Non-entry on appeal for inadequate reasoning

9C_633/2011Tribunale federale / III divisione di diritto pubblico15 set 2011Inadmissible

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Supreme Court did not enter into the appeal against the cantonal decision refusing free legal aid in a health-insurance case. The appellant's request for a two-month budgeting period for the advance payment lay outside the subject matter of the cantonal decision. In addition, any challenge to the refusal of legal aid was insufficiently reasoned and did not meet the requirements for a constitutional complaint. Court costs of CHF 200 were imposed on the appellant.

Massima Omnilex

Art. 93 Abs. 1 lit. a, Art. 42 Abs. 1 und 2, Art. 106 Abs. 2 and Art. 108 Abs. 1 lit. a and b BGG; admissibility and reasoning requirements for complaints against an interlocutory decision refusing free legal aid and making the examination of the remedy dependent on an advance payment. A request that falls outside the subject matter determined by the operative part of the cantonal decision cannot be examined. In addition, a complaint against the refusal of legal aid must specifically show why the finding of lack of prospects and the order for an advance payment are unlawful; mere allegations of arbitrariness or discrimination do not satisfy the qualified reasoning requirements for constitutional grievances. Where these requirements are not met, the Court may decide in the simplified procedure not to enter into the matter (consid. 1).

Testo completo

{T 0/2}
9C_633/2011

Urteil vom 15. September 2011
II. sozialrechtliche Abteilung

Besetzung
Bundesrichter U. Meyer, Präsident,
Gerichtsschreiber Traub.

Verfahrensbeteiligte
C.________,
Beschwerdeführerin,

gegen

Vivao Sympany AG, Peter Merian-Weg 4, 4002 Basel,
Beschwerdegegnerin.

Gegenstand
Krankenversicherung,

Beschwerde gegen den Beschluss des Kantonsgerichts Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, vom 7. Juli 2011.

Nach Einsicht
in die Beschwerde vom 1. September 2011 gegen den Beschluss des Kantonsgerichts Basel-Landschaft vom 7. Juli 2011 betreffend unentgeltliche Prozessführung,

in Erwägung,
dass ein Zwischenentscheid des kantonalen Gerichts, mit welchem die unentgeltliche Prozessführung verweigert wird, in der Regel einen nicht wieder gutzumachenden Nachteil bewirkt, jedenfalls wenn nicht nur die unentgeltliche Rechtspflege abgelehnt, sondern, wie hier der Fall, zugleich auch die Anhandnahme des Rechtsmittels von der Bezahlung eines Kostenvorschusses durch die gesuchstellende Partei (hier infolge mutwilliger Beschwerdeführung) abhängig gemacht wird (Urteile 9C_286/2009 vom 28. Mai 2009 E. 1 und 2D_1/2007 vom 2. April 2007 E. 2.1 und 3.2),
dass die Beschwerde unter diesem Gesichtspunkt zulässig ist (Art. 93 Abs. 1 lit. a BGG),
dass die Beschwerdeführerin indessen die Anordnung der Kostenpflichtigkeit als solche anerkennt und darum ersucht, es sei ihr eine angemessene Frist von zwei Monaten einzuräumen, um "die Mittel für den Kostenvorschuss (...) für diese Angelegenheit zu budgetieren",
dass dieses Begehren zweifellos ausserhalb des (durch das Dispositiv des vorinstanzlichen Entscheids bestimmten) massgebenden Verfahrensgegenstandes liegt, über den allein geurteilt werden könnte,
dass die Beschwerde daher offensichtlich unzulässig ist,
dass des Weiteren die Beschwerde den Mindestanforderungen des Art. 42 Abs. 1 und 2 BGG nicht genügen würde (dazu BGE 134 II 244 E. 2.1 S. 245; 131 II 449 E. 1.3 S. 452), wenn davon auszugehen wäre, die Beschwerdeführerin fechte die Ablehnung der unentgeltlichen Prozessführung als solche an,
dass diesfalls nämlich den Ausführungen nicht entnommen werden könnte, inwiefern das vorinstanzliche Erkenntnis, das Rechtsmittel sei aussichtslos und es sei (in Abweichung von der Regel der Kostenlosigkeit; Art. 1 KVG und Art. 61 lit. a ATSG) ein Kostenvorschuss wegen mutwilliger Beschwerdeführung zu erheben, rechtsfehlerhaft (Art. 95 BGG) sein soll,
dass insbesondere das Vorbringen, der angefochtene Entscheid sei willkürlich und diskriminierend (vgl. Art. 9 und 8 Abs. 2 BV), den qualifizierten Begründungsanforderungen für eine Verfassungsrüge nach Art. 106 Abs. 2 BGG offensichtlich nicht genügte,
dass aus den genannten Gründen im vereinfachten Verfahren nach Art. 108 Abs. 1 lit. a und lit. b BGG auf die Beschwerde nicht einzutreten ist,
dass die Beschwerdeführerin nach Art. 66 Abs. 1 und 3 BGG kostenpflichtig wird (vgl. das Urteil 9C_282+283/2011 vom 21. April 2011),

erkennt der Präsident:

1.
Auf die Beschwerde wird nicht eingetreten.

2.
Die Gerichtskosten von Fr. 200.- werden der Beschwerdeführerin auferlegt.

3.
Dieses Urteil wird den Parteien, dem Kantonsgericht Basel-Landschaft, Abteilung Sozialversicherungsrecht, und dem Bundesamt für Gesundheit schriftlich mitgeteilt.

Luzern, 15. September 2011

Im Namen der II. sozialrechtlichen Abteilung
des Schweizerischen Bundesgerichts

Der Präsident: Meyer

Der Gerichtsschreiber: Traub

Parole chiave

free legal aidinadmissibilityreasoning requirementsadvance paymentsocial insurance costsinterim decisionconstitutional grievance

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appeal against the cantonal interim decision was admissible.

Decisione estratta

The appeal was inadmissible because the appellant sought relief outside the scope of the challenged dispositive part, and in any event the complaint did not meet the Federal Supreme Court's minimal reasoning requirements.

Motivazione estratta

The requested extension of time to finance the advance payment did not concern the subject matter decided below. Moreover, any challenge to the refusal of free legal aid lacked sufficient reasoning under the Federal Supreme Court Act and did not properly substantiate an alleged violation of constitutional rights.

Questione giuridica chiave

Whether court costs should be imposed on the appellant.

Decisione estratta

Court costs were imposed on the appellant.

Motivazione estratta

As the appeal was not entered upon, the appellant was liable for costs under the Federal Supreme Court Act.

Continua la tua ricerca in ChatGPT o Claude

Collega Omnilex per cercare nel corpus legale dal tuo assistente IA.