Inadmissibility of constitutional complaint for insufficient reasoning

5D_148/2010Tribunale federale / II divisione civile8 dic 2010Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court held that only the subsidiary constitutional complaint was available because the matter was below the value threshold and no exception applied. The complainant failed to address the decisive reasoning of the cantonal court, which had refused to hear her nullity complaint after she let deadlines for an original signed copy or written power of attorney and for payment of the cost advance expire. Because the complaint did not meet the strict reasoning requirements, the Court did not enter into the case. Costs of CHF 150 were imposed on the complainant.

Massima Omnilex

Art. 113 ff., 116, 117 and 108 Abs. 1 lit. b BGG; subsidiary constitutional complaint: admissibility requires clear and specific invocation and substantiation of constitutional rights by reference to the reasoning of the contested decision. Mere disagreement or unsupported assertions are insufficient; where the complaint does not engage with the decisive considerations, the Federal Court will not enter into the matter. In such cases, the simplified procedure applies and costs follow defeat under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Testo completo

{T 0/2}
5D_148/2010

Urteil vom 8. Dezember 2010
II. zivilrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichterin Hohl, Präsidentin,
Gerichtsschreiber Füllemann.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Sozialversicherungsanstalt des Kantons Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Definitive Rechtsöffnung,

Verfassungsbeschwerde gegen den Zirkular-Erledigungsbeschluss vom 27. Oktober 2010 des Obergerichts des Kantons Zürich (III. Zivilkammer).

Nach Einsicht
in die Verfassungsbeschwerde gegen den Zirkular-Erledigungsbeschluss vom 27. Oktober 2010 des Obergerichts des Kantons Zürich, das auf eine Nichtigkeitsbeschwerde der Beschwerdeführerin gegen die erstinstanzliche Erteilung der definitiven Rechtsöffnung an die Beschwerdegegnerin für Fr. 473.80 (nebst Zins und Mahngebühr) nicht eingetreten ist,

in Erwägung,
dass gegen den in einer vermögensrechtlichen Angelegenheit ergangenen Zirkular-Erledigungsbeschluss des Obergerichts mangels Erreichens der Streitwertgrenze (Art. 74 Abs. 1 lit. b BGG) und mangels Vorliegens einer Ausnahme gemäss Art. 74 Abs. 2 BGG allein die subsidiäre Verfassungsbeschwerde nach Art. 113 ff. BGG offen steht, weshalb die Eingabe der Beschwerdeführerin als solche entgegengenommen worden ist,
dass in einer subsidiären Verfassungsbeschwerde die Rüge der Verletzung verfassungsmässiger Rechte vorzubringen und zu begründen (Art. 117 i.V.m. Art. 106 Abs. 2 BGG sowie Art. 116 BGG), d.h. anhand der Erwägungen des kantonalen Entscheids klar und detailliert darzulegen ist, welche verfassungsmässigen Rechte und inwiefern sie durch diesen Entscheid verletzt sein sollen (BGE 133 II 396 E. 3.1 S. 399), ansonst auf die Beschwerde nicht eingetreten wird (Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 lit. b BGG),
dass das Obergericht im Zirkular-Erledigungsbeschluss vom 27. Oktober 2010 erwog, die Beschwerdeführerin habe die ihr mit Verfügung vom 5. Oktober 2010 angesetzten Fristen zur Einreichung eines mit einer eigenhändigen Originalunterschrift versehenen Exemplars der Beschwerde oder einer schriftlichen Vollmacht sowie zur Leistung eines Kostenvorschusses von Fr. 225.-- ungenützt ablaufen lassen, weshalb androhungsgemäss auf die Nichtigkeitsbeschwerde nicht einzutreten sei,
dass die Beschwerdeführerin in ihrer Eingabe an das Bundesgericht nicht in nachvollziehbarer Weise auf die entscheidenden Erwägungen des Obergerichts eingeht,
dass sie erst recht nicht nach den gesetzlichen Anforderungen anhand dieser Erwägungen aufzeigt, inwiefern der Zirkular-Erledigungsbeschluss des Obergerichts vom 27. Oktober 2010 verfassungswidrig sein soll,
dass somit auf die - offensichtlich keine hinreichende Begründung enthaltende - Verfassungsbeschwerde in Anwendung von Art. 117 i.V.m. Art 108 Abs. 1 lit. b BGG nicht einzutreten ist,
dass die unterliegende Beschwerdeführerin kostenpflichtig wird (Art. 66 Abs. 1 BGG),
dass in den Fällen des Art. 117 i.V.m. Art. 108 Abs. 1 BGG das vereinfachte Verfahren zum Zuge kommt und die Abteilungspräsidentin zuständig ist,

erkennt die Präsidentin:

1.
Auf die Verfassungsbeschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 150.-- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 8. Dezember 2010
Im Namen der II. zivilrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Die Präsidentin: Der Gerichtsschreiber:

Hohl Füllemann

Parole chiave

constitutional complaintinadmissibilityreasoning requirementdebt enforcementcostssimplified procedure

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the subsidiary constitutional complaint was sufficiently reasoned to be admissible.

Decisione estratta

No. The filing did not engage with the decisive reasons of the cantonal decision and did not clearly and specifically show which constitutional rights were violated.

Motivazione estratta

In a subsidiary constitutional complaint, constitutional rights must be expressly invoked and substantiated by reference to the impugned reasoning; otherwise the Federal Court will not enter into the matter.

Questione giuridica chiave

Allocation of federal court costs.

Decisione estratta

Costs were imposed on the losing complainant.

Motivazione estratta

The complainant was unsuccessful and therefore bears the court costs under the general cost rule.

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