Appeal against non-entry asylum decision dismissed

d-4810-2008Tribunale amministrativo federale / 4a divisione23 lug 2008Dismissed

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Sintesi Omnilex

The Federal Administrative Court dealt with an appeal against the Federal Office for Migration’s non-entry decision in an asylum case. The appellant sought annulment, acceptance of the asylum application, alternatively provisional admission, and legal aid. The court found that the appeal merely repeated the asylum account and failed to show any error in the BFM’s reasoning. It therefore dismissed the appeal insofar as admissible, refused legal aid, and charged court costs of CHF 600 to the appellant.

Massima Omnilex

Art. 32 Abs. 2 lit. a und Abs. 3 AsylG; appeal against a non-entry asylum decision and removal order. Where the appellant merely reiterates the asylum narrative without substantiating why the authority’s reasoning is incorrect, and the file discloses no violation of federal law, erroneous or incomplete fact-finding, or unreasonableness, the non-entry decision and removal order are to be upheld. A manifestly unfounded appeal is decided summarily by a single judge with the concurrence of a second judge; legal aid is to be refused where the appeal lacks prospects of success.

Testo completo

BVGer D-4810/2008

Entscheiddatum: 23.07.2008Publikationsdatum: 04.08.2008

Abteilung IV

D-4810/2008

law/mah

{T 0/2}

Urteil vom 23. Juli 2008

Besetzung

Einzelrichter Walter Lang,

mit Zustimmung von Richter Bendicht Tellenbach,

Gerichtsschreiberin Sarah Mathys.

Parteien

A._______, geboren (...),Nigeria,

vertreten durch Frau Felicity Oliver, (...),

Beschwerdeführer,

gegen

Bundesamt für Migration (BFM),

Quellenweg 6, 3003 Bern,

Vorinstanz.

Gegenstand

Nichteintreten auf Asylgesuch und Wegweisung; Verfügung des BFM vom 16. Juli 2008 / N (...).

Das Bundesverwaltungsgericht stellt fest,

dass das BFM mit - am gleichen Tag eröffneter - Verfügung vom 16. Juli 2008 - in Anwendung von Art. 32 Abs. 2 Bst. a des Asylgesetzes vom 26. Juni 1998 (AsylG, SR 142.31) auf das Asylgesuch des Beschwerdeführers vom 30. Juni 2008 nicht eintrat, die Wegweisung aus der Schweiz verfügte und deren Vollzug anordnete,

dass der Beschwerdeführer mit Eingabe seiner Rechtsvertreterin vom 21. Juli 2008 beantragen liess, die Verfügung des BFM sei aufzuheben und sein Asylgesuch sei gutzuheissen; eventualiter sei die Wegweisungsverfügung aufzuheben und die vorläufige Aufnahme anzuordnen,

dass er ferner beantragen liess, es sei ihm die unentgeltliche Rechtspflege im Sinne von Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes vom 20. Dezember 1968 über das Verwaltungsverfahren [VwVG, SR 172.021]) zu gewähren,

und zieht in Erwägung,

dass nach Einsicht in die Akten auf die Beschwerde - mit Ausnahme des Antrags auf Gutheissung des Asylgesuchs (vgl. Entscheidungen und Mitteilungen der Schweizerischen Asylrekurskommission [EMARK] 2004 Nr. 34 E. 2.1. S. 240 f.) - einzutreten und diese in Anwendung des AsylG, der Asylverordnung 1 vom 11. August 1999 über Verfahrensfragen (AsylV 1, SR 142.311), des VwVG, des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesverwaltungsgericht (VGG, SR 173.32), des Bundesgesetzes vom 17. Juni 2005 über das Bundesgericht (BGG, SR 173.110), des Bundesgesetzes vom 16. Dezember 2005 über die Ausländerinnen und Ausländer (AuG, SR 142.20), des Reglements vom 21. Februar 2008 über die Kosten und Entschädigungen vor dem Bundesverwaltungsgericht (VGKE, SR 173.320.2) zu beurteilen ist,

dass für den zur Begründung des Asylgesuches geltend gemachten Sachverhalt auf die Protokolle der Befragung im Empfangs- und Verfahrenszentrum Kreuzlingen vom 1. Juli 2008 und der Anhörung zu den Asylgründen vom 10. Juli 2008 sowie auf die angefochtene Verfügung zu verweisen ist (vgl. daselbst, Sachverhaltszusammenfassung S. 2),

dass das BFM in der angefochtenen Verfügung ausführlich dargelegt hat, weshalb die Voraussetzungen für einen Nichteintretensentscheid gemäss Art. 32 Abs. 2 Bst. a und Abs. 3 AsylG gegeben sind und weshalb die Wegweisung zu verfügen und deren Vollzug anzuordnen ist,

dass in der Beschwerde rudimentär der zur Begründung des Asylgesuches geltend gemachte Sachverhalt wiederholt und angefügt wird, der Beschwerdeführer sei Flüchtling im Sinne von Art. 1 A Abs. 2 des Abkommens vom 28. Juli 1951 über die Rechtsstellung der Flüchtlinge (FK, SR 0.142.30) und er befürchte, bei einer Rückkehr Behandlungen ausgesetzt zu werden, die gegen Art. 3 EMRK verstossen würden,

dass die Beschwerde keine weiteren Ausführungen enthält, mithin nicht ansatzweise dargetan wird, inwiefern die Erwägungen des BFM unzutreffend sein sollen, und auch aus den Akten nicht ersichtlich wird, inwiefern die angefochtene Verfügung Bundesrecht verletzen, den rechtserheblichen Sachverhalt unrichtig oder unvollständig feststellen oder unangemessen sein könnte,

dass deshalb ohne weitere Erörterungen und unter Hinweis auf die zutreffenden Erwägungen in der angefochtenen Verfügung festzustellen ist, dass das BFM zu Recht auf das Asylgesuch nicht eingetreten ist, die Wegweisung verfügt und deren Vollzug angeordnet hat,

dass die offensichtlich unbegründete Beschwerde deshalb mit summarischer Begründung im einzelrichterlichen Verfahren mit Zustimmung eines zweiten Richters abzuweisen ist, soweit auf diese einzutreten ist,

dass das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege abzuweisen ist und die Kosten des Verfahrens von Fr. 600.-- dem Beschwerdeführer aufzuerlegen sind.

(Dispositiv nächste Seite)

Demnach erkennt das Bundesverwaltungsgericht:

Die Beschwerde wird abgewiesen, soweit auf diese eingetreten wird.

Das Gesuch um Gewährung der unentgeltlichen Rechtspflege wird abgewiesen.

Die Verfahrenskosten von Fr. 600.-- werden dem Beschwerdeführer auferlegt. Dieser Betrag ist innert 30 Tagen ab Versand des Urteils zu Gunsten der Gerichtskasse zu überweisen.

Dieses Urteil geht an:

  • die Rechtsvertreterin des Beschwerdeführers (vorab per Telefax; eingeschrieben; Beilage: Angefochtene Verfügung im Original)

  • das BFM, Empfangs- und Verfahrenszentrum Kreuzlingen (per Telefax zu den Akten Ref.-Nr. N (...))

  • (...)

Der Instruktionsrichter Die Gerichtsschreiberin

Walter Lang Sarah Mathys

Versand:

Parole chiave

asylumnon-entry decisionremovallegal aidsummary procedurecourt costs

Estratto da Omnilex

Questione giuridica chiave

Whether the appeal against the BFM's non-entry asylum decision and removal order was well-founded

Decisione estratta

The appeal was dismissed insofar as it was admissible; the BFM correctly refused to enter into the asylum claim and ordered removal and execution.

Motivazione estratta

The appeal contained only a rudimentary restatement of the asylum account and no concrete criticism of the BFM's reasoning. The file showed no error of federal law, incorrect fact-finding, or unreasonableness.

Questione giuridica chiave

Whether the request for legal aid should be granted

Decisione estratta

The request for legal aid was denied.

Motivazione estratta

Because the appeal was manifestly unfounded, the conditions for legal aid were not met.

Questione giuridica chiave

Whether procedural costs should be imposed on the appellant

Decisione estratta

Costs of CHF 600 were imposed on the appellant, payable within 30 days to the court treasury.

Motivazione estratta

As the appeal failed, the appellant had to bear the procedural costs.

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