Non-entry due to untimely cantonal complaint

6B_874/2010Tribunale federale / Divisione penale5 nov 2010Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court dismissed the criminal complaint in summary non-entry proceedings because the appellant did not contest the cantonal court's finding that his prior cantonal complaint was filed late. As a result, the federal complaint lacked the required reasoning under Art. 42(2) and Art. 106(2) BGG. Court costs of CHF 500 were charged to the appellant, taking his financial situation into account. No compensation was awarded to the respondents.

Massima Omnilex

Art. 42 Abs. 2 und Art. 106 Abs. 2 BGG; genügende Begründung der Beschwerde im Verfahren der Nichtanhandnahme nach Art. 108 BGG: Wird die für den vorinstanzlichen Nichteintretensentscheid ausschlaggebende Frage nicht gerügt, ist auf die Beschwerde nicht einzutreten. Kostenauflage nach Art. 66 Abs. 1 BGG; bei der Gebührenbemessung ist die finanzielle Lage nach Art. 65 Abs. 2 BGG zu berücksichtigen. Eine Entschädigung an die obsiegende Gegenpartei entfällt mangels Aufwendungen vor Bundesgericht.

Testo completo

{T 0/2}
6B_874/2010

Urteil vom 5. November 2010
Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Favre, Präsident,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

  1. Staatsanwaltschaft des Kantons Schwyz, Archivgasse 1, 6430 Schwyz,
  2. Y.________,
    Beschwerdegegnerinnen.

Gegenstand
Nichteröffnung einer Strafuntersuchung (Nötigung, Erpressung, Betrug),

Beschwerde gegen die Verfügung des Kantonsgerichts des Kantons Schwyz, Präsident der 2. Rekurskammer, vom 26. August 2010.

Der Präsident zieht in Erwägung:

1.
Im angefochtenen Entscheid wurde auf eine kantonale Beschwerde nicht eingetreten, da sie verspätet war. Mit der Frage der Verspätung befasst sich der Beschwerdeführer vor Bundesgericht nicht. Die Beschwerde genügt folglich den Anforderungen von Art. 42 Abs. 2 bzw. Art. 106 Abs. 2 BGG nicht. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

2.
Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Seinen finanziellen Verhältnissen (vgl. act. 6) ist bei der Bemessung der Gerichtsgebühr Rechnung zu tragen (Art. 65 Abs. 2 BGG). Der Beschwerdegegnerin ist keine Entschädigung auszurichten, weil sie vor Bundesgericht keine Umtriebe hatte.

Demnach erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 500.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien und dem Kantonsgericht des Kantons Schwyz, Präsident der 2. Rekurskammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 5. November 2010

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Präsident: Der Gerichtsschreiber:

Favre C. Monn

Parole chiave

non-entrylate filingcriminal complaintpleading requirementscourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the federal complaint met the pleading requirements despite the cantonal decision finding the complaint untimely.

Decisione estratta

The complaint did not challenge the decisive question of lateness and therefore did not satisfy the requirements of Art. 42(2) and Art. 106(2) BGG.

Motivazione estratta

Because the appellant failed to address the untimeliness ruling, the filing was insufficiently reasoned and could not be examined under summary non-entry procedure.

Questione giuridica chiave

Allocation of federal court costs

Decisione estratta

Court costs were imposed on the appellant, reduced in light of his financial situation.

Motivazione estratta

Under Art. 66(1) BGG costs follow the outcome; the fee was adjusted under Art. 65(2) BGG.

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