2193
Interpellation Strahm Rudolf
Il giudizio, seppure con determinati condizioni e oneri, è com- plessivamente positivo.
Alla luce della nuova situazione, le FFS hanno trasmesso l'in- carto all'Ufficio federale dei trasporti per l'approvazione. In pa- ritempo hanno comunicato la loro posizione in merito al pa- rere del Cantone e dei Comuni.
In seguito l'Ufficio federale dei trasporti ha sottoposto alle au- torità cantonali e comunali il parere delle FFS per avviso.
Questa procedura è tutt'ora in corso.
L'Ufficio federale dei trasporti pensa di poter approvare il pro- getto all'inizio dell'anno prossimo.
Intenzione delle FFS sarebbe di mettere in esercizio l'impianto a partire dalla primavera 1996.
Secondo la Convenzione relativa ad un regime comune di transito (RS 0.631.242.04), conclusa tra i Paesi dell'AELS e la CE, le autorità doganali possono accordare a tutte le persone lo statuto di speditore o di destinatario autorizzato, sempreché queste spediscano o ricevano regolarmente delle merci ed adempino altre condizioni. Sinora l'Amministrazione federale delle dogane ha fatto uso solo con riserva di tale procedura. Da una nuova valutazione della situazione effettuata dalla Dire- zione generale delle dogane è emerso che se anche gli spedi- zionieri potessero beneficiare della procedura suddescritta, si otterrebbero notevoli semplificazioni e sveltimenti delle opera- zioni doganali. Per questo motivo, dallo scorso anno sono in corso alcuni esercizi-piloti riguardanti tale categoria di opera- tori doganali. Le esperienze si sono rivelate positive.
Nei prossimi mesi, l'Amministrazione federale delle dogane in- tende estendere progressivamente questa soluzione a tutti gli interessati che siano in grado di soddisfare ai criteri richiesti. In questo contesto potrà essere esaminata anche la questione della concessione dello statuto di speditore/destinatario auto- rizzato ad operatori che svolgono la loro attività ai magazzini X a XIII.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- tes teilweise befriedigt.
92.3215
Interpellation Strahm Rudolf Durchsetzung Programm «Energie 2000» und EWR «Energie 2000» et Espace économique européen
Wortlaut der Interpellation vom 11. Juni 1992
Im Rahmen des Programms «Energie 2000» ist die Festle- gung und schrittweise Senkung der Verbrauchsstandards von marktgängigen Elektrogeräten (Haushalt- und Bürogeräten) und der Flottenverbräuche von Personenwagen vorgesehen. Der Bundesrat hat im Rahmen des Energienutzungsbeschlus- ses hiezu die volle Kompetenz und den Auftrag des Parla- ments.
Im Rahmen des EWR-Abkommens könnten sich Probleme mit dem Binnenmarktrecht ergeben, wenn einzelne rückständige Hersteller im EWR-Raum die schweizerischen Energiever- brauchsstandards als nichttarifäres Handelshemmnis inter- pretieren und gegen die Schweiz klagen oder wenn die EG in diesem Normierungsbereich selber aktiv wird.
Wenn der Bundesrat die Stabilisierungsziele des Programms «Energie 2000» einhalten will, kann er auf keinen Fall auf die Energieverbrauchsnormierung Brüssels warten. Eine Klärung dieser Frage, die im Rahmen der EWR-Verhandlungen ver- passt worden ist, muss vor der Ratifikation des EWR-Abkom- mens vorgenommen werden. Zur Erreichung dieses Ziels gibt es mehrere staatsvertragsrechtliche Formen, zum Beispiel durch die Hinterlegung eines in der EG üblichen «nationalen Protokollvermerks».
Wir fragen den Bundesrat: Ist er bereit, vor oder anlässlich der Ratifikation des EWR-Abkommens in Brüssel eine Erklärung über die schweizerischen Normierungsabsichten bei Elektro- geräten und Fahrzeugen zu deponieren?
Texte de l'interpellation du 11 juin 1992
Le programme «Energie 2000» prévoit la fixation et la réduc- tion progressive des normes de consommation pour les appa- reils électriques commercialisés (en usage dans les ménages et les bureaux), ainsi que des normes de consommation par catégories de véhicules particuliers. Dans le cadre de l'arrêté sur l'utilisation de l'énergie, le Conseil fédéral dispose pour ce faire d'une entière compétence et d'un mandat du Parlement. Dans le contexte de l'Accord sur l'EEE, le marché unique pour- rait être source de problèmes si certains fabricants rétrogra- des interprétaient les normes suisses de consommation comme des obstacles non tarifaires au commerce et dépo- saient plainte contre la Suisse, ou si la CE édictait elle-même des normes dans ce domaine.
Si le Conseil fédéral entend respecter les objectifs de stabilisa- tion définis dans le programme «Energie 2000», il ne peut en aucun cas attendre que Bruxelles édicte des normes quant à la consommation d'énergie. Ce point, qui n'a pas été abordé durant les négociations sur l'EEE, doit donc être impérative- ment clarifié avant la ratification de l'Accord EEE. En droit des traités, plusieurs mesures permettent d'atteindre cet objectif, par exemple en déposant une «déclaration d'un Etat au pro- cès-verbal», usuelle dans la CE.
J'invite le Conseil fédéral à préciser s'il est disposé, avant ou à l'occasion de la ratification de l'Accord EEE à Bruxelles, à dé- poser une déclaration relative aux intentions suisses de nor- malisation dans les domaines des appareils électriques et des véhicules?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Béguelin, Bodenmann, Caspar-Hutter, Danuser, Eggenberger, von Felten, Haering Binder, Herczog, Hubacher, Jeanprêtre, Jöri, Ledergerber, Marti Werner, Meyer Theo, Rechsteiner, Steiger, Tschäppät Alexander, Züger (18)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Der Urheber verzichtet auf eine Begründung und wünscht eine schriftliche Antwort
Schriftliche Stellungnahme des Bundesrates vom 24. August 1992 Rapport écrit du Conseil fédéral du 24 août 1992
Der Bundesrat ist aus völkerrechtlichen und integrationspoliti- schen Gründen gegen die Abgabe einer Erklärung über die schweizerischen Normierungsabsichten bei Elektrogeräten und Fahrzeugen:
Das EWR-Abkommen enthält keine Bestimmungen über Vor- behalte. Somit sind nach Artikel 19 des Wiener Uebereinkom- mens von 1969 über das Recht der Verträge (SR 0.111) Vorbe- halte nur dann zulässig, wenn sie mit dem Ziel und Zweck des Vertrages vereinbar sind. Dazu gehört zweifellos der freie Wa- renverkehr. Die Anwendung des Vertrages in seiner Gesamt- heit ist eine wesentliche Voraussetzung für die Zustimmung je- der Vertragspartei, durch den Vertrag gebunden zu sein. Ge- mäss Artikel 20 des Wiener Uebereinkommens bedarf daher ein Vorbehalt der Annahme durch alle Vertragsparteien. Mit Blick auf die Zielsetzung und die Entstehungsgeschichte des EWR-Abkommens hält es der Bundesrat für ausgeschlossen, dass die Vertragsparteien materielle Vorbehalte einzelner Ver- tragsparteien annehmen werden. Sie könnten im Gegenteil vermuten, die Schweiz wolle einen Vorbehalt hinsichtlich des im EWR-Vertrag verankerten Grundsatzes des freien Waren- verkehrs anbringen, was gravierende Folgen für das Zustan- dekommen des Vertrages hätte. Schliesslich ist zu bedenken, dass andere Vertragsparteien die Erklärung der Schweiz zum Anlass nehmen könnten, ihrerseits einseitige Erklärungen ab- zugeben, welche sich auf die Schweiz nachteilig auswirken könnten.
N 9 octobre 1992
2194
Interpellation Bühlmann
Das EWR-Abkommen enthält keine Vorschriften hinsichtlich des Energieverbrauchs von Personenwagen und Elektrogerä- ten. Die Schweiz ist daher frei, nach Konsultation der anderen Vertragspartner und unter Einhaltung gewisser Bedingungen (keine mengenmässigen Einfuhrbeschränkungen oder Mass- nahmen gleicher Wirkung; Wahrung der Verhältnismässig- keit) eigene nationale Vorschriften zu erlassen. Allerdings er- wägt die EG auch eigene Vorschriften betreffend den Energie- verbrauch von Haushaltgeräten und Fahrzeugen. Entwürfe zu entsprechenden Richtlinien sind aber noch nicht erhältlich. Gemäss Auskunft der Energiedirektion der EG (DG XVII) ist vorgesehen, diese Richtlinien auf Artikel 100a des EWG-Ver- trages (EWGV) abzustützen. Diese Rechtsgrundlage dient der Angleichung der Rechtsvorschriften im Hinblick auf die Vollen- dung des Binnenmarktes. In diesem Falle sind die Mitglied- staaten nicht mehr frei, strengere nationale Vorschriften zu er- lassen. Vorbehalten bleibt einzig Artikel 100a Absatz 4 EWGV. In erstmaliger Anwendung dieses Artikels wurde kürzlich Deutschland gestattet, vor der EG-Harmonisierung verab- schiedete, strengere nationale Vorschriften beizubehalten (Verbot für Pentachlorphenol). Im Gegensatz zu den EG-Mit- gliedstaaten können sich die Efta-Länder nicht auf Artikel 100a Absatz 4 EWGV berufen, da dieser nicht Bestandteil des EWR-Abkommens ist
Wie in der Botschaft vom 21. Dezember 1988 zum Energie- nutzungsbeschluss dargelegt, sollen in der Schweiz in einer ersten Stufe Verbrauchszielwerte
festgelegt werden (BBI 1989 | 509). Die diesbezüglichen Vorarbeiten für Elek- trohaushaltgeräte sind im Gang. Im Fahrzeugbereich führt die Bundesverwaltung zurzeit mit der Autobranche Gespräche über eine freiwillige Vereinbarung betreffend die Reduktion des Treibstoffverbrauchs von neuen Personenwagen. Sowohl Verbrauchszielwerte (Werte, die innerhalb einer bestimmten Frist erreicht werden sollen; keine Zulassungsbeschränkun- gen) als auch freiwillige Vereinbarungen sind mit den im EWR-Abkommen enthaltenen Grundsätzen bezüglich des freien Warenverkehrs kompatibel.
Der Bundesrat will die im Rahmen des Aktionsprogramms «Energie 2000» formulierten Stabilisierungsziele nach wie vor realisieren und dazu die bereits eingeleiteten Anstrengungen zur Reduktion des Energieverbrauchs von Anlagen, Fahrzeu- gen und Geräten zügig weiterführen. Der Bundesrat ist auch bereit, darauf hinzuwirken, dass die EG die Ziele und Mass- nahmen von «Energie 2000» übernimmt
Der Bundesrat wird prüfen, inwiefern dem Anliegen der Inter- pellation auf andere Weise Rechnung getragen werden kann. Zu denken ist beispielsweise an einen Vorstoss im EWR-Rat oder im EWR-Ausschuss. Artikel 5 des EWR-Abkommens sieht ein entsprechendes «droit d'évocation» jeder Vertrags- partei ausdrücklich vor. Ein solcher Vorstoss in den EWR- Organen ist zweifellos wirksamer als die Abgabe der mit der Interpellation vorgeschlagenen Erklärung, mit welcher einer- seits völkerrechtliche Probleme aufgeworfen werden und die sich andererseits als kontraproduktiv hinsichtlich der Einfluss- nahme der Schweiz auf die künftige Ausgestaltung der ent- sprechenden europäischen Lösungen erweisen könnte.
Präsident: Der Interpellant ist von der Antwort des Bundesra- tes nicht befriedigt
92.3217
Interpellation Bühlmann Seetalbahnentscheid noch vor den Sommerferien Sauvegarde du Chemin de fer du Seetal. Décision du Conseil fédéral
Wortlaut der Interpellation vom 11. Juni 1992
Der auf Frühling 1992 versprochene Entscheid des Bundesra- tes zugunsten des Erhalts und der Sanierung der Seetalbahn ist immer noch ausstehend, obwohl die Kantone Luzern und Aargau im September 1991 ihre vom Bundesamt für Verkehr geforderten Zusatzberichte abgegeben haben.
Ich bitte den Bundesrat um die Beantwortung folgender Fragen:
Wieso hielt der Bundesrat die versprochene Frist nicht ein? Hat die Motion Giezendanner, die eine Umstellung der See- talbahn von Bahn- auf Busbetrieb verlangt (eingereicht am 9. Juni 1992), nochmals eine Verzögerung des Entscheids zur Folge? Bis wann ist mit einer verbindlichen und definitiven Antwort zugunsten der Seetalbahnsanierung zu rechnen?
Ist der Bundesrat bereit, neben der Wirtschaftlichkeit auch den klar und unmissverständlich zum Ausdruck gebrachten Willen der betroffenen Kantone und deren Bevölkerung zu- gunsten der Seetalbahn bei seinem Entscheid mitzuberück- sichtigen?
Texte de l'interpellation du 11 juin 1992
Le Conseil fédéral avait promis de prendre une décision en fa- veur de la sauvegarde et de la réfection du Chemin de fer du Seetal au printemps 1992. Or, la question est toujours en sus- pens bien que les cantons de Lucerne et d'Argovie aient cha- cun fourni en septembre 1991 le rapport supplémentaire de- mandé par l'Office fédéral des transports.
Je prie le Conseil fédéral de répondre aux questions sui- vantes:
Pourquoi le Conseil fédéral ne respecte-t-il pas le délai qu'il s'est fixé? La motion Giezendanner, déposée le 9 juin 1992, qui demande que le Chemin de fer du Seetal soit remplacé par un service d'autobus, a-t-elle encore retardé la décision? Quand peut-on espérer avoir une réponse ferme et définitive en faveur de la réfection du Chemin de fer du Seetal?
Le Conseil fédéral est il prêt, pour prendre une décision en faveur du Chemin de fer du Seetal, à prendre en considération, à côté des critères de rentabilité, la volonté clairement expri- mée des cantons concernés et de leur population?
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bär, Baumann, Diener, Gar- diol, Gonseth, Hafner Rudolf, Hollenstein, Meier Hans, Re- beaud, Robert, Thür (11)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Seit 1979 warten die Kantone Aargau und Luzern auf einen Entscheid zur Sanierung der veralteten und zweitklassig be- handelten Seetalbahn. Eine vom Komitee pro Seetalbahn lan- cierte Resolution an den Bundesrat wurde in kürzester Zeit von 10 000 Personen unterschrieben. Ich zitiere aus dieser Reso- lution:
«Wir fordern den Bundesrat auf, einen positiven Entscheid für die Sanierung der Seetalbahn zu treffen, weil die heutige Um- weltsituation die Erhaltung und Sanierung der regionalen Bahnverbindungen unbedingt verlangt, weil vermehrtes Um- steigen im Personen- und Güterverkehr nur über eine attrak- tive Bahn erreicht werden kann.»
Die Motion Giezendanner hat grosse Bestürzung und Verunsi- cherung ausgelöst Aus diesem Grund ist es für die betroffe- nen Regionen unabdingbar, eine rasche und deutliche Ant- wort zugunsten der Sanierung der Seetalbahn zu erhalten.
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Interpellation Strahm Rudolf Durchsetzung Programm «Energie 2000» und EWR Interpellation Strahm Rudolf «Energie 2000» et Espace économique européen
In
Dans
In
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1992
Année
Anno
Band
V
Volume
Volume
Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
92.3215
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 09.10.1992 - 08:00
Date
Data
Seite
2193-2194
Page
Pagina
Ref. No
20 021 714
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