erwägungen des angefochtenen Entscheids einzugehen und im Einzelnen zu zeigen ist, welche Vorschriften und warum sie von der Vorinstanz verletzt worden sind (BGE 133 IV 286 E. 1.4 S. 287),
dass auch Verfassungsrügen in der Beschwerdeschrift vorzubringen und zu begründen sind (Art. 106 Abs. 2 BGG), dass m.a.W. in der Beschwerdeschrift klar und detailliert anhand der Erwägungen des angefochtenen Entscheids darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch den kantonalen Entscheid verletzt sind (BGE 134 I 83 E. 3.2 S. 88 mit Hinweisen; 133 IV 286 E. 1.4 S. 287 f.),
dass der Beschwerdeführer in seiner Eingabe an das Bundesgericht nicht auf die obergerichtlichen Erwägungen eingeht,
dass er erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen anhand der obergerichtlichen Erwägungen aufzeigt, inwiefern der Beschluss des Obergerichts vom 5. Juni 2014 rechts- oder verfassungswidrig sein soll,
dass somit auf die - offensichtlich unzulässige bzw. keine hinreichende Begründung enthaltende - Beschwerde in Anwendung von Art. 108 Abs. 1 lit. a und b BGG nicht einzutreten ist,
dass der unterliegende Beschwerdeführer kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und der Abteilungspräsident zuständig ist,

erkennt der Präsident:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Die Gerichtskosten von Fr. 100.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.

Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Kindes- und Erwachsenenschutzbehörde Y.________ und dem Obergericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 2. Juli 2014
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: von Werdt

Der Gerichtsschreiber: Füllemann

Parole chiave

inadmissibilityinsufficient reasoningguardianshiprepresentation guardianshipfederal appealcourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the federal appeal was admissible despite not addressing the cantonal court's reasoning.

Decisione estratta

No. The appeal did not engage with the challenged reasoning and therefore failed to meet the federal pleading requirements.

Motivazione estratta

A federal appeal must state, in a concise manner, how the contested decision violates law or constitutional rights. Since the appellant did not address the Obergericht's reasons, the appeal was insufficiently reasoned and inadmissible.

Questione giuridica chiave

Whether the appellant could seek abolition of the guardianship in this appeal.

Decisione estratta

No. Removal of the measure was not part of the cantonal proceedings and had to be requested from the competent cantonal authority.

Motivazione estratta

Relief sought on appeal must concern the subject matter of the prior proceedings; otherwise the appeal is inadmissible.

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