N 9 octobre 1992
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Postulat Bircher Silvio
ziale e dei patrizi biaschesi, all'attenzione del Consiglio fede- rale e delle Camere federali, affinché la preziosa Sala d'onore della storia politica, culturale e religiosa che distinse la Casa del Cavaliere G. B. Pellanda, oggi, per volere anche della Confederazione, ritorni ad occupare la sua sede originale. Il postulante, Sindaco di Biasca, fa dunque, vivo l'affidamento a Codesto Alto Consiglio federale, per l'accettazione di questo postulato. Se accolto e attuato, come sento di poter esserne ottimisticamente convinto, l'Autorità federale farebbe allora il più bel dono morale e culturale al Comune e alla gente di Biasca prima dello scadere dell'anno commemorativo del 700° della loro «Carta della libertà» ossequiando, nel contempo, il loro autentico glorioso e fierissimo motto: «Fidelis Comunitas Biascae, praesidium libertatis nostrae».
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 31. August 1992 Dichiarazione scritta del Consiglio federale del 31 agosto 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 31 août 1992 Il Consiglio federale è disposto ad accogliere il postulato.
Ueberwiesen - Transmis
92.3191
Postulat Hafner Ursula Ausreichende Unfallversicherung in Sonderfällen Assurance-accidents des écoliers et étudiants. Calcul de la rente
Wortlaut des Postulates vom 3. Juni 1992
Aufgrund der geltenden Verordnung über die Unfallversiche rung (UWV) wird für die Bemessung einer Rente der Lohn, den Schülerinnen und Schüler oder Studentinnen und Studenten als Ferienaushilfen verdienen, nicht auf das ganze Jahr umge- rechnet. Dies kann insbesondere bei Betriebsunfällen, die zu Invalidität führen, unglaublich hart sein.
Der Bundesrat wird gebeten, die UWV so anzupassen, dass für unregelmässig Beschäftigte, insbesondere für Werkstudentin- nen und Werkstudenten sowie Schülerinnen und Schüler, eine ausreichende Versicherung besteht
Texte du postulat du 3 juin 1992
L'ordonnance sur l'assurance-accidents actuellement en vi- gueur ne calcule pas la rente sur la base d'une année de sa- laire pour les écoliers et les étudiants qui travaillent pendant leurs vacances. Cette situation peut être cause de grandes ri- gueurs, notamment lorsque des accidents de travail provo- quent l'invalidité.
Le Conseil fédéral est prié de modifier l'ordonnance sur l'assu- rance-accidents de manière à garantir une assurance suffi- sante aux personnes ayant une activité rémunérée irrégulière, tels que les écoliers et les étudiants.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bäumlin, Bircher Silvio, Bühlmann, Bundi, Caspar-Hutter, Danuser, Dünki, Eggenber- ger, Fankhauser, von Felten, Goll, Gross Andreas, Haering Binder, Hämmerle, Herczog, Jeanprêtre, Jöri, Ledergerber, Leemann, Leuenberger Ernst, Mauch Ursula, Meyer Theo, Rechsteiner, Steiger, Tschäppät Alexander, Vollmer, Züger (27)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Das Eidgenössische Versicherungsgericht (EVG) hatte kürz- lich den Fall eines Studenten zu beurteilen, welcher bei einem
Ferienjob schwer verunfallte und während seines ganzen Le- bens invalid sein wird. Die Suva sprach ihm für seine hundert- prozentige Invalidität eine monatliche Rente von 198 Franken zu. Das kantonale Versicherungsgericht hiess eine Be- schwerde gegen die Bemessung der Rente gut und ent- schied, das während der vier Wochen erzielte Einkommen sei auf ein Jahr umzulegen und die Invalidenrente entsprechend anzusetzen. Das EVG bestätigte hingegen den Entscheid der Suva und schrieb in seinem Urteil vom 10. März 1992, es sei nicht Sache des Richters, die in Gesetz und Verordnung ge- troffene Regelung über den versicherten Verdienst mit einer auf Werkstudenten zugeschnittenen Sonderregel zu ergän- zen; es obliege vielmehr dem Verordnungs- beziehungsweise dem Gesetzgeber, befriedigende Lösungen zu erarbeiten und Mängel der heutigen Regelung für verschiedene Versiche- rungskategorien zu beseitigen. Ich bitte den Bundesrat, diese Mängel möglichst rasch zu beheben.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 19. August 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 19 août 1992 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
92.3223
Postulat Bircher Silvio Leistungspflicht der obligatorischen Unfallversicherung bei Selbsttötung und Suizidversuch Prestations de l'assurance-accidents obligatoire en cas de suicide ou de tentative de suicide
Wortlaut des Postulates vom 12. Juni 1992
Der Bundesrat wird eingeladen, Artikel 48 UWV dahin zu än- dern, dass Artikel 37 Absatz 1 UVG bei Selbsttötung und Sui- zidversuch keine Anwendung findet, wenn der Versicherte zur Zeit der Tat nur teilweise urteilsfähig war.
Texte du postulat du 12 juin 1992
Le Conseil fédéral est invité à modifier l'article 48, OLAA, de façon à ce que l'article 37, 1er alinéa, LAA, ne soit pas applica- ble en cas de suicide ou de tentative de suicide si, au moment où il a agi, l'assuré n'était que partiellement capable de discer- nement
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bäumlin, Béguelin, Boden- mann, Bundi, Caspar-Hutter, Danuser, Eggenberger, Fank- hauser, von Felten, Goll, Gross Andreas, Haering Binder, Hal- ler, Hämmerle, Herczog, Jeanprêtre, Jöri, Ledergerber, Lee- mann, Leuenberger Ernst, Leuenberger Moritz, Marti Werner, Matthey, Meyer Theo, Rechsteiner, Ruffy, Steiger, Strahm Ru- dolf, Vollmer (29)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit In der Schweiz nehmen sich jährlich etwa 1500 Menschen das Leben. Davon stehen ungefähr drei Viertel im erwerbstätigen Alter. Das sind rund zwei Prozent der Sterbefälle und rund ein Drittel mehr, als jährlich dem Strassenverkehr zum Opfer fal- len. Dazu kommt die statistisch nicht erfasste, aber zweifellos höhere Zahl der Suizidversuche. Die sozialversicherungs- rechtliche Situation dieser bedauernswerten Menschen und ihrer Angehörigen ist prekär, weil die obligatorischen Unfall- versicherungen nur leistungspflichtig sind, wenn der Suizi-
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Postulat Bonny
dent in einer psychiatrischen Klinik hospitalisiert war. Die aller- meisten Selbsttötungen und Versuche dazu geschehen aber ausserhalb von Kliniken und im Zustand verminderter Urteils- fähigkeit (vorab im Zustand depressiver Verzweiflung). Da die Leistungen der AHV und der beruflichen Vorsorge in vielen Fällen nicht zu verhindern vermögen, dass die Angehörigen von «Selbstmördern» Sozialhilfe beanspruchen müssen, und die Krankenkassen ihre Leistungen für die oft sehr schweren gesundheitlichen Folgen von Suizidversuchen kürzen kön- nen, ist eine Verbesserung des unfallversicherungsrechtli- chen Versicherungsschutzes dringend geboten.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 19. August 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 19 août 1992 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Ueberwiesen - Transmis
92.3242
Postulat Jori Aenderung der Strahlenschutzverordnung Protection contre les radiations. Révision de l'ordonnance
Wortlaut des Postulates vom 17. Juni 1992 Ich bitte den Bundesrat, bei der Revision der Strahlenschutz- verordnung der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (Suva) weiterhin das Recht einzuräumen, eine Personendosi- metriestelle zu betreiben.
Texte du postulat du 17 juin 1992 Je prie le Conseil fédéral, dans le cadre de la révision de l'or- donnance concernant la protection contre les radiations, de réaffirmer le droit - reconnu à la Caisse nationale suisse d'as- surance en cas d'accidents (CNA) - d'exploiter un service de dosimétrie individuelle.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bär, Blatter, Bühlmann, Bundi, Caspar-Hutter, Dormann, Eggenberger, Gross An- dreas, Haering Binder, Hafner Ursula, Hämmerle, Iten Joseph, Jeanprêtre, Ledergerber, Leemann, Meyer Theo, Schnider, Stamm Judith, Stucky, Tschäppät Alexander, Tschuppert Karl, Vollmer, Züger (23)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Seit 1985 wurde mit drei parlamentarischen Vorstössen ver- sucht, die Dosimetriestelle der Suva aufzuheben. Als Argu- mente werden angebliche Wettbewerbsvorteile gegenüber der Privatwirtschaft und rechtliche Bedenken bezüglich der Doppelfunktion der Suva als Kontrollinstanz und Durchführe- rin der Personendosimetrie ins Feld geführt.
Die oben erwähnten rechtlichen Bedenken sind in einer Stel- lungnahme des Bundesamtes für Justiz ausgeräumt worden. Es muss festgehalten werden, dass die Suva als Betreiberin ei- ner Dosimetriestelle sich nicht selber kontrolliert. Firmen, die in Konkurrenz zur Suva Personendosimetrie betreiben, wer- den vom Bundesamt für Gesundheitswesen kontrolliert.
Der Suva sind unter anderem in der Personendosimetrie wich- tige Aufgaben bei der Aufsicht der Einhaltung der Vorschriften übertragen. Bei Ueberschreitung von Grenzwerten müssen Massnahmen verfügt werden. Die Suva ist somit Trägerin ho- heitlicher Funktionen. Es muss in diesem Zusammenhang grundsätzlich die Frage gestellt werden, ob solche Ueberwa- chungsaufgaben an Private übertragen werden sollten. In al-
len Staaten Europas wird jedenfalls der sensible Bereich des Strahlenschutzes ausschliesslich vom Staat durchgeführt Eine Lösung im Bereich der Personendosimetrie ohne Beteili- gung der Suva würde einen Sonderfall darstellen.
Die Suva betreibt seit 1975 eine eigene Dosimetriestelle. Es wurden neue Arbeitsplätze geschaffen, die bei einer Aufhe- bung der Dosimetrie gefährdet wären. Es wurden 1,2 Millio- nen Franken in einen Bereich investiert, immer in der An- nahme, dass diese hoheitliche Tätigkeit bei der Suva bleibt Zusammenfassend kann gesagt werden, dass der Suva die ei- gene Dosimetriestelle belassen werden sollte. Bei einer Aufhe- bung der Stelle besteht die Gefahr einer faktischen Monopol- stellung durch eine einzige Firma im sensiblen Bereich des Strahlenschutzes. Da die Suva weiterhin weniger gewinn- trächtige Aufgaben des Strahlenschutzes wahrzunehmen hat, ist sie zur Erhaltung des Know-how auf eine Dosimetriestelle angewiesen.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 31. August 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 31 août 1992 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
92.3205
Postulat Bonny Weitere Käufe von F/A-18 durch Drittländer Achat du F/A-18 par d'autres pays
Wortlaut des Postulates vom 9. Juni 1992 Der Bundesrat wird eingeladen, die nötigen Vorkehren zu prü- fen und zu treffen, damit allfällige Anschaffungen von F/A-18- Flugzeugen durch Drittländer (z. B. Kuwait 2. Serie, weitere Länder, welche zurzeit dieses Flugzeug evaluieren) im glei- chen Produktionslos sich auf unsere Beschaffungskosten re- duzierend auswirken.
Texte du postulat du 9 juin 1992 Le Conseil fédéral est invité à étudier et à prendre les mesures permettant de réduire nos coûts d'acquisition de l'avion de combat F/A-18 par des achats éventuels d'appareils de même type et de la même série de production auxquels procéde- raient des pays tiers (par exemple le Koweït pour une deuxième série, et d'autres pays qui évaluent actuellement cet avion).
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 19. August 1992 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 19 août 1992 Der Bundesrat beantragt, das Postulat anzunehmen.
Ueberwiesen - Transmis
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Bircher Silvio Leistungspflicht der obligatorischen Unfallversicherung bei Selbsttötung und Suizidversuch
Postulat Bircher Silvio Prestations de l'assurance-accidents obligatoire en cas de suicide ou de tentative de suicide
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Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
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1992
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Anno
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V
Volume
Volume
Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer 92.3223
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 09.10.1992 - 08:00
Date
Data
Seite
2172-2173
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20 021 690
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