Cost allocation after partial Federal Supreme Court remand

b-7063-2010Tribunale amministrativo federale / 2a divisione9 nov 2010Dismissed

Estratto da Omnilex

Sintesi Omnilex

The Federal Administrative Court ruled on the consequences of a partial Federal Supreme Court remand in the SRO Post supervisory levy case. It held that the earlier cost allocation in case B-2332/2006 did not need to be revised because the Federal Supreme Court had only corrected the levy calculation in a minor respect. The appellant was ordered to pay CHF 800 in procedural costs for that earlier case, to be set off against its CHF 2,000 cost advance, with CHF 1,200 to be refunded after finality. No party compensation was awarded, and no costs or compensation were imposed for the present cost decision.

Massima Omnilex

Art. 63 Abs. 1 VwVG; Art. 64 VwVG; Art. 2 Abs. 1 Satz 1, Art. 4 und Art. 6 lit. b VGKE; Kosten- und Entschädigungsfolgen nach teilweiser Gutheissung und Rückweisung: Eine Neuverlegung der im kantonal- bzw. erstinstanzlichen Verfahren verlegten Verfahrenskosten rechtfertigt sich nur, wenn die durch das bundesgerichtliche Urteil bewirkte materielle Änderung nicht bloss geringfügig ist. Ist der Streitwert bzw. die verbleibende Differenz minimal und wurde die Beschwerde nur in beschränktem Umfang gutgeheissen, kann an der bisherigen Kostenverlegung festgehalten werden. Parteientschädigung entfällt bei entsprechend untergeordnetem Obsiegen; für das Kostenfolgenurteil selbst sind bei diesem Ausgang keine Kosten zu erheben und keine Entschädigung auszurichten (vgl. E. 7).

Testo completo

BVGer B-7063/2010

Entscheiddatum: 09.11.2010Publikationsdatum: 26.11.2010

Bundesverwaltungsgericht

Tribunal administratif fédéral

Tribunale amministrativo federale

Tribunal administrativ federal

Abteilung II

B-7063/2010

{T 1/2}

Urteil vom 9. November 2010

Besetzung

Richter Frank Seethaler (Vorsitz), Richter Jean-Luc Baechler, Richter Francesco Brentani,

Gerichtsschreiberin Marion Spori Fedail.

Parteien

Die Schweizerische Post, Selbstregulierungsorganisation, Viktoriastrasse 21, 3030 Bern,

Beschwerdeführerin,

gegen

Eidg. Finanzmarktaufsicht FINMA,

Einsteinstrasse 2, 3003 Bern,

Vorinstanz.

Gegenstand

Kostenentscheid (in Folgegebung des Urteils des Bundesgerichts 2C_728/2007 bzw. 2C_738/2007 vom 2. Oktober 2008)

Nach Einblick in,

den Entscheid der Kontrollstelle GwG (ab dem 1. Januar 2009: Eidgenössische Finanzmarktaufsicht, FINMA) vom 7. September 2006, in welchem die der Schweizerischen Post Selbstregulierungsorganisation (SRO Post, Beschwerdeführerin) für das Jahr 2006 geschuldete Aufsichtsabgabe auf Fr. (...) festgesetzt wurde;

die Beschwerde der SRO Post gegen diesen Entscheid;

das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts B-2332/2006 vom 6. September 2007, in welchem diese Beschwerde teilweise gutgeheissen und die Höhe der der Beschwerdeführerin für das Jahr 2006 auferlegten Aufsichtsabgabe auf Fr. (...) bestimmt wurde;

die von der Eidgenössischen Finanzverwaltung wie auch von der SRO Post gegen den genannten Entscheid erhobene Beschwerde an das Bundesgericht;

das Urteil des Bundesgerichts 2C_728/2007 bzw. 2C_738/2007 vom 2. Oktober 2008, womit diese Beschwerden teilweise gutgeheissen, das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts vom 6. September 2007 teilweise aufgehoben und die Sache zur Neuberechnung im Sinne der Erwägungen an die Eidgenössische Finanzverwaltung zurückgewiesen wurden; in diesem Urteil wurde erwähnt, dass das Bundesverwaltungsgericht allenfalls über eine Neuverteilung seiner Verfahrenskosten befinden werde;

die Verfügung der Eidgenössischen Finanzverwaltung vom 25. November 2008, welche die FINMA auf Aufforderung des Bundesverwaltungsgerichts hin diesem am 18. August 2010 einreichte und in welcher die Aufsichtsabgabe in Übereinstimmung mit dem genannten Urteil des Bundesgerichts neu berechnet und der von der Beschwerdeführerin für das Jahr 2006 geschuldete Betrag auf Fr. (...) festgesetzt wurde;

und in Erwägung,

dass es - nachdem das Bundesgericht den Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts B-2332/2006 vom 6. September 2007 teilweise aufgehoben und die Finanzverwaltung am 25. November 2008 eine Neuberechnung der Aufsichtsabgabe vorgenommen hat - dem Bundesverwaltungsgericht obliegt, über die Verlegung der Verfahrens- und Parteikosten in seinem Verfahren zu befinden;

dass aus dem Urteil des Bundesgerichts hervorgeht, dass die Beschwerde der SRO Post nur in geringem Umfang gutgeheissen wurde, nämlich lediglich betreffend die Berechnung der streitigen Aufsichtsabgabe (E. 7);

dass das Bundesgericht der Beschwerdeführerin dementsprechend Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 2'000.- auferlegte;

dass die Differenz zwischen der durch das Bundesverwaltungsgericht im Urteil vom 6. September 2007 festgesetzten Höhe der Aufsichtsabgabe und dem Betrag, welcher von der Eidgenössischen Finanzverwaltung am 25. November 2008 gemäss den Erwägungen des Urteils des Bundesgerichts berechnet wurde, nur Fr. 2'874.- beträgt;

dass diese Differenz in Anbetracht des Streitwerts der Sache als minim einzustufen ist;

dass das Bundesverwaltungsgericht unter diesen Umständen zum Schluss kommt, dass die im Urteil vom 6. September 2007 verlegten Verfahrenskosten nicht neu verteilt werden müssen;

dass die Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.- demnach der Beschwerdeführerin auferlegt (Art. 63 Abs. 1 VwVG, Art. 2 Abs. 1 Satz 1 und Art. 4 VGKE) und mit dem von ihr am 22. November 2006 geleisteten Kostenvorschuss von Fr. 2'000.- verrechnet werden; der Restbetrag von Fr. 1'200.- wird der Beschwerdeführerin nach Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet;

dass es sich daher auch nicht rechtfertigt, der Beschwerdeführerin für das Verfahren B-2332/2006 eine Parteientschädigung auszurichten (Art. 64 VwVG und Art. 7 VGKE e contrario);

dass bei diesem Verfahrensausgang für das vorliegende Urteil keine Verfahrenskosten erhoben werden (Art. 6 Bst. b VGKE) und keine Parteientschädigung zugesprochen wird (Art. 64 VwVG und Art. 7 Abs. 1 VGKE e contrario).

erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

Der Beschwerdeführerin werden für das Verfahren B-2332/2006 Verfahrenskosten in der Höhe von Fr. 800.- auferlegt. Dieser Betrag wird mit dem am 22. November 2006 geleisteten Kostenvorschuss in der Höhe von Fr. 2'000.- verrechnet. Der Restbetrag von Fr. 1'200.- wird der Beschwerdeführerin nach Rechtskraft dieses Urteils zurückerstattet.

Für das Verfahren B-2332/2006 wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Für das vorliegende Urteil werden keine Verfahrenskosten auferlegt und es wird keine Parteientschädigung zugesprochen.

Dieses Urteil geht an:

die Beschwerdeführerin (Gerichtsurkunde; Beilage: Rückerstattungsformular)

die Vorinstanz (Gerichtsurkunde)

die Eidgenössische Finanzverwaltung EFV

Für die Rechtsmittelbelehrung wird auf die nächste Seite verwiesen.

Der vorsitzende Richter: Die Gerichtsschreiberin:

Frank Seethaler Marion Spori Fedail

Rechtsmittelbelehrung:

Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen nach Eröffnung beim Bundesgericht, 1000 Lausanne 14, Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten geführt werden (Art. 82 ff., 90 ff. und 100 des Bundesgerichtsgesetzes vom 17. Juni 2005 [BGG, SR 173.110]). Die Rechtsschrift ist in einer Amtssprache abzufassen und hat die Begehren, deren Begründung mit Angabe der Beweismittel und die Unterschrift zu enthalten. Der angefochtene Entscheid und die Beweismittel sind, soweit sie die beschwerdeführende Partei in Händen hat, beizulegen (vgl. Art. 42 BGG).

Versand: 18. November 2010

Parole chiave

cost allocationparty compensationremandsupervisory levyprocedural costsminimal amount in dispute

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the procedural costs of case B-2332/2006 had to be redistributed after the Federal Supreme Court's partial annulment and remand.

Decisione estratta

No redistribution was warranted because the remand concerned only a minor correction in the levy calculation and the amount in dispute was minimal.

Motivazione estratta

The Federal Supreme Court had only partially allowed the complaint on the calculation of the supervisory levy and even imposed CHF 2,000 in costs on the appellant; the remaining difference was only CHF 2,874, which the court considered too small to justify a new cost allocation.

Questione giuridica chiave

Whether the appellant was entitled to party compensation for proceedings B-2332/2006.

Decisione estratta

No party compensation was awarded.

Motivazione estratta

Given the limited success of the appeal and the resulting cost allocation, there was no basis for awarding compensation.

Questione giuridica chiave

Whether costs and party compensation should be charged in the present cost decision proceedings.

Decisione estratta

No procedural costs were charged and no party compensation was awarded for the present judgment.

Motivazione estratta

Because of the outcome of the present proceeding, costs were waived and compensation was not due.

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