No appeal admissible against interim order on medical expert selection

8C_735/2012Tribunale federale / IV divisione di diritto pubblico5 ott 2012Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

H.________ appealed to the Federal Supreme Court against a Zurich Social Insurance Court decision concerning the IV office’s interim order appointing a medical expert institution and requesting participation rights in the selection of the expert. The Federal Supreme Court held that the cantonal decision was only an appealable interim order and that, under the case law, such decisions regarding medical expertise are not reviewable by the Supreme Court absent formal recusal grounds. Because no such grounds were raised, the Court did not enter into the appeal. It also denied free legal aid and imposed CHF 300 in court costs on the appellant.

Massima Omnilex

Art. 93 BGG; appealability of cantonal decisions concerning the ordering of medical expert opinions in invalidity insurance proceedings. Decisions on the obtaining of medical expertise constitute interim decisions and are, as a rule, not subject to appeal to the Federal Supreme Court. Judicial review is excluded unless formal grounds for recusal of the expert are alleged; objections directed merely against the authority’s choice or the structural organization of the expert institution do not suffice. Such grievances may, if still relevant, be raised only against the final decision.

Testo completo

{T 0/2}
8C_735/2012

Urteil vom 5. Oktober 2012
I. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Ursprung, Präsident,
Gerichtsschreiber Grünvogel.

Verfahrensbeteiligte
H.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Thomas Wyss,
Beschwerdeführer,

gegen

IV-Stelle des Kantons Zürich,
Röntgenstrasse 17, 8005 Zürich,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung (Prozessvoraussetzung),

Beschwerde gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 18. Juli 2012.
Nach Einsicht
in die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten vom 14. September 2012 gegen den Entscheid des Sozialversicherungsgerichts des Kantons Zürich vom 18. Juli 2012, mit welcher H.________ beantragen lässt, es sei der vorinstanzliche Entscheid aufzuheben und die IV-Stelle des Kantons Zürich zu verpflichten, ihm bei der Auswahl der Gutachterstelle die Mitwirkungsrechte zu gewähren,

in Erwägung,
dass das Bundesgericht von Amtes wegen und mit freier Kognition prüft, ob ein Rechtsmittel zulässig ist (BGE 135 III 1 E. 1.1 S. 3 mit Hinweisen),
dass die IV-Stelle bei Uneinigkeit eine Expertise in der Form einer beim kantonalen Sozialversicherungsgericht (bzw. Bundesverwaltungsgericht) anfechtbaren Zwischenverfügung anzuordnen hat (BGE 137 V 210 E. 3.4.2.6 S. 256),
dass hier die Qualifikation des angefochtenen Gerichtsentscheids als Zwischenentscheid der Rechtsnatur des Anfechtungsobjekts im kantonalen Prozess folgt (BGE 138 V 271 E. 2.1 S. 277) und es sich bei der von der IV-Stelle am 27. Februar 2012 erlassenen Anordnung einer medizinischen Abklärung beim Institut X.________ um eine Zwischenverfügung handelt (vgl. BGE 138 V 271 E. 1.2.1 S. 275),
dass der vorinstanzliche Entscheid somit nur unter den für den Weiterzug von Vor- und Zwischenentscheiden geltenden Voraussetzungen anfechtbar ist (Art. 93 BGG; vgl. BGE 133 V 477 E. 4.1.3 S. 481; vgl. statt vieler auch Urteil 8C_360/2012 vom 13. Juni 2012 mit weiteren Hinweisen),
dass nach BGE 138 V 271 kantonale Entscheide und solche des Bundesverwaltungsgerichts über Beschwerden gegen Verfügungen der IV-Stellen betreffend die Einholung von medizinischen Gutachten - auch mit Blick auf die Verfahrensgrundrechte nach BV und EMRK (BGE 138 V 271 E. 3.1 S. 278 mit Hinweisen) - nicht an das Bundesgericht weiterziehbar sind, soweit nicht formelle Ausstandsgründe zur Diskussion stehen (BGE 138 V 271 E. 4 S. 280),
dass überdies die formelle Ablehnung eines Sachverständigen nicht allein mit strukturellen Umständen begründet werden kann, wie sie in BGE 137 V 210 behandelt worden sind (a.a.O. E. 2.2.2 S. 277),
dass, soweit der Beschwerdeführer den vertragslosen Zustand zwischen dem Bundesamt für Sozialversicherungen und der eingesetzten Abklärungsstelle rügt, dies zwischenzeitig behoben worden ist,
dass er überdies keinen formellen Ausstandsgrund geltend macht, sondern das Vorgehen der IV-Stelle im Zusammenhang mit der Gutachterbestimmung rügt,
dass er dies - falls dann noch von Bedeutung - in einem allfälligen Beschwerdeverfahren gegen den Endentscheid vor Bundesgericht thematisieren kann, was eine Überprüfung dieser Vorbringen im jetzigen Verfahrensstadium auch unter dem Aspekt der grundrechtskonformen Bereitstellung gutachtlicher Entscheidungsgrundlagen zuhanden der Invalidenversicherung offenkundig ausschliesst (dazu siehe BGE 138 V 271, insbesondere E. 3.3 f. S. 279),
dass demnach auf die Beschwerde im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG nicht einzutreten ist,
dass bei diesem Ausgang des Verfahrens die Beschwerdeführerin die Gerichtskosten zu tragen hat (Art. 66 Abs. 1 BGG),
erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Das Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege wird abgewiesen.

3.
Die Gerichtskosten von Fr. 300.- werden dem Beschwerdeführer auferlegt.

4.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Sozialversicherungsgericht des Kantons Zürich und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 5. Oktober 2012

Im Namen der I. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Ursprung

Der Gerichtsschreiber: Grünvogel

Parole chiave

social insuranceinvalidity insuranceinterim decisionmedical expertiseadmissibilityrecusalfree legal aidcourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the cantonal decision on ordering a medical expertise was appealable to the Federal Supreme Court.

Decisione estratta

The decision was an interim order that could only be challenged under the limited conditions for interim decisions; those conditions were not met.

Motivazione estratta

Under Art. 93 BGG and BGE 138 V 271, decisions about the obtaining of medical expert opinions are generally not appealable to the Federal Supreme Court unless formal recusal grounds are raised. The appellant challenged the IV office's choice of expert but did not invoke any formal disqualification ground.

Questione giuridica chiave

Whether the appellant was entitled to free legal aid.

Decisione estratta

The request for free legal aid was rejected.

Motivazione estratta

Because the appeal was not entered into and had no prospect of success, the conditions for free legal aid were not satisfied.

Questione giuridica chiave

Who bears the court costs.

Decisione estratta

The appellant must bear the court costs.

Motivazione estratta

Costs follow the outcome of the proceedings.

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