Criminal appeal dismissed for lack of standing

6B_106/2007Tribunale federale / Divisione penale29 apr 2007Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court held that the appeal was inadmissible. To the extent the appellant referred to a separate weapons prosecution and requested release of a seized pocketknife, those matters were outside the scope of the case. As to the challenged refusal to open a criminal investigation against a federal official and two cantonal prosecutors, the appellant lacked standing under Art. 81 BGG because he was neither a private prosecutor nor a victim and sought only the conviction of the persons concerned. The request for suspensive effect became moot. Court costs of CHF 1,000 were imposed on the appellant.

Massima Omnilex

Art. 81 BGG; standing in criminal appeals against a refusal to open proceedings: A complainant who is neither private prosecutor nor victim lacks a legally protected interest merely because he seeks the conviction of third persons. An interest in criminal prosecution as such does not suffice for recourse under Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG. Matters not covered by the appealed decision are inadmissible in the appeal. Where the main appeal is decided, a request for suspensive effect becomes moot; court costs may be charged to the unsuccessful appellant under Art. 66 Abs. 1 BGG.

Testo completo

{T 0/2}
6B_106/2007 /hum

Urteil vom 29. April 2007
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Präsident,
Gerichtsschreiberin Arquint Hill.

Parteien
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, Postfach, 8090 Zürich,
Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer,
Postfach, 8023 Zürich.

Gegenstand
Eröffnung einer Untersuchung gegen Behördenmitglieder und Beamte,

Beschwerde in Strafsachen gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, II. Zivilkammer,
vom 6. März 2007.

Das Präsidium zieht in Erwägung:

1.
Am 1./18. August 2006 erstattete X.________ Strafanzeige gegen A.________, B.________ und C.________ wegen Amtsmissbrauchs etc. Die Staatsanwaltschaft Winterthur/Unterland überwies die Anzeigen zuständigkeitshalber an die Anklagekammer des Obergerichts des Kantons Zürich zum Entscheid über die Eröffnung einer Strafuntersuchung. Mit Beschluss vom 5. Oktober 2006 trat die Anklagekammer auf die Strafanzeigen nicht ein. Dagegen legte X.________ Rekurs ein. Die II. Zivilkammer des Obergerichts des Kantons Zürich wies den Rekurs am 6. März 2007 ab, soweit es darauf eintrat. Es erklärte sich zur Beurteilung der Strafanzeige gegen den Bundesbeamten A.________ für nicht zuständig und lehnte die Eröffnung einer Strafuntersuchung gegen die kantonalen Staatsanwälte B.________ und C.________ wegen fehlenden Anfangstatverdachts ab. Gestützt auf die Rechtsmittelbelehrung des angefochtenen Entscheids wendet sich der Beschwerdeführer mit Beschwerde in Strafsachen ans Bundesgericht. Die Rechtsmittelbelehrung weist ausdrücklich daraufhin, dass sich die Berechtigung zur Be-schwerde und die weiteren Beschwerdevoraussetzungen nach den massgeblichen Bestimmungen des Bundesgerichtsgesetzes richten.

Soweit sich der Beschwerdeführer nicht mit dem angefochtenen Entscheid, sondern mit der gegen ihn geführten Strafuntersuchung wegen Vergehens gegen das Waffengesetz befasst und die Einstellung dieser Untersuchung bzw. die Herausgabe des beschlagnahmten Taschenmessers verlangt, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten, da diese Gesichtspunkte nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens bilden (vgl. Entscheid des Bundesgerichts 6P.167/2006; 6S.381/2006 in Sachen X.________). Im Übrigen ist der Beschwerdeführer zur Beschwerde nicht legitimiert. Er ist weder Privatstrafkläger gemäss Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 4 BGG noch Opfer gemäss Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG. Mit seinem Rekurs bezweckte er, einen Schuldspruch der Beschuldigten zu erwirken. Auch vor Bundesgericht strebt er deren Verurteilung an. Dieser Zweck begründet kein rechtlich geschütztes Interesse nach Art. 81 Abs. 1 lit. b BGG an der Aufhebung oder Änderung des angefochtenen Entscheids. Die Beschwerde ist demnach offensichtlich unzulässig im Sinne von Art. 108 BGG. Es ist darauf nicht einzutreten.
2.
Die Gerichtskosten werden dem Beschwerdeführer auferlegt (Art. 66 Abs. 1 BGG).

Mit dem Entscheid in der Sache ist das Gesuch um aufschiebende Wirkung gegenstandslos geworden.

Demnach erkennt das Präsidium:
1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.
2.
Die Gerichtsgebühr von Fr. 1'000.-- wird dem Beschwerdeführer auferlegt.
3.
Dieses Urteil wird dem Beschwerdeführer, der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich und dem Obergericht des Kantons Zürich, II. Zivilkammer, schriftlich mitgeteilt.
Lausanne, 29. April 2007
Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Die Gerichtsschreiberin:

Parole chiave

standingcriminal complaintadmissibilityprivate prosecutorvictimcourt costsjurisdictionrefusal to open investigation

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the complaint was admissible insofar as it concerned the separate weapons investigation and seizure of a pocketknife.

Decisione estratta

Those points were outside the scope of the present proceedings, so the court would not examine them.

Motivazione estratta

The challenged decision concerned only the refusal to open an investigation on the criminal complaints; unrelated requests from another case could not be considered here.

Questione giuridica chiave

Whether the appellant had standing to challenge the refusal to open a criminal investigation against the named officials.

Decisione estratta

He lacked standing because he was neither a private prosecutor nor a victim under the Federal Supreme Court Act, and his aim was merely to obtain the conviction of the accused.

Motivazione estratta

A procedural interest in the prosecution and conviction of third persons does not amount to a legally protected interest in the setting aside or amendment of the decision under Art. 81 BGG.

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