Non-entry on appeal against remand decision

9C_370/2014Tribunale federale / III divisione di diritto pubblico30 giu 2014Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court declared the appeal inadmissible against the cantonal judgment that had annulled the IV office’s pension revocation and remanded the case for further medical clarification and a new decision. It held that the remand decision was an interlocutory decision under the BGG and did not cause irreparable harm; the prospect of a medical assessment was not sufficient. It also rejected admissibility under the rule allowing immediate review to avoid extensive evidence or costs. The appellant was ordered to pay reduced court costs of CHF 300.

Massima Omnilex

Art. 93 BGG, Art. 108 BGG; admissibility of an appeal against a remand decision. A cantonal judgment ordering further clarification and new decision-making is, as a rule, an interlocutory decision and may be challenged separately only if irreparable prejudice within the meaning of Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG is shown or if Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG is satisfied. Mere prolongation of the proceedings does not constitute irreparable prejudice. A possible additional medical assessment is not sufficient absent substantiated health detriment. Art. 93 Abs. 1 lit. b BGG requires a significant saving of time or costs in extensive evidence; this is not met where a direct final decision would merely render remand instructions superfluous.

Testo completo

9C_370/2014 {T 0/2}

Urteil vom 30. Juni 2014

II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter Meyer, als Einzelrichter,
Gerichtsschreiberin Bollinger Hammerle.

Verfahrensbeteiligte
A.________,
vertreten durch Rechtsanwalt Christian Haag,
Beschwerdeführerin,

gegen

IV-Stelle Luzern,
Landenbergstrasse 35, 6005 Luzern,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Invalidenversicherung,

Beschwerde gegen den Entscheid des
Kantonsgerichts Luzern vom 9. April 2014.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 15. Mai 2014 (Poststempel) gegen den Entscheid des Kantonsgerichts Luzern, 3. Abteilung, vom 9. April 2014,

in Erwägung,
dass das Kantonsgericht Luzern mit Entscheid vom 9. April 2014 die Beschwerde der A.________ gegen die rentenaufhebende Verfügung der IV-Stelle Luzern vom 25. November 2013 in dem Sinne guthiess, als es die Verfügung aufhob und die Sache zur eingehenden Abklärung des aktuellen Gesundheitszustandes, namentlich der seit der erstmaligen Rentenzusprache im Jahr 2000 neu hinzuge-kommenen Diagnosen, und zur neuen Verfügung an die IV-Stelle zurückwies,
dass der als Zwischenentscheid im Sinne des BGG zu qualifizierende (BGE 133 V 477 E. 4.2 S. 481) kantonale Rückweisungsentscheid vom 9. April 2014 grundsätzlich nur unter den in Art. 93 Abs. 1 BGG genannten alternativen Voraussetzungen selbständig anfechtbar ist,
dass ein Rückweisungsentscheid, mit dem eine Sache zu neuer Abklärung und Entscheidung an die Vorinstanz zurückgewiesen wird, in der Regel keinen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirkt, führt er doch bloss zu einer Verlängerung des Verfahrens, die dieses Kriterium nicht erfüllt (BGE 137 V 314 E. 2 S. 316 f.; 133 V 477 E. 5.2.2 S. 483),
dass auch eine allfällige (zusätzliche) medizinische Exploration daran nichts ändert, zumal die Beschwerdeführerin nicht substantiiert darlegt, inwiefern sie dadurch einen gesundheitlichen Nachteil zu gewärtigen hätte, sondern lediglich geltend macht, eine "drohende" MEDAS-Begutachtung sei persönlich belastend, zudem verschlechtere das Revisionsverfahren an sich Gesundheit und Lebensqualität, was indes nicht als Nachteil im Sinne der Rechtsprechung qualifiziert werden kann (vgl. Urteil 8C_371/2010 vom 21. Mai 2010),
dass die Versicherte gegen die von der IV-Stelle in Nachachtung des angefochtenen Rückweisungsentscheides neu zu erlassende Verfügung wiederum Beschwerde einreichen könnte,

dass im Übrigen, entgegen den vorinstanzlichen Erwägungen und den Vorbringen der Beschwerdeführerin, lit. a der Schlussbestimmungen der Änderung vom 18. März 2011 des IVG auch dann zur Anwendung gelangt, wenn die laufende Rente sowohl für unklare wie auch für erklärbare Beschwerden zugesprochen wurde (zur Publikation vorgesehenes Urteil 8C_74/2014 vom 16. Mai 2014 E. 6.2.3), was für die Einleitung des konkreten Revisionsverfahrens beachtlich ist, selbst wenn die ursprüngliche Rentenzusprache nicht ausschliesslich wegen der Folgen unklarer gesundheitlicher Beeinträchtigungen erfolgt wäre,
dass ebenso wenig ein Eintreten auf die Beschwerde gestützt auf Art. 108 lit. b BGG angezeigt ist,
dass nämlich, selbst wenn mit einer Gutheissung der Beschwerde direkt ein sofortiger Endentscheid herbeigeführt werden könnte und die im Rückweisungsentscheid angeordneten ergänzenden Sachverhaltsabklärungen obsolet würden, darin praxisgemäss keine bedeutende Ersparnis an Zeit oder Kosten für ein weitläufiges Beweisverfahren im Sinne dieser Bestimmung zu sehen ist (statt vieler: Urteil 8C_459/2013 vom 9. Juli 2013 mit Hinweisen),
dass die Beschwerde somit offensichtlich unzulässig ist (Art. 108 Abs. 1 lit. a BGG),
dass deshalb im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. b und Abs. 2 BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist und die Beschwerdeführerin in Anwendung von Art. 66 Abs. 1 BGG reduziert kostenpflichtig wird,

erkennt der Einzelrichter:

1.

Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.

Die Gerichtskosten von Fr. 300.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.

Dieses Urteil wird den Parteien, dem Kantonsgericht Luzern, 3. Abteilung, und dem Bundesamt für Sozialversicherungen schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 30. Juni 2014

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Einzelrichter: Meyer

Die Gerichtsschreiberin: Bollinger Hammerle

Parole chiave

invalidity insuranceinadmissibilityinterlocutory decisionremandirreparable harmmedical assessmentcourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appeal against the cantonal remand decision was admissible under Art. 93 BGG

Decisione estratta

The remand decision was an interlocutory decision and did not cause irreparable harm; the appeal was therefore not independently admissible.

Motivazione estratta

A remand for further clarification usually only prolongs the proceedings and does not meet the irreparable-harm requirement. A possible further medical examination did not create a legally relevant health disadvantage, and the appellant could challenge the new implementing decision later.

Questione giuridica chiave

Whether direct entry was justified because an immediate final decision could avoid extensive evidence or costs

Decisione estratta

No. The case did not qualify for immediate review under Art. 108 lit. b BGG because no significant saving of time or costs in a wide-ranging evidentiary procedure was shown.

Motivazione estratta

Even if a successful appeal would make the remand instructions unnecessary, this does not ordinarily amount to a substantial saving within the meaning of the provision.

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