Postulat Reimann Maximilian
1911
prio come ovunque, è necessario in particolare attribuire an- che qui il giusto valore alla sicurezza, creando un pacchetto di misure equilibrato.
Nei centri postali più grandi vengono impiegate ormai da anni forze lavorative straniere, senza le quali non sarebbe possibile svolgere un esercizio regolare.
Il numero delle rapine negli uffici postali ha potuto essere ri- dotto in modo considerevole negli ultimi ani. Il confronto tra le banche e le PTT, per l'anno 1993, relativo alla quantità di furti e alle somme rapinate risulta decisamente favorevole alle PTT. Le PTT continueranno sicuramente a prestare, anche nel pro- prio interesse economico, la massima attenzione all'impor- tante settore della sicurezza e a far confluire le loro cono- scenze negli sforzi svolti dall'azienda per migliorare costante- mente la sicurezza.
Mediante il presente postulato, il Consiglio federale è invitato a sollecitare direttamente le PTT affinché adottino misure nel- l'ambito della sicurezza. Il Consiglio federale può tuttavia im- partire direttive alle PTT solo per salvaguardare interessi im- portanti del Paese. Questa premessa non è soddisfatta nel caso in questione. Come esposto in precedenza, i necessari provvedimenti di sicurezza sono del resto già adottati dalle PTT e gli obiettivi del postulato pertanto raggiunti.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates Dichiarazione scritta del Consiglio federale Déclaration écrite du Conseil fédéral Il Consiglio federale propone di respingere il postulato.
Abgelehnt - Rejeté
94.3206
Postulat Jori Aufrechterhaltung der SBB-Linie Luzern-Küssnacht-Immensee Maintien de la ligne CFF Lucerne-Küssnacht-Immensee
Wortlaut des Postulates vom 8. Juni 1994 Der Bundesrat wird eingeladen, sich für die Erhaltung der SBB-Linie Luzern-Küssnacht-Immensee einzusetzen.
Texte du postulat du 8 juin 1994 Le Conseil fédéral est invité à oeuvrer en faveur du maintien de la ligne CFF Lucerne-Küssnacht-Immensee.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Bäumlin, Béguelin, Boden- mann, Brunner Christiane, Bühlmann, Bundi, Bürgi, Carobbio, Danuser, de Dardel, Dormann, Duvoisin, Eggenberger, Fank- hauser, von Felten, Fischer-Sursee, Gross Andreas, Haering Binder, Hafner Ursula, Hämmerle, Herczog, Jeanprêtre, Le- dergerber, Leemann, Leu Josef, Leuenberger Ernst, Marti Werner, Rechsteiner, Ruffy, Schnider, Stamm Judith, Steiger Hans, Strahm Rudolf, Vollmer, Züger (35)
Schriftliche Begründung - Développement par écrit Seit längerer Zeit ist bekannt, dass die SBB die Stillegung der Linie Luzern-Küssnacht-Immensee und eine Umstellung des Personenverkehrs auf Busbetrieb planen. Die mögliche Auf- hebung einer Hauptlinie der SBB hat exemplarischen Charak- ter im Sinne der Erstmaligkeit und einer verkehrspolitischen Weichenstellung. Daneben spielt die betroffene Linie eine be- deutende Rolle im Regionalverkehr, was durch den hohen Ko- stendeckungsgrad unterstrichen wird.
Trotz gegenteiliger Verlautbarungen der SBB scheint die Kon- zentration auf Hauptachsen nun doch auf Kosten des Regio- nalverkehrs zu gehen. Diese Tatsache führt insbesondere in
jenen Kreisen zu einer gewissen Verunsicherung und Verärge- rung, die sich in Volksabstimmungen für die «Bahn 2000» und die Neat eingesetzt haben, weil sie davon überzeugt waren, dass diese keinen Abbau des Regionalverkehrs brächten. Dies ist aber bei einer Umstellung auf Busbetrieb der Fall.
Im weiteren erachten wir es als wenig sinnvoll, die Hauptlinie Luzern-Immensee auf die Hauptlinie Luzern-Ebikon umzule- gen, da durch die Einführung des 30-Minuten-Taktes Luzern- Zürich kaum Schienenkapazitäten verfügbar sein werden. Es ist nicht einsehbar, dass einerseits die Hauptlinie Luzern- Immensee geschlossen werden soll und andererseits der Fla- schenhals Rotsee aus geologischen Gründen auf längere Zeit einspurig bleiben soll.
Wir sind auch überzeugt, dass die Hauptlinie Luzern-Immen- see als Zubringer zur Neat in der Zukunft an Bedeutung gewin- nen wird, was eine Sanierung und die daraus resultierenden Investitionskosten rechtfertigt.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 14. September 1994 Déclaration écrite du Conseil fédéral du 14 septembre 1994 Der Bundesrat ist bereit, das Postulat entgegenzunehmen.
Überwiesen - Transmis
94.3184
Postulat Reimann Maximilian Unabhängige Beschwerdeinstanz von Radio und Fernsehen Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision
Wortlaut des Postulates vom 31. Mai 1994 Der Bundesrat wird eingeladen, im Bundesgesetz über Radio und Fernsehen das Kapitel über die Programmaufsicht (Art. 57ff. RTVG) wie folgt zu ergänzen bzw. in gleichem Sinn eine Änderung des Geschäftsreglements der Unabhängigen Beschwerdeinstanz (UBI) anzuordnen:
Die UBI teilt ihren Entscheid unverzüglich den beteiligten Parteien mit. Die Mitteilung enthält das Abstimmungsverhält- nis, mit welchem der Entscheid zustande gekommen ist, so- wie eine kurze Begründung.
Nach Kenntnisnahme des Entscheides durch die beteilig- ten Parteien informiert die UBI die Öffentlichkeit. Diese Me- dieninformation enthält ebenfalls das Abstimmungsverhältnis sowie die gleiche kurze Begründung.
Die ausführliche Begründung des Entscheides, die den Parteien als Ausgangsbasis für eine allfällige Verwaltungsge- richtsbeschwerde ans Bundesgericht dient, muss spätestens drei Monate nach Fällung des Entscheides ausgehändigt werden.
Wird eine Sendung von mehr als einer Person und mit unter- schiedlicher Argumentation beanstandet und führen diese Be- anstandungen im Sinne von Artikel 62 RTVG zu einer Be- schwerde an die UBI, so nimmt die UBI, insbesondere in ihrer Medieninformation, angemessen auf die Vielfalt der Be- schwerdeführung Rücksicht.
Texte du postulat du 31 mai 1994
Le Conseil fédéral est invité à compléter comme il suit le chapi- tre de la loi sur la radio et la télévision (LRTV) concernant la sur- veillance exercée sur les programmes (art. 57ss.), ou à ordon- ner une modification correspondante du règlement de l'Auto- rité indépendante d'examen des plaintes (ci-après: l'autorité):
Postulat Leu Josef
1912
N
7 octobre 1994
L'autorité communique immédiatement sa décision aux parties. Elle indique la répartition des voix lors de la prise de décision et donne un bref exposé des motifs de celle-ci.
Après que les parties en ont pris connaissance, elle publie sa décision. La répartition des voix et le même bref exposé des motifs sont également communiqués aux médias.
Un exposé circonstancié des motifs, pouvant servir aux par- ties à former le cas échéant un recours de droit administratif auprès du Tribunal fédéral, doit être remis aux parties au plus tard trois mois après que la décision a été prise.
Si une émission est contestée par plus d'une personne, les arguments invoqués étant différents mais donnant tous le droit, aux termes de l'article 62 de la loi, de déposer une plainte auprès de l'autorité, celle-ci tient compte de la pluralité des plaintes, notamment dans l'information qu'elle fournit aux médias.
Mitunterzeichner - Cosignataires: Keine - Aucun
Schriftliche Begründung - Développement par écrit
Beschwerden gegen Sendungen von Radio und Fernsehen stossen in der Öffentlichkeit regelmässig auf grosses Inter- esse. Entsprechend hat die Information über die Entscheide der UBI ohne Verzug, unparteiisch und mit Sorgfalt zu erfol- gen. In dieser Beziehung ist die gegenwärtige Praxis, wie aus den folgenden Anmerkungen zu den einzelnen Ziffern meines Postulates ersichtlich ist, unbefriedigend. Handlungsbedarf für eine Ergänzung von Artikel 57ff. des RTVG scheint mir des- halb klar gegeben zu sein. Eventuell genügt es aber bereits, wenn der Bundesrat im Sinne dieses Postulates eine Ände- rung des Geschäftsreglements der UBI vornehmen lässt. Ge- mäss Artikel 59 RTVG obliegt die Genehmigung dieses Regle- ments dem Bundesrat. Damit steht ihm auch die Kompetenz zur Anordnung von Reglementsänderungen zu.
Diese lange Frist ist inakzeptabel. Das öffentliche Interesse an der Beschwerde, die in einem engen Zusammenhang mit der Volksabstimmung vom 6. Juni 1993 über die Beschaffung von neuen Kampfflugzeugen stand, hat in der Zwischenzeit nach- gelassen. Zudem wird der Möglichkeit, die eine oder andere Seite vorgängig durch Indiskretion über den Entscheid zu in- formieren und ihr damit einen Vorteil zu verschaffen, Tür und Tor geöffnet. Mit einer unverzüglichen Bekanntgabe des Ent- scheids wird diesem Missbrauch ein Riegel geschoben.
Aus Gründen der Transparenz, was bei Entscheiden über Sen- dungen von öffentlichen Medien geradezu in der Natur der Sa- che liegt, sollte die UBI auch das Abstimmungsverhältnis be- kanntgeben, wie dies bei vielen anderen Gerichten gang und gäbe ist. Auch hier ist der «Gerüchteküche» durch sorgfältige Information Vorschub zu leisten.
Im vorstehend erwähnten konkreten Fall musste einer der drei Beschwerdeführer den Entscheid der Presse entnehmen. Er befand sich auf dem Rückflug aus den Ferien und entdeckte den Entscheid «seines Falles» in einer im Flugzeug ausgeteil- ten Zeitung. Die Mitteilung trug klar den Stempel der Einseitig- keit. Wäre aus der Mitteilung zumindest auch hervorgegan- gen, dass der Entscheid von der UBI mit dem knappsten aller Resultate gefällt worden war und somit fast Zufallscharakter aufwies, so hätte der Gesamteindruck eine differenziertere Ge- wichtung erfahren.
Es sollte meines Erachtens der UBI durchaus zumutbar sein, die Medienmitteilung im Sinne dieses Postulates selber abzu-
fassen. Mit der Veröffentlichung wäre so lange zuzuwarten, bis der Entscheid bei allen Parteien eingetroffen und dessen Empfang quittiert worden ist.
Es ist begreiflich, dass die redaktionelle Begründung eines UBI-Entscheides noch einer gewissen Zeitspanne bedarf. Eine Frist von einem halben Jahr - wie in vorliegendem Fall - ist aber inakzeptabel. So oder so sind die Abfassung einer summarischen Kurzbegründung und ihre Abtrennung von der vertieften Hauptbegründung aber wünschbar und liegen im Interesse der öffentlichen Information.
Dieser Teil des Postulates steht wiederum in direktem Zu- sammenhang mit dem vorliegenden konkreten Fall. Zwei der drei Einsprecher hatten weitere Aspekte und Segmente der betreffenden TV-Sendung vom 10. Mai 1993 beanstandet. Der Ombudsmann fasste - offensichtlich aus zeitökonomischen Gründen - alle drei Beanstandungen in einem einzigen Schlussbericht zusammen. Das veranlasste die drei Einspre- cher in der Folge aus den gleichen Gründen zu einer gemein- samen Beschwerde an die UBI, allerdings in der Absicht, im weiteren Verlauf des Verfahrens würden von Amtes wegen die nötigen Differenzierungen bezüglich Urheberschaft schon be- achtet werden.
Das war dann, vermutlich in Ermangelung eines entspre- chend differenzierenden Geschäftsreglementes, nicht der Fall. Mit offensichtlichem Genuss schob die SRG in ihrer Me- dieninformation alle Beschwerdepunkte dem Erstunterzeich- ner zu.
Wäre die UBI selber zur Publikation ihres Entscheides ver- pflichtet gewesen, so hätte sie zweifellos für die notwendige Differenzierung gesorgt. Für den Fall der Behandlung von mehrfachen Beanstandungen und Beschwerden weist das bestehende Regelwerk somit eine Lücke auf, die es zu schlies- sen gilt.
Schriftliche Erklärung des Bundesrates vom 19. September 1994 Déclaration écrite du Conseil fédéral
du 19 septembre 1994
Der Bundesrat ist bereit, das Postulat im Hinblick auf die näch- ste Revision des RTVG als Prüfungsauftrag entgegenzuneh- men.
Überwiesen - Transmis
94.3267
Postulat Leu Josef Lesbarkeit von amtlichen Texten und Erlassen Textes légaux et administratifs. Lisibilité
Wortlaut des Postulates vom 16. Juni 1994
Gestützt auf den Bericht der parlamentarischen Redaktions- kommission vom 22. September 1992 zur sprachlichen Gleichbehandlung der Geschlechter in der Gesetzessprache und auf den Bundesratsbeschluss vom 7. Juni 1993 über die Gleichbehandlung von Frau und Mann in der Gesetzes- und Verwaltungssprache wird von der Verwaltung ein «Leitfaden zur sprachlichen Gleichbehandlung im Deutschen» ausgear- beitet. Ich bitte den Bundesrat, dafür zu sorgen, dass die in diesem Leitfaden formulierten Richtlinien die Lesbarkeit von amtlichen Texten und Gesetzen nicht beeinträchtigen.
Texte du postulat du 16 juin 1994
Sur la base du rapport de la Commission parlementaire de ré- daction du 22 septembre 1992 sur la formulation non sexiste des textes législatifs et de la décision du Conseil fédéral du
Schweizerisches Bundesarchiv, Digitale Amtsdruckschriften Archives fédérales suisses, Publications officielles numérisées Archivio federale svizzero, Pubblicazioni ufficiali digitali
Postulat Reimann Maximilian Unabhängige Beschwerdeinstanz von Radio und Fernsehen Postulat Reimann Maximilian Autorité indépendante d'examen des plaintes en matière de radio-télévision
In
Dans
Amtliches Bulletin der Bundesversammlung Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale
In
Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale
Jahr
1994
Année
Anno
Band
III
Volume
Volume
Session
Herbstsession
Session
Session d'automne
Sessione
Sessione autunnale
Rat
Nationalrat
Conseil
Conseil national
Consiglio
Consiglio nazionale
Sitzung
17
Séance
Seduta
Geschäftsnummer
94.3184
Numéro d'objet
Numero dell'oggetto
Datum 07.10.1994 - 08:00
Date
Data
Seite
1911-1912
Page
Pagina
Ref. No
20 024 582
Dieses Dokument wurde digitalisiert durch den Dienst für das Amtliche Bulletin der Bundesversammlung. Ce document a été numérisé par le Service du Bulletin officiel de l'Assemblée fédérale. Questo documento è stato digitalizzato dal Servizio del Bollettino ufficiale dell'Assemblea federale.