Federal appeal inadmissible for insufficient reasoning

6B_905/2013Tribunale federale / Divisione penale30 ott 2013Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The appellant challenged a cantonal non-prosecution decision concerning an alleged traffic incident and subsequent damage to his car. The Federal Court held that the complaint did not satisfy the reasoning requirements: it merely restated the appellant’s own account and failed to engage with the cantonal court’s grounds, so the appeal was inadmissible under summary procedure. The court left open whether the appellant had standing to claim damages. Legal aid was refused because the appeal was hopeless, and costs of CHF 800 were charged to the appellant.

Massima Omnilex

Art. 42 Abs. 2, Art. 95 und Art. 108 BGG; requirement of substantiated reasoning for a federal complaint against a cantonal non-prosecution decision. A mere repetition of one’s own version of events, without addressing the contested reasoning of the lower court, is insufficient to establish an admissible claim of legal error. Where the appeal manifestly lacks a valid legal argument, the Federal Court may decline to enter under Art. 108 BGG. Legal aid under Art. 64 BGG is refused for hopeless submissions; court costs are allocated to the unsuccessful appellant under Art. 66 Abs. 1 BGG. Standing under Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG may remain unresolved if the appeal is inadmissible for other reasons.

Testo completo

{T 0/2}

6B_905/2013

Urteil vom 30. Oktober 2013

Strafrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Schneider, Einzelrichter,
Gerichtsschreiber C. Monn.

Verfahrensbeteiligte
X.________,
Beschwerdeführer,

gegen

Staatsanwaltschaft See/Oberland, Postfach, 8610 Uster,
2. Y.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Sascha Daniel Patak,
Beschwerdegegnerinnen.

Gegenstand
Nichtanhandnahme (SVG-Anzeige),

Beschwerde gegen den Beschluss des Obergerichts des Kantons Zürich, III. Strafkammer, vom 3. Juli 2013.

Der Einzelrichter zieht in Erwägung:

1.

Der Beschwerdeführer reichte bei den Behörden des Kantons Zürich Strafanzeige gegen die Beschwerdegegnerin 2 ein, weil diese ihm am 18. Juni 2012 in Erlenbach den Vortritt verweigert und später mit voller Wucht gegen die Stossstange seines Autos getreten habe. Die Staatsanwaltschaft nahm die Untersuchung am 12. Oktober 2012 nicht an die Hand. Eine dagegen gerichtete Beschwerde wies das Obergericht des Kantons Zürich am 3. Juli 2013 ab.

Der Beschwerdeführer beantragt vor Bundesgericht zur Hauptsache, der Beschluss vom 3. Juli 2013 sei aufzuheben.

2.

Der Beschwerdeführer fordert Schadenersatz für die angeblich beschädigte Stossstange (Beschwerde S. 2 Ziff. 8). Die Polizei konnte indessen keinen Sachschaden feststellen (angefochtener Beschluss S. 4). Es ist deshalb fraglich, ob der Beschwerdeführer zur Beschwerde legitimiert ist (Art. 81 Abs. 1 lit. b Ziff. 5 BGG). Die Frage kann offen bleiben, weil auf das Rechtsmittel ohnehin nicht eingetreten werden kann.

3.

Die Untersuchung wurde nicht an die Hand genommen, weil aufgrund der kontroversen Aussagen der Beteiligten und ihnen nahe stehender Personen sowie der die Beschwerdegegnerin 2 entlastenden Aussagen der einzigen unbeteiligten Person keine Verurteilung zu erwarten sei (angefochtener Beschluss S. 3/4 E. 3). Der Beschwerdeführer schildert demgegenüber einfach den Vorfall aus seiner Sicht und behauptet, "sowohl die Aussagen der Beschuldigten wie auch diejenigen der Auskunftspersonen sind falsch" (Beschwerde S. 3). Daraus ergibt sich nicht, dass und inwieweit die Nichtanhandnahme der Untersuchung das Recht im Sinne von Art. 95 BGG verletzen könnte. Die Beschwerde enthält keine taugliche Begründung im Sinne von Art. 42 Abs. 2 BGG. Darauf ist im Verfahren nach Art. 108 BGG nicht einzutreten.

4.

Die Gerichtskosten sind dem Beschwerdeführer aufzuerlegen (Art. 66 Abs. 1 BGG). Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege ist in Anwendung von Art. 64 BGG abzuweisen, weil die Rechtsbegehren aussichtslos erschienen. Da es der Beschwerdeführer unterlässt, sich zu seinen finanziellen Verhältnissen zu äussern, kommt eine Herabsetzung der Gerichtskosten nicht in Betracht.

Der Beschwerdegegnerin 2 ist keine Entschädigung auszurichten, weil sie vor Bundesgericht keine Umtriebe hatte.

Demnach erkennt der Einzelrichter:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.

Die Gerichtskosten von Fr. 800.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.

Dieses Urteil wird den Parteien und dem Obergericht des Kantons Zürich, III. Strafkammer, schriftlich mitgeteilt.

Lausanne, 30. Oktober 2013

Im Namen der Strafrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts
Der Einzelrichter : Der Gerichtsschreiber:

Schneider Monn

Parole chiave

inadmissibilityinsufficient reasoningnon-prosecutionlegal aidcourt costsstandingtraffic incident

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the federal appeal was admissible despite the lack of reasoned legal challenge

Decisione estratta

The appeal was inadmissible because it did not show, in a legally sufficient way, how the cantonal decision violated federal law.

Motivazione estratta

The appellant merely repeated his version of events and contested the statements of the other persons without addressing the reasoning of the cantonal court under Art. 95 and Art. 42(2) BGG. In summary procedure under Art. 108 BGG, the court could not enter into the matter.

Questione giuridica chiave

Whether the appellant had standing to claim damages for the alleged bumper damage

Decisione estratta

Standing was left open because the appeal failed in any event.

Motivazione estratta

The police had found no material damage, so entitlement under Art. 81(1)(b)(5) BGG was doubtful, but the court did not need to decide it.

Questione giuridica chiave

Whether legal aid should be granted

Decisione estratta

Legal aid was denied because the appeal had no prospects of success.

Motivazione estratta

Under Art. 64 BGG, hopeless requests do not justify legal aid; the appellant also gave no information about his financial situation.

Questione giuridica chiave

How court costs should be allocated

Decisione estratta

Court costs were imposed on the appellant in the amount of CHF 800.

Motivazione estratta

As the appeal was inadmissible, the appellant had to bear the costs under Art. 66(1) BGG.

Continua la tua ricerca in ChatGPT o Claude

Collega Omnilex per cercare nel corpus legale dal tuo assistente IA.