N 20 juin 1986
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Postulat Cottet
liberando i ticinesi e i grigionesi dalle mansioni di traduttore e di interprete nei rapporti di servizio. Introdotti all'epoca della discussione sollevata dal postulato Delamuraz, i corsi di lingua italiana hanno conosciuto un notevole successo, ma poi, inspiegabilmente, sono stati ridotti per intensità e partecipazione, e quindi sospesi.
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 28. Mai 1986
Risposta scritta del Consiglio federale del 28 maggio 1986 Rapport écrit du Conseil fédéral du 28 mai 1986 Il Consiglio federale condivide altresì l'opinione del postu- lante giusta la quale è necessario potenziare i corsi di lingua italiana per il personale della Confederazione. Dalla prima- vera 1968 le tre lingue ufficiali sono regolarmente insegnate a Berna. Nel frattempo, segnatamente in seguito a un postu- lato al Consiglio nazionale del 20 aprile 1978 concernente le minoranze linguistiche, tali corsi sono tenuti anche in altri luoghi di servizio (1986: 6 corsi con 90 partecipanti). Le diverse difficoltà sorte a Berna in occasione dell'ammis- sione ai corsi di italiano sono dovute da un lato all'aumento discontinuo delle iscrizioni e dall'altro alla generale scarsità dei crediti concessi per l'istruzione. Per poter superare tali difficoltà il Consiglio federale propone nel preventivo per l'anno 1987 un adeguato aumento del credito per l'istru- zione.
Essendo nell'ambito normativo delegato la mozione può essere accettata solo sotto forma di un postulato.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Dichiarazione del Consiglio federale Déclaration écrite du Conseil fédéral Il Consiglio federale chiede di trasformare la mozione in un postulato.
Ueberwiesen als Postulat - Transmis comme postulat
85.994
Motion Segmüller Wintersession. Beginn Début de la session d'hiver
Wortlaut der Motion vom 19. Dezember 1985 Der Bundesrat wird eingeladen, Artikel 1 des Geschäftsver- kehrsgesetzes so zu revidieren, dass künftig ermöglicht wird, den Beginn der Wintersession der eidgenössischen Räte auf den letzten Montag im November vorzuverschie- ben, ohne dass dafür ein spezieller Ratsbeschluss notwen- dig wird, wie es die jetzige Fassung von Artikel 1 des Geschäftsverkehrsgesetzes noch verlangt.
Texte de la motion du 19 décembre 1985
Le Conseil fédéral est chargé de réviser l'article premier de la loi sur les rapports entre les conseils afin qu'il soit possi- ble, à l'avenir, d'avancer l'ouverture de la session parlemen- taire d'hiver au dernier lundi de novembre sans décision spéciale du conseil, comme l'impose le libellé actuel de cet article.
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Laut Artikel 1 des Geschäftsverkehrsgesetzes hat die Win- tersession der eidgenössischen Räte am ersten Montag im Dezember zu beginnen. Dies hat zur Folge, dass bei ungün- stigen Kalenderkonstellationen die Wintersession erst kurz vor Weihnachten, also «sehr spät», zu Ende geht. Dieses Jahr am 20. Dezember und nächstes Jahr am 19. Dezember, was zunehmend als Belastung empfunden wird und sich
familien- und gewerbefeindlich auswirkt. Für das Jahr 1987, in dem das Sessionsende auf den Weihnachtstag (25. Dezember) fällt, erweist sich die gesetzliche Bestim- mung als überhaupt nicht erfüllbar. Die Möglichkeit einer Vorverschiebung um eine Woche, die sich mit dem Gesetz vereinbaren lässt, würde von allen Beteiligten als Erleichte- rung empfunden. Administrative Hinderungsgründe beste- hen nicht.
Schriftliche Stellungnahme des Büros Rapport écrit du Bureau
Gemäss Artikel 31 Absatz 3 des Geschäftsreglementes ist das Büro bzw. eine von ihm beauftragte Kommission für die Beantwortung von parlamentseigenen Aufträgen und Anfra- gen zuständig.
Da die Fraktionspräsidentenkonferenz im Einvernehmen mit dem Büro des Ständerates über den Beginn und die Dauer der Sessionen bestimmt (Art. 12 Abs. 2 GRN), hat das Büro deren Stellungnahme eingeholt.
Das Büro und die FPK sind der Ansicht, dass eine Aende- rung des GVG zur Verwirklichung des Anliegens der Motio- närin nicht notwendig ist. Der 2. Satz von Artikel 1 Absatz 1 GVG sieht vor, dass die Räte den Beginn einer Session auf einen anderen Tag festlegen können. Dies ist bis jetzt bis auf wenige Ausnahmen für die Wintersession auch immer der Fall gewesen.
So haben die FPK und das Büro des Ständerates in den letzten zehn Jahren, und zwar jeweils immer im Sommer des laufenden Jahres, für die Sessionen des kommenden Jahres die entsprechenden Daten festgelegt und den Räten unter- breitet, für die Wintersession z.B .:
1976: 29.11. - 17.12. 1981: 30.11. - 18.12.
1977: 28.11. - 16.12. 1982: 29.11. - 17.12.
1978: 27.11. - 15.12. 1983: 28.11. - 16.12.
1979: 26.11. - 14.12. 1984: 26.11. - 14.12.
1980: 1.12. - 19.12. 1985: 2.12. - 20.12.
Für 1986 ist die Dauer der Wintersession vom 1 .- 19.12., für 1987 vom 30.11 .- 18.12. vorgesehen. Da bis jetzt in den Räten diesen Beschlüssen der FPK und des Büros des Ständerates keine Opposition erwachsen ist, ist immer von einer still- schweigenden Zustimmung der Räte ausgegangen worden. Die FPK und das Büro des Ständerates gedenken, diese Praxis auch in Zukunft fortzusetzen.
Schriftliche Erklärung des Büros Déclaration écrite du Bureau Das Büro beantragt, die Motion abzulehnen.
Abgelehnt - Rejeté
86.365
Postulat Cottet Direkte Nahrungsmittelhilfe Aide alimentaire directe
Wortlaut des Postulates vom 17. März 1986
Damit die schweizerische Nahrungsmittelhilfe an Bevölke- rungen, die an Nahrungsmangel leiden, auf eine klare Grundlage gestellt werden kann, wird der Bundesrat einge- laden,
die Fälle zu umschreiben, in denen eine direkte Nahrungs- mittelhilfe notwendig ist;
abzuklären, welchen Umfang die ständige direkte Nah- rungsmittelhilfe durchschnittlich haben muss;
die schweizerischen und die ausländischen Erzeugnisse auf der Grundlage ihrer Qualität und ihres Preises nach ihrem eigentlichen Wert zu vergleichen und dabei Auswir-
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Postulat Ziegler
kungen auf die Handels- und die Zahlungsbilanz zu berück- sichtigen;
ein System der regelmässigen Beteiligung der Schweiz an der direkten Nahrungsmittelhilfe zu prüfen;
die allfällige Schaffung von Lagern nicht-verderblicher schweizerischer Nahrungsmittel vorzusehen, damit diese für Einzelaktionen sofort verwendet werden können.
Texte du postulat du 17 mars 1986
Afin de fonder l'aide de la Suisse aux populations souffrant d'insuffisance en matière de nutrition sur des bases recon- nues, le Conseil fédéral est invité à:
définir les cas où l'aide alimentaire directe est nécessaire; - évaluer l'ampleur moyenne constante de l'aide directe nécessaire;
comparer la valeur intrinsèque, en qualité et prix, des produits suisses et étrangers en tenant compte, au surplus, des incidences sur la balance commerciale et sur la balance des paiements;
étudier un système de participation régulière de la Suisse à l'aide alimentaire directe;
prévoir la constitution éventuelle de réserves de denrées alimentaires d'origine suisse non périssables, immédiate- ment disponibles pour les actions ponctuelles.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Berger, Etique, Rime, Savary-Fribourg, Thevoz (5)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit La question de savoir s'il est opportun de fournir des pro- duits alimentaires d'origine suisse, sous forme d'aide directe aux populations souffrant d'insuffisance endémique ou épisodique en matière de nutrition est fréquemment débattue. D'une part, on se demande si l'aide alimentaire directe ne constitue pas une alternative négative au dévelop- pement de l'agriculture des régions concernées et, d'autre part, lorsque la situation requiert indiscutablement l'aide directe, et rapide le plus souvent, on hésite entre la fourni- ture de produits suisses et l'achat de produits étrangers à des prix inférieurs. Pour assurer la qualité et l'efficacité de l'aide humanitaire de la Suisse, les questions non résolues ne devraient plus provoquer de discussions le moment venu d'intervenir.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 28. Mai 1986 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 28 mai 1986 Le Conseil fédéral est prêt à accepter le postulat.
Ueberwiesen - Transmis
86.390 Postulat Fetz Sicherung der Rheinschiffahrt Sauvegarde de la navigation rhénane
Wortlaut des Postulates vom 20. März 1986 Der Bundesrat wird ersucht, Verhandlungen mit den Donau- anliegerstaaten in die Wege zu leiten, um die Rheinschiff- fahrt zu sichern.
Texte du postulat du 20 mars 1986 Le Conseil fédéral est prié d'engager des pourparlers avec les Etats riverains du Danube, aux fins de sauvegarder la navigation rhénane. .
Mitunterzeichner - Cosignataires: Gurtner, Herczog (2)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Die Rheinschiffahrt, noch vor wenigen Jahren einer der wichtigsten Transportwege für Importe und Exporte der Schweiz und wichtiger Arbeitsplatz, weist in jüngster Zeit einen alarmierenden Rückgang auf. Damit wird auch ein in ökologischer Hinsicht - beim heutigen Stand der Sicher- heitseinrichtungen - vertretbarer Transportweg für Massen- güter gefährdet. Mit der anfangs der neunziger Jahre zu erwartenden Eröffnung des Rhein-Main-Donaukanals wird ein neuer Faktor zu berücksichtigen sein, der für die Exi- stenz der Rheinschiffahrt und der Basler Häfen von grösster Bedeutung sein wird.
Mit dem Zusatzprotokoll von 1979 zur Mannheimer Rhein- schiffahrtsakte ist zwar eine Beschränkung des durch den neuen Kanal zu erwartenden Zustroms der Donauschiffahrt als Sicherung der Rheinschiffahrt der Anliegerstaaten ge- währleistet.
Mittlerweilen stehen aber bereits einige der an der Rhein- schiffahrt beteiligten Staaten mit den Donauanliegerstaaten in Verhandlungen zur vertraglichen Regelung der beidseiti- gen Schiffahrtsrechte. Entsprechende Schritte scheinen auch für die Schweiz angezeigt, damit ein Ausschluss unse- rer Schiffahrt und unserer Rheinhäfen bei der Gestaltung des künftigen Rhein-Donau-Schiffahrtsverkehrs vermieden werden kann.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 28. Mai 1986 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 28 mai 1986 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
86.362
Postulat Ziegler Ersatzeinkommen aus Sozialversicherungen. AHV-Beitragspflicht Prestations pécuniaires des assurances sociales. Assujettissement à l'AVS
Wortlaut des Postulates vom 17. März 1986 Der Bundesrat wird eingeladen, Aenderungen der einschlä- gigen Bestimmungen des AHV-Gesetzes über die Beiträge in dem Sinne vorzuschlagen, dass künftig die Geldleistun- gen der obligatorischen Unfallversicherung und der Militär- versicherung generell der AHV-Beitragspflicht unterstellt sind.
Texte du postulat du 17 mars 1986
Le Conseil fédéral est invité à proposer de modifier les dispositions de la loi sur l'AVS concernant les cotisations de sorte qu'à l'avenir les prestations pécuniaires de l'assu- rance-accidents obligatoire et de l'assurance militaire soient, d'une manière générale, assujetties à l'AVS.
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Zurzeit sind nur die Taggelder der Arbeitslosenversicherung AHV-beitragspflichtig. Voraussichtlich am 1. Januar 1987 wird die revidierte EO nachziehen. Wegen ihrer viel grösse- ren Bedeutung und der beträchtlichen Summen, die sie ausrichtet, wäre es dringender, die Geldleistungen vor allem der obligatorischen Unfallversicherung der Beitragspflicht zu unterstellen. Weil diese Leistungen nicht als beitrags- pflichtiges Ersatzeinkommen behandelt werden, kann sich der für die Rentenbildung massgebende Jahresverdienst bei längerer Arbeitsunfähigkeit oft beträchtlich reduzieren, was die spätere Rente empfindlich herabsetzt. Solche Folgen,
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Cottet Direkte Nahrungsmittelhilfe Postulat Cottet Aide alimentaire directe
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Jahr
1986
Année
Anno
Band
II
Volume
Volume
Session
Sommersession
Session
Session d'été
Sessione
Sessione estiva
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
16
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 86.365
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 20.06.1986 - 08:00
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Data
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954-955
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20 014 420
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